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Diskutiere im Thema Triangulierung - warum die (fehlende) Vater-Kind-Beziehung ADHS auslösen soll im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #41
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 499

    AW: Triangulierung - warum die (fehlende) Vater-Kind-Beziehung ADHS auslösen sol

    Schnarchnase schreibt:
    Ich könnte heute heulen, wenn ich dran denke, dass sie das noch schulterzuckend abtat, als ich später völlig entsetzt fragte, ob sie das etwa ernst meint. Wenn ich mir vorstelle, ich hätte miene eigenen Kinder so stiefmütterlich behandelt, gruselts mir.
    Wie deine Mom schon sagte "das war damals so üblich" in weiten kreisen der Bevölkerung. Attachment Parenting gab es zwar schon als Bewegung aber das waren oft eher Hippies, Rastamatten-Badeschlappen-Fraktion und Ökos, die das praktiziert haben. Meine Mutter hat immerhin mit dem Rauchen aufgehört, solange sie schwanger war. Danach gings aber wieder los. Beide Elternteile. Fast 1 Packung Glimmstengel pro Person. Im Wohnzimmer. Danke. Und ich wurde ca. 10 Wochen gestillt, dann gab's gleich Karottenbrei (wo einige Allergologen drauf schwören, dass das Allergiepotential zu hoch ist und daher Kürbis predigen... ).... über physiologische und psychologische Auswirkungen bestimmter Verhaltensweisen wußte man in den 70ern noch nicht so viel. Und auch war Information über soetwas nicht so frei und einfach zugänglich wie heute. Daher habe ich meinen Eltern ihre "Fehler" vergeben. Man kann immer nur so handeln, wie man es für richtig erachtet unter den gegebenen Umständen. Und das viele Eltern in den 1970ern keine innere Uhr mehr hatten bezüglich einer "natürlichen Erziehung" kann ich ihnen nicht verdenken, wenn ich drauf schaue, was so in den 200Jahren davor an Pädagogik gelaufen ist und was (Vorreiter war oft das gehobene Bürgertum und natürlich hat man dem nachgeeifert) den Kindern alles so angetan wurde im Namen der Erziehung...

  2. #42
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 499

    AW: Triangulierung - warum die (fehlende) Vater-Kind-Beziehung ADHS auslösen sol

    Sternengold schreibt:
    Ich hatte die Gelegenheit einige Kinder im Alter zwischen 3und 6 über längere Zeit beobachten zu können, bei denen mir erzählt wurde, das sie Bindungsprobleme haben. Ich konnte für mich diese Aussage nie ganz nachvollziehn. Nach meiner Beobachtung verhielten sich diese Kinder wie sich sich halt viele ADHSler verhalten: Manchmal Hochleistungen erbringen, oft querschießen, ein Gemenge zwischen Dickkopf und Unsicherheit, Schwierigkeit die eigenen Grenzen warzunehmen und dann passend einen Gang rauf oder runter zuschalten, auf Dinge reagieren die andere nicht beachten/wahrnehmen und dafür nicht merken, wenn es dem anderen "auf die Füße tritt", weil es in die eigenen Ideen vertieft war.
    Das ganze Repertoir halt auch in der Beziehung zu den Eltern.
    Was ist hier den jetzt die Henne und was das Ei?
    Da ist m.E. auch das Problem von Hirnklempnern jeglicher Couleur ein ADHS bei Kindern aus "Problemhaushalten" rein nach Verhalten von einer "simplen" Bindungsproblematik abzugrenzen. Darüber haben wir kürzlich auch in einem anderen Fred irgendwo was gehabt. Ja, ich habe auch ein Problem mit der Beziehung zu meinen Eltern gehabt, aber ich denke das mit meinem Vater war das typische "Ernährer-Problem" (Papa nur am WE da und dann auch eher für sich, als für mich...) und bei meiner Mom war es glaube ich mittlerweile das Zusammentreffen von meinem Verhalten mit Ihren Ansichten. Denn so erlebe ich es grad mit meiner Tochter. Ihr Verhalten bringt mich teilweise (sicher aber auch aufgrund ungünstiger Gesamtumstände, mit denen ich grad ganz schön zu schaffen habe) auf die Palme und dann schaukeln wir uns hoch.
    Ich sehe es so: Bei AD(H)S ist die Henne die genetische Veranlagung und wenn der Hahn (kann alles mögliche sein, z.B. eben eine Störung in der Bindungsphase) draufspringt, kommt ziemlich sicher ein befruchtetes Ei (AD(H)S in voller Blüte) dabei heraus.
    Es wird ja oft gesagt, dass "negative soziale Einflüsse" das AD(H)S mit höherer Wahrscheinlichkeit "ausbrechen" lassen, soll m.E. heißen: In "guten" - sicheren, geregelten, organisierten - Verhältnissen können evtl. ADS-Symptome eher weniger auffallen. In unorganisierten Verhältnissen (unstete Lebensführung, Arbeitsverhältnissen, Lebenspartnerschaften, etc. bei den Eltern) wird das Kind nicht von außen reguliert und organisiert, wie es das bräuchte, also flammen die Symptome in allen Farben und voll ausgeprägt auf.
    Mein Elternhaus war super organisiert, strukturiert und meine Eltern sehr streng. Gut, für mich damals unangenehm, aber wahrscheinlich das, was mich so halbwegs hoch gehalten hat. Immerhin habe ich Abi und eine Ausbildung geschafft. Und das war sicher nicht mein Verdienst, denn ich hätte schon nach der 10. (naja eigentlich schon nach der 7. oder 8. oder 9....) etwas ganz anderes machen wollen und ob ich das alles so durchgehalten hätte?!!?!?

    Sternengold schreibt:
    Wo drum gings hier gleich noch? und wo drauf wollte ich eigendlich hinaus? Ich hoffe es kann trotzdem jemand was damit Anfangen, kurz und Eindeutig ist sooo schwer.
    Das kommt mir irgendwie bekannt vor. Und es wird nicht besser... s.o. ich habe nämlich auch irgendwie den Faden verloren....


    Sternengold schreibt:

    Das ADS-Buch was es mir grade angetan hat ist:
    ADS-Das kreative Chaos von Walter Beerwerth.
    Der Autor ist selber ADHSler und bringt auch sehr gut, welche Fallen für uns in einer klassischen Therapie lauern und warum.
    Borgst Du mir das mal aus? Das ist nämlich ein sehr aktuelles Problem: 4 von 12 Sitzungen der ADS-Gruppentherapie sind vorbei, ich habe nichts neues gelernt aber umsetzen kann ich es immer noch nicht... ich glaube es war Eiselein der mal irgendwo etwas in der Form geschrieben hat: "We know what we should do - we just don't know how to do what we know." Das triffts bei mir grad total. Ich hänge fast nur noch hinter eigenen Dingen her. Soviel Disziplin wie mein Hirn jetzt bräuchte um wieder in "geregelte Gleise" zu kommen habe ich einfach nicht... Bezweifle aber auch, dass selbst Heracles persönlich gerade mein unbändiges Hirn bezwingen könnte, denn eine Neunköpfige Hydra ist gar nix gegen das Ding da in meiner Birne

  3. #43
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 49

    AW: Triangulierung - warum die (fehlende) Vater-Kind-Beziehung ADHS auslösen sol

    snowhooper wenn du es schafst vorbeizukommen, leih ich dir das Buch gerne aus.

    Ich hab im Alltag oft schon Probleme das "Wissen" zur Hand zu haben. Da ist Es, wenn jemand anderes die Schwierigkeiten hat.

    Mir fehlt Jemand, der mich in der Alltagshektik an die "gewußten" besser passenden Verhaltensweisen erinnert.

    Besonders an die, die mir gut tun

    Ich mach Ergotherapie, zur Verbesserung meines Sozialverhaltens. Die Therapeuthen sind sehr flexibel. Wir reden über das was grade anliegt, oder üben eine bestimmte Situation. Da gibt es nach Bedarf "Hausarbeiten" oder Infozettel zum nachlesen.

    obwohl, das ist doch schon wieder off topic wobei sich das Gelernte und die Entspanung nach der Stunde positiv auf die Mutterkindbeziehung auswirkt.

  4. #44
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.455

    AW: Triangulierung - warum die (fehlende) Vater-Kind-Beziehung ADHS auslösen sol


    Ich habe mal gelesen, das viele Verhaltenstherapeuten auf der Suche nach solchen Ursachen sind, weil es nicht einsehen können, dass bei ADHS auch Medikamente eingesetzt werden können. Und der Einsatz von Medis kratzt an ihrer Berufsehren, denn schliesslich kann man als Therapeut alle Probleme dieser Welt mit Gesprächstherapie oder Psychoanalyse etc lösen.


    Das ist, als ob eine Tür geöffnet wird und alle Hühner ausbrechen. Der Stress öffnet nur die Tür, schafft aber keine Hühner heran.
    Da läuft mein kopfkino ab... Ich finde sonst der Bild sehr gut!

    Sonst wegen die Eingangfrage: ADS als veranlagung ist da oder nicht, mehr oder weniger stark. Dann kommt dazu der Rest... Es kann etwas mildern, verstärken, oder wenn schlimm ist, auch mit gute genen, sehr vieles verderben.
    Mein vater war echt präsent, es war manchmal mit mich verspannt, daher nicht so unproblematisch. Dort haben fachleuten auch erklärungen, aber mit der Diagnose war mich etwas klar: Wir waren nur 2 ADSler und deswegen war sehr einfach uns gegenseitig zu nerven.

    Aha, ist die Frage, was bedeutet bei einem Säugling "lebensbedrohlicher" Stress?

    In meiner Kindhiet war es bspw. auch üblich, die Kinder nachts solange durchbrüllen zu lassen, bis sie von allein durchschliefen.
    Ich könnte mir vorstellen, dass das ziemlcih heftigen Stress bedeutet...
    So etwas wird als säugling als lebensbedrohlich erlebt und so wie ich gelesen haben, sie hören nur auf zu brüllen um nicht total von erschöpfung zu verrecken.

    Seit etwa 20 jahren haben sich die erziehungmethoden sich sehr verändert, lässt man keine Säugling mehr lange brüllen und ich sehe auch dass die junge Generation irgendwie ausgeglichen ist als die älteren... Es tut ihnen gut! Aber ADSler dabei hat es immer noch.

  5. #45
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.455

    AW: Triangulierung - warum die (fehlende) Vater-Kind-Beziehung ADHS auslösen sol

    Ich frage mich ob es immer ungünstige Umständen braucht um aus eine Veranlagung, ein ADS zu bekommen, der behandlungbedürftig ist... Bei starke Ausprägung, können auch liebevollen Eltern und Lehrer an ihre Grenzen kommen. Es kommt auch zu anecken, es kommen auch Misserfolgen... Eine kleine ADSler ist auch anstregend und kann die Geduld sein Umfeld strapazieren.

    Vielleicht bei eine Ideale Umfeld kann eine starke ADS gut aufgefangen werden, aber es tritt echt selten vor... Leben ist alles anders als ideal. Eltern sind nun menschen und haben auch ihre problemen. Es ist auch sicher, dass eine miese Kindheit auch niemand gut tut, ADSler ehe auch nicht...

    Der rate an ADSler ist auf der ganze welt etwa gleich, obwohl es sehr verschiedene Erziehungstypen gibt und sehr verschieden Umfelder.

    Aber ich kann mich ehe vorstellen, dass mit eine veranlagung, einiges nur anders erlebt wird, auf einiges sensibeler reagiert wird und dass der Umfeld wieder auf das Verhalten der Betroffenen reagiert und es gibt dann eine gewissen Dynamik.

    Sonst ärgere ich mich auch immer wieder, wenn es viel schuld auf die Eltern geschoben wird... Ich mag eine afrikanische spruch: "Es braucht ein Dorf um ein Kind zu erziehen". Damit sagt es, dass was ausserhalb die familie passiert, auch relevant sein kann... Welche druck von aussen die Eltern bekommen, weil sie ihre Kind nicht im griff haben... der direkte Umfeld der sich einmischt und dann auch noch die Schule.

    Ich habe schon einige Male die Geschichte gehört von ein kleine ADSler der fröhlich und glücklich scheint und wenig Problemen macht, bis er in der Schule geht... Meine Eltern waren nicht perfekt und haben auch einigen Fehler gemacht, aber in der Schule ging auch einiges echt schief...

    lg

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