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Diskutiere im Thema Diagnose? Ja! Nein! Vielleicht... im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Alter: 26
    Forum-Beiträge: 142

    Diagnose? Ja! Nein! Vielleicht...

    Die Frage des Tages zumindest bei mir...

    Diagnose? Ja! Nein! Vielleicht...

    Wie ich vorhin (als ich mich anmeldete) herausgefunden habe beschäftige ich mich seit 7 Monaten intensiv damit ob ich nun ADS habe oder nicht. Ich geh inzwischen in unregelmäßigen und seltenen fällen zu Selbsthilfegruppe (ist mir etwas zu schräg...), habe mich mit allen wichtigen freunden über das thema ausgetauscht und bin in sachen Diagnose nur mehr einen schritt vom endgültigen ergebniss entfernt, und eigentlich wurde mir auch schon ADS diagnostiziert.
    Warum ich das so hinausschiebe? Ich wüsste nicht was ich dann mit der Diagnose anfangen soll. Eigentlich will ich absolut keine pillen schlucken (wirklich nicht!), allerdings lüg ich mich dabei auch selbst an, ich trink gerne über den durst und bin auch anderem nicht abgeneigt...

    Pillen, sind auch scheinbar das einzige zum anfangen, Verhatlenstherapien kommen wenn dann erst später. Das ist mir einfach irgendwie zu riskant.
    Habe ich überhaupt alternativen zur Diagnose? Kann ich es ignorieren bis zum bitteren ende?
    Lg
    Bubble_fish

  2. #2
    Mumford

    Gast

    AW: Diagnose? Ja! Nein! Vielleicht...

    Hallo bubble_fish,

    dass dir das Pillen schlucken suspekt ist, kann ich gut nachvollziehen. Und ich bin selber auch nicht gerade abgeneigt, wenn es um gewisse Erfahrungen geht.
    Allerdings bin ich auch nicht scharf darauf Medis zu nehmen, glaube aber auch nicht, dass es mir schaden würde. Außerdem: Probieren geht über studieren.
    Aber die Medis unterdrücken ja lediglich vorübergehend die Symptome. Die Verhaltenstherapie interessiert mich da schon wesentlich mehr.

    Das wichtigste ist für mich aber, endlich eine plausible Antwort für meine bisherigen Schwierigkeiten, mich in dieser Gesellschaft zurechtzufinden, zu bekommen.
    Einen Anhaltspunkt zu haben, an/mit dem ich arbeiten kann, um in Zukunft besser klar zu kommen. Denn bisher war bei mir immer irgendwo der Wurm drinne. ^^

    LG

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Alter: 26
    Forum-Beiträge: 142

    AW: Diagnose? Ja! Nein! Vielleicht...

    Haha ��, ja der wurm ist bei mir auch immer drinnen ^^

    Eine antwort, beziehungsweise ein anhaltspunkt wären ja super. Aber ehrlich gesagt, weiß ich nicht wie es dann besser werden soll. Irgendwie kommt es mir so simpel, fast schon falsch vor. Wird dann wirklich alles einfacher? Ereich ich dann auch mal was? Ich mein, wenn das werbeversprechen sich erfüllt, dann muss ich nur noch 2Jahre auf die Weltherrschaft warten ^^ aber das düstere szenario scheint mir einfach näher, auf den Pillen werd ich wie ferngesteuert ohne medis werd ich nur noch blöder und ADS lastiger... vor allem hab ich angst davor mich nicht mehr auf mich selbst verlassen zu können wenn ich den weg einschlage....

    lg

  4. #4
    Mumford

    Gast

    AW: Diagnose? Ja! Nein! Vielleicht...

    bubble_fish schreibt:

    Eine antwort, beziehungsweise ein anhaltspunkt wären ja super.
    Und sehr viel Wert, mMn.



    bubble_fish schreibt:
    Aber ehrlich gesagt, weiß ich nicht wie es dann besser werden soll. Irgendwie kommt es mir so simpel, fast schon falsch vor. Wird dann wirklich alles einfacher? Ereich ich dann auch mal was?
    Nun weiß ich ja nicht, was für eine Erwartungshaltung Du hast und was Du unter "etwas erreichen" verstehst.
    Ich bin zunächst erstmal neugierig, was für Möglichkeiten sich daraus ergeben. Allerdings erwarte ich auch keine Wunder.



    bubble_fish schreibt:
    auf den Pillen werd ich wie ferngesteuert ohne medis werd ich nur noch blöder und ADS lastiger... vor allem hab ich angst davor mich nicht mehr auf mich selbst verlassen zu können wenn ich den weg einschlage....
    Das hast Du aber durchaus selbst in der Hand. Ich glaube jedenfalls nicht an die Drogen-Horrorstorys, die immer wieder irgendwo verbreitet werden.
    Man hat mich auch erstmal gefragt, ob ich eine medikamentöse Behandlung ausprobieren möchte, falls die Diagnose ADHS lautet (-was wohl ziemlich sicher sein soll).

  5. #5
    N o r d f r a u

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 62
    Forum-Beiträge: 8.207

    AW: Diagnose? Ja! Nein! Vielleicht...

    Also bubble_fish,

    bevor ich jetzt den PC ausmache, gebe ich auch mal meinen Senf dazu.
    Erstens wundert es micht, dass du hier als nicht vorgestellt giltst, da du dich ja schon mal vorgestellt hattest.
    Zweitens kann ich dir als Frau mit einigen Jahren an Erfahrung sagen, dass du mit Alkohol und dem "anderen"
    (was immer das auch ist) nicht weiter kommen wirst. So lange man jung ist, steckt das der Körper weg (zumindest
    den Alkohol, zu dem "anderen" kann ich nicht sagen), aber wenn man immer mehr davon braucht, rauscht man
    ganz schön schnell abwärts.

    Ich weiß jetzt nicht, was genau deine Probleme sind, aber ich würde mich da mal mit einer Fachperson
    drüber unterhalten. Und jetzt schleichst du wohl schon seit April hier rum und meinst, durch eine ADHS-Medikation
    wird man zum Zombie? Also bei mir bringt's ein bisschen Ordnung ins Frontalhirn, deshalb bin ich seit Beginn
    der Medikation etwas entspannter, weniger gestresst und ärgere mich nicht mehr so sehr über mich selbst.
    Die Medikation wirkt nur ein paar Stunden, aber in der Zeit kann man bessere Erfahrungn machen.........

    LG Gretchen

  6. #6
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Alter: 26
    Forum-Beiträge: 142

    AW: Diagnose? Ja! Nein! Vielleicht...

    Hallo Gretchen,

    Find ich toll dass du das bemerkt hast, ich selbst hab schon versucht meinen vorstellungsbeitrag wiederzufinden, vlt ändert sichdass ja noch

    Ich meinte nicht mit alkohol und dergleichen weiter zu kommen, ich denk es ist eigentlich scheinheilig weil man sich doch sonst auch selbst vergiftet also sind die medis grad schon egal.

    Bei Fachperosn, versteh ich nicht genau was du meinst. Einen Psychologen als solchen hab ich nicht. Hihi Ich hätte vielleicht erwähnen sollen dass ich nicht seit April hier rum stalke, ich war einfach nicht mehr online hier, darum auch die noch eingeschränkte perspektive

    Hallo Mumford,

    Unter etwas erreichen versteh ich dass ich wenigstens eine von Hundert genialen Ideen zu ende bekomm Ja wunder erwarte ich mir auch nicht.

    Denkst du es ist so einfach? Man wird doch sehr schnell von allem möglichen abhängig, warum denn nicht von Medikamenten?

    Lg
    Bubble_fish

  7. #7


    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 59
    Forum-Beiträge: 6.171

    AW: Diagnose? Ja! Nein! Vielleicht...

    Hallo Bubble_fish

    Das man von Medis für ADHS nicht abhängig wird, zeigt schon die Tatsache, dass man regelmässig vergisst sie zu nehmen.

    Nur eine Diagnose kann dir Gewissheit bringen, ob deine Symptome wirklich durch ADHS hervorgerufen werden.
    Obwohl, so wie du es beschreibst passt es sehr gut.

    Medis sind dann nur ein Baustein auf dem Weg zu mehr Lebensqualität. Eine zusätzlich Verhaltenestherapie bringt dich dann wirklich weiter.

    Ich kann deine Bedenken verstehen, dass man sich so verändert, dass man sich selber nicht mehr kennt.
    Aber das könnte nur geschehen, wenn die Therapie nicht ordentlich durchgeführt wird.

    Ich habe das so erlebt: Nach der Diagnose war ich erst mal erleichtert, endlich zu wissen warum ich so anders funktioniere und mein Potential (das ich schon als Kind in mir gespürt habe) nicht ausnutzen konnte.

    Mit der Diagnose und der mulitmodalen Therapie (Medis, VT und Coaching) war ich dann endlich ich selber und konnte mein Verhalten endlich steuern und viele Fähigkeiten einsetzen die vorher verdeckt waren.

    Alles Gute und liebe Grüsse
    Pucki

  8. #8
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 4.257

    AW: Diagnose? Ja! Nein! Vielleicht...

    bubble_fish schreibt:

    Warum ich das so hinausschiebe? Ich wüsste nicht was ich dann mit der Diagnose anfangen soll. Eigentlich will ich absolut keine pillen schlucken (wirklich nicht!), allerdings lüg ich mich dabei auch selbst an, ich trink gerne über den durst und bin auch anderem nicht abgeneigt...

    Pillen, sind auch scheinbar das einzige zum anfangen, Verhatlenstherapien kommen wenn dann erst später. Das ist mir einfach irgendwie zu riskant.
    Habe ich überhaupt alternativen zur Diagnose? Kann ich es ignorieren bis zum bitteren ende?
    Eine Diagnostik ist dann sinnvoll wenn ein medizinisches Problem vorliegt das medizinisch angegangen werden kann und der Betroffene zudem bereit ist medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen. Ansonsten ist Diagnostik eigentlich immer Unsinn. Das gilt immer, nicht nur bei ADHS.

    Du kannst alles ignorieren. Mit ADHS gelingt das sogar besonders gut. Aber wenn ein Problem vorliegt und man es stur ignoriert und Hilfen ablehnt ist das Ende unter Umständen eben bitter. Dann darf man auch nicht piensen.

    "Pillen" sind nicht das einzige zum Anfangen, wenn nicht Gefahr im Verzug ist sollte zumindest gleichzeitig, vielleicht sogar schon vorher eine passende (!!!) Therapie begonnen werden. Das ist bei Erwachsenen - abhängig von Komorbiditäten - meist eine kognitive Verhaltenstherapie.

  9. #9
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 227

    AW: Diagnose? Ja! Nein! Vielleicht...

    Diagnose, auch mein Thema.

    Aus meiner Sicht, ich bin in der Vergangenheit immer wieder auf die gleichen Schwierigkeiten gestoßen, habe mich immer wieder an den gleichen Problemen abgearbeitet, ohne nachhaltigen Erfolg.

    Bei mir hat der Leidensdruck (und nur wenn ein solcher bestehet, macht eine Diagnose Sinn) dazu geführt, dass ich mich habe diagnostizieren lassen.

    Bei mir ist es jetzt nicht ADHS sonders Asperger-Syndrom, aber das spielt zum Thema Diagnose auch nur eine sekundäre Rolle, mit beiden neurologischen Dispositionen kommt man (meiner Meinung) auf Dauer nur klar, wenn man sein Leben darauf einrichtet.

    Und das ist nur mit einer Diagnose möglich, die Diagnose zeigt mir Grenzen auf, klar, ich bin irgendwo eingeschränkt, aber sie schützt mich auch vor weiteren unsinnigen Trys und Errors. Bildlich gesprochen, einen Einbeinigen würde man auch nicht als Dachdecker auf einem Hausdach herumkriechen lassen.

    Noch bin ich in der Phase des Grübelns und Zweifelns, aber zu der Erkenntnis bin ich bereits gelangt, dass die Diagnose für mich eine Chance beinhaltet, neu anzufangen, meine Ressourcen gezielt einzusetzen und das Auf-der Stelle-Treten endlich zu beenden.

    Ich muss nicht entscheiden, ob ich Pillen schlucken muss, weil es die für mich so nicht gibt, aber das ist auch nicht die Frage.

    Die Diagnose ist der Schlüssel zur Veränderung, noch nicht die Lösung für die Probleme, aber die Grundvoraussetzung um die Probleme zu lösen und im zweiten Schritt kannst du dann entscheiden in Zusammenarbeit mit einem Experten, wie die Lösung aussehen kann.

  10. #10
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 162

    AW: Diagnose? Ja! Nein! Vielleicht...

    Ich antworte jetzt mal nur auf den ersten Beitrag, ist mir gerade zu viel zum Lesen.
    @ TE...mhm ja kenne ich auch das Pendeln zwischen den Alternativen und habe für mich folgende Strategie entwickelt:

    Ich durchdenke alle plausiblen Vor und Nachteile von Diagnose/Nicht-Diagnose
    Mache Liste im Kopf und lege mir eine 'Notiz für Später' an auf der steht, dass, sollte mein Leidensdruck größer werden, ich diese Hilfe in Anspruch nehmen werde (habe ja schon durchdacht, was dann die weiteren Schritte sind)! Sollte ich weiterhin zurecht kommen (auch mit den Tiefs/Hochs; meine Situation gerade lässt es noch zu) bleibts dabei, dass ich mir hier und im Netz Tipps und Hilfe suche um an mir und meinen Problemen zu arbeiten.
    Wenn ich mir die Frage stelle (weil ich wieder mal dran denke, oder...) gehe ich das durch und schaue ob sich was an den Plausibilitäten oder an anderen Teilen verändert hat und ziehe die Rechnung nochmal durch und warte auf das Ergebnis. Dann merke ich mir, dass das mein Ergebnis war und ich nun auch dabei bleiben will (d.h. nicht sofort! wieder von vorne anfange)

    So bekomm ich die meisten Karusselle übrigens in den Griff...vllt. hilfts dir ja

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