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Diskutiere im Thema Schaden durch Psychotherapie ? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #81
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: Schaden durch Psychotherapie ?

    howie schreibt:
    Psychoanalytiker versuchen alles auf die Familiengeschichte runterzubrechen.
    Das macht bei einem ADHS'ler ja auch waaahnsinnig viel Sinn ....

    Das bedeutet nicht, dass es bei vielen ADS'lern nicht trotzdem nötig ist, denn da kann auch reichlich begraben werden ... aber das behandelt die "Nebenkriegsschauplätze", nicht die ADS als solche.

    howie schreibt:
    ich habe das adhs-handbuch von barkley gelesen, naja gelesen - es hat mich gelangweilt - durchgeblättert überflogen - da stand nix drin was ich nicht wusste - das ist das was Eiselein meint! Barkley anscheinend auch weiß.
    Das besagte Handbuch ist ein Tradebook, also ein Buch für "Endkunden", Betroffene, besonders solche, die noch wenig über ADS wissen.
    Wer sich was Gutes tun will, liest die wissenschaftlichen Arbeiten und Bücher von ihm und schaut sich seine Vorträge an.

    ----------------

    Steintor schreibt:
    Ein Therapeut sollte Hilfe zur Selbsthilfe geben. dazu ist es wichtig, dass sich der Patient auch therapieren lassen möchte.
    Das ist wahr!
    Aber es ist auch wichtig, dass der Therapeut erkennt, was therapiert werden kann und für was andere Wege gesucht werden sollten.

    Das erinnert mich z.B an das ewige Gedächtnistraining, das man mir immer wieder aufs Auge gedrückt hat.
    Gebracht hats nur Frust und Versagensgefühle.
    Deutlich besser wäre es gewesen, mir Alternativen aufzuzeigen.
    Heute kenne ich einige, ... dennoch, ... 40 Jahre zu spät.

    Ich denke, dass es für einen Therapeuten unglaublich schwierig ist/ sein kann, zu unterscheiden, was tatsächlich veränderbar ist und für was Alternativen gesucht werden müssen und was eben auch so wie es ist, einfach akzeptiert werden sollte.

    ------------------

    mj71 schreibt:
    Ich bin überzeugt, dass wir auch lernfähig sind, aber wir lernen auf ein andere Weise als stinos. Zuerst braucht es bei uns viel mehr Wiederholungen. Einsicht reicht nicht, weil die Infos bei nächste Gelegenheit wieder nicht abrufbar wird... Aber wenn es immer wieder wiederholt, vielleicht mal auch mit Hilfsmittel (post-it eignet sich auch dazu).
    Ja, natürlich sind wir lernfähig und es stimmt, dass wir in einigen Bereichen einfach viel mehr Zeit und Widerholungen benötigen, um etwas zu verinnerlichen, das ist vollkommen richtig.
    Aber das ist genau das, was ich damit meine, dass es eine hohe Kunst ist, unterscheiden zu können, wo etwas bewirkt werden kann und wo etwas am Ende nur wieder ein Punkt mehr auf der langen Liste von Frust und Enttäuschung sein wird.

    Mein Arbeitsgedächtnis wird mit noch so vielen Wiederholungen nicht besser.
    So auch viele andere Dinge, die wir schlicht einfach nicht werden lernen können.
    Genauso könnte man einem Fisch das Atmen oder einem Hund das Fliegen beizubringen versuchen.

    Wenn ein Therapeut wirklich gut ist, wird er das erkennen können und den Fokus an die richtigen Stellen legen.
    Der Haken ist halt nur: Find diese Therapeuten mal ...
    Denn in dieser Hinsicht unterscheiden sich ADS'ler von anderen Patienten ganz erheblich.

    mj71 schreibt:
    Ein andere Thema, besonders wenn es um seelische und emotionale Themen geht: man weisst zwar gut wie man sich verhalten muss, es kommt uns sogar im Sinn, aber wir schaffen es nicht, weil die Emotionen es blockieren... Bevor ich die Diagnose bekommen hatte, war mich es schon bewusst und darum hatte ich gemerkt dass ich mehr als Einsicht brauche um mein Verhalten zu ändern, nähmlich auch Emotionen mal zuzulassen.
    Das ist ein interessanter Punkt.
    Wie Du schon schreibst: man weiß, wie man sich verhalten müsste, aber man kann es nicht, obwohl wir es wissen.
    Das ist eben genau der Satz von Barkley, den Eisi zitiert hat "AHDD is not a disorder of Knowledge, its a disorder of doing what you know".
    Hier hilft es nicht, das Verhalten ändern zu wollen, sondern hier muss der Umgang damit geändert werden.

    mj71 schreibt:
    Dazu kommt noch dass vieles, was Stinos einfach gelingt, uns eben gar nicht gelingt... Wir müssen eine andere Weg zu Ziel nehmen. Wie der Rollstuhlfahrer der lieber der Lift nimmt statt die Treppen. ADSler können lernen mit ihre Emotionen umzugehen, aber mit andere Methoden und Hilfsmittel als Stinos. Manchmal ist wirklich besser der Raum zu verlassen um sich zu beruhigen. Wir können es nicht immer so auf der Moment, wie Stinos es manchmal gut können.
    Eben! Du sagst es .
    Es macht keinen Sinn zu versuchen, es uns beizubringen, sondern einen anderen Umgang zu erlernen.

    Liebe Grüße
    Fliegerlein

  2. #82
    Muh!

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 6.859

    AW: Schaden durch Psychotherapie ?

    Fliegerlein schreibt:
    Ich denke, dass es für einen Therapeuten unglaublich schwierig ist/ sein kann, zu unterscheiden, was tatsächlich veränderbar ist und für was Alternativen gesucht werden müssen und was eben auch so wie es ist, einfach akzeptiert werden sollte.
    Ich denke gerade an Stieg Larsons Lisbet Salander (die bekannte Aspergerin). Der KGB, der schwedische Geheimdienst und die russische Mafia entscheiden, wie therapiert wird.

  3. #83
    howie

    Gast

    AW: Schaden durch Psychotherapie ?

    es ist für jeden Menschen sinnvoll, sich Gedanken über seine Familie zu machen.
    ist die Familie optimal, verläuft die entwicklung optimal. die frage ist was optimal ist.
    hab von einer Mutter eines Autisten gelesen, die es hingekriegt hat, dass er zwar immer noch autist ist aber sich viel weiter entwickelt hat als andere autisten.
    hab ja schon oft von meinem Kumpel erzählt, der krasse adhs symptome hat - ich mach mir viel gedanken darüber, ob seine Situation in vielerlei hinsicht so viel besser ist als meine (keine Therapie, keine Medikamente, fühlt sich nicht krank), weil er ein besseres Verhältnis zu seinen Eltern hat.
    ein ewiges Rätsel.
    ich hab Vorträge von Barkley auf youtube gesehen.
    (in ein paar Jahren es ist das Bild von adhs eh anders - es gibt wissenschaftler die darunter mehrere charaktereigenschaften sehen. egal.)
    Genauso könnte man einem Fisch das Atmen oder einem Hund das Fliegen beizubringen versuchen.
    denk mal über den basejumper rollstuhlfahrer nach.

  4. #84
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.457

    AW: Schaden durch Psychotherapie ?

    Hallo Fliegerlein,

    Wieder Lust zu antworten, weil ich mag was du schreibst...

    howie schreibt:
    Psychoanalytiker versuchen alles auf die Familiengeschichte runterzubrechen.



    Das macht bei einem ADHS'ler ja auch waaahnsinnig viel Sinn ....

    Das bedeutet nicht, dass es bei vielen ADS'lern nicht trotzdem nötig ist, denn da kann auch reichlich begraben werden ... aber das behandelt die "Nebenkriegsschauplätze", nicht die ADS als solche.
    ADSler haben oft auch einiges an Familiegeschichten und bis eine bestimmte Punkt kann es auch etwas bringen. Aber besser, wenn dabei das ADS berücksichtig wird. Mich hat es eine weile auch etwas gebracht, aber als der Diagnose kam, als ich auch wusste, es ist vererbt, hatte ich einiges von meine Familiegeschichte doch ganz anders gesehen und mich mit meine Eltern richtig versöhnen können wie nie vorher (obwohl es schon gut geworden ist). Wenn von ADS keine Wissen da ist, wird vieles was passiert ist, falsch interpretiert... Es kann auch einige Schaden anrichten, ausser man grenzt sich gut ab (was wieder gar nicht so einfach ist, als Patient!).

    Ja, natürlich sind wir lernfähig und es stimmt, dass wir in einigen Bereichen einfach viel mehr Zeit und Widerholungen benötigen, um etwas zu verinnerlichen, das ist vollkommen richtig.
    Aber das ist genau das, was ich damit meine, dass es eine hohe Kunst ist, unterscheiden zu können, wo etwas bewirkt werden kann und wo etwas am Ende nur wieder ein Punkt mehr auf der langen Liste von Frust und Enttäuschung sein wird.
    Mit der Zeit, mit Lebenserfahrung, kann es jeden einmal selber merken... Seit ich selber etwa 30 jahre alt bin, und schon vor die Diagnose, habe ich angefangen zu sortieren. ich habe selber gemerkt wo ich vorschritten mache und wo nicht. Ich finde, eine gute Therapeut könnte auch da etwa nachforschen und sein Patient nachfragen.

    Eien Therapeut der sich mit ADS auskennt, weisst auch gut, was Sinn macht oder nicht... Anderen kommen halt an ihre Grenzen. Ich habe es auch erlebt und bin ihnen nicht böse.

    Sonst erlebe ich auch immer, dass menschen die gut meinen (keine Therapeut) auf mich irgendwie doch druck machen wo es nichts mehr viel zu verbessern, mit sätzen wie 2du kannst es doch lernen" oder "Probiert es mal". Ich weiss dass es lieb gemeint ist, aber es macht mich echt wütend... Naja, ich bin dabei zu lernen mich abzugrenzen, was gerade nicht einfach ist, so stark es mich aufwühlt. Eine ruhige Ton ist kaum möglich und auch Wörter können beleidigend werden. Ich weiss, es kommt nicht gut... So meine ich, als Beispiel, mit die Emotionen die auf der Weg stehen. Obwohl ich auch dabei denke: Wenn ich mal wütend werde, ist auch mal Kommunikation und es gibt leute die dann mich damit im Ruhe lassen... Aber die meitens wissen gar nicht wie damit umgehen... Die wenigstens merken dass hinten diese Wut Verzweifelung steckt, wegen jahrelang missverstanden zu werden...

    Ich kann mich gut vorstellen dass so was auch mal in eine Therapie passieren kann... Ich bin nicht die einzige die so reagieren kann...

    lg

    - - - Aktualisiert - - -

    Steintor schreibt:
    Ich denke gerade an Stieg Larsons Lisbet Salander (die bekannte Aspergerin). Der KGB, der schwedische Geheimdienst und die russische Mafia entscheiden, wie therapiert wird.
    Humor tut gut... Aber irgendwie schon wahr...

    lg

  5. #85
    Muh!

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 6.859

    AW: Schaden durch Psychotherapie ?

    Optimal, optimal.

    Was ist optimal? Wer entscheidet, was optimal ist?

    Du selbst entscheidest, was optimal ist, natürlich in Reflexion mit den gesellschaftlichen Tugenden.

    Und was die Vergangenheit betrifft, da empfehle ich dieses Buch zu verinnerlichen, nicht nur zu lesen.

  6. #86
    howie

    Gast

    AW: Schaden durch Psychotherapie ?

    mann, mann, mann
    es ist vererbt
    diese Sicht ist zu einseitig! sie ist nicht richtig.
    der mensch ist ein produkt aus extrinsischen (Umwelt) und intrinsischen (Genen) Faktoren.
    Wenn Du einen Trompeter hörst, kommt der Ton von der Trompete oder vom Trompeter? - Metapher aus dem Buch Biopsychologie.
    anderes Beispiel:
    eine Mutation des Gens MAO A macht aggressiv - manche, nicht alle adhs ler haben sie; ebenso manche psychopathen - aber nur wenn gewissen faktoren aus Familie und Umwelt dazu kommen, wird daraus ein schlimmer Lebensweg.

    Boris Becker ist höchstzweifelhaft.
    Bewunderswert finde ich aber, dass er sagt, wenn alle sagen, Du schaffst das nicht, dann motiviert ihn das und er versucht mit aller Kraft das Gegenteil zu beweisen.
    Eine Eigenschaft, die der oft erwähnte Kumpel auch hat.

  7. #87
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.457

    AW: Schaden durch Psychotherapie ?

    Optimal=was aus Erfahrung der beste Ergebnis gibt... Sehr individuel und immer wieder zu probieren. Die Gesellschaft berücktsichtige sie insofern dass sie einige klare Regeln hat. Aber was noch Tugend ist, sieht wieder jeden anders...

    lg

  8. #88
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 284

    AW: Schaden durch Psychotherapie ?

    Also ich bin seit 10 Jahren schon (mit Unterbrechung) in psychologischer Behandlung. Ich hatte glück mit meiner Therapeutin, sie ist auch was ADHS betrifft sehr aufgeschlossen.
    Leider muss ich ihr die Störung nahe bringen. Dennoch ist sie sehr bemüht darum mir zu helfen, und mich zu begleiten auf meinem Weg.
    Gelernt habe ich auch schon einiges, wobei das Forum mir mehr an Wissen über ADHS vermittelt.

    Was mir richtig gut tut ist, dass ich von meiner Therapeutin reflektiert werde. Sie mir sagt was sie an mir erkennt und woran ich arbeiten soll.
    Wenn ich zu heftig bin hohlt sie mich wieder runter.
    Meine Psychologin tut mir gut, und desshalb sehe ich meine Therapie als hilfreich.

  9. #89
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: Schaden durch Psychotherapie ?

    Steintor schreibt:
    Ich denke gerade an Stieg Larsons Lisbet Salander (die bekannte Aspergerin). Der KGB, der schwedische Geheimdienst und die russische Mafia entscheiden, wie therapiert wird.
    Stimmt, ... wobei es bei ihr ja nicht um "Therapie" ging, sondern darum, sie verschwinden zu lassen, um den Überläufer Zala, ihren Vateer zu decken.
    Allerdings ist mir der Aspekt, dass sie Aspergerin sein soll, gerade ganz neu.
    Da würde ich alles Mögliche sehen, allem voran schwere Traumafolgestörungen, aber auf Asperger würde ich da nicht kommen.

    --------------

    howie schreibt:
    es ist für jeden Menschen sinnvoll, sich Gedanken über seine Familie zu machen.
    ist die Familie optimal, verläuft die entwicklung optimal. die frage ist was optimal ist.
    hab von einer Mutter eines Autisten gelesen, die es hingekriegt hat, dass er zwar immer noch autist ist aber sich viel weiter entwickelt hat als andere autisten.
    Es geht aber bei der Therapie nicht darum, sich Gedanken darüber zu machen, was für eine "optimale" Förderung man erhalten hat.
    Das sind zwei verschiedene Dinge.

    Und ungeachtet dessen, geht es ja auch nicht darum festzustellen, dass Jemand, dessen Beeinträchtigungen von Anfang an berücksichtigt und dessen Stärken bestmöglich gefördert wurden.

    howie schreibt:
    denk mal über den basejumper rollstuhlfahrer nach.
    iIch fürchte, Irgendwas wirfst Du jetzt durcheinander, denn das Eine hat mit dem Anderen nichts zu tun.
    Es geht nicht darum, dass man als Rollstuhlfahrer NICHTS mehr machen kann oder gar große Leistungen vollbringen kann.
    Aber so oder so sitzt der Rollstuhlfahrer im Rollstuhl und das ist nicht zu ändern und er wird nicht einfach in den Keller gehen, um eine Kiste Cola hochzuholen.
    Er braucht einen Ersatz, eine Alternative, eine "Prothese" um das, was er nicht kann, möglichst gut ausgleichen zu können.
    Dennoch muss, oder besser: sollte er akzeptieren, dass es so ist, wie es ist, denn sonst wird er immer wieder versuchen, in den Keller zu gehen und besagte Kiste zu holen.
    Am Ende wird er mehr und mehr frustriert sein, denn es kostet Kraft und wird nie erfolgreich sein.
    Wenn er aber sieht und akzeptiert, dass er zwar nicht in den Keller gehen, aber andere Dinge tun kann, dann kann er durchaus auch solche Sachen sehen, wie z.B. Basejumping etc.
    Jemand, der zu solchen Leistung fähig ist, der hat das, was er ist akzeptiert, und zwar voll und ganz und konzentriert sich auf das, was er vollbrongen und leisten kann und nicht auf das, was vergebene Liebesmüh ist.
    Die Kunst ist, das eine vom Anderen zu unterscheiden.

    Das Problem bei vielen Therapeuten jedoch ist, dass sie eben genau das nicht erkennen, und immer nur versuchen, ihm beizubringen in den Keller zu gehen und wenn es geht, wird ihm nicht selten auch vorgeworfen, die Therapie nicht zu wollen etc.
    Damit hilft man aber dem Betroffenen nicht.

    --------------

    mj71 schreibt:
    ADSler haben oft auch einiges an Familiegeschichten und bis eine bestimmte Punkt kann es auch etwas bringen.
    Ja! Auf jeden Fall!!!
    Das will ich auch nicht in Abrede stellen.
    Bei vielen, wenn nicht gar den meisten ADS'lern ist ja schon aufgrund des Umstandes, dass nicht selten auch Eltern oder Elternteile ebenfalls unentdeckte ADS'ler sind und es allein schon deshalb zu schweren Konflikten und Situationen und Traumatisierungen und Vieles Vieles mehr gab.
    Das zu behandeln ist unglaublich wichtig.
    Aber worauf ich hinauswollte ist, dass unabhängig davon, eine ADHS auf diese Weise nicht behandelt werden kann.
    Damit kann man andere Probleme aufarbeiten, aber nichts davon wird an der ADS etwas bewirken.

    Ansonsten natürlich volle Zustimmung .

    Liebe Grüße
    Fliegerlein
    Geändert von Fliegerlein ( 9.11.2013 um 19:45 Uhr) Grund: Beitrag ergänzt

  10. #90
    Ist hier zuhause

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    AW: Schaden durch Psychotherapie ?

    Zumania schreibt:
    Also ich bin seit 10 Jahren schon (mit Unterbrechung) in psychologischer Behandlung. Ich hatte glück mit meiner Therapeutin, sie ist auch was ADHS betrifft sehr aufgeschlossen.
    Leider muss ich ihr die Störung nahe bringen. Dennoch ist sie sehr bemüht darum mir zu helfen, und mich zu begleiten auf meinem Weg.
    Gelernt habe ich auch schon einiges, wobei das Forum mir mehr an Wissen über ADHS vermittelt.

    Was mir richtig gut tut ist, dass ich von meiner Therapeutin reflektiert werde. Sie mir sagt was sie an mir erkennt und woran ich arbeiten soll.
    Wenn ich zu heftig bin hohlt sie mich wieder runter.
    Meine Psychologin tut mir gut, und desshalb sehe ich meine Therapie als hilfreich.
    Das unterschreibe mit jedem einzelnen wort.
    Das geht mir auch mit meinem Therapeuten so.
    Er ist schon wirklich gut über ADHS informiert, aber er lässt es auch zu, sich einiges von mir nahebringen zu lassen, ihn über Forschungen, Barkley, Martin Winkler und viele andere zu informieren und mit ihm darüber zu reden.
    Er hilft mir, das Alles zu sortieren und ich mag dabei vielleicht sogar ihm das Ein oder Andere an Neuem weiterzugeben.

    Da können wir wohl wirklich von Glück, großem Glück sogar reden.

    Liebe Grüße
    Fliegerlein

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