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Diskutiere im Thema Schaden durch Psychotherapie ? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #11
    tam


    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 151

    AW: Schaden durch Psychotherapie ?

    Die Ängste zum Autobahn- und Fahrstuhlfahren usw. sind, so sagte es mir meine Therapeutin einmal, eher leicht zu behandeln - vielleicht ist die Psychologin deshalb so darauf angesprungen - den Berg von oben herab abtragen.

    Die Anamnesebögen haben schon Ihren Sinn, da die Therapeutin Dich ja irgendwie kennenlernen muss.
    Anamnesebögen sind dabei natürlich nur ein Bestandteil. Es ist erst einmal ein grobes Raster zur Orientierung.

    Meine Therapeutin hat mir zwar auch den ganzen Stapel auf einmal mitgegeben, ich aber nicht alle auf einmal ausfüllen musste.
    Ich sollte auch versuchen, die Bögen alleine auszufüllen, wenn ich Schwierigkeiten hätte, geht sie mit mir zusammen die Fragen durch.
    Nach dem Ausfüllen ist sie mit mir die Antworten, vor allem die, bei denen sie Fragen hatte, nochmal durchgegangen bzw. hat nach näheren Informationen nachgefragt.

    Insgesamt hat die Anamnese so einige Stunden gedauert, wobei, je besser die Therapeutin mich kannte, um so mehr wurde die eigentliche Verhaltenstherapie eingepflechtet.

    Eine Verhaltenstherapie ist schon etwas, bei dem man ganz viel selber arbeiten muss - dazu gehört auch, dem Therapeuten die Möglichkeit zu geben, einen kennenzulernen.

    Als die Psychologin dann noch - auf Grund der Scheiss-Anamnesebögen - mein bisheriges Leben und Erfolge und meine Beziehung zu meinen Eltern und meiner Freundin in Frage stellte, kam es eben zum Zusammenbruch bei mir ....
    Nicht die Anamnesebögen sind der Grund, eher, was die Therapeutin daraus gemacht hat. Wahrscheinlich habt ihr beide aber einfach nicht zueinander gepasst.

    Praktische Tipps, wie man im Alltag besser zurecht kommt, gibt es bei der Verhaltenstherapie auch. Wenn einem bestimmte Sichtweisen oder Verhaltensweisen die Schwierigkeiten im Alltag bereiten, dann wird versucht, eine andere Perspektive einzunehmen oder eigene Verhaltensweisen zu verändern - womit aber nicht eine Persönlichkeitsveränderung gemeint ist (so habe ich das verstanden).

    Über Coaching weiß ich auch nur ein bißchen: Eine Person hilft Dir bei der Bewältigung von Aufgaben, in dem sie Dir bei der Ausführung beiseite steht. Soviel ich weiß, wird das auch nicht von der Krankenkasse bezahlt. Aber hier im Forum gibt es einen Bereich ADS ADHS Coaching (https://adhs-chaoten.net/ads-adhs-coaching/), vielleicht magst Du da mal schauen.

    Könnten Dir zur Bewältigung von alltäglichen Aufgaben auch Bücher speziell für erwachsene ADSler helfen?

    Bei einer Verhaltenstherapie muss man bereit sein, sich auf etwas neues, ungewohntes einzulassen. Einen guten Therapeut stelle ich mir so vor, dass versucht wird, einem die neue Sichtweise oder Verhaltensweise schmackhaft zu machen, die entstehenden Vorteile hervorzuheben und Ängste zu nehmen. Es werden Erklärungsmodelle herangezogen, um das eigene und das Verhalten anderer zu beleuchten - eigentlich sehr interessant.

    Über Deine Hauptbaustellen magst Du nichts schreiben, von daher weiß ich nicht, was jetzt sinnvoller erscheint, eine Verhaltenstherapie oder ein Coaching.

  2. #12
    Zotti

    Gast

    AW: Schaden durch Psychotherapie ?

    Hallo Surre, ja ich erinnere mich jetzt, ich hatte mal eine Therapeutin in Berlin, da wußte ich auch noch nicht das ich ADS hatte und habe nach Borderline geguckt als
    Schwerpunktthema. Es gab da so ein Buch in Berlin wo die Therapeuten mit ihrem Schwerpunkten aufgeführt waren.

    Eine Sache störte mich damals sehr, immer wenn ich kam sagte sie zu mir, sie sehen so schick aus und gut gekleidet, das sieht man gar nicht, das sie Sozialhilfeempfängerin sind.
    Das hatte mich immer gestört, angeblich sollte das ein Kompliment sein, komisch, ich fand es diskriminierend. Zumal ich ja nie richtige Sozialhilfempfängerin war, sondern nur ergänzende Leistungen bekam vom Arbeitsamt und den Rest für die Kinder vom Sozialamt.

    Na ja, dann weiß ich noch, da hatte ich manchmal kaum Geld und große Geldsorgen und wollte darüber reden. Da ist sie nicht drauf eingegangen. Ich hatte dann auch vor, die Therapie abzubrechen, wußte aber nicht wie ich es ihr sagen sollte. Ich habe es ihr aber angedeutet, ein guter Therapeut würde darauf reagieren und auch zusammen die Therapie beenden wenn sie keinen Sinn mehr macht.

    Also dann gab es eine Stunde und da fühlte mich mich auch nicht wohl und sie hat mich praktisch gezwungen zu einer Körpertherapie, ich weiß nicht mehr was ich da machen sollte,
    irgendwelche Yogaübungen usw. Oder auch auf ein Kissenschlagen, doch ich fühlte mich immer schlechter, konnte aber nichts sagen und habe gezwungenermaßen alles mitgemacht. Es kam mir vor wie eine psychische Vergewaltigung. Danach als die Sitzung vorbei war, fühlte ich mich wie befreit als ich wieder draußen auf der Straße stand und habe ihr dann einen Brief geschrieben, das ich nie mehr kommen würde.

    Ich habe von ihr auch nie wieder etwas gehört.

    Allerdings habe ich vorher von ihr auch einen Tip bekommen und zwar das ich meine Kinder die ich ihr als sehr lebendig beschrieben habe auf ADS o.ä. in der Berliner Charite testen lassen solle. Das war eine gute Sache und daraufhin habe ich dann auch was sie mir sagte, eine praktische Hilfe beantragt in Form von einer Art Familienhilfe.

    Gruß Zotti

    P.S. Die Tips für Therapiesuche schreibe ich später noch. Muß erstmal das Buch heraussuchen.

  3. #13
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 17

    AW: Schaden durch Psychotherapie ?

    Hallo alle und danke,
    Ich habe gerade dein Beitrag gelesen Surre. Ich habe ein änhliches situation mit meinem Therapeutin. (Detailen unter Teddybaer's vorstellung Thread)
    Am anfang ging es gut aber noch ein paar Wochen ging es mir genau so das ich nach jeder Sitzung schlechter fühlte und habe mich geärgert das ich bei Thema nicht gebleiben bin.
    Ich freue mich für Dich das Du jetzt jemand besser gefunden hast and Sie Dich geholfen hat. Ich suche gerade ein neue Therapie. Was bedeutet TP?

    LG
    C

  4. #14
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.149

    AW: Schaden durch Psychotherapie ?

    Huhu,

    ich habe mehrere Therapieversuche unternommen. Die erste vor 30 Jahren. Damals hatte ich jede Menge Bekannte und Kollegen, die ständig von so nem Psychozeugs geredet haben und selbst auch in Therapie waren. Mein konkretes Anliegen war, dass ich nicht lernfähig war und immer in die gleichen Fallen getappt bin.
    Die Therapie war so was von für die Katz - es ist kaum zu beschreiben. Richtig beschrieben hat es eigentlich nur Walter Beerwerth, diese Sekundentraurigkeit, diese ständig Resignation usw. Heute bin ich froh, dass ich nicht alle Ratschläge dieser Dame beherzigt habe - die hätte mein ADS noch so richtig angeheizt und mich mit Kurzschlusshandlungen noch tiefer in die Krise getrieben! Dort fanden auch so komische Wochenendgruppen statt. Ein Mal nahm ich teil, dann war es das auch!

    Sie ist dann weg gezogen und damit war die Therapie erledigt. Aber sie gab mir noch nen Tipp, wo ich weitermachen könnte. Die nächste Therapeutin machte auch Körpertherapien biodynamische Massagen - die haben mir übrigens richtig gut getan. Ich hab mich gut stabilisiert und war fast schon entzückt, wie gut mein Studium dabei lief. Aber die Dame wollte immer mehr mit mir quatschen und ich war immer genervter von dem Gerede - manchmal wusste ich gar nicht, was sie von mir will. Irgendwann kam sie dann auf die Idee, dass wir jetzt über meinen Kinderwunsch sprechen müssten - ich dacht, mich tritt ein Pferd. Hab sie angeschaut und gemeint, dass ich momentan vor allem mein sehr zeitaufwändiges Studium hinkriegen will und ob sie der Meinung sei, alle Probleme einer Frau seien gelöst, wenn sie schwanger wird. Für den Rat hätte ich auch zum Pfarrer gehen können!

    Ich hab mich dann ganz höflich von ihr verabschiedet. Meine Begründung lautete, dass ich mich nicht manipulieren lassen will und leider hätte ich den Eindruck, sie versuche genau dies - meine Persönlichkeit im Sinne ihrer Werte zu formen!

    Jahre später kam die nächste große Krise, da bin ich zum Arzt. Weil die ganzen Medis nicht geholfen haben und ich immer tiefer in den Sumpf rutschte schickte der mich zu ner Psychoanalytikerin - dort bin ich ewig hinmarschiert und wusste eigentlich nicht, was ich dort soll. Ein Mal verweigerte ich das Wühlen in der Vergangenheit, da raunzte sie mich an, dass ich zu einer Psychoanalytikerin gehe und dann diese Analysearbeit verweigere.

    Blöde Sache, ich hätte ihr gleich an den Kopf werfen sollen, dass mich mein Arzt dahin geschickt hat. Von freiwillig war da keine Rede. Ich war so unten, dass bei mir nichts mehr ging und ich hab nach jedem Strohhalm gegriffen. Glaube doch keiner, dass ich damals in der Lage gewesen wäre, endlos nach einer geeigneten Therapie zu suchen. Solange ich denken kann hab ich nichts von der Psychoanalyse gehalten, freiwillig hätte ich sowas nie gemacht-!

    Soviel zum Thema "Verpeiltheit und Erschöpfung". Habe es mehrmals in der einschlägigen Literatur gelesen, dass wir eben auch leicht Opfer unserer Helfer werden! Wenn du ganz unten bist, brauchst du richtige Hilfe und kein Geschwurbel und Gegrabe ohne Ende.

    Ich bin lange zu der Dame hinmarschiert, ohne dass es was gebracht hätte. Irgendwann wurde mir klar, dass die mit mir ja ihr Geld sehr leicht verdient - war ja immer ein nettes Plauderstündchen - ich hab erzählt und sie hat, mit inhaltsschwangerem Blick, auf mich geschaut, gelegentlich genickt und teilweise wirklich saublöde Fragen gestellt!

    Wie es genau kam, weiß ich nicht mehr. In jedem Fall muss ich mal was darüber gelesen haben, dass Gesprächtherpien für die Katz sind, wenn der Klient dem Therapeuten sprachlich überlegen ist bzw. eine andere Sprache nutzt. Watzlawick hat das mal gut dargestellt unter dem Titel: "Die Möglichkeit zum Andersein" LOL

    Ich hab dann die Geschichte beendet und gut war's. Den zuständigen Psychiater würde ich noch heute am liebsten ungespitzt in den Boden rammen! Ich hatte ne schwere PTBS nach einer Nierenbehandlung, konnte keine Nacht mehr schlafen, weil ich ständig Albträume von dem chirurgischen Eingriff hatte und dazu musste ich noch meine Abschlussarbeit schreiben. Von den Medis ist mir der Kopf auf die Tischplatte gefallen und ich kam mit nichts, aber auch gar nichts mehr klar! Später fragte mich ein Urologe ganz entsetzt, warum man mich in solch einem Zustand nicht in eine Klinik eingewiesen hat, damit ich zur Ruhe kommen konnte und auch der Ärger mit dem Prüfungsamt weg gefallen wäre? Der Urologe war Arzt, bei dem Psychiater bin ich mir nicht so ganz sicher!

    Meine nächste Therapie hab ich bei einer Verhaltenstherapeutin gemacht, schade eigentlich, wir haben uns sehr gut verstanden. Sie hat alles richtig erkannt, hat mich auch schon auf meine Hochbegabung hingewiesen. Nur kam sie natürlich nicht auf die Idee, dass ich einfach einen neurologischen Defekt haben könnte. Mir ging es bei ihr auch richtig gut, allerdings hatte ich auch keine anderen Sorgen, als mein Leben wieder leichter zu gestalten.

    Die Erfolge hielten nicht an, so landete ich eben wieder beim Psychiater - damit begann dann die Odysee über bipolar usw. Wenn ich da dran noch denke - puuh! Ich hab dann auch noch mal einen Versuch mit einer Ärztin gemacht, die auch Körpertherapie anbietet. Ich war immer so dreist, zu behaupten, dass mir z.B. kräftige Massagen mehr helfen, als alles andere! Ist natürlich ne Frechheit von mir, sowas zu behaupten. Die Ärztin hatte aber kaum Lust, mir immer nur die Massagen anzubieten, die wollte mit mir quatschen und ich war genervt ohne Ende!

    Irgendwann hab ich ihr mal bedeutet, dass ich nichts hören will, da wurde sie ganz ungehalten, ich müsse ihr und ihrem Geschwurbel jetzt zuhören! Beim nächsten Termin hab ich ihr dann die Meinung gesagt, dass sowas nicht geht und außerdem hätte sie mir ja nichts Neues erzählt. Ich hatte ihr nämlich lang und ausführlich erläutert, was ich schon alles versucht hatte und bla! Na, da hab ich dann aber gestaunt. Sie war ganz reumütig und ein wenig beschnieen über ihr eigenes Verhalten. Allerdings kam sie nach meiner Standpauke zu dem Schluss, dass ich ja wohl nen ziemlich hohen Gesprächsbedarf hätte und sie mir deshalb auch mehr Zeit einräumen wolle.

    Typisches ADS-Erleben: diese ständigen Verdrehungen und Verwirrungen in Gesprächen! Gut dargestellt in der einschlägigen Literatur!

    Ich jedenfalls hab praktisch in jeder Therapie sowas wie Retraumatisierungen erlebt - immer das Gleiche: Ich werde nicht verstanden. Außer bei dieser Verhaltenstherapeutin, die mir aber leider nicht dauerhaft helfen konnte und eben auch sehr stark von der Tiefenpsychologie und der Jungschen Lehre beeinflusst war.

    Heute weiß ich, dass es für meine Weigerung auf der Autobahn zu fahren, einen ganz banalen Grund gibt: Ich schlafe dabei ein und kann fast nichts dagegen tun!

    Als junge Frau hab ich mir immer Vorwürfe gemacht, dass ich nicht genug geschlafen hätte usw. Ich hab einfach alles ausprobiert, Radio hören, viele Pausen und und und. Eines Tages war es so schlimm, dass ich vom Parkplatz aus gestartet bin und am nächsten Parkplatz hätte ich schon wieder rausfahren können! Schmarrn alles - es liegt an meinen Neurotransmittern, dass ich dieses langweilige Fahren nicht abkann! Und ich musste mir tausend Geschichten einfallen lassen, um meiner Umwelt zu verklickern, dass Autobahn für mich der reine Horror ist! Heute sage ich ganz klar: Ich kann das nicht, mein Serotonin- und Dopaminhaushalt machen das nicht mit! Dann findet es jeder ziemlich vernünftig, dass ich fliege und mir vor Ort ein Auto miete.

    Als junge Frau hätte ich mich nie getraut auf mein Müdigkeitsproblem hinzuweisen, die hätten mir ja alle nur gesagt, dass ich selbst schuld bin, wenn ich nicht ausreichend schlafe!

    War ja auch alles recht komisch, ich fahr die größten Autos ganz souverän durchs Hochgebirge. Tucker mit dem Auto durch die halbe Welt - aber eben nicht auf der Autobahn! Eigentlich bin ich doch ein verantwortungsvolles Mitglied unserer Gesellschaft!

    Zum Thema Psychotherapie war für mich das Buch von Beerwerth das beste von allen. Es geht kurz, knapp und klar auf die Probleme ein und hat eigentlich alles gut beschrieben, was ich in Therapien erlebt habe.

    Waldsteinie

  5. #15
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 70

    AW: Schaden durch Psychotherapie ?

    Hallo ceola,

    TP bedeutet Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie - genaueres findest z.B. bei wikipedia.

    Interessant ist auch, was tam in seinem vorletzten Beitrag dazu schreibt, nämlich, dass das in unserem Alter wohl nicht mehr gemacht wird.

    Wenn ich die Mehrheit der Aussagen aller zur Psychotherapie von ADHS im Erwachsenenalter hier richtig verstehe, dann scheint folgendes wichtig zu sein:

    1. Verhaltenstherapie erscheint wohl am sinnvollsten.

    2. möglichst viele Therapeuten "ausprobieren", um Vergleiche zu haben, welcher am besten zu einem passt.

    3. Dem Therapeuten einen klaren Auftrag erteilen, woran man selbst mit ihm zusammen arbeiten will und ihm aber auch Grenzen setzen.

    4. Bei seinen Entscheidungen auf sein "Bauchgefühl" hören und rechtzeitig danach handeln.

    5. eventuelle "Nebenwirkungen" der Therapie mit dem Therapeuten rechtzeitig besprechen und auch daran "arbeiten"

    Was mir bei der Umsetzung dieser Punkte am schwierigsten erscheint:

    Die UMSETZUNG selbst. Je nach Ausprägung des ADHS und der Persönlichkeit wird es wohl machem schwer fallen, das umzusetzen ....

    Beispiel: ein Depressiver, der sehr traurig ist und sich wertlos fühlt kann sich möglicherweise schlecht wehren und "NEIN" sagen ...

    Bei mir z.B. gilt das Problem : was ist "Bauchgefühl" und wann ist es reines ADS- bedingtes impulsives Handeln .... ?
    Auch mehrere Psychologen "nebeneinander" auszuprobieren wird mir sicher nicht leicht fallen ....

    In diesem Sinn,

    ES LEBE DAS C H A O S ! !


    Sorry, mein Beitrag hat sich mit dem als genial zu bezeichnenden Beitrag von Waldsteinie überschnitten.

    In Ergänzung muss ich vor Nr. 1 "Verhaltenstherapie" also noch folgendes einfügen:

    0. Psychotherapie muss nicht bei jedem sinnvoll sein - ob man (oder Frau) sich darauf einlässt, muss jede/jeder selbst entscheiden, da sie/er ja auch mit dem leben muss, was dabei raus kommt.
    Geändert von teddybaer (21.10.2013 um 15:52 Uhr)

  6. #16
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 4.257

    AW: Schaden durch Psychotherapie ?

    Jaaa... fast.


    1. Verhaltenstherapie erscheint wohl am sinnvollsten.
    Meist - es kommt auf Komorbiditäten an.

    2. möglichst viele Therapeuten "ausprobieren", um Vergleiche zu haben, welcher am besten zu einem passt.
    Nein, das gibt Ärztehopping - du wirst nicht zurück zu dem vorvorletzen wechseln wollen. Aber keine Skrupel haben wenn der Bauch sagt: "Der passt nicht" - wechseln. Ich würde ehe4r sagen. Wenn du den Eindruck hast es bringt dir nichts oder du fühlst dich sogar unwohl dann passt es nicht. Dann wechseln.

    Die UMSETZUNG selbst. Je nach Ausprägung des ADHS und der Persönlichkeit wird es wohl machem schwer fallen, das umzusetzen ....
    Genau dafür ist der Therapeut ja da. Du weisst ja sicher ganz genau was du ändern musst - aber wie stellst du es an??? Das kannst du mit dem Therapeuten erarbeiten.

  7. #17
    tam


    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 151

    AW: Schaden durch Psychotherapie ?

    Wildfang schreibt:
    Nein, das gibt Ärztehopping - du wirst nicht zurück zu dem vorvorletzen wechseln wollen.
    Ein oder zwei Probestunden jeweils bei verschiedenen Therapeuten kann man aber schon machen, bevor man sich für einen Therapeuten entscheidet, dafür sind sie doch da. So hatte ich das zumindest gemeint.
    Geändert von tam (21.10.2013 um 16:59 Uhr) Grund: jeweils

  8. #18
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 145

    AW: Schaden durch Psychotherapie ?

    Hatte bislang auch erst eine Therapie, die ich abgebrochen habe.
    Ich würde nur jammern wenn ich dort bin, aber nichts ändern oder umsetzen.
    Ist ja auch alles total easy immer mit dem umsetzten...
    Jetzt jammer ich mir wieder alleine was vor...

  9. #19
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 17

    AW: Schaden durch Psychotherapie ?

    Danke alle!

    Ich habe in Sommer 25 Stunden Psychotherapie von meine Krankenkasse bewilligt bekommen. Es wird viel mehr Papierarbeit jetzt die Therapeutin zu welschen. Aber natürlich werde es auch kein Sinn bei jemand zu bleiben wenn ich nach jeder Sitzung mich schlechter fühle. (Ich habe immer nur 50 minuten mit Ihr - ist das Üblich übrigens?)

    Na ja, ich werde abwarten zu sehen was sie schreibt. Oder? (Ich hoffe es wird nicht lange dauern! Wenn es mehr oder weniger in Ordnung ist werde ich beim nächste Sitzung mit Ihr reden und nochmals sagen warum ich da bin und fragen wie und ob sie mir überhaupt helfen kann. Waldsteinie ich hatte genau das selber "war ja immer ein nettes Plauderstündchen" Gefühl am Anfang aber auf Dauer geht das denn nicht!

    Meine Kinder brauchen mir--- muss los....

    LG, C

  10. #20
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 70

    AW: Schaden durch Psychotherapie ?

    @ Wildfang :

    Du hast da etwas falsch verstanden, sorry:

    Mit UMSETZUNG meinte ich nicht die Umsetzung der in einer Therapie erarbeiteten Verhaltensweise.

    Ich meinte die UMSETZUNG meiner Punkte 0. bis 5.

    Also z.B. heraus zu finden, ist das jetzt ein Bauchgefühl oder bin ich jetzt einfach nur ADS-bedingt impulsiv - oder: passt der Therapeut wirklich nicht oder bin ich einfach ADS-bedingt schon wieder gelangweilt ....

    Klarer wird es durch den Beitrag von Motdy: da geht es vermeintlich um die Umsetzung innerhalb der Therapie.

    Was ich jedoch meine ist die Umsetzung des "Fahrplans" auf dem Weg zur richtigen Therapie und zum passenden Therapeuten !!!

    Wenn man in der Situation von Motdy ist, dann ist genau das passiert, was vermieden werden soll, nämlich eine Therapie beim falschen Therapeuten ....

    Um es noch klarer zu machen ein Beispiel:

    Wenn ich mal wieder zum Zahnarzt will, damit mal nachgeschaut wird, ob alles passt, dann habe ich Zeit und Ruhe, um mich zu informieren und mir einen guten Zahnarzt zu suchen.

    Wenn ich aber schlimme Zahnschmerzen habe, dann fehlt mir die Zeit und Ruhe und ich nehme den ersten, der Zeit hat.

    Wenn der dann pfuscht ..... bin ich dann Schuld, weil ich mir nicht in Ruhe einen besseren gesucht habe ..... ?

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