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Diskutiere im Thema Schaden durch Psychotherapie ? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #111
    howie

    Gast

    AW: Schaden durch Psychotherapie ?

    puh Narzissmus ist ein verdammt schwieriges Thema.
    Werde mich nur einmal kurz dazu äußern.

    ich war in der Klinik und hab festgestellt, da machen sich viele "Gedanken über Gott und die Welt" wahrsten Sinn des Wortes!

    ich wollte nur sagen, dass man im Prinzip nicht sagen kann ob ein Verhalten gut oder schlecht ist.

    in dem Buch Psychopathen arbeitet der Autor die Gemeinsamkeiten von Psychopathen und Heiligen heraus - aber auch die Unterschiede - krasses Beispiel Wandlung vom Saulus (verantwortlich für den tod hunderter) in Paulus (wahrscheinlich verursacht durch epilepsie)

    Narzismus ist psychoanalyse pur - freud lässt grüßen.

    früher jeden Falls war das in der Mythologie und in manchen Religionen nicht so ganz eindeutig mit dem gut und schlecht.

    shiva (hinduismus) ist sowohl zerstörer als auch erneuerer.

    in vielen mythologien gibt es die Figur des Trickster mit guten und schlechten Eigenschaften
    hermes (griechen) götterbote, kleiner Gauner, Übringer des Boxens...
    hans urian - tölpel urian teufel (bei faust)

    in der heutigen Zeit: Vergleiche Horror Stephen King "Es" auch ein Clown.

    steve o als joker samt batman

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    meine exfreundin hatte angst vor clowns

    die figur des tricksters scheint aber auch bei adhs wichtig zu sein - ich hab neulich entdeckt - im haus von dem neurologen von dem ich mir meine tabletten hole ist auf dem gleichen stockwerk noch ein anderer psychiater (früher war das eine gemeinschaftspraxis von drei ärzten, mittlerweile hat jeder seine eigene praxis). bei diesem andern psychiater klebt an der tür "till eulenspiegel" - auch ein Trickster... ...

    noch ein stichwort shades of grey!

    stopp ich sag nix mehr dazu.

  2. #112
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 70

    AW: Schaden durch Psychotherapie ?

    ............ ? ?

    ........" Da steh ich nun, ich armer Tor und bin so klug als wie zuvor " ........

    Tja, genau so ist es ..... - leider ......

    Das Thema hier war mal: Gibt es Schaden durch Psychotherapien; ist Psychotherapie bei ADHS sinnvoll und wenn ja, welche; und wie vermeidet Mann/Frau schädliche Therapien und wie finden wir den passenden Therapeuten und die richtige Therapieform ?

    Die vielen Beiträge der letzten Tage beweisen für mich vor allem eines:

    Psychotherapie ist wie Lotto-Spielen: .......... eine Frage des Glücks .......

    ...... manche haben Glück und den richtigen Therapeuten ...... manche aber auch nicht .......



    Aber:

    Ich bin kein Fan von Glücksspielen, vor allem nicht wenn es um meine Gesundheit geht !!!!!!!

    Richtig: ein Therapeut kann wie ein "Trainer" sein ....... aber da gibt es halt auch viele schlechte davon .......

    Schwer bedenklich finde ich in diesem Zusammenhang die Aussage von Alex, wonach man die Wirksamkeit von Psychotherapie erst einige Zeit nach deren Abschluss beurteilen könne.

    Soll ich echt so einen Dachdecker ein Jahr lang oder mehr "herumpfuschen" lassen, um dann alles - nebst Folgeschäden - doch selbst zu reparieren ....... ?

    Nee ..... echt nicht!


    Mich haben alle die überzeugt, die eindrucksvoll geschildert haben, dass Psychotherapie bei ADHS nichts bringt.


    Ausserdem: Der Weg, einen geeigneten Therapeuten zu finden ist so schwer, dass es für einen ADHS-Betroffenen fast unmöglich ist, ihn zu gehen.


    Und wenn er/sie ihn doch gehen kann, dann ist der Weg zur Therapie schon die halbe Therapie ......


    Also:


    Da suche ich mir dann lieber ein spannenderes Thema, mit dem ich mich beschäftigen kann und das ich umsetzen kann als Therapie auf meinem Weg zur EIGENTHERAPIE.

  3. #113
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 99

    AW: Schaden durch Psychotherapie ?

    hallo teddybaer,

    Hallo,

    mich würde mal interessieren, welche Erfahrungen ihr mit Psychotherapie, Psychologen und sog. Coaches gemacht habt - besonders interessieren mich schlechte oder gar gefährliche Erfahrungen und woran man schlechte/gefährliche Therapeuten erkennen kann - und zwar bevor Schaden entsteht !
    ich habe einmal die erfahrung machen müssen, dass eine falche diagnose gestellt wurde und mich diese fehldiagnose jahrzehnte begleitet hat. aber das war nur einer von 8 therapeuten, wo ich wirklich sagen kann, dass ich richtig schlechte erfahrungen gemacht habe. .


    Hintergrund ist, dass mich meine Psychologin innerhalb von ca. 10 Sitzungen in eine schwere Krise gestürzt hat, nachdem sie mich dazu gebracht hat, dauernd über meine Vergangenheit nachzudenken, mein ganzes bisheriges Leben in Frage zu stellen und auch noch behauptet hat, mein ADS sei zwar evtl. tatsächlich da, interessiere sie bei der Therapie aber nur nebenbei - meine Perönlichkeit müsse "ganzheitlich" verändert werden ....
    ...manchmal hilft nur eine krise der patientin weiter, sich der realität zu stellen und damit in einen reifungsprozess nachzuholen. ich bin davon überzeugt, dass aufgrund vieler eingefahrener und falsch erlernter mechanismen bei der ads-therapie ein ganzheitlicher ansatz von vorteil sein kann - sofern er denn das ads in die therapie miteinbezieht. manchmal sind vielleicht so viele nebenschauplätze vorhanden, dass man diese auch mittherapieren muss zb komorbiditäten wie depressionen etc..

    Dank ADS bin jedoch stur und habe die Therapie bei ihr abgebrochen..
    ist das etwas, worauf du stolz sein solltest? ich glaube, sturheit ist nie gut. konsequenz und ein gesunder realitätssinn, sowie die fähigkeit zur selbstreflektion hingegen schon.

    eine therapie ist gut, wenn sie den patienten dazu bringt, denn bislang verpassten reifungsprozess/entwicklungsprozess nachzuholen. natürlich ist dies nicht immer bequem, sondern kann auch mal mit sehr unangenehmen gefühlen bzw. emotionen (wenn es um gefühle aus der vergangenheit geht), einhergehen.

    ich weiß zu wenig über dich. wichtig ist aber, dass du nicht, indem du die therapie abbrichst, vor dir selbst davon läufst,.

    lg nora

  4. #114
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 40
    Forum-Beiträge: 267

    AW: Schaden durch Psychotherapie ?

    Hi...

    Finde eigentherapie trügt... !

    wie findest du einen guten therapeuten?

    Ich informiere mich ausführlich im netz,wenn ich keine empfehlung von jmd bekomme. Zuerst mache ich mir halbwegs klar was im moment am wichtigsten zu behandeln ist und schau wen es so in der umgebung gibt..
    Oft muss man einfach mehrere ausprobieren. Wichtig finde ich auch, dass man sich vorher selbst schlau macht über dieses thema. So kannst du dann natl besser beurteilen ob jmd kompetent ist...

    lg

  5. #115
    howie

    Gast

    AW: Schaden durch Psychotherapie ?

    ja genau so ist es!
    Wie in der Klinik! ich bin rein, weil ich sozusagen Schutz gebraucht hab - vor allem beim ersten mal bin ich viel verwirrter wieder rausgekommen.
    jeder therapeut bei dem ich war hat mir zwar gedankenanregungen gegeben, aber auch schaden angerichtet.
    letztenendes hab ich mir selbst geholfen oder helfe mir selbst - was kann ich? was will ich? eine eigene Einschätzung um schlechten self fullfilling prophecies aus dem weg zu gehen.
    keine ahnung kann das nicht in worte fassen.

  6. #116
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 266

    AW: Schaden durch Psychotherapie ?

    Die Frage bleibt, wie offen jemand für Veränderung ist und wie sehr Veränderung überhaupt gewünscht und angenommen werden kann.

    Ein Mensch kann Leidensdruck haben - aber sich gerade IN seinem Leidensdruck wohl und zuhause fühlen - und eine Veränderung dessen ist extrem bedrohlich. Ohne zu werten, jede kann sich dafür oder dagegen entscheiden.

    Es ist total beängstigend und erschreckend alte Denkmuster aufzugeben und neue zu erlernen (macht z.B.die Verhaltenstherapie). Die Quelle zu suchen und zu erkunden - heißt im Grunde sein Inneres, sich selbst zu erkunden (Tiefenpsychologie).

    Beides kann für ADHSler spannend sein. Sehr abhängig welche Coerkrankungen vorhanden sind. Allerdings - ohne den Willen SELBST zu arbeiten, sich mit Dingen zu konfrontieren (hier schrieben es jemand am Thema Angst - die Angst die da und soll da bleiben, die Angsstörungen wird durch Vermeidung gelöst und löst so - aktuell - keinen Leidensdruck aus) die dann schwierig werden könnten.

    Und natürlich kommt es auf die Intuition an. Man geht ja nicht mit einem gebrochenen Bein zum Arzt, sondern mit sich, seiner Geschichte und seinen Gefühlen zu einem Menschen um sie dort zu offenbaren.

    Wer hofft, jemand kommt und "macht alles gut"...bietet Schutz, bieten Liebe, Anerkennung, Respekt...Aufbau - der sucht in einer Therapie falsch!
    Der sucht überhaupt im Außen falsch. Das findet sich nachhaltig nur im Inneren.

    Wer sagt, ich bin bereit in mir, in meinem Inneren nach Antworten zu suchen, erstmal wahrzunehmen was da ist (für ADHSler oft gar nicht so einfach), und ich bin bereit für alles was da kommt - dem hilft eine Therapie.

    DAs ist kein Vorwurf. Es kann Zeiten geben, da ist man einfach nicht soweit. Weil man immer noch hofft, es kommt von außen. Der Therapeut würde etwas "in die Person hineinbringen" was dann Hilfe bietet. Der Therapeut kann nur den Wegweiser aufstellen - wer nicht losgehen will, hat Gründe dafür und geht eben nicht los.

  7. #117
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 284

    AW: Schaden durch Psychotherapie ?

    Mit den Psychotherapeuten ist es wie mit allen Anderen Menschen in allen anderen Berufen.
    Wie das Wort Beruf(ung) schon aussagt, mancheiner ist berufen und erfüllt seinen Beruf mit Leidenschaft, die meisten aber haben ihren Beruf nur um Geld zu verdienen.
    Das ist dann besonders tragisch wenn es um hilfesuchende Menschen geht.
    Ja einen passenden Therapeuten zu finden ist Glückssache, für einen guten Arzt braucht man genausoviel Glück.

  8. #118
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.149

    AW: Schaden durch Psychotherapie ?

    teddybaer schreibt:
    ............ ? ?

    ........" Da steh ich nun, ich armer Tor und bin so klug als wie zuvor " ........

    Tja, genau so ist es ..... - leider ......

    Das Thema hier war mal: Gibt es Schaden durch Psychotherapien; ist Psychotherapie bei ADHS sinnvoll und wenn ja, welche; und wie vermeidet Mann/Frau schädliche Therapien und wie finden wir den passenden Therapeuten und die richtige Therapieform ?

    Die vielen Beiträge der letzten Tage beweisen für mich vor allem eines:

    Psychotherapie ist wie Lotto-Spielen: .......... eine Frage des Glücks .......

    ...... manche haben Glück und den richtigen Therapeuten ...... manche aber auch nicht .......



    Aber:

    Ich bin kein Fan von Glücksspielen, vor allem nicht wenn es um meine Gesundheit geht !!!!!!!

    Richtig: ein Therapeut kann wie ein "Trainer" sein ....... aber da gibt es halt auch viele schlechte davon .......

    Schwer bedenklich finde ich in diesem Zusammenhang die Aussage von Alex, wonach man die Wirksamkeit von Psychotherapie erst einige Zeit nach deren Abschluss beurteilen könne.

    Soll ich echt so einen Dachdecker ein Jahr lang oder mehr "herumpfuschen" lassen, um dann alles - nebst Folgeschäden - doch selbst zu reparieren ....... ?

    Nee ..... echt nicht!


    Mich haben alle die überzeugt, die eindrucksvoll geschildert haben, dass Psychotherapie bei ADHS nichts bringt.


    Ausserdem: Der Weg, einen geeigneten Therapeuten zu finden ist so schwer, dass es für einen ADHS-Betroffenen fast unmöglich ist, ihn zu gehen.


    Und wenn er/sie ihn doch gehen kann, dann ist der Weg zur Therapie schon die halbe Therapie ......


    Also:


    Da suche ich mir dann lieber ein spannenderes Thema, mit dem ich mich beschäftigen kann und das ich umsetzen kann als Therapie auf meinem Weg zur EIGENTHERAPIE.


    Sorry, wenn ich hier so heftig ablache.

    Aber mir scheint doch, dass das ursprüngliche Thema oder die Überschrift leicht abhanden gekommen ist. Da kann ich mich Teddybear nur anschließen und seinen Aussagen voll zustimmen.

    Die Eigentherapie ist sicher enorm schwierig, aber einiges geht da schon! Gerade an dem Punkt helfen die Medikamente sehr viel - zumindest kann ich das für mich sagen.

    Wir sprechen hier schließlich von einer Störung, die durch eine massive Einschränkung der Exekutiv-Funktionen gekennzeichnet ist und da kann es manchmal ganz schwer werden, wenn die guten Ratschläge nicht umsetzbar sind.

    Ich kann für mich sagen, dass das Zitat von Barkeley auf mich voll zutrifft. Diese Unfähigkeit, vom Kopf in die Handlung zu kommen, hat mich letztendlich immer wieder schwer depressiv gemacht. Da war nichts mehr witzig!

    Aber was sollte ich machen? Ich wusste genau, wie es geht, ich war durchaus in der Lage schwierige Aufgaben voll befriedigend zu lösen. Richtig heftige Anforderungen konnte ich aber nur bewältigen, wenn genügend Ausgleich und Anregung da war - sonst bin ich schlichtweg versackt und habe keinen Ausweg mehr gesehen.

    Immerhin bin auch ich mal auf eine Therapeutin gestoßen, die mich geachtet und auch sehr geschätzt hat. Die Frau hat mir einige wichtige Hinweise gegeben, aber leider hat nichts wirklich gefunzt. Und ich war hochmotiviert, hab heftig an mir gearbeitet usw. Die Therapeuten vorher waren alle ein Flopp.

    Klar gibt es auch ADHS-Spezis, die meinen, bei richtiger Diagnose und erfolgreicher medikamentöser Behandlung kann eine tiefenpsychologische Behandlung zumindest in Sachen Komorbiditäten helfen. Und es gibt einige, die sagen eben, dass es nicht wirklich hilft.

    Wer nicht wollen kann und seine Impulse nicht unter Kontrolle bringen kann, der kann sich noch so viel vornehmen und jede Menge Änderungen in seinem Leben angehen - sobald eine Krise kommt, ist es spätestens vorbei mit den guten Vorsätzen.

    Wenn Teddybear nach einigen Stunden schon feststellt, dass ihm die ganze Sache nichts bringt, hab ich kein Problem ihm zu glauben und dies zu akzeptieren. Ich stell es auch nicht in Frage, wenn ein erwachsener Mensch zu mir sagt, dass er keine Oliven mag.

    Die Zeit nach der Diagnose und mit Beginn der Medikation ist schwer genug und wenn es gar nicht geht, dann sollte auch unbedingt ne Psychotherapie ins Auge gefasst bzw. angeboten werden. Aber soviel Freiheit muss schon sein, dass jemand auch entscheiden kann, wann es genug ist.

    Mit der Psychotherapie verhält es sich doch nicht anders, als mit jeder ärztlichen Therapie. Das Problem liegt nicht in der Therapie oder in der Persönlichkeit des Therapeuten. Das Problem liegt immer in der Fähigkeit der Fachkraft, auch mal über den eigenen Tellerrand hinauszusehen oder mal die Perspektive zu wechseln, wenn sich nichts bewegt.

    Das Leiden wird nicht kleiner, wenn man ständig darüber redet und zumindest für mich kann ich sagen, dass dadurch mein Leiden eher zugenommen hat. Besonders schlimm war es für mich, wenn dann in irgendwelchen Details gegraben oder alles durchdacht und erläutert werden sollte, wenn ich selbst schon alles durchdacht hatte, aber einfach nicht in die Puschen gekommen bin.

    Es hat sich ja mittlerweile schon weit genug herumgesprochen, dass durch Psychotherapien auch reichlich Schäden angerichtet werden können und auch angerichtet wurden. Was nicht heißt, dass es nicht auch erfolgreiche Psychotherapien gibt und gegeben hat.

    Allerdings habe ich noch nie eine Studie gelesen oder gefunden, die der Tiefenpsychologie echte und reproduzierbare Erfolge bescheinigt - Tiefenpsychologie ist schon arg subjektiv gefärbt und kann ziemlich nach hinten losgehen. Nichts gegen die Intuition (gedankt sei dem Himmel, dass sie bei mir sehr ausgeprägt ist) aber sie ist nur solange verlässlich, wie ich sie überprüfen kann. Verlassen kann ich mich darauf nicht.

    Und die Geschichte mit der Abwehr - nach dem Motto: Wenn der Therapeut in der Gegenübertragung ein bestimmtes Gefühl hat, dann ist das richtig, nur der Klient möchte es verdrängen und nicht an die Oberfläche lassen, ist ja schon lange schwer ins Wanken gekommen.

    Mein Leben ändert sich jeden Tag und ich lerne jeden Tag etwas Neues dazu, wenn mir aber die Fähigkeit zur Handlung fehlt, dann kann ich noch so viel durchdenken, hinterfragen und ändern wollen - es wird nicht oder nur wenig zu einer Änderung kommen!

    Natürlich gibt es da reichlich graduelle Unterschiede, je nach Ausprägung der Komorbiditäten und der Verträglichkeit der Medis. In meinem Weltverständnis ist das aber vor allem eine Frage der kritischen Reflektion und zwar im wesentlichen der Fachkräfte. Ich hätte jedenfalls ein Problem als Therapeut, wenn mir jemand sagt, dass die Therapie nichts bringt und würde mein Handeln ziemlich zügig hinterfragen.

    Auch schließe ich mich der Meinung von Teddybear an, wenn er sich auf solch einen Marathon mit der Suche nach dem richtigen Therapeuten nicht einlassen will. Für mich jedenfalls wäre es auch keine Perspektive, mich über längere Zeiträume auf die Suche nach dem geeigneten Therapeuten - den mit der richtigen Chemie - zu begeben. Wenn ich ein kaputtes Bein habe, dann will ich es auch therapieren lassen und mich nicht täglich bei einem anderen Arzt vorstellen, bis die Chemie stimmt!

    Klar werden wir immer wieder Einbrüche erleben und dann kann es sehr wertvoll sein, wenn wir eine Kurzzeittherapie machen, die uns wieder auf den Weg zur Mitte bringt. Na ja, ich zahl dafür kein Geld mehr, ich schalte dann mal Telefon und Rechner aus und geh für drei Tage mit netten Leuten meditieren - kann auch helfen!

    Und wenn uns ein ganz gewaltiger Einruch einholt, kann ein Aufenthalt im geschützten Bereich einer Klinik ebenfalls eine wertvolle Erholungshilfe sein - da bin auch ich nicht abgeneigt.

    Ich hab hier auch nirgendwo rausgelesen, dass jemand all diese Maßnahmen und Möglichkeiten grundsätzlich ablehnt. Es gibt nur einige Leute hier, die damit nicht die großen Erfolge erzielt haben und dies auch darstellten und begründeten.

    Für mich jedenfalls gilt: eine Therapie, die mir nur Qual und Leiden verursacht ist mit Sicherheit für mich ungeeignet. Ich ging schließlich dahin, damit mir geholfen und mein Leiden vermindert wird.

    LG
    Waldsteinie

  9. #119
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 266

    AW: Schaden durch Psychotherapie ?

    @Zumania, bis psychologische Psychotherapeuten zum Geldverdienen vordringen ist viel viel Zeit vergangen. Da gibt es einfachere und schnellere Wege.

    5 Jahre Studium + 3 Jahre therapeutische Zusatzausbildung bis es überhaupt die Kassenzulassung gibt.

    Übrigens, verstehe ich nicht, wieso das überhaupt eine Frage ist. Da soll mir jemand helfen meine Psyche zu erkennen, zu sortieren, mir dabei helfen mir selbst zu helfen - und natürlich spielt die Persönlichkeit des Anderen da eine Rolle. Ob er oder sie mir sympathisch ist, mir ganz persönlich für mich vertrauensvoll erscheint. Vertrauen ist hier doch ein großes Punkt.

    Wieso ist das so schwierig und überhaupt? Das ist doch ganz normal dass das womöglich nicht immer gleich passt. Dafür gibt es ja Erstgespräche und Probesitzungen.

    Wenn jemand große Ängste hat, es könnte nie passen und niemand würde es gut mit ihm oder ihr meinen, eine Geschichte dazu:

    Kommt ein Mann an ein Stadttor und fragt dort einen Händler vor den Toren der Stadt. "Wie sind denn die Menschen hier in dieser Stadt"?
    Antwortet der Händler "wie waren sie denn in der Stadt aus der du gerade kommst"? Der Mann antwortet "sie waren freundlich, und hilfsbereit und respektvoll". Dann, sagt der Händler...sind sie auch hier in dieser Stadt genau so. Für dich.

    Das würde ich immer mit meinem Bauchgefühl mischen. Jemand der mir nicht liegt, nicht auf meiner Welle funkt, muss mir noch lange nicht schaden wollen. Trotzdem zeige ich Respekt und fühle mich nicht bedroht...und gehe einfach weiter.

  10. #120
    howie

    Gast

    AW: Schaden durch Psychotherapie ?

    Verhaltenstherapie muss ich auch noch machen.
    (aber wie gesagt, hab die unterlagen von einer Freundin gelesen und denke jetzt grad nix neues (vgl meine signatur) aber ich will ja nicht so verbohrt sein.)
    ich hab ja schon viel verändert - kifffe zum beispiel nicht mehr.
    Mit 10 hab ich zu meiner Schwester gesagt: hey, wir müssen aufpassen. ich glaub wir sind fernsehsüchtig. (als ich einmal lieber ferngeschaut hab anstatt draußen zu spielen.)
    seit drei jahren schau ich nicht mehr.

    es ist auch nicht so, dass ich in der schule immer gleich schlecht war - blöd wenn der Lehrer sagt: Du bist zu blöd zum Semmeln zu verkaufen! (was ja zum Beispiel Barkley in mancher Hinsicht manchmal sagt - jetzt gibt s wieder einen aufschrei.)

    jetzt spiel ich schach - ich werd mein bestes geben, Spaß haben - wenn ich nicht weltmeister werde liegt das daran weil ich keinen trainer habe, vllt auch an den genen, das weiß ich nicht, es sagt kein "ja, ich bins" - de facto hab ich keinen bock. jetzt kann ich überlegen warum ich keinen bock hab und wenn ich will dann verbessere ich mich beim nächsten mal. gut ist, dass ich besser bin als mein kumpel und auch mehr lust auf schach hab, weltmeister bin ich nicht - dafür bin ich vom 10 m Brett gesprungen und dieser schachtyp nur vom 5 m brett.

    verbessern WILL ich mich weiter. auf aufräumen hab ich keinen bock irgendwie.

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