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Diskutiere im Thema Schaden durch Psychotherapie ? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #91
    howie

    Gast

    AW: Schaden durch Psychotherapie ?

    @mj71 ja genau! im Prinzip gibt es kein richtig oder falsch.
    weiter oben steht ja die Geschichte von dem Kumpel von dem ich dauernd rede. Ein anderer Freund hat erzählt, dass er sich immer noch krass aufführt - jetzt ist die eine Ansicht: wahnsinn, total unangepasst der Kerl! - der Kumpel, der mir die Geschichte erzählt hat, sieht das aber so: Was er gesagt hat, war im Prinzip richtig! Endlich mal einer, der dem Chef die Meinung gesagt hat!
    dann gibt es noch verschiedene Gesellschaften, die sich auch noch weiter entwickeln - bei bestimmten Indianerstämmen galt man als um so angesehener, je mehr Leute man umgebracht hat. andere Gesellschaften (irgendwelche tibetischen Mönche) schauen beim graben darauf, dass sie keine Würmer umbringen.

    viele wissenschaftliche Fachrichtungen sagen auch nicht mehr ob was richtig oder falsch ist.
    die Fragen eher: wenn sich bestimmte Gene im Laufe der Evolution gehalten haben - woran liegt das?

    manchmal bringt es einen Fortpflanzungsvorteil anders als die andern zu sein - sogar bei irgendwelchen Fischen (neueste Nature (Zeitschrift))

    bis jetzt weiß niemand welche Gene überhaupt genau für ADHS verantwortlich sind und welche andere Faktoren noch dazu kommen. (hab ja ein Beispiel genannt - manche haben das mutierte Gen andere nicht. Manche Gene treten gehäuft mit ADHS bei Kindern auf, andere Gene gehäuft bei ADHS bei Erwachsenen.)
    die Forschung wird so wie so nie ihr Ziel erreichen - der Mensch wird dem Menschen immer ein Rätsel bleiben.

    die adhsler die ich kenne sind alle total unterschiedlich.

    ich kenn auch eineiige Zwillinge - die schauen sich zwar superähnlich, man erkennt aber auch am Aussehen unterschiede UND VOR ALLEM sind das eigenständige Personen mit einem unterschiedlichen Charakter - warum???
    (das krasseste was ich in der Beziehung gesehen hab - auf youtube ein video von zwei 5-jährigen eineiigen Zwillingen. der eine Bruder spielt mit autos und Flugzeugen, der andere hat aus seinem Zimmer ein Mädchenzimmer gemacht und lackiert sich die Fingernägel (ja gut, die Schwangerschaft... egal.)

    @Zumania: klar hilft Therapie - wobei mir es lieber ist wenn der Therapeut eine Art Freund ... egal.

    wenn man Problem hat, sollte man zur Therapie gehen - nur nicht vergessen, dass das nur eine Meinung von vielen ist und eben versuchen Lösungen zu erarbeiten.

    ich sag nur: OMG ich hab ADHS ich muss böse böse Gene haben! ich kann nicht anders! - bringt mich jetzt nicht weiter nach vorn.

  2. #92
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.455

    AW: Schaden durch Psychotherapie ?

    @ Fliegerlein:
    Das Problem bei vielen Therapeuten jedoch ist, dass sie eben genau das nicht erkennen, und immer nur versuchen, ihm beizubringen in den Keller zu gehen und wenn es geht, wird ihm nicht selten auch vorgeworfen, die Therapie nicht zu wollen etc.
    Damit hilft man aber dem Betroffenen nicht.
    Ja, es ist genau der Punkt! Und dort kann es schädlich werden, weil der Patient vorgeworfen könnte es nicht zu wollen und so was tut es niemand gut... So was hatte ich zum Glück nie in Therapie erlebt, aber mein Umfeld und vor allem Menschen die mich helfen wollten habe dafür gut gesorgt... Es passiert manchmal auch in der Schule...

    Bei vielen, wenn nicht gar den meisten ADS'lern ist ja schon aufgrund des Umstandes, dass nicht selten auch Eltern oder Elternteile ebenfalls unentdeckte ADS'ler sind und es allein schon deshalb zu schweren Konflikten und Situationen und Traumatisierungen und Vieles Vieles mehr gab.
    Das zu behandeln ist unglaublich wichtig.
    Aber worauf ich hinauswollte ist, dass unabhängig davon, eine ADHS auf diese Weise nicht behandelt werden kann.
    Damit kann man andere Probleme aufarbeiten, aber nichts davon wird an der ADS etwas bewirken.
    Ja! Es gab so was auch in meine Familie, da ich nicht die einzige bin! Es gibt auch die ganze Verletzungen weil man nun anders ist, wie in der Schule... Damit bin ich schon eine gute wegen gegangen vor der Diagnose, darunter auch eine sehr gute Traumatherapie die mich sehr geholfen hatte.

    Da hatte ich doch gefunden dass meine Diagnose vieles noch besser erklärt hatte und dass ganze abgerundet.

    Es stimmt, ADS kann man nicht heilen, aber helfen damit zu leben. Ich finde auch dass der Diagnose, für jemand der sich schon an seine Lebensgeschichte gearbeitet habe, auch etwas neues bringt: neue Einsichten, neue Erklärungen wieso einiges so passiert ist... Auch zu wissen dass ADS-Kindern ehe anstregend sind zu Erziehen, sehe ich einiges auch aus ein andere Licht: Manche Erwachsene waren mehr überfordert als böse...

    Naja, und es gibt auch jetzt Themen, spezifisch um das Anderssein, Unverständnis die ich endlich angehen kann weil ich Menschen gefunden haben die mich verstehen. Auch da sind andere Chaoten sehr hilfreich...

    Also kurz gesagt: Wenn das Wissen um ADS da ist, ist auch dass verarbeiten von altes irgendwie einfacher, finde ich... Es wird ehe die richtige Erkenntnissen gefunden. Zum Beispiel dass man missverstanden war, weil die meinstens Menschen von ADS nichts wissen und nicht aus irgendwelche andere Gründen.

    Ich habe wirklich mit Therapeuten einiges erreicht, aber so bald ich mit das Thema gekommen bin "Ich bin anders und nicht akkzeptiert" sind sie an ihre Grenzen gekommen. Jetzt weisst jeder ADSler was ich damit meine und es hilft mich auch. Auch meine letzte Therapeutin hatte mich da geholfen, da es ihr klar war dass Menschen unterschiedlich sind. Ueber ADS wusste sie ein bisschen, aber sie hatte ehe eine offene Haltung.

    lg

  3. #93
    howie

    Gast

    AW: Schaden durch Psychotherapie ?

    dass Menschen unterschiedlich sind.
    "Ich bin anders und nicht akkzeptiert"
    das "nicht akzeptiert" ist das Problem - und nicht das ADHS

  4. #94
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: Schaden durch Psychotherapie ?

    howie schreibt:
    das "nicht akzeptiert" ist das Problem - und nicht das ADHS
    Wier so oft, liegt die Wahrheit in der Mitte.
    Wir kommen wohl auch nicht umhin zugeben zu müssen, dass es nicht immer leicht für unser Umfeld ist, uns zu akzeptieren und damit liegt das problem dann durchaus auch an der ADHS, aber nicht nur.
    Dummerweise ist es eines der Symptome einer ADHS, genau das nicht wahrzunehmen, ... aber das ist ein eigenes Thema .
    (BTW: Die ADS .. das "S" steht für Störung, Femininum )

  5. #95
    howie

    Gast

    AW: Schaden durch Psychotherapie ?

    mehr als adhs bücher helfen mir Interviews, Gespräche mit oder Biographien von anderenInterview mit dem, der den Schachweltmeistertitel wilnach außen:Schulabbrecherganz eigene Lernmethodemürrischnicht von anfang an ein Supertalentauf den ersten Blick unsympathisch.
    ZEITmagazin: Ihnen geht es um Spaß?
    Carlsen: Das ist meine Hauptmotivation. Ich muss nicht unbedingt Weltmeister werden, obwohl das natürlich schön wäre.
    Carlsen: Ich versuche nicht zu viel darüber nachzudenken, wie andere mich sehen. Man kann sich leicht zu sehr damit aufhalten.
    mehr kann ich für heute nicht tun.ciao.

  6. #96
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.455

    AW: Schaden durch Psychotherapie ?

    @ Howie und Fliegerlein: ich sehe auch das akkzeptieren sehr wesentlich bei ADS... Nur wenn ADS akkzeptiert wird, kann man genug zu seine Grenzen und Schwächen zustehen um die geeignete Hilfe zu holen oder mal auch einiges gelassen sehen...

    Bei mich war es wesentlich, auch wenn alles anderes, wie Medis, Planung & Co auch sehr wichtig ist. Aber ohne sein ADS anzunehmen, neigt man vielleicht verbissen sich zu ändern wollen, statt mal einiges loszulassen und so lassen wie es nun ist und eine vernünftige Weg damit finden durch Kompensation oder Unterstützung.

    Bei mich sehe ich 90% die Arbeit bei ADS bei akkzeptieren und nur 10% bei die typische ADS-Therapie und Hilfsmittel die es gibt.

    Eigentlich ist Akkzeptanz für alle Menschen sehr sehr wichtig! Nun, wer die Erwartungen von der gesellschaft und sein Umfeld einigermassen erfühlen kann, bekommt Anerkenung und wer, wegen ADS es oft nicht schafft, bekommt oft auf Dach... Es ist auch echt ein Problem, finde ich, wenn der Umfeld so reagiert... Sie meinen nicht böse, aber es macht vieles kaputt. Deswegen, wünsche ich mich viel mehr wissen um ADS, etwa mehr Toleranz gegenüber Anderssein (es gibt noch einiges anders als ADS), weil es auch eine Menge Leid vermeiden kann... Versagen ist schon schmerzhaft genug...

    Nun, da kann jeden von uns etwas tun... Schon bei sich selber zuerst! Irgendwann, spüren manche Betroffene das Bedürfniss mal sich gesellschaftlich da mehr zu engagieren und Aufklärungsarbeit zu machen. Diese Schritt bin ich schon gegangen und kann bestädigen dass es mich selber sehr hilft! Es ist ein Art mehr für sich, seine Rechten etwas zu tun. Ein bisschen die Welt ändern damit er für uns ein bisschen besser wird.

    lg

  7. #97
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 99

    AW: Schaden durch Psychotherapie ?

    Ich habe auch eine Therapie (Grund: Depressionen, wusste damals nix von dem ADS) abgebrochen , mein Psychologe hat mich nicht in eine Krise gestürzt, aber er wollte nur über meine Vergangenheit reden.
    Die Konzentrationsprobleme und die daraus resultierenden Schwierigkeiten im Studium und Beruf interessierten ihn nicht, "dafür sei er nicht zuständig",
    das hat mich natürlich wütend gemacht, da das bei mir einen sehr großen Leidensdruck verursacht hatte. Die Probleme in diesem Bereich führen auch noch heute zu tiefen depressiven Episoden bei mir.

    "Geholfen" hat diese Therapie (35 Stunden) auch nicht. Das war eine TP - ich will es bald mal mit einer VT versuchen.

    Hintergrund ist, dass mich meine Psychologin innerhalb von ca. 10 Sitzungen in eine schwere Krise gestürzt hat, nachdem sie mich dazu gebracht hat, dauernd über meine Vergangenheit nachzudenken, mein ganzes bisheriges Leben in Frage zu stellen und auch noch behauptet hat, mein ADS sei zwar evtl. tatsächlich da, interessiere sie bei der Therapie aber nur nebenbei - meine Perönlichkeit müsse "ganzheitlich" verändert werden ....

    Kein Mensch hat das recht zu sagen, du sollst deine Persönlichkeit "ganzheitlich" bzw. gänzlich ändern - es sei den du bist schwer kriminell, was ich mal ausschließen möchte.
    In eine Therapie sollte der Psychologe darauf eingehen was DICH stört, was DU dir wünscht...
    Man ist doch erwachsen, man will doch als Adulter Mensch wissen was man von der Therapie erwarten kann!

    Was das Thema "akzeptieren" angeht, ist das für mich so eine Sache. Jetzt wo es feststeht und die Diagnose nun laut ADHS-Ambulanz für Erwachsene "eindeutig" sei,
    muss ich mich damit abfinden. Ich würde nie auf die Idee kommen mein erweitertes Umfeld da mit reinzuziehen, die Gefahr ist zu groß, dass ich dadurch später beruflich Probleme bekomme.
    Es bleibt eine Privatsache und ich versuche mit meiner Unzulänglichkeit - die an meinem Stolz kratzt - zu leben, was wirklich nicht leicht ist.
    Mir fällt es alles andere als leicht, dass ich Medikamente brauche, um richtig zu "funktionieren" - ohne habe ich es ja zu genüge versucht und habe versagt

  8. #98
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: Schaden durch Psychotherapie ?

    Strandgut schreibt:
    Kein Mensch hat das recht zu sagen, du sollst deine Persönlichkeit "ganzheitlich" bzw. gänzlich ändern - es sei den du bist schwer kriminell, was ich mal ausschließen möchte.
    In eine Therapie sollte der Psychologe darauf eingehen was DICH stört, was DU dir wünscht...
    Man ist doch erwachsen, man will doch als Adulter Mensch wissen was man von der Therapie erwarten kann!
    Wie ist es mit Menschen mit z.B. Persönlichkeitsstörungen?

  9. #99


    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 20.808
    Blog-Einträge: 40

    AW: Schaden durch Psychotherapie ?

    Strandgut schreibt:
    ch habe auch eine Therapie (Grund: Depressionen, wusste damals nix von dem ADS) abgebrochen , mein Psychologe hat mich nicht in eine Krise gestürzt, aber er wollte nur über meine Vergangenheit reden.
    Hmm,

    nur mal als gedanklicher Ansatz:

    Eine Therapie ist immer auch ein Prozess und in aller Regel liegt in der Mitte der Therapie eine ziemlich böse Zeit.

    Das deshalb, weil dann eben so alles Mögliche aufgewühlt, aber nicht verarbeitet ist.

    Leider (aber auch nachvollziehbar) bringt genau das immer wieder viele Menschen dazu, ihre Therapie abzubrechen, weil es ihnen tatsächlich in dieser Zeit ja auch schlechter geht, als zuvor.

    Oft haben da auch die Angehörigen einen entsprechenden Einfluss, was man vor allem in Fällen einer stationären (und dann umso intensiveren) Therapie regelmäßig sieht.

    Was ich damit sagen will:

    Man kann meiner Meinung nach den Nutzen und den Erfolg einer Psychotherapie nicht beurteilen, wenn diese nicht abgeschlossen wurde und manchmal noch nicht mal direkt nach dem Abschluss, sondern erst einige Zeit danach.

    Das hat mit den Prozessen zu tun, die im Rahmen einer Therapie stattfinden und die oft auch nur eine Richtungskorrektur darstellen, die sich dann erst in der Zukunft auswirkt.



    LG,
    Alex

  10. #100
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 284

    AW: Schaden durch Psychotherapie ?

    Es gehört auch eine Krankheitseinsicht mit zu einer erfolgreichen Therapie und ein "ich will etwas verändern an mir".
    Eine Freundin ist gerade auch in Therapie, hat aber keinerlei Krankheitseinsicht.
    Meistens schimpft sie auf die therapie. Sie erkennt nicht, dass es auch an ihr liegt mit zu arbeiten.
    Alles und Jeder um sie herum ist schuld dass es ihr schlecht geht, so kann man keinen Erfolg haben auch nicht ansatzweise.

    Nun muss aber auch erwähnt werden, dass es auch Therapeuten gibt die es überhaupt nicht leiden können wenn der Patient über seine Störung besser bescheid weiss als der Therapeut.
    Diese Therapeuten können dann auch sehr unangenehm werden.

    Es ist schon großes Glück den richtigen Therapeuten zu finden.

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