Seite 1 von 4 1234 Letzte
Zeige Ergebnis 1 bis 10 von 39

Diskutiere im Thema Depression oder ADS? Ich weiß nicht mehr, was ich denken soll... im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 25

    Depression oder ADS? Ich weiß nicht mehr, was ich denken soll...

    Hallo, ich habe das Gefühl dass das hier ziemlich lang werden könnte, also schon mal einen Dank an diejenigen, die sich die Zeit nehmen und sich mit dem Ganzen befassen. Ich habe nur das Gefühl, dass ich etwas ins Detail werde gehen müssen, um meine Situation richtig schildern zu können.

    Zuerst zu meiner Person, ich bin 18 Jahre alt, Auszubildender und vermute, dass ich an ADS leiden könnte. Da ich aber ebenfalls depressiv bin und nicht mehr weiß, wie die ganze momentane Situation überhaupt richtig einschätzen soll, wende ich mich an dieses Forum. Einen Termin beim Fachmann habe ich bereits, es sind aber leider noch zwei Monate bis zum Termin und ich sehne mich mehr oder weniger nach Gewissheit, auch wenn ich absolute Gewissheit erst nach dem Besuch beim Psychiater haben werde. Im Moment weiß ich einfach, dass etwas mit mir nicht stimmt, kann aber nicht genau sagen, was das überhaupt sein soll.

    Mit meiner Situation fange ich am besten möglichst früh an: Schon als Kind war ich verträumt und unkonzentriert. Meine schulischen Leistungen waren trotzdem gut, nur die mangelhafte Aufmerksamkeit im Unterricht fiel meiner damaligen Klassenleiterin auf. Hatte damals auch massive Probleme, meine Hausaufgaben zu erledigen. Ich saß teilweise stundenlang vor einem geöffneten Heft aber ließ mich einfach durch alles ablenken: Ein Lineal, das schöne Wetter draußen oder auch nur die kahle, weiße Wand. Alles war für mich leichter als Aufgaben anzugehen, für die ich wahrscheinlich nicht mal eine halbe Stunde brauchen würde. Da meine schulischen Leistungen zu diesem Zeitpunkt gut waren, wurde es allerdings mehr oder weniger dabei belassen, nachdem ich anfing meine Hausaufgaben zu machen. Zwar brauchte ich auch oft eine Aufforderung von Meiner Mutter, mehr schlecht als recht wurden die Aufgaben in wenigen Minuten hingeklatscht. Ob richtig oder falsch war mir völlig egal, Hauptsache war nur, dass ich meiner Mutter glaubhaft machen konnte, dass ich alles schön erledigte und sie mich somit in Ruhe ließ. Als verträumt und in seiner eigenen Welt lebend hat man mich damals oft scherzhaft beschrieben. Gar nicht so lustig aus meiner heutigen Sicht betrachtet: Genau so könnte man mich heute noch immer beschreiben.

    In der Realschule nahmen meine Leistungen sofort merklich ab, auch wenn sie immer noch akzeptabel waren. Meine Arbeitshaltung wandelte sich mit jedem vollendeten Schuljahr mehr und mehr zum Schlechten. Aufgaben wurden immer schlampiger erledigt, im Unterricht absolut nicht mitgearbeitet. Die Schule war mir damals bis heute auch völlig egal. Ich erinnere mich kaum an etwas, was mir zu dieser Zeit wichtig gewesen wäre. Ich kann nur noch sicher sagen, dass ich mich schon sehr früh für Mädchen interessiert habe. Erfolg hatte ich beim schönen Geschlecht auch damals kaum, was mir damals schon sehr zu schaffen machte. Ich hatte damals wie heute den Eindruck, dass ich mich reifer fühlte als ich es in Wirklichkeit war. Oder ich war im Geiste weiter als der Durchschnitt, konnte mich aber nicht dementsprechend verhalten. Ich weiß es selbst nicht, sicher ist jedoch, dass ich schon eine sehr lange Zeit den Eindruck habe, dass mich Mädchen als unreif wahrnehmen. Männliche Freunde hatte ich immer, ich war ganz sicher nicht der Beliebteste, ein Außenseiter jedoch auch nicht. Nun, eine Realschulzeit, in der außer am PC sitzen und zocken nicht viel lief, brachte ich dann irgendwie mit einem passablen Abschluss zu Ende. Trotz meiner Eltern, die mich immer wieder zum Lernen animierten, schaffte ich es trotzdem, so wenig wie möglich zu tun. Zu dieser Zeit hatte ich aber das erste Mal die Erfahrung, dass ich wirklich lernen wollte. Versuchte ich es jedoch, konnte ich meine Aufmerksamkeit nur mit großen Schwierigkeiten auf den Stoff fokussieren und brach den Lernversuch auch fast immer sehr schnell wieder ab. So wirklich eine Vorstellung, was ich nach der Schule überhaupt machen wollte, hatte ich nicht. Da kam es doch wie gerufen, dass mein Vater mir eine Lehrstelle bei seinem Arbeitgeber besorgen konnte. So war auch eine Lehrstelle mit möglichst wenig Aufwand gefunden.

    Ab diesem Zeitpunkt ging es dann so langsam bergab. Bei der Arbeit merkte ich, dass ich nicht annähernd so schnell und gleichzeitig sorgfältig arbeiten konnte wie meine Kollegen. Immer wieder passierten mir Leichtsinnsfehler, die kleinsten Aufgaben vermasselte ich. Nie konnte ich mich wirklich auf die Arbeit konzentrieren, immer wieder schweifte ich in Gedanken ab. Dass ich bei der Arbeit verglichen mit meinen Kollegen so schlecht war, nagte arg an meinem Selbstvertrauen. Ein halbes Jahr später, damals 17, war der Abwärtstrend in der Berufsschule ebenfalls nicht mehr zu übersehen und ich fing an, jedes Wochenende exzessiv zu trinken. Im Rausch konnte ich einfach vergessen, wenn auch nur für ein paar Stunden. Die innere Unruhe ablegen, die mich zu diesem Zeitpunkt schon jeden Tag belasten würde. Permanente Rastlosigkeit beim Alleinsein, nichts erscheint mehr interessant zu sein. Und wenn man doch einmal auf etwas Lust hat sieht das Ganze nach wenigen Minuten oft schon wieder anders aus. Meine Wochentage bestanden also meistens aus ziellosem surfen im Netz im Wechsel mit zocken und TV schauen. Im zweiten Berufsjahr hatten meine Noten in der Berufsschule dann ihren Tiefpunkt erreicht. Mein Beruf interessierte mich eigentlich sehr, ich konnte mich aber trotzdem nie dazu aufraffen, etwas darüber zu lernen. Und wenn ich mich doch mal dazu überwinden konnte, hatte ich es doch sehr bald wieder vergessen. Ich konnte mir unter der trockenen Theorie einfach nichts vorstellen, keine logischen Schlussfolgerungen ziehen. Im Unterricht versuchte ich auch, endlich aufzupassen, jedoch ohne jeden Erfolg. Hörte ich dem Lehrer zu, dauerte es nicht lange und ich schweifte in Gedanken ab. Ein paar Minuten später "wachte ich auf" und ich hatte keine Ahnung, was der Lehrer da vorne gepredigt hatte. Auf diese Weise habe ich bei etlichen Unterrichtsstunden den Faden verloren. Ich nehme aus dem Schulunterricht bis heute absolut nichts mit, egal wie sehr ich es versuche.

    Dem ständigen Versagen folgte dann die Gleichgültigkeit. Mir waren schon mein ganzes Leben lang immer wieder eigentlich wichtige Dinge völlig egal, jedoch nicht ganz so extrem. Der Gleichgültigkeit folgte die Niedergeschlagenheit, die Hoffnungslosigkeit, die lähmende Traurigkeit. Die Depression. Glücklich war ich damals auf keinen Fall, mir war jedoch auch nicht so wirklich klar, dass ich depressiv sein könnte. Der eine oder andere Gedanken wurde daran verschwendet, mehr nicht. Aus dem Alkohol wurde Kiffen (war trotzdem irgendwie froh, vom Alkohol losgekommen zu sein), Zigaretten und gelegentlicher Konsum von MDMA und Speed. Mit den Drogen begann auch die Depression schlimmer zu werden. Für jedes High, für jede Euphorie fiel ich danach umso tiefer ins schwarze, ausweglose Loch. Doch fast immer konnte ich den Drogen früher oder später nicht mehr widerstehen. Dies ging einige Monate so, bis ich nach einem Wochenende von übertriebenem Upper-Konsum so down war wie noch nie zuvor. Allerdings war ich endlich so down, dass ich es kaum noch ertragen konnte und erzählte meinen Eltern unter einer Flut von Tränen, dass ich vermute, depressiv zu sein. Meine Eltern waren absolut verständnisvoll und ein Termin beim Hausarzt stand an.

    Der Hausarzt verschrieb mir sofort Citalopram (Antidepressiva). Nach ein paar wenigen Fragen an mich über mein Befinden schien für ihn die Diagnose klar zu sein. Mir kam diese zwar sehr gehetzt vor, ich hatte allerdings die große Hoffnung, dass das Präparat mir helfen würde. Danach hatte ich lange mit erheblichen Nebenwirkungen des Medis zu schaffen, mein Zustand hat sich mittlerweile insgesamt leicht gebessert. Ich hatte aber schon seit Ausbruch der Depression die Vermutung, dass diese vielleicht nur eine Begleiterscheinung sein könnte. Mit ADS habe ich erst vor einer Woche so richtig befasst. Klar, man hat davon gehört aber so ganz genau Bescheid weiß man dann auch nicht wirklich. Auf jeden Fall kommen mir viele Symptome einfach so verdammt bekannt vor... Auch die innere Unruhe, die ich so lang versucht habe zu erklären. Ich werde auf jeden Fall noch einmal einen Termin bei meinem Hausarzt machen und meine Vermutung mit ihm besprechen, bis ich zum Psychiater kann dauert es leider noch so lange.

    Hoffentlich könnt ihr aus meinem Text eine Vermutung treffen und mir sagen, was ihr von meiner ganzen Situation haltet. Es ist auch ziemlich schwierig für mich, das alles in Worte zu fassen. Dementsprechend: Falls Fragen bestehen, nur zu. Schon mal danke im voraus für die Hilfe.

    Bis bald

    Miles

  2. #2
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 94

    AW: Depression oder ADS? Ich weiß nicht mehr, was ich denken soll...

    Hallo ThreeMiles,

    ich finde es toll, wie du deinen Text geschrieben hast (Lesbarkeit + Absätze), liest sich schön runter. Wollte ich nur mal so anmerken.

    Deine Geschichte kommt mir sehr bekannt vor, kenne vieles von mir selbst. Auch ich bin erstmal nie aufgefallen, weil ich einfach so meine guten Noten hatte in der Grundschule. Dann kam der Punkt, wo man hätte lernen müssen in der nächsten Schule => keine Lust. Dann kam der Punkt, an dem ich lernen wollte => keine Chance, es klappte einfach nicht.

    Dieses stundenlang vor dem offenen Heft sitzen und es einfach nicht gebacken bekommen mal nur ein paar Minuten konzentriert zu arbeiten, oh wie ich das kenne...

    Irgendwann zweifelt man dann ernsthaft an sich selbst. Ist man nicht einfach wirklich zu faul/dumm/whatever, wie es einem Andere immer vorwerfen?
    Hierzu muss ich allerdings sagen: Definitiv nicht! Es gibt durchaus Umstände, die dazu führen, dass man bei einer Tätigkeit, die andere mit Links erledigen erhebliche Schwierigkeiten hat, für die man absolut nichts kann.

    Ich würde dir empfehlen, dich mal noch im Forum umzuschauen und dir auch die Geschichten der anderen User anzuschauen.
    Mich persönlich hat das vor allem als ich gerade erst angefangen habe mich mit AD(H)S zu beschäftigen ziemlich beeindruckt. Wie viele Parallelen da zu erkennen sind.

    Natürlich kann man hier jetzt keine Diagnose stellen, aber dafür gehst du ja eh zu einem Fachmann. Find ich gut. Aber schau drauf, dass es auch wirklich ein ADHS-Fachmann ist. Nicht jeder Psychiater / Psychologe ist in dem Thema fit(ohne jetzt jemanden schlecht reden zu wollen).

    Nach meiner persönlichen Einschätzung und Erfahrung hören sich deine Schilderungen schon sehr ADS-mäßig an. Gibt aber auch noch andere 'Störungen', die ähnliche Symptome mitbringen(z. B. Asperger-Autismus, Borderline, ...) und die Abgrenzung untereinander ist gar nicht so einfach. Vielleicht interessiert es dich, da auch mal einen Blick drauf zu werfen.

    Depressionen sind fast immer nur die Spitze des Eisbergs. Wenn man nicht mehr kann, weil man ständig aneckt usw. Glaube die allermeisten hier haben auch Erfahrung mit Depressionen(mich eingeschlossen).

    Ich drück dir auf jeden Fall die Daumen für deinen Termin, dass du bald Gewissheit hast.

    PS: Wenn du dich für ADS-gerechte Arbeitsmethoden interessierst, haben wir hier mal einen Thread gestartet mit persönlichen Erfahrungen dazu:
    https://adhs-chaoten.net/ads-adhs-st...-arbeiten.html

    Liebe Grüße,
    BlackShark

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 25

    AW: Depression oder ADS? Ich weiß nicht mehr, was ich denken soll...

    Hallo BlackShark,

    danke für deine Antwort!

    Immer wieder erleichternd, dass man nicht der Einzige ist, dem es so geht. Habe auch im Bekanntenkreis einige Leute mit ähnlichen Problemen und es hilt doch irgendwie immer wieder, wenn man jemanden hat, mit dem man sich austauschen kann. Auch meine Eltern unterstützen mich sehr. Wer weiß, wie viel schlechter es mir mit diesen Bezugspersonen gehen würde.

    Den Selbstzweifel kenne ich leider auch zu gut. Wenn man immer wieder mit Versagen konfrontiert ist, nagt das mit der Zeit schon arg am Selbstbewusstsein und irgendwann hält man sich dann selber für dumm, nachdem man es so oft (indirekt) hören und erleben musste. Eine sehr positive Einstellung von dir, werde ich mir in Zukunft auf jeden Fall zu Herzen nehmen.

    Bin auch gespannt auf die Diagnose, da ich jetzt doch schon einen früheren Termin beim Facharzt nächste Woche bekommen habe. Mit Borderline habe ich mich auch schon befasst, da ich einen guten Freund habe, der seit vielen Jahren daran leidet. Wir ähneln uns tatsächlich in einigen Punkten, als Laie würde ich aber in meinem Fall doch eher auf ADS tippen. Ich bin auf jeden Fall gespannt auf nächste Woche, da ich mir endlich Gewissheit und natürlich auch Besserung erwarte.

    Bis bald

    Miles

  4. #4
    Gesperrt

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 12

    AW: Depression oder ADS? Ich weiß nicht mehr, was ich denken soll...

    Hi, vielleicht suchst du nach nem geeigneten Therapeuten der dich Beraten kann. In Köln gibt es eine Therapeutin die auch Online-Beratung macht. Die könnte dir vielleicht helfen. Ich lass dir mal die Web-Adresse und die Telefonnummer da:[ ... ] Werbung gelöscht

    LG
    Geändert von Alex (14.10.2013 um 22:07 Uhr) Grund: s. Edit

  5. #5
    N o r d f r a u

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 62
    Forum-Beiträge: 8.214

    AW: Depression oder ADS? Ich weiß nicht mehr, was ich denken soll...

    Hallo ThreeMiles,

    gut dass du dich hier im Forum angemeldet hast und dass du so rasch einen Termin beim Facharzt bekommen hast!


    Lass wieder von dir hören!

    Schön wäre es auch, wenn du unter "Vorstellung" ein bisschen was über dich schreiben würdest, dann kannst du
    freigeschaltet werden, d. h. du kannst in alle Forumsbereiche und PMs schreiben und empfangen.

    Kopf hoch!

    Liebe Grüße
    Gretchen

    - - - Aktualisiert - - -

    @Karinneumann

    Ich finde dein post völlig unpassend hier.

    Du wurdest schon mehrmals gebeten, dich vorzustellen. Wie sieht es damit aus?

    Mit freundlichen Grüßen
    Gretchen

  6. #6


    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 9.020

    AW: Depression oder ADS? Ich weiß nicht mehr, was ich denken soll...

    Karinneumann schreibt:
    Hi, vielleicht suchst du nach nem geeigneten Therapeuten der dich Beraten kann. In Köln gibt es eine Therapeutin die auch Online-Beratung macht. Die könnte dir vielleicht helfen. Ich lass dir mal die Web-Adresse und die Telefonnummer da:[ ... ] Werbung gelöscht

    LG
    Hallo Three Miles,
    Herzlich Willkommen hier im Forum.

    Die oben Zitierte macht hier in eigener Sache Werbung.
    Und die Qualifikation der Therapeutin ist mit höchster
    Wahrscheinlichkeit sehr fragwürdig.
    Am Besten nicht darauf reagieren.
    Geändert von Alex (14.10.2013 um 22:07 Uhr) Grund: s. Edit

  7. #7
    Spasslernen

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 60
    Forum-Beiträge: 1.331

    AW: Depression oder ADS? Ich weiß nicht mehr, was ich denken soll...

    Locker bleiben und "Spaß" entwickeln, wenn ich AD(H)S-like immer wieder schusselig irgentetwas verlege, vergesse mitzunehmen und ähnlichen Spaß und andererseits im

    Umfeld wahrnehme, beim Rest klappt dies besser, dann kann ich natürlich auch Zeit nah in eine depressive Stimmung geraten oder Erwartungsansprüche verbal aus dem Umfeld

    und steigernd noch dazu, irgendetwas müßte ich doch selber wissen, ich wäre doch alt genug, das schafft Spaß und gute Laune ohne Ende

  8. #8
    Lysander

    Gast

    AW: Depression oder ADS? Ich weiß nicht mehr, was ich denken soll...

    Karinneumann schreibt:
    Hi, vielleicht suchst du nach nem geeigneten Therapeuten der dich Beraten kann. In Köln gibt es eine Therapeutin die auch Online-Beratung macht. Die könnte dir vielleicht helfen. Ich lass dir mal die Web-Adresse und die Telefonnummer da:[ ... ] Werbung gelöscht

    LG
    Die Praxis gibt es erst seit dem 10.4.2013. Wie kann sie da "renommiert" sein?!!! Coach ist eine Ex-Schlagersängerin (44), die vor kurzem ihren Bachelor in Psychologie gemacht hat.
    Ich finde diese Werbung ziemlich seltsam, Frau Karin Neumann. Im Andersweltforum gibt es eine ähnliche Werbe-Userin, ebenfalls mit einem Allerweltsnamen, die ganz ähnlich textet wie Du. In einem Presseportal, das für Jedermann offen ist, habe ich die Eigenwerbung dieser Ach-so-tollen-Praxis gefunden. Der Text hat ebenfalls große Ähnlichkeiten mit Deinem Werbetext, KarinNeunmannoderwieauchimmern ichtvorgestellt!
    Selbst in einem Schweizer Depri-Forum finde ich diesen Werbetext, ebenfalls wieder mit einem Allerweltsnamen als Nick!!!!!! (Karin Neumann, Monika Kraus, Brigitte Wolf...).
    Die Werbung von Bones and Brain in diversen Foren im Vergleich:


    Die Eröffnung erst dieses Jahr:
    [ ... ] Werbung gelöscht

    Die Werbekampagne in verschiedenen Foren:

    [ ... ] Werbung gelöscht

    und der ähnliche Pressetext des Unternehmens selbst:

    [ ... ] Werbung gelöscht


    Auffällig ist der inflationäre Gebrauch des Wortes "renommiert" und die ähnlich lapidar-langweiligen Nicks der werbenden Userinnen in den einzelnen Foren.

    (Links zur Werbung ebenfalls gelöscht)
    Geändert von Alex (14.10.2013 um 22:10 Uhr) Grund: s. Edit

  9. #9
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.394

    AW: Depression oder ADS? Ich weiß nicht mehr, was ich denken soll...

    Ich hab gerade mal die Website aufgemacht ich bin mir nicht sicher, ob die Dame einen Bachelor (B.A.) in Psychologie hat, ich habe etwas gelesen von Heilpraktikerin in Psychotherapie...

    Seriöse Therapeuten sehen anders aus und machen keine Schleichwerbung für ihre Praxis, und vor allem gibt es sie unter den kassenärztlich zugelassenen - auch für ADS/ADHS - ich kann auch nur zur Vorsicht raten...

    Fragt Eure Psychiater oder wendet Euch an die örtliche Psychotherapeutenkammer, nur diese Leute sind für therapeutische Arbeit qualifiziert durch die entsprechende Ausbildung und unterstehen auch der Kontrolle durch Supervision etc.!

    Es mag psychologische Beratung manchmal reichen für Lebensfragen etc., aber für Depression / ADHS braucht es absolute Fachleute und eine maßgeschneiderte Therapie - und die erfordert Fachkenntnisse, die auch unter qualifizierten Therapeuten nicht immer ganz leicht zu finden sind.
    Geändert von Wühlmaus (14.10.2013 um 20:20 Uhr) Grund: vertippt

  10. #10
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 25

    AW: Depression oder ADS? Ich weiß nicht mehr, was ich denken soll...

    Kleines Update von meiner Seite: War inzwischen beim Psychiater, die Diagnose lautet ADHS unaufmerksamer Typ. Und das passt auch irgendwie zu mir wie die Faust aufs Auge. ;D
    Als weitere Behandlung sieht der Arzt Medikamente und regelmäßige Gesprächstermine mit einem Therapeuten vor. Mittlerweile nehme ich auch keine (klassischen) Antidepressiva mehr ein, da mir weder Citalopram (bzw. Cipralex), noch Venlafaxin geholfen haben.

    Der Psychiater hat mir nun jedoch Elontril 150 mg verschrieben und ich weiß im Moment noch nicht so recht, was ich davon halten soll. Ich habe langsam wirklich keine Kraft mehr, ein Antidepressiva nach dem anderen auszuprobieren, nur um dann wieder enttäuscht zu werden, auch wenn Elontril in diesem Fall ja kein klassisches AD ist. Bin eigentlich davon ausgegangen, MPH verschrieben zu bekommen, da es ja bestimmt auch nicht ohne Grund das Mittel der ersten Wahl ist. Im Internet habe ich jetzt ein bisschen recherchiert, manchen scheint Elontril super zu helfen, anderen wiederum überhaupt nicht.

    Ich vermute allerdings auch, dass der Arzt für das Elontril entschieden hat, weil ich ihm erzählt habe, dass ich kiffe. Er hat mir allerdings stark davon abgeraten, also habe ich seit dem erstem Termin bei ihm nichts mehr geraucht. Er hat mich allerdings beim dritten Termin (nach dem ADHS-Test) eben nochmal darauf angesprochen und mich zwar dafür gelobt, dass ich es sein lasse, mir dann aber eben Elontril verschrieben. Auf die Frage, warum er mir kein MPH verschreibt, meinte er, dass mein Körper dazu erst frei von Cannabis-Abbauprodukten sein müsse, was ein paar Monate dauern würde. Muss man etwa einen Drogentest machen, bevor man MPH verschrieben bekommt? Ich kann mir nämlich kaum vorstellen, dass da nach ein paar Monaten noch Wechselwirkungen auftreten können. Habe halt jetzt das Gefühl, dass ich mir durch meine Ehrlichkeit gegenüber dem Arzt einiges selbt verbaut habe. Im Moment hoffe ich nur, dass das Elontril mir vielleicht doch ganz gut hilft. Kann dazu leider noch nichts sagen, da ich es erst seit drei Tagen einnehme.

    Wie auch immer, ich freie mich auf ein paar neutrale Meinungen zu meiner Situation. Vielen Dank schon mal im voraus!

    Bis bald

    Miles

Seite 1 von 4 1234 Letzte

Ähnliche Themen

  1. Diagnose, soll ich oder soll ich nicht?
    Von Sweet Y. im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
    Antworten: 5
    Letzter Beitrag: 5.01.2012, 12:31

Stichworte

Thema: Depression oder ADS? Ich weiß nicht mehr, was ich denken soll... im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
©2017 ADHS bei Erwachsenen Forum