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Diskutiere im Thema Ein spannender Tag mit dem ersten Teil der Diagnostik im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Alter: 34
    Forum-Beiträge: 9

    Daumen hoch Ein spannender Tag mit dem ersten Teil der Diagnostik

    Hallo liebe Chaoten,

    heute war es endlich soweit, ich hatte meinen ersten Termin beim Spezialisten für ADHS.
    Zuvor haben meine Eltern, mein Mann und ich diverse Fragebögen ausgefüllt.
    Außerdem habe ich noch mehrere Seiten über meine Schwierigkeiten geschrieben.

    Heute wurde ein umfassendes Anamnesegespräch geführt und der Psychiater konnte anhand
    meiner Gedanken-Purzelbäume, meiner Zeugnisse, der Fragebögen und meiner Schilderungen
    sagen, dass ich mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit eine ADS habe.
    Er hat neben VT vorgeschlagen, dass ich im Ende Oktober, Anfang November mit
    der Einnahme von Methylphenidad beginne.

    Vorher haben wir noch einige Gesprächstermine. In der Zwischenzeit muss ich nochmal Blut abnehmen lassen,
    ein EKG machen lassen usw.

    Ich bin gespannt, was noch rauskommt.

    Auf jeden Fall fühlte ich mich extrem gut aufgehoben und endlich, endlich mal verstanden!

    Wie ging es euch mit und nach der Diagnostik?

    Liebe Grüße,
    daydream

  2. #2
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 2.275

    AW: Ein spannender Tag mit dem ersten Teil der Diagnostik

    Hey,

    Schön, dass du so Positives berichten kannst!

    Die Termine zur Diagnosestellung haben mich eher genervt, es waren 4 oder 5 und ich war danach meist fix und fertig.
    Ich HASSE vor allem das Ausfüllen der Fragebögen.
    Verstanden gefühlt habe ich mich damals noch nicht so richtig; derjenige, der mich da testete, hat das mit so wenig Empathie wie möglich und extrem neutral getan.

    Nach der Diagnose habe ich extrem nervös auf das Ergebnis gewartet. Es war ein Bad gemischter Gefühle.
    Aber schliesslich war es scheinbar recht eindeutig und ich war erstmal froh, es schwarz auf weiss zu haben. Mir fiel ein Stein vom Herzen, endlich gewisse Dinge in meinem Leben benennen zu können.

    Ansonsten bin ich selber immer noch "auf dem Weg".
    Mitd er Diagnose ist es eben längst nicht abgeschlossen. Im Gegenteil, der Umgang damit kann jetzt erst richtig beginnen. Das musste ich zuerst auch wahrhaben lernen.

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Alter: 34
    Forum-Beiträge: 9

    AW: Ein spannender Tag mit dem ersten Teil der Diagnostik

    Hey jetzaber,

    das Ausfüllen der Fragebögen hat mich auch etwas genervt. Aber andererseits dachte ich:
    diese Bögen sind wie auf mein Leben und meine Schusseligkeit zugeschnitten - wirklich verrückt.

    Tut mir leid, dass du nicht so gute Erfahrungen gemacht hast und jemanden mit mangelnder Empathie gefunden hast.
    Es ist schon nicht immer so leicht über die tiefsten Abgründe der Seele zu sprechen und wenn man dabei auch noch das
    Gefühl hat, dass da jemand ohne Mitgefühl, bzw. mit gespielte(?) Neutralität sitzt, ist das nicht angenehm.

    Es ist eine Erleichterung, wenn man bestimmte Dinge benennen kann und versteht, warum man für z. B. ganz anders als
    Außenstehende auf bestimmte Dinge reagiert. Das beruhigt mich.

    Ich bin mir sicher, dass ich jetzt auf dem richtigen Weg bin.

    Bist du denn derzeit noch in Therapie und hast du nun jemanden, bei dem du besser aufgehoben bist?

    Liebe Grüße,
    daydream

  4. #4
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 2.275

    AW: Ein spannender Tag mit dem ersten Teil der Diagnostik

    daydream2511 schreibt:
    Hey jetzaber,



    Tut mir leid, dass du nicht so gute Erfahrungen gemacht hast und jemanden mit mangelnder Empathie gefunden hast.
    Es ist schon nicht immer so leicht über die tiefsten Abgründe der Seele zu sprechen und wenn man dabei auch noch das
    Gefühl hat, dass da jemand ohne Mitgefühl, bzw. mit gespielte(?) Neutralität sitzt, ist das nicht angenehm.
    Bei meiner Testung ging es auch nicht wirklich um die tiefsten Abgründe der Seele...
    Aber ehrlich gesagt weiss ich es gar nicht mehr so genau. Jedenfalls hat es mich genervt, dass ich seinen starren Gesichtsausdruck nicht deuten konnte... Das ist, als ob man gegen eine Wand redet und-. nur rätseln kann, was dort angekommen sein mag...

    Zur Zeit meiner Diagnosestellung habe ich alle meine Probleme vorr allen versteckt, v.a. vor meinen KommilittonInnen/"Freunden" und meiner Familie. Oder ich hab es zumindest versucht.
    Es war kurz vor meinem "Zusammenbruch" - vor dem konnte mich die Diagnose auch nicht mehr retten.
    Dadurch, dass ich alle angelogen habe, "musste" ich auch die Diagnose geheim halten. Ich war ständig "auf zack" aus Angst, jmd könnte dahinter kommen. Die Bögen der Fremdbefragung habe ich einem Kollegen gegeben, der mich noch gar nicht lange kannte.

    Naja, jetzt sieht es ja anders aus.

    Ich gehe jede Woche zum Psychotherapeuten (jetzt ist er zwar gerade in den Ferien). Und übermorgen werde ich evt in eine ADHS-Selbsthilfegruppe gehen; habe eine wenige hundert Meter von meiner Wohnung entfernt gefunden

  5. #5
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Alter: 34
    Forum-Beiträge: 9

    AW: Ein spannender Tag mit dem ersten Teil der Diagnostik

    Aus deinen Zeilen lässt sich entnehmen, dass du Einiges durchgemacht hast! Die Sache mit dem Probleme verstecken kommt mir bekannt vor!
    Das habe ich die letzten Monate getan. Ich musste aus gesundheitlichen Gründen meinen Beruf als Physio aufgeben und mache nun eine
    neue Ausbildung zur Logopädin. Bisher halte ich meine Probleme so gut es geht geheim. Aber ganz blöd sind die auch nicht, so dass ihnen
    bestimmt schon aufgefallen ist, dass ich bei Arbeitsanweisungen oder längeren Texten häufiger nachfragen muss, weil ich nicht alles mitkriege.

    Wenn es auf Dauer so weitergehen würde, wie ich mich fühle, dann wäre wohl ein Burn-Out nicht mehr weit entfernt. Aus diesem Grunde habe
    ich mich entschlossen zu handeln.

    Schön, dass es bei dir jetzt anders aussieht! Eine ADHS-Selbsthilfegruppe direkt um die Ecke zu haben ist perfekt! Ich würde sagen, dass sich
    deine Wohnung in Toplage befindet!

    Liebe Grüße
    daydream

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