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Diskutiere im Thema Diagnosestellung im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 100

    Ausrufezeichen Diagnosestellung

    Hallo zusammen,

    jetzt war ich letzte Wo. bei dem Vorstellungsgespräch in der Spezialklinik in Tübingen. Verlief ganz gut. Der Psychologe hat sich mit mir unterhalten und Notizen gemacht. Dann habe ich noch ein paar Bögen ausfüllen müssen (Selbsteinschätzung, Medienkonsum - hauptsäch. Computer, die letzten drei Tage,..)!
    Zum Schluß (nach einer dreiviertel Std.) meinte der Psychologe, bevor er jetzt irgendwas dazu sagt, was er denkt, soll ich einen Termin zur Aufmerksamkeitstestung machen!

    Ruf ich bei der Frau an, die die Termine vergibt und diese Testung vornimmt; frühester Termin ist Anf./Mitte Nov.!
    Die Frau war sehr nett und hielt Smaltalk mit mir. Unter anderem erwähnte Sie, daß ein richtiger Andrang hier, für diese Spezialklinik, herrscht. Im Umkreis von 40 Kilometer sind sie die einzigsten, die auf AD(H)S spezialisiert sind. Sie machen es noch umsonst. Aber auf Grund des Andrangs und der beschränkten Mittel, die sie zur Verfügung haben, wird es wahrscheinl. darauf hinauslaufen, daß auch sie Geld verlangen werden. Aber das steht noch offen.
    Vor längerer Zeit hatten Sie auch noch ein Schlaflabor, dass sie zur Diagnostik miteinbezogen haben! Doch der Arzt, der sich darin auskannte, ging in Rente und es kam keiner nach, der sich darin auskennt! Sie (die Frau, die die Test´s macht) bedaure dies sehr, daß das eingestellt werden mußte.
    Auch könne ich froh sein, daß ich nur eine Wartezeit von 2 Mon. habe! Anderswo muß man nicht nur zahlen, sondern hat wohl auch Wartezeiten von bis zu einem halben Jahr!
    Wenn der Andrang auf die Spezialklinik zunimmt, werden sehr wahrscheinl. auch dort die Wartezeiten sehr lang.
    Die Frau hat mir außerdem mitgeteilt, daß Sie sogar mal einen Mann aus Köln bei sich zur Testung hatte! Weil wohl im näheren Umkreis niemand auf AD(H)S spezialisiert sei. Darauf hin nahm der Mann aus Köln die lange Fahrt auf sich!

    Nach der Testung muß ich eine Wo. wartn, bis der Test ausgewärtet ist. Dann habe ich ein erneutes Gespräch mit dem Psychologen!

    Bin seit der Verdachtsdiagnose total hin- und hergerissen.
    Einerseits sag ich mir, ich hab was anderes, als ADS! Dann wieder kommen Momente auf, wo ich denke, ist es doch ADS?
    Nicht, daß es mir vor der Verdachtsdiagn. anderes erging. Aber seither bemerke ich mehr denn je, daß ich Termine vergesse, Sachen verlege und dann ins grübeln komme, wo ich sie/es hingelegt habe, daß ich Dinge vergesse (z.b. auf Arbeit mehrmals den selben Weg laufen, weil ich was vergessen/liegen hab lassen) oder auch Dinge vergesse und von einem auf den anderen Moment nicht mehr weis, was ich eben noch/als nächstes tun wollte (hänge z.b. Wäsche auf und denk mir noch, nimmst gleich den Staubsauger mit zum saugen. Hänge die letzten zwe bis drei Wäschestck. auf, geh aus dem Raum und gleich darauf fällt mir ein, daß ich was machen wollte, weis aber nicht mehr, was)!

    Wenn das Kind einen Namen hat, erlebt man vieles anders, intensiver. Und nicht nur bei V.a. auf AD(H)S! Auch in vielen anderen Bereichen ist das so!

    Wie ergeht es euch seitdem? Wie erlebt ihr die Dinge jetzt, im Gegensatz zu vor der Diagnosestellung?

    MfG, NaMa

  2. #2
    N o r d f r a u

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 62
    Forum-Beiträge: 8.212

    AW: Diagnosestellung

    Hallo NaMa,

    na jetzt ist der Dampfer mal in Gang gesetzt.

    Ich bin so schleichend zu meiner Diagnose gekommen.
    Als ich zum ersten Mal von ADHS hörte (hieß damals noch anders), war ich in
    etwa deinem Alter. Zuerst waren meine Kinder dran, das aldulte ADHS war ja noch
    gar nicht geboren. In der Zeit habe ich öfter mit Menschen gesprochen, die damals
    Pioneere waren, und es dämmerte in mir, dass meine Kinder die ADHS nicht von
    der Papa-Seite geerbt haben. Ich begann schon mein Leben umzustellen, also
    nicht medikamentöse Hilfestellungen zu verwenden. Aber irgendwann, zehn Jahre
    später, war meine Kraft mal aufgebraucht und ich ließ mir die Diagnose "verpassen",
    was damals ziemlich schnell ging, da die Leitlinien noch in weiter Ferne waren.

    Du musst jetzt wieder warten, was hält dich davon ab, dich über ADHS zu informieren?

    Du, dieses Forum ist toll, stell deine Fragen, mach mit im Small talk. Da gibt's einige
    Seiten, die sehr zur "Seelenhygiene" (blödes Wort, aber ich denke so sagt man,
    zumindest früher) beitragen. Aber es ist schwierig, unter den über 400.00 Beiträgen
    gerade das passende zu finden. Deshalb bin ich immer noch für Bücherlesen.
    Schau dir mal den Bereich an, vielleicht ist da was, was dich anmacht.

    LG Gretchen

  3. #3
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 214

    AW: Diagnosestellung

    Ich habe nur im Februar Fragebögen zuschicken lassen. Das Erstgespräch war um Mai, die Testung und ein weiteres Gespräch im August. Morgen habe ich einen weiteren Termin, Nachbesprechung und ggf weiteres Vorgehen besprechen.

    Bei dir geht's doch richtig fix.


    Gruß
    Mary *via Smartphone*

  4. #4
    N o r d f r a u

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 62
    Forum-Beiträge: 8.212

    AW: Diagnosestellung

    Liebe Mary,

    das waren noch andere Zeiten. Ich hatte aber bei einem Psychologen, der einen ADHS-Test entwickeln wollte,
    quasi als Versuchskaninchen mitgemacht. Das Ergebnis habe ich dann dem Neurolgen gegeben.
    Von selbst hätte der sich gar nicht mit ADHS befasst. Das war wiederum einer Kinderärztin zu verdanken, die
    für erwachsene Patienten eine Anschlussbehandlung suchte. Also, war alles ein bisschen wilder Westen,
    und hätte es nicht so viele engagierte Kinderärzte in Deutschland gegeben, hätten wir noch länger
    warten müssen.

    Ich wünsch dir alles Gute für morgen.

    LG Gretchen

  5. #5
    tam


    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 151

    AW: Diagnosestellung

    NaMa schreibt:
    Wie ergeht es euch seitdem? Wie erlebt ihr die Dinge jetzt, im Gegensatz zu vor der Diagnosestellung?
    Endlich eine mögliche Erklärung auf, zum Teil gegensätzliche, mir das Leben schwer machende Eigenschaften zu haben, finde ich extrem erleichternd.

    Ich mache mich selber seitdem nicht mehr so fertig, wenn etwas schiefläuft. Meine Vergesslichkeit fällt mir zwar nicht mehr auf als vorher, aber anstatt mich einfach darüber zu ärgern halte ich vermehrt Inne, bevor ich den nächsten Schritt mache, in dem Wissen, dass mir bestimmt wieder was entfallen ist, und versuche mich doch noch daran zu erinnern. Klappt nicht immer, aber ich gehe entspannter mit mir selber um. Das war auch ein wichtiger Ratschlag meiner Psychologin, die meinte, das Verhaltensänderungen oft daran scheitern, weil man so hart mit sich selber ins Gericht geht.

    Und die Chance, zumindest teilweise eine Erleichterung durch Medikamente zu erhalten ist ein echter Lichtblick.

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