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Diskutiere im Thema Seit Jahren in Behandlung und nun ADS - Mein Werdegang und eure Meinung im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
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  1. #11
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: Seit Jahren in Behandlung und nun ADS - Mein Werdegang und eure Meinung

    sehr diplomatisch ausgedrückt.....

    Aber ich sehe es genauso, nicht das (vermeintliche) Wissen bestimmt über den Erfolg der Behandlung/ es poliert höchstens für 30 min das Ego auf, sondern die neu gewonnene Selbstwahrnehmung, die Akzeptanz und Aufarbeitung dessen, und ein (sau)guter Arzt.

  2. #12
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 2.632

    Beitrag AW: Seit Jahren in Behandlung und nun ADS - Mein Werdegang und eure Meinung

    web4health schreibt:
    Ich bin ja ein grosser Befürworter der Medikation. Nicht umsonst werde ich bei der ********-Fraktion als "Pillendoktor" beschimpft. Es geht mir also überhaupt nicht darum, Medikation bei ADHS in Abrede zu stellen. Sondern eben darzustellen, dass die Medikation eben auch typisch wirken muss.

    Leider führt die mangelnde Betreuung durch Ärzte dazu, dass viele Erwachsene ADHSler eben selber experimentieren (müssen). Was man dann zu lesen bzw. hören bekommt, sind quasi Pharmakologie-Vorlesungen über verschiedenste Wirkstoffe, Pharmakokinetik, Verstoffwechselung etc.
    Alles schön und gut, aber sie lassen ausser acht, dass ADHS eben fast nie allein kommt. Und eben die lebenslangen Folgen der frühen Irritationsmomente bzw. Traumata / Bindungsprobleme und komorbiden Wahrnehmungs- und Teilleistungsstörungen eben unter Medikation klarer werden. Aber damit auch stärker.
    Ähm, hüstel, Dein Post enthält einen logischen Widerspruch.

    Entweder ADHS kommt als isoliertes Phänomen vor, dann kann eine Medikation auch "typisch" wirken. Oder es trifft zu, "dass ADHS eben fast nie allein vorkommt." Dann lässt es sich auch nicht spezifisch behandeln, da die Komorbiditäten unspezifisch von der Medikation beeinflusst werden.

    Bei mir wirkte Mph bspw. unabhängig von der Dosis zunächst depressionsverstärkend, Amphetamin depressionslösend und angstverstärkend, während AD oder sonstige Kombinations-Mittelchen die Depression verstärkten oder günstigefalls nichts bewirkten.

    Im Laufe der Zeit blieb die Depression einigermaßen ressistent, die Angststörung bildete sich aber sehr stark zurück. Und zwar einzig und allein durch Amphetamin, also jene Substanz, die zunächst prinzipiell angstverstärkend wirkte.

    Die Wirkung der Medikation sowie deren Dosierung unterliegt also im wesentlichen der Reaktion der Komorbiditäten auf diese Medikation, wobei im Laufe der Zeit die Medikation wiederum eine Auswirkung auf die Komorbiditäten hat, die ihren Status ändern (was prinzipiell auch erwünscht ist) und somit auch wieder eine jeweils andere Reaktion unter der gleichen Dosierung oder Stimulanzienart auslösen.

    Du siehst also, dass Deine Dosierungsangaben nicht zweckdienlich sind, nicht weil sie prinzipiell falsch wären, sondern weil sie prinzipiell starr sind. Dosisfindung heisst aber nicht, eine bestimmte Dosis fressen, die der Arzt einmal in seinem unermesslich weisen Ratschluss festgelegt hat, bis man in die Grube fällt, sondern Dosisfindung heisst in der Praxis leider ständige Dosisanpassung, entsprechend des sich stetig ändernden Symptombildes (von dem ADHS nur ein Teil ist).

    Du kannst diesen Vorgang gerne auch weiterhin als "Experimentieren" diffamieren, in der Praxis führt dennoch kein Weg an einer flexiblen Dosierung vorbei.

    Voraussetzung sind ein Arzt, der einigermaßen durchblickt und eine funktionierende Rückmeldungskette.

  3. #13
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 2.632

    AW: Seit Jahren in Behandlung und nun ADS - Mein Werdegang und eure Meinung

    @ Sodasofa

    Es ist unbedingt darauf zu achten, dass zwischen der Einnahme von zwei Dosen Medikinet adult 6, Minimum aber 5 Stunden liegen.

    Wie Du die Wirkung wahrnimmst, ist dabei unerheblich, technisch gesehen ist es so, dass das Medikament gar nicht unter 5 bis 6 Stunden wirken KANN, da es sich nicht schneller auflöst.

    Die von Dir beschriebene Einnahmepraxis führt also durch eine Aufschaukelung der im Blut herumschwirrenden Mph-Menge so gut wie zwangsläufig zu einer Überdosierung mit den von Dir beschriebenen typischen Symptomen:

    - Massive Tagesmüdigkeit
    - Interessenlosigkeit
    - Sozialer Rückzug
    - Antriebslosigkeit
    - Allgemeines Angstgefühl ohne konkreten Trigger
    - Vermeidung von Alltagsaufgaben
    usw.

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