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Diskutiere im Thema Zweite Diagnostik - ja oder nein? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #21
    NorthLight

    Gast

    AW: Zweite Diagnostik - ja oder nein?

    Danke für deinen aufbauenden Beitrag!

    Eine gute Begründung für genau diese Symptome konnte mir tatsächlich noch niemand liefern. Im Gegenteil, mir wurde dann indirekt gesagt, ich solle doch nicht so zwanghaft darauf beharren für alles einen Grund wissen zu müssen und stattdessen die Dinge akzeptieren wie sie sind. Mich als gesund betrachten und glücklich schätzen, dass ich so viel geschafft habe. Und wenn man mir einen Grund nennen konnte, dann hatte er mit meiner Kindheit zutun - sprich, auch wieder Borderline in irgendeiner Form. Ist sicher nicht falsch, aber eben auch nicht alles.
    Rational betrachtet haben meine Eltern sicher viele Fehler gemacht, aber dann auch wieder nicht SO viele, dass es meine ganzen Probleme erklären könnte.

    Jetzt hatte ich diese Woche 5 Veranstaltungen in der Uni und hab mich gestern gefühlt, als hätte ich jeden Tag acht Stunden durchgearbeitet. So geht das echt nicht weiter.

  2. #22
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 99

    AW: Zweite Diagnostik - ja oder nein?

    Gern geschehen.

    Oh man, ich kann Dich so gut verstehen. Ich studiere auch noch und bin Null belastbar. Wenn ich an der Uni war, schlafe ich die Nacht danach schlecht und brauche für 2 Stunden Vorlesung ca. 6 Stunden Erholung. Das führe ich auf die Frage der Reizverarbeitung zurück. Ich denke, dass ich Wesentliche Informationen nicht so gut von Unwesentlichen trennen kann (ADHS-Problem) und dass ich dadurch meine geistigen Kapazitäten mit so viele unwichtige Nebenschauplätzen zuballere, dass ich am Ende völlig erschöpft bin, teilweise sogar depri.

    Also die Aussage Deiner Therapeuten finde ich zweifelhaft, wenn er/sie es so gesagt hat, sogar bedenklich: Natürlich musst Du den Grund für Deine Symptome wissen, verdammt nochmal nach welchem Konzept therapiert man Dich denn, wenn man nicht mal weiß, was Du hast? Dann muss man eben solange Suchen, bis man weiß, was los ist. Das hat nichts mit zwanghaft zu tun, sondern damit, der Realität näher zu kommen und falsche Diagnosen und Therapieansätze möglicherweise in Frage zu stellen.

    Mich als gesund betrachten und glücklich schätzen, dass ich so viel geschafft habe. Und wenn man mir einen Grund nennen konnte, dann hatte er mit meiner Kindheit zutun - sprich, auch wieder Borderline in irgendeiner Form.
    Wenn Du unglücklich bist und Dich nicht gesund fühlst und die Symptome hast, die Du in Deinem ersten Beitrag aufgeschrieben hast, dann stimmt etwas nicht. Aber man kann nicht gesund sein und gleichzeitig Borderline haben?!

    Ich weiß nicht, was Du hast, aber ich weiß, dass man sich nicht mit Halbwissen oder gar mangelhaften Antworten bezüglich der eigenen Diagnose zufrieden geben sollte. Es geht hier um Deine psychische Gesundheit und auch um Deine Existenz (Studienabschluss).


    So geht das echt nicht weiter.
    Ich verweise noch einmal auf meinen zweiten Beitrag: Lasse ich von Profis auf ADHS testen, wenn Du es wirklich wissen willst. Handele, wenn es Dir wirklich darum geht, die Wahrheit zu erfahren, oder jedenfalls die Chancen dahingehend zu erhöhen, dass eine zutreffendere Diagnose gestellt wird.

    Dies wäre und war jedenfalls mein Weg.

    Ich drücke Dir jedenfalls ganz feste die Daumen und schicke Dir viel Kraft!

    LG Nora
    Geändert von Nora12 (20.10.2013 um 14:40 Uhr)

  3. #23
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: Zweite Diagnostik - ja oder nein?

    Nora12 schreibt:
    [ ... ] Absatz gelöscht (Aufforderung zur Manipulation einer Diagnostik)





    Genau das macht es vielen wirklich betroffenen immer schwerer ernst genommen zu werden....... auch bei den Ärzten!
    Wer ADHS hat, hat es auch (nachweisbar) seit der Kindheit, auch mit Hochbegabung, als Frau und vom unaufmerksamen Subtyp, denn da gibt es auch trotz Angepasstheit und sehr guter Noten typische Begleiterscheinungen, die im Zeugnis auftauchen. Ich bin so ein Fall.

    Manchmal muss man es auch einfach akzeptieren, wenn einen eine Spezialambulanz "negativ" getestet hat.

    Solche Tips hier öffentlich geben ist...... PFUI!

  4. #24
    NorthLight

    Gast

    AW: Zweite Diagnostik - ja oder nein?

    creatrice: Da was zu modifizieren käme für mich ohnehin nie in Frage, keine Sorge
    Darf ich fragen, was denn genau du mit typischen Begleiterscheinungen, die im Zeugnis auftauchen, meinst? Das würde mich interessieren.

    Nora12:
    Naja doch, im Prinzip kann man Borderline haben und dennoch als "gesund" gelten. Man kann die Symptome heilen und unter Kontrolle bringen, aber mit dem "Schaden" musst du eine Weile lang leben, du gehst nur anders damit um. Ab einem gewissen Punkt gilt man eben als austherapiert und damit als gesund, auch wenn man immer noch seine Krisen und schlechten Phasen hat.
    Was die Uni angeht, muss ich mich eben so stark geistig anstrengen, um dabei zu bleiben und das normale Maß an Dingen mitzubekommen, dass ich hinterher erst mal ziemlich kaputt bin. Genauso bei sozialen Kontakten, die mich so fertig machen, dass ich sie dosieren muss und Ruhephasen brauche.
    Es ist ja nicht so, dass ich nicht schätzen würde, was ich bisher so alles geschafft habe ^^ Da bin ich schon stolz drauf. Auf der anderen Seite: es muss jetzt mal Schluss sein. Ende mit Therapie, Ende mit den psychischen Problemen etc.
    Und ich denke nach allem, was ich jetzt so gehört und gelesen habe, werde ich mich nochmal um eine zweite Diagnose-Meinung kümmern und dann damit abschließen, egal wie viel Mühe das kostet. Da muss ich durch.

  5. #25
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: Zweite Diagnostik - ja oder nein?

    Eigentlich die typischen Dinge, die auch in den Diagnosekriterien für den unaufmerksamen Subtyp stehen, jeder Lehrer drückt es nur anders aus.

    Konzetrationseinbussen:
    - wirkt verträumt, nimmt nicht durchgängig am Unterrichtsgeschehen teil, mangelnde Aufmerksamkeit, sollte sich auch bei für sie/ihn uninteressanten Themen um Aufmerksamkeit bemühen, sollte sich um kontinuierliche Mitarbeit bemühen, etc.

    Motorische Auffälligkeiten:
    - Zensuren wie Sport und/oder Schrift/Schriftbild sind schlechter

    Hypos sind oft zu langsam, auch das wird oft in den Zeugnissen erwähnt. Genauso wie die oft in den ersten Jahren extreme Angepasstheit.

    Und natürlich die Ordnung. Bei mir war zwar das Elternhaus generalstabsmäßig hinterher, dies nicht öffentlich zum Problem werden zu lassen, meine Mutter hat mir z.B. die Schulmappe früh kontrolliert, Sportsachen eingepackt und Handschuhe und Schlüssel angebunden, Hausaufgaben kontrolliert etc, aber das Problem war ja, den ganzen Plunder bitte auch wieder mit nach Hause zu nehmen. Also war es dann trotzdem auffällig und wurde in den Zeugnissen erwähnt.

    Kompensation durch Intelligenz schlägt sich nur auf die Noten nieder, den Rest kann man einfach trotz Intelligenz nicht kompensieren. Auch Andere können das für einen nicht 100%ig verdecken.

    Dies zieht sich ja dann wie ein roter Faden durch Praktika- und Arbeitszeugnisse.
    Später kann man es sicher etwas mehr kompensieren, aber als Kind ist das m.E. unmöglich.
    Geändert von creatrice (20.10.2013 um 22:12 Uhr)

  6. #26
    NorthLight

    Gast

    AW: Zweite Diagnostik - ja oder nein?

    Danke für die Infos!
    Ein paar Sachen erkenne ich da wieder, zum Beispiel das schlechte Schriftbild oder die Sportnoten. Ob ich vergesslich war, weiß ich dagegen schlichtweg nicht mehr *g*. Zeugnisse habe ich leider auch kaum noch, nur den Abschlussbericht aus der vierten Klasse. Schüchternheit ist ein Merkmal, was immer mal wieder erwähnt wurde.
    In der ersten Klasse war ich sehr zappelig und unruhig, hab ständig Sachen runtergeworfen etc. Kommt halt drauf an inwiefern das bei einem siebenjährigen Kind normal ist. Meine Eltern waren damals auf jeden Fall auch hinter meiner mangelnden Ordnungsliebe in meinem Zimmer Zuhause her, eigentlich quasi meine ganze Kindheit lang und danach manchmal noch.
    Aber was mich bisschen verwirrt: wieso sollte jemand damit auffallen, wenn er sich sehr anpasst?
    Gerade dann wird man doch eigentlich übersehen, oder? Weil die Menschen denken, man habe keine Probleme.

  7. #27
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: Zweite Diagnostik - ja oder nein?

    Das mit der Angepasstheit rundet nur das Bild ab. Oft sind diese Kinder aber "auffällig unauffällig", soll heissen sie wirken auf manche sogar fast ein bisschen lethargisch oder apathisch, eher zu ruhig. Erwachsene sagen dann oft über diese Kinder, sie sind zwar lieb und angenehm, hinterlassen aber irgendwie so ein Gefühl als wenn was doch nicht ganz normal ist. Und sie haben Schwierigkeiten mit neuen Umständen (z.B. Wechsel Kita-Schule).

    Das Maß der Einschränkungen ist das entscheidende ob es normal oder pathologisch ist. Angepasstheit kann in bestimmten Situationen eben auch auffällig sein.

    Z.B. ist ein reines ADS Kind im Urlaub oft schon allein von der Ortsveränderung so überreizt, daß es nicht in Spielecken oder mit anderen Kindern anzutreffen ist. Für Aussenstehende ist es dann artig, angepasst, rennt ja nicht viel rum und ist nicht laut, aber für Familienangehörige ist es schon auffällig, das es nur bei den Eltern sitzt (das ist ja dort die einzige Konstante, die Ruhe gibt). Dies kannst du beliebig weiterführen, und irgendwann merken halt immer mehr Leute, das diese Angepasstheit auch irgendwie auffällig ist.


    Es muss eben jeder Punkt, oder eine gewisse Anzahl so auffällig/extrem sein, dass es auch schriftlich irgendwo (Schule/Arzt etc.) festgehalten wird. Das ist dann pathologisch.
    Geändert von creatrice (20.10.2013 um 22:51 Uhr)

  8. #28
    NorthLight

    Gast

    AW: Zweite Diagnostik - ja oder nein?

    Ah danke, jetzt verstehe ich, was du meinst!
    Ja das ist logisch, weil dann automatisch ein Gefühl von "da stimmt was nicht" aufkommt, wenn jemand so gar keine Probleme hat scheinbar. Oder alles so über sich ergehen lässt.
    Mich ärgert das ja heute manchmal noch, wenn niemand merkt, dass ich mit diesem oder jenem Probleme habe, aber im Grunde ist das etwas, was einem als Erwachsener eher von Nutzen ist. Sozusagen eine Maske, weil man seine Gefühle nicht in jeder Situation zeigen sollte. Eigentlich traurig, wenn man sowas als Kind schon braucht.

  9. #29
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: Zweite Diagnostik - ja oder nein?

    ALs Kind nutzt man ja eben keine Maske. Man ist so "angepasst", weil alles andere überreizt, und weil man aufgrund der kognitiven Mängel schon fast "froh" über Anweisungen ist. Das ist das einzige, was Struktur gibt.

  10. #30
    NorthLight

    Gast

    AW: Zweite Diagnostik - ja oder nein?

    Das war auch eher das was ich meinte ^^ Meine Fähigkeit mich so auszudrücken, dass es stimmt, ist manchmal nicht vorhanden. Irgendwie kommt dann was anderes raus als ich wollte. Oder es sind zu viele Sprünge drin.... äh egal
    Jedenfalls kenne ich das Gefühl, was du beschreibst, extrem gut. Meine Mutter ist die chaotische Variante meiner selbst und das macht mich wahnsinnig seit ich klein bin. Deshalb klammere ich mich bis heute an jeden Strohhalm, der Struktur verspricht, egal was. Solange man mir sagt, was ich tun soll, bin ich wenigstens beschäftigt.

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