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Diskutiere im Thema Morg. Erstgespräch: Was Beachten? Klinikberichte mitbringen? Worauf ansprechen? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #1
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 157

    Morg. Erstgespräch: Was Beachten? Klinikberichte mitbringen? Worauf ansprechen?

    [omg, plötzlich für mich viel zu viel Text oO : In Kürze suche ich Hilfen, Erfahrungen und Tipps, wie ich mich bei einem Ersttermin (zur Behandlung, weniger Diagnostik) verhalten sollte. Text gekürzt.]
    Hallo,

    Morgen habe ich ein "Erst"gespräch bei einem Psychologen in einer Klinik, UPDATE: Ich habe mich im Terminkalender verlesen - Er ist am 11.09!
    die sich mit ADS, instabile Emotionen, Burn-Out und weiteres auskennt. Sie bietet nach Flyer u.A. (teil)stationäre, amulante & tagesklinische Angebote; WGs und eine Info zur Therapeuten-Suche, die ich auch schon nutze. Es ist quasi die/eine Stelle, die ich auf Anraten vieler unbedingt suchen und konsultieren sollte und fühle mich dennoch weniger unter Druck als sonst?

    I
    ch hatte dort bereits ein Erstgespräch bei einem anderen Psychologen, der nun nicht da ist. - Ich gehe also das 2.Mal "neu" ins Gebäude.
    Im damaligen 1.Gespräch stellte dieser mir die typischen Fragen wie Name, Befinden, wie man die Klinik fand...
    Als er jedoch die Berichte las bat er mich nach immer älteren Berichten. Danach nagelte er mich auf die veralteten Fehldiagnosen fest. Was davon übrig sei, etc. Dazu Fragen, die die Akte beantwortet und über Probleme, die nicht mich betreffen.
    Am Ende war seine Einschätzung, dass ich gar nicht meinen kann davon zu profitieren und erzählte mir von den genauen Therapiehandlungen, die ich mir aber schon seit Jahren wünschte.
    Ich müsste eher auf eine "nicht-offene" Station* behandelt werden, die sie in diesen Rahmen nicht bieten können.
    Trotz meiner Widersprüche blieb es dabei und obwohl ein Arzt dazu sollte, war die Antwort im Vorfeld schon klar. Über Möglichkeiten - auch Ausprobieren - wurde gar gesprochen.
    Keine meiner Therapeuten wurde kontaktiert und wurde auf Grund meiner emotionalen Anspannung/Unstrukturiertheit im Erstgespräch gleich abgesagt.
    Es fängt scheinbar wieder an... -.-


    Wie sollte ich mich nun am besten beim 2. "Erst"gespräch verhalten?
    Sollte ich die Akten lieber zu Hause lassen oder nur das Wichtige heraus sortieren?
    Was soll ich auf die Fragen: "Warum bist du gekommen?" , "Was meinst du was du hast?" , "Was erwartest du von der Therapie?" antworten?Was sollte/könnte ich unbedingt nicht ansprechen?
    Ist es besser nach etwas Konkretes zu fragen/antworten oder sie dahin problembehaftet "hin zuführen"?
    Was tun bei Fangfragen? (Außer nie wiederkommen)
    Und kann ich mir von diesen Leuten (oder dem Psychologen) überhaupt noch etwas erwarten? Sie sind ja angeblich welche von den ADHS-Experten, zu welchen ich hin sollte und auch sonst immer empfehle.

    Das ganze lief oben eher wie bei einem Bewerbungsgespräch. -.-



    Auch wenn es scheinbar für Morgen zu knapp erscheint. Ich habe auch später Termine bei anderen Therapeuten, da ich mich diesmal im Vorfeld um alle gleichzeitig gekümmert habe.


    Für Tipps oder Kommentare wäre ich immer dankbar!
    Gruß!
    Geändert von Aleã (10.09.2013 um 16:22 Uhr)

  2. #2
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 55
    Forum-Beiträge: 25

    AW: Morg. Erstgespräch: Was Beachten? Klinikberichte mitbringen? Worauf ansprech

    Hallo Alea,
    Messe dich sich nicht an dem, was dich überfordert. Sondern sei erfolgreich mit dem, was dir leicht gelingt. Freu dich , dass du auch ohne Quälerei ein Gewinnertyp sind. Probiere dies einen Tag lang aus: keine Unwahrheiten, keine falschen Versprechungen, keine Ausflüchte oder Beschönigungen. Wenn du etwas nicht schaffst, nicht wagst, nicht willst –sag es unverblümt, gerade heraus und von vornherein. Teste die befreiende Wirkung. Du musst nicht mehr jemand sein, der du nicht bist.

  3. #3
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 39
    Forum-Beiträge: 1.209

    AW: Morg. Erstgespräch: Was Beachten? Klinikberichte mitbringen? Worauf ansprech

    Sollte ich die Akten lieber zu Hause lassen oder nur das Wichtige heraus sortieren?
    Weil ich sonst alles verlieren und vergessen würde, habe ich mir schon vor längerem nen Ordner "Gesundheit" angelegt, indem ich alles sammle. Egal zu welchem Arzt ich geh, nehm ich diesen Ordner mit, sag was ich gesammelt hab und frag was davon gebraucht wird. Dann kann sich der jeweilige Arzt alles kopieren, was er braucht.

    Was soll ich auf die Fragen: "Warum bist du gekommen?" , "Was meinst du was du hast?" , "Was erwartest du von der Therapie?" antworten?Was sollte/könnte ich unbedingt nicht ansprechen?
    Diese Fragen wirst Du u.U. noch öfters hören. Beantworten musst Du sie letztendlich selbst. Wichtig ist Ehrlichkeit. Natürlich ist es auch erlaubt bei bestimmten Fragen zu sagen, dass man das zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht besprechen möchte. Es gibt schließlich Themen die man erst bespricht, wenn ne tragfähige therapeutische Beziehung besteht.

    Ist es besser nach etwas Konkretes zu fragen/antworten oder sie dahin problembehaftet "hin zuführen"?
    Wenn man konkrete Fragen hat, sollte man sie auch konkret stellen. Klare und eindeutige Kommunikation vermeidet Mißverständnisse.

    Was tun bei Fangfragen? (Außer nie wiederkommen)
    Gib mal bitte ein Beispiel.

    Und kann ich mir von diesen Leuten (oder dem Psychologen) überhaupt noch etwas erwarten? Sie sind ja angeblich welche von den ADHS-Experten, zu welchen ich hin sollte und auch sonst immer empfehle.
    Natürlich erwartest Du Dir was, sonst würdest Du ja nicht hingehen. Erwartungen schliessen aber immer die Möglichkeit mit ein, dass sie nicht erfüllt werden. Das ist nunmal so. Ich habe das auch noch nicht richtig akzeptiert und tu mir noch immer schwer, wenns nicht so läuft wie ichs mir gewünscht hätte mit den Herrn Akademikern.

    Ich müsste eher auf eine "nicht-offene" Station* behandelt werden, die sie in diesen Rahmen nicht bieten können.
    Ist das Deine Meinung oder die der Ärzte?

  4. #4
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 28
    Forum-Beiträge: 13

    Beitrag AW: Morg. Erstgespräch: Was Beachten? Klinikberichte mitbringen? Worauf ansprech

    Morgen zusammen,

    hier kurz meine Geschichte, vllt. hilft es dir ja.
    Ich wurde zuerst gefragt, wie ich darauf komme, ich könne ADS/ADHS haben. Habe erzählt, dass meine (jetzt Ex-) Freundin es hat und sie in meinem Verhalten viele Parallelen zu ihrem sieht. Musste dann ne Menge Aufmerksamkeitstests bei einem weiteren Termin machen. (Aufmerksamkeit, Ausdauer, Intelligenz, Reaktion). Bei mir wurde dann nach 2 Wochen eine Aufmerksamkeits- und Konzentrationsstörung festgestellt, aber eine eindeutge Diagnose auf ADS lag vorerst nicht vor.

    Es wurden danach folgende Medikamente "ausprobiert":
    1. Elontril (Bupropion) :
    Morgens eingenommen, Wirkung erst abends. Lag also zauberhafterweise Abends wach im Bett. --> Auf Rat des Arztes abgesetzt.

    2. Cymbalta (Duloxetin) :
    Wach, aufgedreht, Tremor, Tachykardie, Farbverschiebung im Sichtfeld Richtung rot. (Im wahrsten Sinne des Wortes rot gesehen) --> Sofort abgesetzt!

    3. Strattera (Atomoxetin):
    Erste Dosis: Wach, konzentriert, motiviert. Nächster Tag: Aggressiv, hoher Puls, stumpes Emfpinden, gewaltsuchend. --> Sofort abgesetzt!

    4. Medikinet adult (Methylphenidat):
    Mittlerweile 30 mg 1-1-0-0 dosiert. Wach, konzentriert, motiviert, keine störenden Gedanken im Kopf, bis die Wirkung nachlässt. Einzige Nebenwirkung: Abnormale Gedanken nach Wirkungsende. (Vorstellung von theoretisch nicht-vorstellbaren Dingen wie neuen Farben oder 4-dimensionalen Objekten. Kann diese "Bilder" nicht wieder ins Gedächtnis holen, nur die Tatsache, dass dieser Gedanke da war).
    Und nein, ich bin nicht verrückt . Der Arzt fand es interessant. Fällt wohl unter "mystische Erfahrung.


    Seitdem regelmäßig den Arzt treffen zum Sprechen über mein Empfinden, wie ich im Alltag klarkomme, und ob es Probleme gibt.

    Gruß Kay
    Geändert von Amox (10.09.2013 um 19:31 Uhr)

  5. #5
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 157

    AW: Morg. Erstgespräch: Was Beachten? Klinikberichte mitbringen? Worauf ansprech

    Vielen vielen Dank fürs Feedback!


    Ich habe den Beitrag in der Eile etwas gekürzt (nachdem ich eine Kopie machte). So konnte ich natürlich leider nicht alles klar ausdrücken.

    Hallo Alea,
    Messe dich sich nicht an dem, was dich überfordert. Sondern sei erfolgreich mit dem, was dir leicht gelingt. Freu dich , dass du auch ohne Quälerei ein Gewinnertyp sind. Probiere dies einen Tag lang aus: keine Unwahrheiten, keine falschen Versprechungen, keine Ausflüchte oder Beschönigungen. Wenn du etwas nicht schaffst, nicht wagst, nicht willst –sag es unverblümt, gerade heraus und von vornherein. Teste die befreiende Wirkung.
    Ich verstehe schon, was du ausdrückst und wie du es meinst. Aber leider nicht genau in welchem Kontext.
    Soll ich dieses zu mir selbst sagen oder den Leuten in meiner Umwelt, die ich treffe?
    Wenn ich den Leuten meine volle Wahrnehmung meiner Realität aus der Wirklichkeit erzähle halten die mich für verrückt (ohne Anführungszeichen) - und das ist sogar ärztlich bestätigt und diagnostisch gewesen.
    Zu mir selber schreibe ich alles in ein "Gedankenbuch" - vor 3 Jahren gab es Ähnliches in Therapieheften: Es kommt nur eine ganze Menge zusammen und manchmal vertiefe ich mich nach den niedergeschriebenen Stress zu sehr darin. (Logischerweise schreibe ich langsamer als ich neue Gedanken und Ideen habe)

    Weil ich sonst alles verlieren und vergessen würde, habe ich mir schon vor längerem nen Ordner "Gesundheit" angelegt, indem ich alles sammle. Egal zu welchem Arzt ich geh, nehm ich diesen Ordner mit, sag was ich gesammelt hab und frag was davon gebraucht wird. Dann kann sich der jeweilige Arzt alles kopieren, was er braucht.
    Das habe ich auch schon getan (auch Zeugnisse, Fotos, etc. sind dabei). Aber wenn ein Therapeut nur dieses zu "Du hast am Anfang im 1.Tag der Einweisung - an der du laut Aktenlage psychisch-instabil emotional zusammengebrochen bist und nacher auch immer große Gefühlsschwankungen hattest - die Diagnose einer undifferenzierte/noch-unbekannte Psychose gehabt und diese wurde darauf folgend über die monatelangen Aufenthalten nur gerade 3-mal widerlegt. Wir können also gar nicht sicher sein ob wir überhaupt dir die richtige Hilfe bieten können, wenn wir doch noch gar nicht wissen, ob du in Wahrheit doch eine psychotische Störung hast, mit was sie damals oder - wie du gerade mit unsortiert emotional und gefühlter Anspannung hier sitzend behauptest - tatsächlich mit einer Borderline-Störung verwechselt wurde."-Zwecken benutzt, so wie letztens wieder in passiert ist - dies mal in voller Form, dann müsste man selbst dann eher die Frage stellen, warum der Therapeut überhaupt es nötig hat dafür nach immer älteren Berichten zu betteln.

    Im meinem Falle war es aber ein Psychologe und morgen habe ich wieder einen. D.h. sie sind (gerade mal nur) eine Hürde um mit dem richtigen Arzt zu sprechen. - Das ist für mich ganz neu.

    Diese Fragen wirst Du u.U. noch öfters hören. Beantworten musst Du sie letztendlich selbst. Wichtig ist Ehrlichkeit. Natürlich ist es auch erlaubt bei bestimmten Fragen zu sagen, dass man das zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht besprechen möchte.
    Dann kann s.o. passieren.
    Würde ich alle meine Probleme aufliste, dessen Zusammenhänge, die einzelnen Beziehungen und welche Hilfen mit der höchsten Wahrscheinlichkeit auf Dauer helfen werden - dann habe ich nicht nur bereits die größte Arbeit erledigt, sondern verwirre ihn dadurch. <- Und das wäre nur die Antwort auf die Frage: "Welche Probleme meinst du zu haben? / Wo liegen deine Probleme".

    Ehrlichkeit hat mir bis jetzt in meinem Leben nichts als Mobbing, Unterdrückung und Bestrafungen gebracht - ein anderes Thema - und steht mir bereits sogar bis heute im Weg. Dich bin immer noch nicht einmal in der Lage zu Lügen und selbst bei Notlügen bleibt mir nur ein Kloß im Hals. Was gerade höchstens geht - und dass auch erst neulich durch irgendeine "Zufallstreffer"-Medikation und bei gutem Befinden - ist vom eigentlichen Thema mit weniger bezogenen, aber für den Hörer interessanteren, Themen/Fragen abzulenken. Letzteres ist komplizierter als es klingt und Rhetorik macht mich auch ein bisschen "kirre".
    Was nah an der Wirklichkeit entspricht will nun mal niemand hören (und wir... - naja...).

    Es gibt schließlich Themen die man erst bespricht, wenn ne tragfähige therapeutische Beziehung besteht.
    Mein Kinder- & Jugendpsychiater hatte ich schon mal so eine nicht. - Nach 5 Jahren habe ich tatsächlich noch kapiert.

    Welche Themen sollte man ganz groß z.B. nicht ansprechen? In so einem Erstgespräch werden zum Teil so viele Anmerkungen erwünscht zu welchem ich erst lieber später die genauen Einzelheiten zu dem erzählen möchte, was ich vorher nicht so ganz gemeint habe. (Wie er es verstanden hat...)

    Wenn man konkrete Fragen hat, sollte man sie auch konkret stellen. Klare und eindeutige Kommunikation vermeidet Mißverständnisse.
    Wenn zu klar und wörtlich gesprochen wird, passiert jedoch bekanntlich wieder genau das Gegenteil, als wenn man vorbei redet. Ich bin nur für diese 2 Extremen in der Lage zu.

    Wenn ich konkret sage, was ich nötig habe und mir hilft - bekommen die meisten "Experten" gleich einen Rad ab, weil sie dafür etwas neues lernen müssen. Dabei ist es eigentlich ganz simple Zusammenhänge mit nur einem Ergebnis:
    BPS --->[hohe Komobidität mit]<--- ADS --->[Spektrum]---> Autismus bzw. Autistische Züge = Leute machen fertig und sondern aus --->[Ursache auch oft für]---> BPS , usw.Wenn jemanddieses nicht ganz nachvollziehen kann, etwas unklar oder unbekannt ist oder es zu direkt empfindet, der sollte sich melden - es würde mir einiges helfen!

    (Fangfragen) Gib mal bitte ein Beispiel.
    Nicht sicher ob Erinnerung oder ausgedacht - hier auch die von Psychiatern:
    "Hast du momentan schon bereits Termine bei anderen speziellen Therapeuten?" (ja, weil so viele ablehnen)
    "Wer ist momentan dein begleitender Arzt?" (ich bin gekommen um einen zu finden, was ich auch im 1.Satz bereits gesagt habe. Wenn ich sage keinen, glauben sie es nicht oder verweisen darauf hin einen zu suchen -.-)
    "Warst du bereits wegen X in Therapie gewesen oder hast eine bekommen?" (ja, sie half nicht => "nochmal!" oder "darum kümmern!")
    "Woher meinst du X zu haben?" (Die empfinde ich als die zweit-schwerste beleidigende Frage: Erstens habe ich die Diagnosen - außer BPS, obwohl genügend Symptome dafür schriftlich aufgelistet wurden - von sehr vielen Ärzten diagnostiziert/übernommen/bestätigt bekommen. Zweitens war ich mit 8 vollstationären Klinikaufenthalten wohl lange genug beobachtet worden. Und selbst ein Laie müsste erst sein Wissen durch Klischees und Medien erhalten um zu hinterfragen, ob ich das wirklich hätte. Interessanterweise hinterfragen die Ärzte in Spezialambulanzen öfter meine Diagnosen und geben [Autismus-]Klischees oder "Psychose"-Klischees an - als die nur Besonnenen. Die ADS-"Experten" bis jetzt kennen nicht einmal bei ADS "autistische Züge" oder wenigstens einen "Hyperfokus"/Peserveration und verwechseln letzteres eher mit anderen Krankheiten, "Psychose" oder zweifeln alles ohne eine Diagnostik anzubieten.)


    Ich weiß ja nicht wie ihr es betrachtet. Aber die o.g. Fragen ergeben für mich keinen Sinn bzw. sind Unsinn, wenn ich im schlimmsten Fall tütenweise Therapiematerial liefere oder aus Anlässen komme genau diese Fragen beantwortet zu bekommen.

    Ich müsste sie vielleicht eigentlich sogar nochmal hören.
    Wenn ein Therapeut mir Fangfragen stellt ist er ja sowieso unten durch. Aber ich kann sie auch verwechselt haben mit dem selben Ergebnis. Wenn z.B. Fragen gestellt werden und er dabei stark über-interpretierbare Antworten oder ein ja bekommt. z.B. ob ich jene oder diese Symptome schon mal irgendwann im Leben einmal hatte bzw. oft die selbe Frage zur seiner Wahrnehmung stellt wird, als ob ich irgendetwas im Hintergrund zurückhalten würde und dieses hinterfragen soll.

    Natürlich erwartest Du Dir was, sonst würdest Du ja nicht hingehen. Erwartungen schliessen aber immer die Möglichkeit mit ein, dass sie nicht erfüllt werden. Das ist nunmal so. Ich habe das auch noch nicht richtig akzeptiert und tu mir noch immer schwer, wenns nicht so läuft wie ichs mir gewünscht hätte mit den Herrn Akademikern.
    Ich erwarte mittlerweile alles mögliche bzw. ist mir alles gleichgültig. Mich nervt nur, wenn andere mir Erwartungen "einreden" und sei es der selbe Arzt. Verspricht einer mir etwas (z.B. die ehemals begleitenden Therapeuten in der Klinik anzurufen) und hält es am Ende nicht ein oder mit völlig für mich gesundheitlich kontraproduktiven Begründungen. Dann möchte ich nicht noch von allen anderen nicht-ärztliche Bekannten und Therapeuten hören, dass ich doch "mal auf den Arzt hören sollte" , "er schon für dich das richtige macht" , "er wird schon das richtige tun und du sollst ihm vertrauen" oder "er ist Arzt".

    Damit bekommt man schon richtige Verzweiflung und (paranoide) Psychosen - bzw. glaubt daran - und das macht die ganze Sache sogar noch komplizierter für die Arztsuche.
    Ich war schon lange genug von Ärzten "psychisch" abhängig. - Da müsste doch klar sein, dass ich mich wohl darum kümmere einen passenden Therapeuten zu finden.

    Erwartungshaltung ist tatsächlich nie gut! Besser ist es nur zu beobachten.

    Aber meine Frage war, ob man zu diesen Ärzten dann noch hingehen soll, wenn es einen doch nur kranker macht - "weil" sie quasi nix wissen oder man noch alles bereden sollte und doch etwas Erwartungsvolles bekommt? Nach meinem begleitenden KJP eher nein, aber es war halt nur einer. oO
    Ist das Deine Meinung oder die der Ärzte?
    Weder noch! Es war die vom letzten Psychologen. Er formulierte es etwas anders aber er erzählte nun mal , dass die Klinik rein "offen" sei und die Patienten sich frei bewegen können - und ich halt dazu nicht passen würde.
    Es verwirrte mich aber zu sehr und das noch zu sagen nach meiner Psychiatrie-Geschichte (ich war immer freiwillig). Was er genau sagte und vor allem meinte weiß ich nicht oder kann ich nicht wahr haben.

    Ich wurde zuerst gefragt, wie ich darauf komme, ich könne ADS/ADHS haben. Habe erzählt, dass meine (jetzt Ex-) Freundin es hat und sie in meinem Verhalten viele Parallelen zu ihrem sieht. Musste dann ne Menge Aufmerksamkeitstests bei einem weiteren Termin machen. (Aufmerksamkeit, Ausdauer, Intelligenz, Reaktion). Bei mir wurde dann nach 2 Wochen eine Aufmerksamkeits- und Konzentrationsstörung festgestellt, aber eine eindeutge Diagnose auf ADS lag vorerst nicht vor.
    Bei mir liegt die Diagnose leider vor. Aber das macht die Sache gar nicht einfacher. oO
    Und am Ende sind mir Diagnosen vollkommen egal, da ich Hilfe brauche und wie man alle Probleme zusammen nennt oder nennen könnte ist da doch nebensächlich.

    Medikamente habe ich ja schon 30 Stück durch. Fast alle davon habe ich - trotz Wettsport-Auspucken der anderen Tennagern - auch länger genommen als mir gut tut und sogar die selben mehrmals ausprobiert, so wie man es auch mir gesagt hatte. Es ging mir zwar mit 3 Neuroleptika in einer "Klappse" besser als in meiner Schule (wow. deswegen..) - aber eigentlich habe ich sie ja nur wegen den anderen Leuten genommen in immer höheren Dosen und kam so auch jahrelang nicht davon runter. Ich setze quasi gar nichts ab, selbst wenn ich draufgehe. Außer natürlich die Medis, die mir helfen. -.- Ich kann mir also gar nicht vorstellen, wie es sich anfühlt, wenn man ein Medikament nicht verträgt. oO Aber naja... danach fragen die Ärzte als erstes. Und wenn ich dann ehrlich bin und die Wahrheit sage bekomme ich das alte gleich nochmal.


    PS: Wieder so spät erst geschrieben und wieder mehr als sonst. -.- Mir kommt es gar nicht so vor, dass ich immer so einen schweren Tag habe. o_O (Was sind das für medis, die ich da fand...)
    Geändert von Aleã (10.09.2013 um 21:47 Uhr)

  6. #6
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 39
    Forum-Beiträge: 1.209

    AW: Morg. Erstgespräch: Was Beachten? Klinikberichte mitbringen? Worauf ansprech

    dann müsste man selbst dann eher die Frage stellen, warum der Therapeut überhaupt es nötig hat dafür nach immer älteren Berichten zu betteln.
    Deine Frage ist durchaus berechtigt. Es klingt ja als wäre Deine Symptomatik und evtl. Komorbidität so komplex, dass die Psychs und Docs überfordert sind. Kann mir nur vorstellen, dass die nach Infos suchen, die auf die Entstehung einer tiefgreifenden Persönlichkeitsstörung wie Borderline hindeuten. Es gibt ja auch Persönlichkeitsstörungen, die "psychoseähnliche" Symptome machen.
    Ich würd den Psychs die Info schon liefern, wenn ich Du wäre. Schon allein zu Differentialdiagnostischen Zwecken. Aber nachbohren, warum sie die brauchen und zu welchem Ergebnis die gekommen sind würd ich relativ penetrant. Nicht, dass die Dir nen Stempel aufdrücken, der nicht zutrifft. Bist ja kein Stempelkissen!

    Ehrlichkeit hat mir bis jetzt in meinem Leben nichts als Mobbing, Unterdrückung und Bestrafungen gebracht - ein anderes Thema - und steht mir bereits sogar bis heute im Weg.
    Versteh ich. Mir gings im Leben auch immer so. Aber dafür kann ich morgens in den Spiegel schauen.

    In so einem Erstgespräch werden zum Teil so viele Anmerkungen erwünscht zu welchem ich erst lieber später die genauen Einzelheiten zu dem erzählen möchte, was ich vorher nicht so ganz gemeint habe.
    Es ist Dein Recht manche Dinge nicht zu offenbaren. Ist ja ein Gespräch und keine Striptease-Show. Aber du solltest dem Psych eindeutig sagen, wenn Du über etwas noch nicht sprechen willst, damit er weiß, dass Du nichts zu verbergen hast, sondern nur auf Intimsphäre bestehst.

    Wenn ich konkret sage, was ich nötig habe und mir hilft - bekommen die meisten "Experten" gleich einen Rad ab, weil sie dafür etwas neues lernen müssen.
    Auch da geb ich Dir Recht. Zumal ich selbst noch auf der Suche nach nem Experten bin mit dem ich so konkret kommunizieren kann ohne ihn zu verschrecken oder zu überfordern. Aber ich halte trotzdem an dieser Form der Kommunikation fest. Sonst find ich nie heraus, wann mich ein Psych verstanden hat.

    Auch für die anstehende Reha hab ich mir vorgenommen gleich alle Therapeuten über meine "therapeutischen Bedürfnisse" aufzuklären. Kann sein, dass ich damit auf die Schnauze flieg. kann aber genausogut sein, dass ich mir dadurch ne Menge Blabla-Zeit erspar.

    Nicht sicher ob Erinnerung oder ausgedacht - hier auch die von Psychiatern:
    "Hast du momentan schon bereits Termine bei anderen speziellen Therapeuten?" (ja, weil so viele ablehnen)
    "Wer ist momentan dein begleitender Arzt?" (ich bin gekommen um einen zu finden, was ich auch im 1.Satz bereits gesagt habe. Wenn ich sage keinen, glauben sie es nicht oder verweisen darauf hin einen zu suchen -.-)
    "Warst du bereits wegen X in Therapie gewesen oder hast eine bekommen?" (ja, sie half nicht => "nochmal!" oder "darum kümmern!")
    "Woher meinst du X zu haben?"
    Ok. Verstehe. Schwierig.

    Ich würde mich so gut es geht auf solche Fragen vorbereiten und versuchen mich zu erklären bzw. den Psych mit meinen Befürchtungen bezüglich solcher Fragen konfrontieren. Ich finde Deine ()-Antworten sogar recht nachvollziehbar.

    Dann möchte ich nicht noch von allen anderen nicht-ärztliche Bekannten und Therapeuten hören, dass ich doch "mal auf den Arzt hören sollte" , "er schon für dich das richtige macht" , "er wird schon das richtige tun und du sollst ihm vertrauen" oder "er ist Arzt".
    Kenn ich und krieg dabei den selben Brechreiz.

    Aber meine Frage war, ob man zu diesen Ärzten dann noch hingehen soll, wenn es einen doch nur kranker macht
    Diese Frage kannst Du Dir nur selber beantworten. Mir gings 2010 ähnlich. Ich war so enttäuscht von meinem aktuellen Arzt, dass ich hingeschmissen hab und mir geschworen hab nie wieder zu so nem "Scharlatan" hinzugehen. Allerdings hing dann 2012 wieder alles so schief, dass ich gezwungen war wieder zum Arzt zu gehen. Seitdem hab ich wenigstens endlich die passende Diagnose, wirklich besser gehts mir aber noch nicht. ABER ... ich hab mir geschworen diesmal solange durchzuhalten bis ich jemanden gefunden habe der mir hilft.

    Ich hab aber auch klare Grenzen gesetzt. Ich werd beispielsweise keine Medikamenten-Gruppen mehr einnehmen, die mir sichtlich mehr geschadet als genutzt haben.

    Würde der Arzt meine grenzen nicht respektieren oder mich die Behandlung gar "kranker" machen, hätte er mich gesehen und ich würde wechseln. Komplett hinschmeissen werd ich aber nicht mehr.

    Es war die vom letzten Psychologen. Er formulierte es etwas anders aber er erzählte nun mal , dass die Klinik rein "offen" sei und die Patienten sich frei bewegen können - und ich halt dazu nicht passen würde.
    Es gibt nur 3 Gründe warum jemand geschlossen behandelt werden sollte.

    1. Selbstgefährlichkeit
    2. Fremdgefährlichkeit
    3. Entgiftung bzw. Entwöhnung

    Wenn keins der 3 auf jemanden zutrifft, sollte er möglichst immer "offen" behandelt werden.


    War heut nicht der Tag X? Wie wars beim Termin? Der Psych in Ordnung oder "würg"?

  7. #7
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 157

    AW: Morg. Erstgespräch: Was Beachten? Klinikberichte mitbringen? Worauf ansprech

    Kann mir nur vorstellen, dass die nach Infos suchen, die auf die Entstehung einer tiefgreifenden Persönlichkeitsstörung wie Borderline hindeuten. Es gibt ja auch Persönlichkeitsstörungen, die "psychoseähnliche" Symptome machen.
    HA! Genau so einen Therapeuten suche ich.
    Aber bis jetzt noch keinen gefunden, der mit mir nach den tiefer liegenden Ursachen sucht. So wie es heute aber aussieht wird das eigentlich so weit wie möglich verboten und man brachte mir eher das Gegenteil bei: Dass ich das nicht mehr kann.
    Aber soweit komme ich nicht einmal, dass ich jemanden von der Liste streichen kann, weil er noch nie etwas von der Existenz von "Ursachen einer Psychose" gehört hat.

    Ich finde Deine ()-Antworten sogar recht nachvollziehbar.
    Darum lässt man mich ja nie meine Antworten zu Ende erklären...
    Aber meine Frage war, ob man zu diesen Ärzten dann noch hingehen soll, wenn es einen doch nur kranker macht
    Diese Frage kannst Du Dir nur selber beantworten.
    Tja, wie du schon angedeutet hast: Es wäre schön, wenn es so einfach wäre einfach: "Nein." zu sagen. ^^

    Selbst, wenn man kranker wird: Da gibt es noch etwas, dass sich Arzt-Patienten-Beziehung nennt und diese hat bei meinem alten KJP erst Jahre gebraucht bis sie endlich zerstört wurde.
    Wenn man natürlich keine andere Wahl hat geht man ohnehin wieder zum scheinbar "kleineren Übel".
    Es braucht zudem bei mir nur noch ein Ereignis, was irgendwie "neuroleptisch" wirkt und schon ist die Beziehung in dem Punkt perfekt, dass ich alles mache, was mein Therapeut von mir will und sonst nichts anderes für mich.

    Zugegeben hatte ich tatsächlich eine sehr gute Arzt-Patienten-Beziehung mit meinen Hausarzt, der mir die Medis weiter verschrieben & Kontaktstellen gesucht hat und mir ermöglichte überhaupt hier schreiben zu können. Dieser ist - abgesehen davon, dass er kein Psychiater ist - aber nun in der Prüfungsphase.
    Es ist also nicht unmöglich - an mir kann es doch gar nicht liegen!

    Ich hab aber auch klare Grenzen gesetzt. Ich werd beispielsweise keine Medikamenten-Gruppen mehr einnehmen, die mir sichtlich mehr geschadet als genutzt haben.
    Tja warum habe ich (gestern jedenfalls, wtf) noch heute einen Suchtdrang nach Neuroleptika. So psychotisch bin ich doch wohl auch wieder nicht...?
    Auch für die anstehende Reha hab ich mir vorgenommen gleich alle Therapeuten über meine "therapeutischen Bedürfnisse" aufzuklären. Kann sein, dass ich damit auf die Schnauze flieg. kann aber genausogut sein, dass ich mir dadurch ne Menge Blabla-Zeit erspar.
    Viele Reha-Kliniken habe ich vorher auch in Erstgesprächen besucht (bzw. besuchen müssen - Für 1-2 Rehas wurde ich von meinen Eltern ziemlich unter Druck gesetzt -.-). Diese sagten mir im vorhinein, dass sie nur die Medikation fortführen würden, die mein begleitender Arzt bereits verschrieben hat - und die war zu der Zeit völlig besch**ert. = Mehr Druck einen besseren Therapeuten zu finden. Zu der Zeit kamen auch noch andere Probleme: Multipler Substanzmissbrauch; eine sinnlose Jagd nach Dronabinol damit ich für den Wunsch meines KJP an Gewicht zunehmen kann, weil das Amphetamin meinen Appetit gehemmt hat (das hat es eigentlich nicht, da ich es in der Zeit gar nicht genommen habe und teilweise aus dieser Begründung auch gar nicht bekommen) und alles mündete noch in stressbedingte Psychosen. -.-
    Und ich kenne nicht, dass man in dem Fall als erstes eine Reha holen muss. Allerdings wurde ich ohnehin direkt am Anfang darauf hingewiesen, dass diese sich nicht mit ADS und/oder Autismus auskennen - auch wenn sie mich aufgenommen hätten. Zu Hause bei meinem begleitenden KJP gibt es dann zudem nur noch die Sprüche: "Sehen wir erst mal, was die dazu zu sagen haben...";
    Essstörungen extreme!

    Aber das bringt ja einen gleich zum nächsten Therapeuten oder zur nächsten Klinik und irgendwann wird man von der Odyssee abhängig und kommt nicht davon los und das möchte ich eben vermeiden. -.-

    Nietzsche schreibt:
    Entwöhnung
    pff so etwas braucht man nicht stationär zu machen. So etwas machen doch ganz viele ambulant - klappt so eh besser.
    Wenn keins der 3 auf jemanden zutrifft, sollte er möglichst immer "offen" behandelt werden.
    Ich wurde auch immer offen stationär behandelt (ausgenommen mal für 24h auf einer "halb-geschlossenen" Station neuerdings im letzten Aufenthalt, omfg). In der KJP war es mehr so ein Hybrid, dass per richterlichen Beschluss geschlossene Patienten mit "offenen" Patienten auf der selben Station waren. (Das galt für die Entwöhnungsstationen übrigens genau so ^^)
    K.A. wie man das für mich nun bewerten soll. Ich meine aber nie davon überhaupt etwas angesprochen zu haben. Nur, dass ich 2 mal offen in der Erwachsenenpsychiatrie war, diese aber nun mal keine Spezialklinik ist.

    Was soll überhaupt in einer geschlossenen Station mehr für einen geboten sein als auf einer offenen Station? Mehr von der Gesellschaft vernachlässigte Leute und (in meinem Falle ungewöhnlich wenig) Neuroleptika - sonst sah alles für mich gleich aus. o_O

    War heut nicht der Tag X? Wie wars beim Termin? Der Psych in Ordnung oder "würg"?
    Darüber wollte ich ja eigentlich berichten! Der Termin war schon einige Tage her aber ich musste eine schmerzvolle Stimulanzien-Pause machen (wenn schon kein Therapeut das einleiten will -.-).
    Ich war jetzt also quasi das 2te Mal dort. Ich habe im Grunde genommen alles so berichtet wie beim 1ten Mal jedoch über andere Thematiken. Es kam mir so vor als ob es ziemlich dauert bis man verstanden hat, dass ich diese bestimmte Hilfe haben möchte und nicht, dass ich quasi hingeschickt wurde und ich mir angucken soll ob ich mir diese Hilfe für mich vorstellen könnte. Dann durfte ich kurz die leeren Stationsräume ansehen und nach einiger Bedenkzeit sollte ich mich melden.

    - So sind wir verblieben.

    Die Bedenkzeit wird wohl noch etwas dauern: Mal abgesehen davon, dass ich mir lieber eine Tagesklinik wünsche als das 9te oder 10te Mal woanders zu übernachten - habe ich jede Woche mindestens einen Termin bei (ADHS-)Ärzten oder Sozialdiensten. Schrecklicherweise erfahre ich bei jedem Termin tatsächlich etwas neues, obwohl es normalerweise gar nicht erwartet:
    Auf meiner Therapeutenliste habe ich momentan 13 Adressen (das ist weit mehr, als meiner SHG bekannt ist): Davon bin ich für die Hälfte schon zu alt; bei 2 war ich schon, die mich wegen meinem Autismus an Spezialisten verweisen, die sich noch weniger damit auskennen; bei einer Ambulanz warte ich schon seit 2 Jahren, dass ich dahin kann. Und der Rest hat Arztbewertungen direkt, wenn man nach der Tel.-Nummer sucht, als erstes Google-Ergebnis unbegründet gute, aber wenn begründet sehr schlechte Bewertungen, die ich leider teilen muss, wenn bereits der Begriff "offene Sprechstunde" bei diesen eine Lüge ist.

    Man sollte bedenken, dass alle o. g. ärztliche AD(H)S-Spezialisten sind an die mich jeder - nicht nur Psychiater - verweisen oder mich befragen "ob ich dort schon mal war?" (Genau so ob ich schon Autismus-Therapie hatte oder schon mal in der WG war oder in Klinik A oder B...)

    "Was zu Hölle ist außerhalb meines Dorfes los?" xDDD
    Geändert von Aleã (30.09.2013 um 22:30 Uhr)

  8. #8
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    Puh! Hört sich nach ner Menge Stress an. Ich drück Dir jedenfalls die Daumen und hoffe Du hältst das durch.

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