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Diskutiere im Thema Offizielle Diagnose - Vorteile und Nachteile? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #11
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 261

    AW: Offizielle Diagnose - Vorteile und Nachteile?

    Ich finde eine offizielle Diagnose eher von Vorteil.

    Zum einen weiss man dann, wie sourcream auch schon sagte, warum man so ist und zum anderen kann man mit einer offiziellen Diagnose dann auch mit einer entsprechenden Therapie - mit oder ohne Medikamente - beginnen. Beruflich ist das sicher ein zweischneidiges Schwert. Aber man muss ja nicht zwangsläufig den Arbeitgeber sofort und über alles informieren.

  2. #12
    NorthLight

    Gast

    AW: Offizielle Diagnose - Vorteile und Nachteile?

    BElanna: Dann ist es in der Hinsicht wohl eh egal, Borderline haftet das gleiche Image des Nicht-Heilbaren an. Und das hab ich offiziell, wenn auch schon ein paar Jahre her. Hochrisiko-Verhalten gehört da, wenn ich mich richtig erinnere, sogar zu den Diagnosekriterien.

    Stephan: Stimmt, das ist wahr. Bei mir würde sich allerdings an der Therapie nichts ändern, außer eben hinsichtlich evtl Medikamenten. Ich schätze, das Argument ist dann wichtiger, wenn man in der Hinsicht bisher andere Sachen gemacht hat als ich - oder gar keine Therapie.
    Das Arbeitsumfeld besteht bei mir noch nicht, was eins der Probleme ist... irgendwie jedenfalls. Ich studiere, brauche aber viel länger als andere für viele Sachen und komme nur schwer in die Gänge. Aber das Hauptproblem besteht darin, dass ich viel zu schnell überfordert bin, rein von der Stresstoleranz und meinem maximalen Lernpensum pro Semester. Nicht von der Intelligenz her, sondern einfach die Fähigkeit, Dinge aufzunehmen scheint mir arg eingeschränkt bei mir. Entweder ich merke mir irgendwelchen unwichtigen Sachen, aber nicht das, was ich müsste, oder es bleibt nur die Hälfte hängen oder gar nichts...... Oder ich werde nach zehn Minuten super aggressiv und würde am liebsten alles in die Ecke feuern, weil es mich so nervt.

  3. #13
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 583

    AW: Offizielle Diagnose - Vorteile und Nachteile?

    Ich bin derzeit in ähnlicher Lage.
    Habe auch ne BL-Diagnose aber keine AD(H)S-Diagnose. Letzteres, weil ich es geschafft habe zwei Termine zur Diagnostik zu vergeigen (einmal Termin verpasst, einmal Adresse falsch notiert).
    Da in meiner Kindheit nichts "schlimmes" (ist ja alles relativ) vorgefallen ist, habe ich meine Probleme mit der BL-Diagnose.
    Andererseits erfülle ich nunmal 7 von 9 Kriterien, ist halt so. Aber warum?
    Du hast geschrieben, dass der Thera meinte, dass sei kein ADHS sondern "käme alles vom BL", das macht mich etwas stutzig.
    Gerade ADHS kann doch allgemein auch als Auslöser für BL gelten (gerade eine hier im Forum zitierte Studie durchgelesen, die besagt, dass ein Großteil aller ADHSler später mit psychischen Problemen zu kämpfen haben, darunter insbs. eben auch Persönlichkeitsstörungen) und wird von mir auch gesehen.
    Man ist viel sensibler, impulsiver, neigt eher zu destruktivem Verhalten, dazu emotionale Instabilität u.s.w., kaum etwas begüngstigt eine BL-Erkrankung so sehr wie ADHS.

    Aber zum eigentlich Problem:
    Wie du siehst versuche ich eine Diagnose zu bekommen.
    Warum? In erster Linie für mich selbst.
    Mann könnte es auch als Ausrede nennen. Das ist nicht ein absoluter Vollversager bin, dass die ganzen Probleme die ich habe nicht pure Charakterschwäche sind.
    Das Selbstbewusstsein ist nunmal immer mehr am Boden.
    Wie mit der Praxis-Adresse, ich habe alles aufgeschrieben, Adresse, Weg, Buslinie, Haltestelle, Termin - damit ich auch ja pünktlich ankomme. Und am Ende scheiterte es an einer Kleinigkeit und einem leeren Handyakku.
    Und irgendwie habe ich das Gefühl, dass solche "Aktionen" bei mir extrem gehäuft vorkommen.
    Bin ich wirklich einfach unfähig? Kriege ich mein Leben einfach nicht gebacken weil ich zu dumm bin? Nicht ausdauernd genug? Muss ich mich einfach "mehr anstrengen"?
    Oder steckt da etwas hinter, dass möglicherweise auch dazu noch mein BL erklärt?

    Und auch wenn ich MPH kritisch gegenüberstehe würde ich eine Medikation im jetzigen Zustand nicht verweigern, aber auch dazu benötigt es einer Diagnose.
    Gleiches gilt für weitere Therapiemöglichkeiten. Dafür ist eine Diagnose nunmal unerlässlich.

  4. #14
    NorthLight

    Gast

    AW: Offizielle Diagnose - Vorteile und Nachteile?

    ReRegenbogen:
    Ich hatte damals mit gutem Willen die 5 nötigen Kriterien erfüllt bei der BL-Diagnose. War also in erster Linie eine Diagnose, um die DBT machen zu können, so denke ich mittlerweile.
    Es ist auch wirklich nicht einfach aus meiner ganzen, teils leicht verkorksten Familiengeschichte etwas herauszulesen....
    Und klar, ich hab anfangs schon mal wo geschrieben, dass ich da schon so einige Zahlen über die Komorbidität zwischen BL und ADHS gelesen habe, so zwischen 35 und 90%. Die Wahrheit liegt vermutlich irgendwo dazwischen. ^^
    Hauptargument gegen die ADHS seitens der Therapeutin war auch, dass ich mich gut organisieren kann. Ich vergesse nicht übermäßig oft Dinge, die ich brauche, kann eine halbwegs regelmäßige Tagesstruktur einhalten und verfalle selten ins Chaos (also im Sinne von chaotischer Wohnung etc.). Dass das für mich aber extrem anstrengend ist und enorm viel Energie kostet, steht wieder auf einem anderen Blatt. Es geht deswegen, weil ich mir viel von außen vorgeben lasse, zum Beispiel durch die Uni. Außerdem versuche ich alles, was ich so tue, zu ritualisieren: Tasche mitnehmen, jeden Tag zur gleichen Zeit duschen, zur gleichen Zeit an den PC etc. Dann gehts. Das bedarf aber wie gesagt einer enormen Menge an Energie und Nachdenken.
    Bei mir ist es eben so, dass ich mittels Verhaltenstherapie schon sehr viel erreicht habe.

    Auf der anderen Seite eben ähnliche Fragen wie bei dir: bin ich zu blöd dazu, mir zwei Tanzschritte auf einmal zu merken? Kann ich echt nur zwei Seminare belegen, wo doch eigentlich vier nötig wären? Fehlt mir wirklich die Ausdauer, Dinge auch durchzuziehen und nicht auf halber Strecke aufzugeben?

    Noch dazu hab ich ne echt typische ADHS-Persönlichkeit: Kindskopf, voller Ideen, intelligent, Wirbelwind, gutherzig, starker Beschützerinstinkt.... und steh mir ständig selbst im Weg XD

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