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Diskutiere im Thema Diagnose und jetzt irgendwie ratlos im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #11
    Chaoten-Weib

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 53
    Forum-Beiträge: 2.544

    AW: Diagnose und jetzt irgendwie ratlos

    Hallo quecksilber,

    weisst du was??? Ich gratuliere Dir zu Deiner Diagnose !!!!

    Du bist 26 und noch sooo jung. Hast ebenso wie alle anderen Menschen einige gute und einige nicht so gute Dinge bisher erlebt. Das ist aber das Leben und ist bestimmt nicht nur bei ADHS-lern so.

    Ich bin so neidisch auf dich.....weisst du warum? Dass du mit 26 deine Diagnose bekommen hast und nicht erst mit 48, so wie bei mir. Du hast die Möglichkeit, früh genug Hilfe anzunehmen, wenn es gar nicht mehr geht. Sei es mit Medis oder ohne. Du hast die Wahl.

    Du und kein anderer sollte darüber entscheiden. Es geht um dich. Und nicht um deine Mutter oder um deinen Freund. Schlimm genug, dass sie nicht genug Empathie zeigen, dass sie dich so schätzen, wie du bist.....ob mit oder ohne ADHS. Aber ich glaube, über deine Mutter hatten wir hier schon mal geschrieben oder?

    Weisst du, wenn jemand sein Bein verliert, das sieht jeder. Jeder sagt dann zu dir "oh wie schlimm" und bedauert dich (zumindest ist das meistens der Fall).
    Aber eine ADHS, die sieht ja keiner. Dies kann aber unter Umständen mit all den Komorbiditäten schlimmer sein oder werden für den jenigen, als ein verlorenes Bein. Nur hier sagt dann fast jeder "Quatsch, du hast das nicht" oder "Quatsch, du hast keine Depressionen".....usw.

    Das finde ich so schlimm in unserer Gesellschaft. Ich sage den Leuten um mich herum, wenn ich es überhaupt erst sage, dass ich eine Botenstoffstörung im Gehirn habe und deshalb Medikamente nehme, die mir auch gut tun und die mir helfen. Punkt. Mehr sag ich nicht. Das böse Wort ADHS nehme ich nicht in den Mund. Kapiert eh keiner.

    Bitte sieh es wirklich positiv, dass es bei dir diagnostiziert wurde jetzt. Dass da etwas ist, was dich "behindert" wusstest du ja schon vorher. Nun hat das Kind einen Namen und du kannst etwas dafür/dagegen tun. Du hast ein Werkzeug in die Hand gegeben bekommen, mit dem du nur lernen musst, auch richtig umzugehen.

    Sie es als Hilfe das Werkzeug und nicht als Krankheit. Bitte versuch es so.

    Viel Glück.

    lg Heike

  2. #12
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Alter: 58
    Forum-Beiträge: 491

    AW: Diagnose und jetzt irgendwie ratlos

    Ach, Liebe Queksilber , - wie gut kann ich Dein Absacken gerade verstehen !
    Vor einem Monat bekam ich die Diagnose ADS mit einem H. // und die Erklärung zu anderen "Begleiterscheinungen"
    Ein bescheidenes Bergkind, wie ich bin, wusste ich nichts von diesen Ufern.
    Mein Schamane, jener für Psyche und klinisch rationelle Einsichten, schenkte mir diesen Link zu Euch, zu Dir, und letztlich mir...ins Chaoten-Forum.

    Zum ersten Mal in meinem Leben - (ich bin 54!) rede ich "öffentlich" - und teile meine Seele, mein Befinden, meine Angst und Trauer, meine Träume, meine Geschichte.. . HIER, mit Menschen, die gleich ticken, - und doch ganz anders als ich ihr Leben durchwandern - mir so vertraut....


    Ich schliesse mich Heike's Worte an : ADHS ist DEIN UR-Eigenes WESEN ! Es sind DEINE ur-wesenszüge, die einfach ihr Recht einfordern -
    ADHS - ist eine Ueberlebens-Strategie... ein Geschenk ! (nicht immer zugegeben - heisst aber auch nicht "KRANK"

    schau mal hin, - irgendwo da, kannst Du Dir Deinen Lebenskreis einrichten, - den musst Du erkämpfen, erarbeiten.... - Du hast ein recht darauf, ein Besonderer Mensch zu sein.
    Du bist, hatte ich den Eindruck - auch poetisch -
    Geändert von bergforelle (29.08.2013 um 18:15 Uhr)

  3. #13
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 371

    AW: Diagnose und jetzt irgendwie ratlos

    Quecksilber, der name paßt zur situation ..

    Weil die meisten muggels eigentlich nichts wissen, was AD(H)S ist, können sie es auch nicht verstehen.

    Allerdings habe ich den Eindruck, du hast ein ähnliches Problem.

    Versuch dir eine Hängematte zu suchen und entspann erstmal ... (shit, das können die meisten von uns garnicht ..), versuch es trotzdem , wie auch immer deine persönliche Hängematte aussieht.

    ADS hat nicht nur Einschränkungen, sondern auch Begabungen. Diese müssen aber die meisten kultivieren.

    ADS als "Krankheit" tritt nicht bei allen auf und viele können damit normal, oft sogar ohne Media, sehr gut leben.

    Mir hat es geholfen, hier und woanders einiges dazu zu lesen.Zumindest hat die Ursache einen Namen und du kannst, nachdem du dich mit den Facetten beschäftigt hast, mit dem neuen Rüstzeug wieder starten.

    PS
    Bären entspannen übrigens so ....
    ▶ Disney Junior - Kleine Abenteuer mit Winnie Puuh - Puuh und die Honigbienen - YouTube

  4. #14
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 499

    AW: Diagnose und jetzt irgendwie ratlos

    Heike schreibt:
    Nun hat das Kind einen Namen und du kannst etwas dafür/dagegen tun. Du hast ein Werkzeug in die Hand gegeben bekommen, mit dem du nur lernen musst, auch richtig umzugehen.
    Super. So ein ähnlicher Satz steht ganz oben auf der Liste dessen, was ich meiner Therapeutin im nächsten Termin erzählen möchte.

    Liste? Ja. Beim letzten Mal hatten wir noch 10 Minuten und sie fragte mich, ob mir noch etwas auf dem Herzen läge... nunja, da wären tausend Sachen zwischen den Terminen gewesen, aber die habe ich alle vergessen Da habe ich dann versprochen immer alles aufzuschreiben. Naja. Alles ist es nicht geworden, sonst wäre es ein Buch und ich hätte wunde Hände, aber immerhin 3 DIN A5 Seiten. Das ist schon eine gute Basis denke ich.

    Das mit dem Kind, welches jetzt einen Namen hat empfinde ich in "lichten Momenten" als unheimlich entspannend. Wenn ich so lange schon dachte, dass ich zu doof zum Leben bin, gibt mir die Verdachtsdiagnose dann Vertrauen, dass es vielleicht doch nicht so ist.

  5. #15
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 600

    AW: Diagnose und jetzt irgendwie ratlos

    datBär schreibt:

    Versuch dir eine Hängematte zu suchen und entspann erstmal ... (shit, das können die meisten von uns garnicht ..), versuch es trotzdem , wie auch immer deine persönliche Hängematte aussieht.
    zu köstlich....

  6. #16
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.422

    AW: Diagnose und jetzt irgendwie ratlos

    Hallo queksilber,

    Ich könnte so viel schreiben... Zuerst ist diese verwirrung nach der diagnose so viel eine emotionalachterbahn normal... Therapeuten sollen es auch wissen. Vielleicht lässt dich deine Therapeutin so im Luft, weil sie möchte dass du auf ihr zukommst mit deine Fragen und deine Wünschen. Dabei hat sich schon über medis geredet, also, immerhin etwas... Sonst Infos findest auch im Bücher und auf Internet, obwohl ich finde, sie sollte für fragen auch da sein für dich.

    Depri oder ADS zuerst behandeln? Ich würde sagen, lieber beiden! Medikamentös ist es möglich, MPH lässt sich mit AD kombinieren, Bei ein Therapeut der sich mit beiden Diagnose auskennt, ist es auch möglich beiden im Augen zu behalten und immer wieder das Thema nehme der jetzt bei dich aktuell ist. Dazu ist für uns oft wichtig eine Therapeut der etwas von ADS weiss um mit unsere Besonderheiten klar zu kommen und uns effizient zu helfen. Wir brauchen eine festere Führung und Struktur als stinos, aber doch noch viel Einfühlungvermögen... Aber, ich stelle fest dass ich schon vor meine Diagnose ehe solche Therapeuten gesucht habe und damit etwa erreicht habe.

    Deine Migräne mit verspannte Rücke deutet für mich deutlich als Stress... irgendwie wühlt dich alles auf und es ist normal! Ich war selber froh die Diagnose zu bekommen, aber hatte auch dann meine Trauerphase...

    Wie deine Mutter und Freund reagieren: Natürlich ist es für dich echt blöd, jetzt! Aber so was müssen sie irgendwie auch "bewähltigen" und tuen es damit dass sie es ablehnen... Deine mutter könnte wehtun mal anzunehmen du hast ADS und bist nicht faul, weil sie vielleicht auch dann Schuldgefühlen bekommen kann einiges bei dich falsch gemacht haben, oder sich mit der Trauer zu befassen dass du doch nicht ganz "normal" bist. Vielleicht ist sie auch betroffen, aber méchte es jetzt nicht selber sehen, es könnte ihr auch wehtun...

    Bei dein Freund: kann es sein dass er dich mit rosarote brillen lieber sieht und weil er dich liebt, lieber halt nicht zu fest auf deine Schwächen schaut? Vielleicht sieht er deine schöne Anteilen und merkt nicht wie stark du leidest und so was zu sehen ist eben auch nicht etwas einfaches... Er kann auch eine schlechte Gewissen bekommen...

    Da du zu diagnose gekommen bist, zeigt auch dass du irgendwie bereit war die wahrheit zu kennen.. Aber dein Umfeld hat es nicht gewählt und muss sich damit befassen, was Zeit braucht... Im Moment kannst du dich um dich kümmern und mit der Zeit kann es dich ehe mehr egal sein was andere darüber denken. Dazu, wenn es dich besser geht, wird sich dein Freund sicher sich auch darüber freuen können und doch mal umdenken... Naja und vielleicht hat er es auch, was nicht selten vorkommt, ADSler ziehen sich gegenseitig an...

    Ich hatte Glück mit mein Umfeld: mein Freund war die Diagnose (bei mich) gegenüber offen, sagte schon viel früher dass etwas mit mich nicht stimmt... Gegenüber medis war er misstraurig, aber es hat sich geändert, hatte ich zuerst heimlich genommen und er hat gesehen wie es mich damit geht. Meine Eltern waren damit offen. Auf die bemerkung, es sei vererbt, hat mein vater zuerst mit wiederstand reagiert (obwohl ich denke, von ihm geerbt zu haben), ich habe an ihm kein druck gemacht und nach einige Zeit sagt er mich: "Du, ich denke, meine Mutter, deine Oma hat es auch" und langsam bekomme ich der Eindruck, dass er sich selber öffnet dass er doch ein bisschen davon hat...

    lg

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