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Diskutiere im Thema Wie war das bei euch mit dem Eigenverdacht? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #1
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 867

    Wie war das bei euch mit dem Eigenverdacht?

    Hallo!

    Wie war das bei Euch mit dem Eigenverdacht? Ich bin nicht der Mensch, der alle Krankheiten hat, von denen ich lese. Dann hätte ich zur Zeit Orchitis- Hodenentzündung. Wobei auf dieser Seite hänge ich schon 2-3 Wochen am Lernen

    Gut, wieder zurück zu meiner Frage.

    Ich finde mich immer in den ADS Beschreibungen. Wobei ich lange nicht wußte, daß es auch einen ypoaktiven Typen gibt. Daher war ich vorher in Bezug auf ADS am Zweifeln.
    Nun denke ich mir schon: trifft bei mir Nagel aufn Kopf.
    Ich weiß, es gibt als Differentialdiagnose auch bipolare Störung. Aber ich weiß auch von mir, daß das nicht zutrifft. Auch mein Vater ist dieser Meinung.

    Wie habt ihr euren Verdacht erlebt?
    Habt ihr gewußt, ihr liegt zu 100 % richtig?

    LG!

  2. #2
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztl. Diagnose erst als Erwachsener
    Alter: 37
    Forum-Beiträge: 27

    AW: Wie war das bei euch mit dem Eigenverdacht?

    Huhu,

    ich war mir was den Eigenverdacht angeht recht sicher, hab im Studium einiges zu AD(H)S gehört und mit AD(H)S´lern zusammen gearbeitet. Bis ich das dann konsequent nachverfolgt habe... gut, das hat wieder einige Zeit gedauert . Was mich etwas unsicher gemacht hat, war die Tatsache, dass es unmöglich ist, bei sich selber objektiv zu sein. Ich habe mir dann gesagt, du kannst nicht zu 100% sicher sein, allerdings bist du zumindest so sicher, dass es sich lohnt es in einem diagnostischen Verfahren abzuklären.

    Klar gibt es, was die Differentialdiagnose betrifft, einige Sachen die man beachten muss. Die von die angesprochene bipolare Störung ist z.Bsp. eine. Auch müssen natürlich die "profanen" organischen Bedingungsfaktoren abgeklärt werden, Funktion der Schilddrüse und ähnliches.

    Ich habe es bei mir selber und in der diagnostischen Praxis oft so erlebt, dass Menschen die generell eher viel sich und ihr eigenes Verhalten reflektieren, im Allgemeinen eine gute Einschätzung der eigenen Verfassung haben. Von daher sollte man das dann auch nachverfolgen.

    Psychologische Diagnostik ist, ? leider ?, oft ein ungenaues Feld. Wenn man sich die Kriterien der ICD10 bzw. des DSM4 anschaut, wird man sehr oft eine Überschneidung von Symptomen finden. Deswegen ist es auch so wichtig, aber leider auch oft schwierig, einen guten Therapeuten zu finden, der in der Lage ist die Schubladen des diagnostischen Instrumentariums mit dem Chaos "Mensch" zu verbinden.

  3. #3
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 867

    AW: Wie war das bei euch mit dem Eigenverdacht?

    Ich denke mir auch man kennt sich selbst am besten. Und ich weiß mir geht es ja schon ewig so.
    Ich hab nun bei einem Spezialisten einen Termin am 4. und mein Neurologe/Pyschiater klärt auch ab- er hat schon das BB machen lassen und MR hab ich am 3. , EEG danach.

    Mein Gefühl sagt mir, daß ich es habe. Und ich denke mir, daß ich nun nicht diesen Splen habe um eine Ausrede für meine Leistungsfähigkeit etc. zu haben, denn lieber wär mir "normal" zu sein.

  4. #4
    Neues vorgestelltes Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 902

    AW: Wie war das bei euch mit dem Eigenverdacht?

    Hallo
    als mein Sohn auf ADHS diagnostiziert wurde Ende 2007,war mein erster Gedanke mein Mann hat es auch ,aufgrund Erzählungen von seiner Kindheit.
    Hab mich einfach viel informiert über ADHS und bin dann plötzlich auf ADS im Erwachsenenalter gestoßen ,hab viel gelesen,meinen Mann gefragt,mit meinen Mann einen Ads-Test gemacht.Und dann war es wie ein Weltzusammenbruch ich hab es auch. Bin erst total zusammen gebrochen und gelesenu gelesen wie ne wahnsinnige ,bin in forums rum und es wurde immer klarer.Kaufte Bücher wie Chaosprinzessin und Wir fühlen uns anders und da wußte ich es für mich zu 100% es kann gar nicht anders sein. Mitte September dieses Jahres hat sich dann mein Verdacht bestätigt .

  5. #5
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 867

    AW: Wie war das bei euch mit dem Eigenverdacht?

    man kennt sich selbst am besten.
    Mein Mann füllt so einen Test aus und bekommt keine Punkte zusammen- und ich schieß über das Ziel raus....

    So koordiniert wie er ist und konsequent...Neid. Er kennt meine Probleme nicht. Und das zeigt auch ich bin da "anders". Wobei das ist bin halt ich- ich bin wie ich bin.

    Dipsi, wie geht es euch nun? Und hat ADS bei euch Probleme gemacht?

  6. #6
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 45
    Forum-Beiträge: 728

    AW: Wie war das bei euch mit dem Eigenverdacht?

    Hi,

    bei mir bin ich über meine Tochter drauf gekommen. Weil ihre Lehrerin uns nahe gelegt hat, sie testen zu lassen auf ADHS und Hochbegabung. Und dann hab ich mich mit dem Thema auseinandergesetzt und entdeckt, das es erblich ist. Dass meine Tochter in vielerlei Hinsicht so ist wie ich, war mir längst klar. Nur war unsere Tochter extremer in ihrem Verhalten. Was allerdings auch daran liegen kann, dass sich 1. das Umfeld und die Reizeinflüsse seit meiner Kindheit verstärkt haben und dass 2. ich nie so sein wollte und erziehen wollte, wie meine Mutter, ich also die autoritäre Erziehung nicht so weitergeben wollte und 3. sich in 20 Jahren so viel verändert hat, was Fernsehen und Computer (auch Internet) betrifft, dass ich da überhaupt keine Parallelen zu meiner Kindheit ziehen kann.
    Vor allem bin ich an den Medien selbst sehr interessiert bzw. von selbigen abhängig, dass ich meinen Kindern nicht erklären kann, wo die Grenzen liegen.

    Und, was auch ganz wichtig ist, ich habe mich schon immer "nicht normal" gefühlt, konnte es aber nie erklären! Nachdem der Arzt, der die Diagnose bei meiner Tochter gemacht hat, auch noch sagte, dass sich viele Erwachsene aufgrund der Diagnose ihrer Kinder testen lassen, hat es irgendwie klick gemacht.

    Und das Auseinandersetzen mit ADHS und mit mir selbst hat mich dazu gebracht, mich selbst testen zu lassen.

    LG

    Snagila

  7. #7
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsener
    Forum-Beiträge: 30

    AW: Wie war das bei euch mit dem Eigenverdacht?

    Nachdem ich lieber hier im Forum herumlese anstatt mein Studium voranzutreiben und zu lernen, steigert sich mein Eigenverdacht bis zur Gewissheit!

  8. #8
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 867

    AW: Wie war das bei euch mit dem Eigenverdacht?

    Es scheint sich sehr "gut" vererben zu lassen. Ich denke oft, das Verhalten kenne ich doch aus der Verwandtschaft.
    Meine Mutter gilt als cholerisch und wurde als hysterischer Typ eingeordnet als sie mal im Karnkenhaus war. vielleicht....
    Sie hat auch gern mal ein Bier und beim Geld ist sie wie ich.....
    Grübel....

    Nun, da müßte mein Mutter wahrscheinlich selbst draufkommen sich mal testen zu lassen, aber sie hält davon scheinbar nichts.

    Gut, daß die Lehrerin da auch "gebildeter" war und dich auf ADHS ansprach. Meine Lehrer in der Volksschule haben mich für faul, dumm und verträumt abgestempelt und das auch meinen Eltern gezeigt mit entsprechenden Tonfall.

    Als ich mal kurz als Kassiererin jobbte ist mein Volksschuldirktor an der Kasse gewesen und erkannte mich anscheinend wieder- er grinste so abfällig.


    Nachdem ich lieber hier im Forum herumlese anstatt mein Studium voranzutreiben und zu lernen, steigert sich mein Eigenverdacht bis zur Gewissheit!



    Willkommen in meiner Welt- ich denk mir das auch!!!!!!!!!!!!!!

    Manchmal hatte ich auch schon die Befürchtung Internetsüchtig zu sein. Ich kann stundenlang ein paar Seiten angaffen....voll irre!


    Aber zurück zum Thema:
    Das sich anders fühlen ist sicher ein zentraler Punkt.

  9. #9
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 759

    AW: Wie war das bei euch mit dem Eigenverdacht?

    hallo,

    ich kann gar nichts zu dem thema " eigenverdacht " sagen....

    ich wäre nie im leben von allein darauf gekommen, habe mich nie darüber informiert, hatte keine ahnung was adhs überhaupt genau bedeutet und hatte wohl genauso ein falsches bild davon im kopf, wie die meisten " klugscheisser " die keine ahnung haben...

    als mich das 1. mal jemand fragte, ob ich schonmal von adhs gehört hätte bin ich schwer bedient abgezogen. naja, meine infos habe ich also erst nach meiner diagnose hauptsächlich im internet und in büchern gefunden. ( habs nicht so mit dem lesen.....komisch eigentlich, vor jahren habe ich bücher verschlungen - grins - .... )

    habe mich dann auch wiedererkannt in dem gelesenen über adhs...

    aber ganz ehrlich....von allein informationen zu suchen, nach einer erklärung zu suchen, was denn mit mir los sein könnte, da wär ich nicht drauf gekommen....hab zwar gedacht, ich hätte schwer einen an der glocke und es hat mir immer wieder zu schaffen gemacht, dass ich irgendwie anders bin, immer wieder angeeckt bin und ständig an der decke klebte, aber dass es dafür tatsächlich einen grund gibt....eine bezeichnung und vor allem, dass es andere gibt, denen es ähnlich geht....das habe ich erst hier im forum gemerkt...

    schön, dass es euch alle gibt....dass ich dieses forum gefunden habe.

    irgendwann gehe ich vielleicht wirklich gelassener mit mir selber um...die hoffnung stirbt zuletzt...

    lg vom purzel


  10. #10
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 60
    Forum-Beiträge: 1.267

    AW: Wie war das bei euch mit dem Eigenverdacht?

    Ich bin durch die Diagnose eines Bekannten aufmerksam geworden, mit dem ich ausgerechnet ein paar weniger charmante Eigenheiten gemeinsam habe (zuviel Text, zu schnell sprechen, unterbrechen .... ).

    Die Lektüre einiger Fachartikel hat mir das oft beschriebene Gefühl gegeben, dass die Autoren über mich schrieben. Hat mich erst mal ziemlich überzeugt und vor allem erleichtert.
    Trotzdem wurde ich jahrelang von quälender Unsicherheit verfolgt, ob ich es wirklich habe und werde auch jetzt noch gelegentlich unsicher, da die Schwere der Symptome bei mir teilweise grenzwertig ist (teilremittiert).

    Was aber auf jeden Fall stimmt ist die Tatsache, dass nur ADHS meine lebenslangen Schwierigkeiten und "Unfähigkeiten" in ihrer Gesamtheit schlüssig beschreibt.

    lg
    lola

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