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Diskutiere im Thema Wie war das bei euch mit dem Eigenverdacht? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #21
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Alter: 34
    Forum-Beiträge: 67

    AW: Wie war das bei euch mit dem Eigenverdacht?

    Hallo Pumpkin,

    mich würde interessieren,
    wie die tests bzgl ad(h)s bei dir ausgesehen haben, wenn sie sich über einen zeitraum von drei monaten bei dir gezogen haben?

    Gruß,
    die cassis

  2. #22
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 232

    AW: Wie war das bei euch mit dem Eigenverdacht?

    Hello,

    ich denke, der lange Zeitraum kam vor allem dadurch zustande, dass der behandelnde Arzt an der hiesigen Uniklinik (dort gibt es eine ADS Sprechstunde) nur an zwei Tagen pro Woche dort arbeitet.

    Es gab mehrere Termine im Abstand von je ca. zwei Wochen.

    1. Ersttermin mit ausfuehrlicher Anamnese, Biographie, viele Fragen. Dauerte ca. 1 1/2 Stunden. Ich bekam Frageboegen fuer mich und meine Eltern mit, die ich zum naechsten Termin mit dem Arzt wieder mitbringen sollte. Ausserdem noch:
    - Zeugnisse oder Beurteilungen aus der Grundschulzeit
    - Ein aktuelles Blutbild (mit Augenmerk auf die Schilddruesenwerte)
    - MRT vom Kopf

    2. Termin zur ersten Testung: Intelligenztest, verschiedene Tests zur Aufmerksamkeit, Konzentration, geteilte Aufmerksamkeit und Ablenkbarkeit. Dauerte ca. eine Stunde.

    3. Erneutes Treffen mit dem Arzt. Ich brachte die geforderten Unterlagen mit. Er hatte bereits die Ergebnisse der Testung. Zusammen mit den Frageboegen und den anderen Unterlagen, die er nur kurz ueberflog, ergab sich sofort ein Verdacht auf ADHS.

    4. Retestung. Zuvor Blutdruck kontrolliert. Dann einmalige Gabe von 10mg Ritalin. Eine Stunde spaeter erneut Blutdruckkontrolle, dann der Test. Der Intelligenztest fiel dieses mal weg, daher dauerte der gesamte Test auch nur noch knapp 40 Minuten.

    5. Arzttermin. Auswertung der Retestung und Vergleich mit dem ersten Test. Er hatte sich mittlerweile auch die anderen Unterlagen und Frageboegen genauer angesehen. Aus dem Verdacht auf ADHS wurde nun die Diagnose.

    Ich bekam ein Rezept ueber MPH 10mg und die Anweisung zunaechst eine Woche lang taeglich einmal 10mg zu nehmen. In der zweiten Woche dann 2x taeglich 10mg, und in der dritten Woche schliesslich 3x taeglich 10mg.

    6. Letzter Termin in der ADS Ambulanz. Wie waren die letzten drei Wochen? Wie komme ich mit der Dosierung klar, reichen 10mg etc. Ich hatte in der letzten Woche etwas mit der Dosierung gespielt, komme aber mit 10mg als Einzeldosis (unretardiert) gut klar. Mehr fuehrt nur zu Herzrasen und eher gesteigerter Unruhe.

    Kann noch letzte Fragen klaeren, bekomme ein weiteres Rezept ueber MPH. Es wird ein Antrag auf Kostenuebernahme an meine Krankenkasse gestellt und mein Hausarzt bekommt einen ausfuehrlichen Bericht, um mir kuenftig MPH verschreiben zu koennen. Ich kann ein Rezept aber auch jederzeit in der ADS Ambulanz bekommen.

    ___

    Also ich finde dieses Vorgehen durchaus korrekt. Hat zwar etwas gedauert, aber dafuer steht die Diagnose auf sicheren Beinen und muss nicht in Frage gestellt werden.

    Skeptisch sollte man eher werden, wenn ein Arzt schon nach einem Termin / Gespraech direkt MPH verschreibt und ADS diagnostiziert. Das schadet letztlich nur dem "Ruf" von MPH und allen von ADS Betroffenen.

    lg
    der Kuerbis
    Geändert von pumpkin (23.11.2009 um 15:27 Uhr)

  3. #23
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Alter: 34
    Forum-Beiträge: 67

    AW: Wie war das bei euch mit dem Eigenverdacht?

    danke fürs feedback!

    die diagnose ist ja super korrekt durch geführt worden. Toll!

    Gruß!

  4. #24
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 232

    AW: Wie war das bei euch mit dem Eigenverdacht?

    Dafuer nich

    EEG und EKG hab ich vergessen, das wurde noch vor der Retestung in der Uniklinik gemacht.

  5. #25
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztl. Diagnose erst als Erwachsener
    Forum-Beiträge: 33

    AW: Wie war das bei euch mit dem Eigenverdacht?

    Hallo,
    also das was mit mir nicht stimmt das wußte ich schon immer, aber das was gar nicht stimmen kann, nur habe ich nie darüber nachgedacht und habe es so stehen
    gelassen, das war als ich das ertse mal Amphitamine probiert habe.
    Andere sind davon rumgesprungen und konnten sich nicht mehr konzentrieren,
    und bei mir war es genau das Gegenteil. Ich konnte mich auf einmal auf mehrere Sachen konzentrieren, habe stundenlang gebastelt ohne die Geduld zu verlieren usw.
    Ich habe das meinem Arzt in der Therapie erzählt, wir haben einen ADHS-Test gemacht, und alle Punkte waren bei mir zutreffend.
    Er hat sich meine Beurteilungen aus der Schule durchgelesen, und ich wurde sofort zu einem guten Arzt geschickt.
    Ich habe schon gedacht ich wäre annormal, aber das bin ich nicht, ich habe NUR ADHS und bin nicht verrückt
    Ein Freund hatte es mir schon vor Jahren gesagt das er den Verdacht hat, aber ich konnte damit nichts anfangen.
    Als ich es ihm letzte Woche erzählt habe, sagte er nur, siehst´e hab ich doch gesagt
    LG

  6. #26
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 232

    AW: Wie war das bei euch mit dem Eigenverdacht?

    Wobei ich mich - ADS hin oder her - trotzdem nicht unnormal (abnormal?) fuehle

  7. #27
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 36

    AW: Wie war das bei euch mit dem Eigenverdacht?

    ...ich finds echt erstaunlich, wie unterschiedlich hier die Erfahrungen sind ...bei mir wars auch irgendwas dazwischen...

    Nachdem mein Sohn getestet wurde (hat immerhin ein ganzes Jahr gedauert, das ganze Prozedere und ich finds fast schon amüsant, dass ich dabei nie so ganz drauf gekommen bin, dass bei mir das gleiche "Problem" vorliegen könnte) hab ich mir schon gedacht, hm, war bei mir in der Schule eigentlich genau so...früher allerdings war man halt dumm und faul, bzw. verträumt. Ich war trotzdem froh, dass man mittlerweile Möglichkeiten hat, Kindern zu helfen, damit sie nicht einfach nur diesen Stempel aufgedrückt bekommen und gut ist. Schulische Ausbildung unter seinen Möglichkeiten, einfach weil man sich damit abfindet, so wie es bei mir war.

    Dass ICH heute noch eine Handlungsbedarf für mich selbst hätte, habe ich aber nie gesehen.

    Erst jetzt, 5 vor 12, habe ich angefangen, wo diese extremen Agressionen herkommen könnten. Ständige Überforderungsgefühle. Gereiztheit. Depressive Stimmungen, obwohl ich "eigentlich" alles habe. Toller Job, toller Mann, zwei gesunde Kinder. Natürlich nicht in dieser Prioritätenfolge, sorry ;-)

    Nach meinem "Erwachen" nun kann ich kaum mehr was anderes machen, als in meiner Vergangenheit zu wühlen und zu überlegen, ob das nicht doch andere Ursachen hatte. Kein Durchhaltevermögen in der Schule, ständiger Versagensdruck, kaum Selbstwertgefühl - und doch hab ich immer lt anderer ein übermässiges Selbstbewusstsein ausgestrahlt (super Schauspieltalent?). Selbst meine Therapie vor ein paar Jahren nach meiner ersten Trennung, auf die ich mit Essstörungen und Depressionen reagiert habe stelle ich mittlerweile in Frage. Geschadet hats natürlich nicht.

    Aber eine Frage kriege ich nicht mehr aus dem Kopf---- wie viel Zeit meines Lebens habe ich damit schon verloren????

    Eure
    Crazymom

  8. #28


    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 59
    Forum-Beiträge: 6.172

    AW: Wie war das bei euch mit dem Eigenverdacht?

    Ich habe es auch erst durch die Diagnose bei meinem Sohn herausgefunden.
    Nachdem er die Diagnose hatte, habe ich mich mit dem Thema intensiv auseinandergesetzt und dachte ich: Das ist doch normal, das habe ich auch.

    Dabei habe ich auch schon als Kind gemerkt, dass ich anders bin und eigentlich mehr in mir stecken müsste, als ich zeigen konnte.

    Dann hörte ich dass auch Erwachsene betroffen sein können und da habe ich den Zusammenhang erkannt und habe mich abklären lassen.

  9. #29
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 61
    Forum-Beiträge: 767

    AW: Wie war das bei euch mit dem Eigenverdacht?

    Ich wusste immer, dass ich anders bin.

    Mit 16 IQ Test von 116 - also ganz normal

    MIt Mitte 40 IQ Test im Readers Digest (Werbung zu Mensa) ich hatte irgend was über 133
    Meldete mich also bei Mensa an zur offiziellen Testung: Unter Zeitdruck etwas in Grössenordnung 124

    War etwas sauer, weil ich Leute suchte, die meine "Sprache" sprechen und ich nicht bei Mensa aufgenommen wurde, nur ab 130.

    Vor einigen Wochen meinte jemand: ah.. Linkshänderin.. ja.. die sind clever, kreativer als andere. Habe mich in Linkshänderforum angemeldet, wurde dort aber total schräg angeschaut mit meinen Ideen. MIr stehen jetzt noch die Haare zu Berge. Saubande!
    Man meinte dann ich solle doch zu den HBs gehen.

    Ging also zu den HBs. Auch dort sprach man nicht "meine Sprache".

    Wollte dann einer Arbeitskollegin erklären, dass ich halt etwas anders sei und deshalb Dinge anders angehe, aber das Wort Hochbegabt wollte ich nicht aussprechen, auch weil ich ja keine 130 IQ hatte.
    Darauf sagte ich: so wie deine Tochter mit ADHS halt etwas anders ist, so bin ich auch etwas anders. Und versuchte einige meiner Probleme zu erklären. Worauf sie immer nickte und sagte: ja, so ist es bei meiner Tochter auch.
    Ich sagte: aber ich bin nicht hyperaktiv.

    Dann ging ich nach Hause und saugte mich im Internet fest.. machte Tests.. ja.. und dann fand ich mich!!! ADS! (Inzwischen vermutlich vom stark strkturierten Typ, aber auch leicht, je nach Situation, hyper/hypo)
    Mitte Januar ist das Gespräch mit der Psychologin/Psychiaterin.

    Ah ja, hier im Forum fand ich "meine Sprache"

  10. #30
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 168

    AW: Wie war das bei euch mit dem Eigenverdacht?

    Hey!

    Ich selber wäre wohl auch nie auf die Diagnose gekommen....Als unser SOhn die DIagnse hatte, habe ich mich intensiv mit der Thematik beschäftigt; habe sehr viel gelesen, bin auf sehr viele Vorträge und Fortbildungen. Als mein Mann mich einmal von solch einem Vortrag abholte, lag dort ein Buch "Die Chaosprinzessin". Mein Mann meinte, ich sollte es kaufen, ich habe verneint! (Wieso wohl?) ER hat es sich gekauft, durch gelesen und vieles markiert ! Tja......Er meinte ich sollte es lesen.....Habe es angefangen zu lesen, es immer wieder böse weg getan....Dann hat mir irgendwann die Ergotherapeutin von unserem SOhn ein Buch in die Hand gedrückt: ADHS bei Erwachsenen - Handbuch. (Wieso wohl ?) Ich war schon etwas "beleidigt", habe mich aber wirklich in diesem Buch gefunden. Dann habe ich die Chaos-Prinzessin zu Ende gelesen. Ich glaube, ich war mir damals schon unbewußt im Klaren, das ich ADHS haben könnte.....Hat trotzdem noch lange gedauert, bis ich zu einem "ADHS-Arzt gegangen" bin, hatte damals despressive Phasen. Die Diagnose hat lange gdauert, mit allen Testungen usw. DANN WAR ES SICHER !!!

    LG

    Hypi

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