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Diskutiere im Thema AD(h)S seit der Kindheit, wie kommt ihr damit zu recht? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 15

    AD(h)S seit der Kindheit, wie kommt ihr damit zu recht?

    Hi ich mache diesen Block auf, um zu efragen wie ihr mit der Diagnose AD(h)S seit/in eurer Kindheit zu recht kommt? / gekommen seit?

    Beispielsweise habe ich die Diagnose Ads mit 7 Jahren erhalten. Bin Jahrgang 1988 und war damals in der 2.Klasse. Zuerst wusste kein Arzt was mit mir "nicht" stimmt, somit sind wir von Arzt zu Arzt gerannt.
    Bis ich bei meinem Kinder Psychologen gelandet bin. Er wusste gleich was mit mir "nicht" stimmt, ADS und Legasthenie sind die Auslöser für die Impulsivität, Gefühls Ausbrüche und ständiges "Desinteresse" oder fehlende Konzentration.

    Meine Lehrer und vor allem mein Grundschulrektor waren der Meinung ich sei Dumm und gehöre schlicht weg auf eine Sonderschule...

    Naja wie sich doch raustellte war/bin ich garnicht so "dumm" wie mir mein Abi bescheinigt...

    Dann kam der Zeitpunkt das mein Kinderpsychologe in Rente ging.. Es folgte die Pupertät und plötzlich war ich der Meinung ich sei geheilt und ADS adee vorallem auch die Hänseleien in der Schule von Klassenkameraden brachten mich dazu, nicht mehr anders sein zu wollen. Die wirklichkeit sah zwar ganz anders aus und mein Leben
    verlief im Chaos, aber meine Eltern ertrugen es mit Würde.


    Meinen Realschulabschluss mit sehr viel Unterstüzung meiner Eltern auch ohne Medis geschafft, sowie die Berufsausbildung mit leidenschaftlichem Chaos gemeistert. Das neue Ziel hies für mich Abitur

    Erst mit meinem Abi wurde ich auf den Boden der Realität zurück geholt, was Konzentration und Ordnung
    im Leben betrifft... Ich bin seitdem wieder in Behandlung und fange an mich selbst zu akzeptieren.

    Und ihr so?????????????
    Lg Frederic
    Geändert von Frederic (31.07.2013 um 15:36 Uhr)

  2. #2
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 230

    AW: AD(h)S seit der Kindheit, wie kommt ihr damit zu recht?

    Moiner!

    Die Überschrift ist bischen komisch, weil man im Allgemeinen AD(H)S immer seit der Kindheit hatte (es möge Ausnahmen geben... vllt. entdeckt man in Zukunft, dass es auch andere Möglichkeiten gibt, es zu "erwerben"), wenn das der Fall ist.
    Im Text stellte sich jedoch heraus, dass Du damit die Diagnose in der Kindheit gemeint hattest. Kann man die Überschrift ändern?

    Ich bekam die Diagnose nicht in meiner Kindheit, weil meine Eltern nicht von Arzt zu Arzt gelaufen sind deswegen.
    Aber wäre vielleicht besser gewesen.

    Herzliche Grüße

  3. #3
    Holdibaldi

    Gast

    AW: AD(h)S seit der Kindheit, wie kommt ihr damit zu recht?

    Hi Frederic,

    bei mir wurde in der Kindheit nichts diagnostiziert, mein ADS (hypoaktiv) gabs damals schlicht und einfach noch nicht. Dafür wurde ich von meiner Grundschullehrerin (eine sehr einfühlsame Pädagogin) tatkräftig wachgerüttelt und angeschnauzt. Der kleine Holdi hat damals aber nicht kapiert, was die böse Frau von ihm möchte. Er hat nur verstanden, dass er sich irgendwie nicht so benimmt, wie er sich benehmen sollte. Sie wollte mich auf die Hauptschule schicken, dabei waren meine Grundschulzeugnisse gar nicht so schlecht (hab neulich mal nachgeschaut).Der kleine Holdi wollte mit seinen realschultauglichen Noten (die er ohne Hilfe der Eltern geschafft hatte, da jene zu ungeduldig waren, dem verträumten Kind stundenlang beim Heulen zuzuschauen) aber unbedingt auf die Realschule, weil sie ja höher ist als Hauptschule und wer will sich schon freiwillig herabstufen lassen?

    Nach sechs weiteren Schuljahren mit Höhen und Tiefen (manche Fächer in Hochzeiten eine Glatte 1, nämlich immer dann, wenn mich etwas besonders angefixt hatte), meistens aber waren die Tiefen tiefer. Ausgeprägte pubertäre Phase, gerade noch rechtzeitig vor dem Abschluss wieder gefangen und bis auf die 4 in Mathe ganz ordentlich (und ohne Unterstützung der Eltern) abgeschlossen.

    Es folgte eine abgebrochene Ausbildung, Jobberei, Resignation; kurzum: Zerstörung des Restselbstbewusstseins. Dann doch nochmal gefangen und Abi nachgeholt mit Preisen in Deutsch und Philosophie; gelernt hab ich dafür so gut wie nix. Hatte inzwischen intellektuell offenbar nochmal einen Entwicklungsschub gemacht, so dass das nicht mehr nötig war.Kam mit dieser neuen Situation (auf einmal kann ich was, und das auch noch viel besser als der Durchschnitt??) allerdings offenbar nicht zurecht, ich konnte nicht akzeptieren, dass ich nicht der vertrottelte Idiot bin, für den ich mich all die Jahre gehalten hatte.

    Im Studium hab ich dann auch alles dafür getan, den Idioten zu spielen und mich in meiner alten Rolle festzunageln. Zum Glück erkannte ich schließlich doch mit einem letzten Rest an Selbstachtung (meine Frau spielt hier eine wichtige Rolle), dass ich ein gewichtiges Problem haben muss, da mein Verhalten am Ende jeden rational fassbaren Rahmen sprengte.

    Ich fange langsam an mich zu entdecken, ohne dabei das negative Selbstbild wie eine Klette mitzuschleifen.

    Deine Frage war: "Und ihr so?" Nun: Das war ich so!

    Viele Grüße,

    Holdi
    Geändert von Holdibaldi (31.07.2013 um 16:54 Uhr)

  4. #4
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Alter: 34
    Forum-Beiträge: 1.197

    AW: AD(h)S seit der Kindheit, wie kommt ihr damit zu recht?

    ich wusste nur das ich viele Höhen und Tiefen hatte. Meine Mutter ist mit mir nie zum Arzt. Auch wenn ich Lernschwierigkeiten hatte. Ich müsste mich halt genug anstrengen damit ich das Klassenziel erreiche, der Meinung waren auch meine Lehrer. Es wurde halt einfach nicht gesehen bzw versucht zu übersehen und dann Mitleid mit mir haben das ich es ja sooooo schwer hatte und dann noch die Hänseleien. Warum ich das erst jetzt erfahren muss hmmm
    Geändert von sourcream (31.07.2013 um 18:15 Uhr)

  5. #5
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 15

    AW: AD(h)S seit der Kindheit, wie kommt ihr damit zu recht?

    Hi Streamy,
    stimmt jetzt wo du es sagst ist die Überschrift wirklich etwas irreführend.... Ich habe bis jetzt leider nicht rausgefunden wie man sie ändern kann...?! Hilfe?!

    Danke für deinen Denkanstoß

    Liebe Grüße Frederic

  6. #6
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 157

    AW: AD(h)S seit der Kindheit, wie kommt ihr damit zu recht?

    Ich bin irgendwie vorher besser mit ADS klar gekommen als nach der Diagnose, wobei dieses zeitgleich mit der falschen Behandlung geschehen war.

    Das erste war wohl, dass ich nie aus dem Bett oder pünktlich ankam. Das ich "anders" war wusste ich eigentlich bereits, als man mich in der Grundschule gehänselt bzw. verstoßen hatte. Irgendwie hat man es verdrängt bzw. wurde es einem ausgeredet, wobei ich mich ohnehin nicht so viel für die anderen interessiert habe. Ich war sehr verträumt, wollte in Ruhe gelassen werden und zog mich lieber in meine Traumwelten und dies half sogar dagegen, dass ich nur als Sandsack missbraucht wurde. Oftmals saß ich nach der Schule vor dem PC, hatte aber den ganzen Tag über Rituale - die mir erst jetzt auffallen - und das half mir auch irgendwie von dem täglichen Stress abzulenken.
    Die Schulnoten waren ausreichend um versetzt zu werden, aber so sehr schwankend, dass man mich mit einer Achterbahn verglichen hat. Sobald mich ein Thema interessierte hatte ich immer Noten von 1-2+ , danach waren 3er die Tagesordnung, jedoch bin damals ich nur über eine 4- gekommen. Meine vorgeworfenen Schwächen wurden irgendwie damit ausgeglichen; dass ich alles tat, was man mir sagte.
    Die Lehrer hatten nie wirkliche Probleme mit mir. Ich habe in der Zeit irgendwie ein Verfahren entwickelt, wie man träumt und aufmerksam zu gleich war - auch wenn man dadurch schneller seine Grenze erreicht. Das einzige Problem war damit nur, dass ich verträumt aussehe - was an sich scheinbar nicht jedem gefiel. Dennoch schwankte meine Konzentrationsfähigkeit zu viel und so ging ich mit meinen Eltern oftmals zum Arzt, der erst Probleme mit dem Blut bzw. Blutdruck verdächtigte. Mit Korodin-Tropen und gefährlich hohem Traubenzucker-Konsum hielt ich mich über Wasser. Das ganze funktionierte auch bis zur 8.Klasse, danach aber nicht mehr und bin zusammengebrochen...

    sourcream schreibt:
    [...] Es wurde halt einfach nicht gesehen bzw versucht zu übersehen und dann Mitleid mit mir haben das ich es ja sooooo schwer hatte und dann noch die Hänseleien. Warum ich das erst jetzt erfahren muss hmmm
    Die Betreuer in meiner Kinder- & Jugendpsychiatrie haben sogar alles daran gesetzt, dass die Autismus-ADHS-Diagnose wieder auf Schizophrenie gesetzt wird, zumal ich tatsächlich durch die falschen Medikamente psychotisch geworden sind.

    Wenn "Menschen" die Möglichkeit haben etwas nicht sehen zu müssen oder es besser zu übersehen - geschweige denn dafür am Ende noch etwas akzeptieren zu müssen - werden sie diese Möglichkeit ausnutzen !
    Da stelle ich mir die Frage wie das gehen soll, da es doch bedeutet, dass sie es die ganze Zeit lang schon wissen. o_O

  7. #7
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 56

    AW: AD(h)S seit der Kindheit, wie kommt ihr damit zu recht?

    Ich habe mich schon oft gefragt, ob mein Leben wohl anders verlaufen wäre, wenn ich die Diagnose als Kind und nicht erst mit 28 Jahren bekommen hätte.
    Ich wuchs in einem sehr strengen Umfeld auf und habe wohl deswegen "funktioniert". Mit meiner Angst vor Sanktionen habe ich viel kompensiert.
    In der Grundschule war ich gut und bekam eine Gymnasialempfehlung. Meine Grundschullehrerinnen schrieben: "In allen Bereichen fällt auf, dass Joy sich gut konzentrieren kann". Ich fiel nie negativ auf und habe nicht gestört (und wenn, dann so, dass die Lehrerin es nicht mitbekam).
    Auf dem Gymnasium war ich dann von Anfang an sehr überfordert. In manchen Fächern, wenn ich die Lehrer mochte oder das Thema mich interessierte, war ich gut. Ich merkte sehr bald, dass ich große Schwierigkeiten damit habe mich zu konzentrieren. Damals fiel ich auf die Dextroenergen-Werbung rein und dachte, wenn ich den Traubenzucker vor der Klassenarbeit lutsche, dass ich dann eine gute Note schreibe. Komisch, hat nicht geklappt.

    Zu der Zeit war ich auch Dauerpatient beim Orthopäden und Physiotherapeuten wegen starken Verspannungen. Und ich war für zwei Wochen in der Kinderklinik (wegen einer ganz anderen Sache) und dort täglich beim Kinderpsychologen. Er hat mit mir viele Gespräche geführt, aber auch so ne Art Intelligenztests gemacht. Er sagte anschließend zu meiner Mutter, dass ich langsam bin, aber sonst alles okay sei. Mit 13 oder 14 Jahren war ich dann noch bei meinem Kinderarzt in einer Teenysprechstunde und berichtete von meinen Schulproblemen und dass ich gerne was ändern würde. Ich weiß nur, dass es bei diesem einen Mal geblieben ist. Ich vermute, dass ich mich von ihm nicht erst genommen gefühlt hab. Auf jeden Fall konnte er mir nicht helfen.
    Das alles war Ende der 90er und ADHS nicht soooo unbekannt.

    Also bin ich vom Gymnasium runter auf die Gesamtschule. Dort lief es schon viel besser. In der 12. Klasse verließ mich meine "große Liebe" und von da an lief es nur bergab. Im Abi bin ich durchgefallen, obwohl ich zu Beginn der Oberstufe noch gut war. Okay, dann mit dem Fachabi kurz an der FH studiert. Wieder die Totale Überforderung.

    Niemand hat mein ADHS bemerkt. Und wenn ich in meiner Berufsausbildung nicht angefangen hätte meine Konzentrationsschwierigkeiten zu googeln, wäre ich wohl noch lange nicht drauf gekommen.

    An diesem "Abi-Durchfall" habe ich heute noch zu knabbern. Mein Selbstwertgefühl wurde (u.a.) dadurch zerstört. Und ich denke, diese Erfahrung wäre mir erspart geblieben, wenn ich rechtzeitig, also mit 12, 13, 14 J. die Diagnose bekommen hätte.

    Und ich denke auch, dass die jenigen, die in der Schule nicht gestört haben oder auffällig waren, die Diagnose in der Kindheit ihren Eltern zu verdanken haben!

  8. #8
    howie

    Gast

    AW: AD(h)S seit der Kindheit, wie kommt ihr damit zu recht?

    Hast Du jetzt Abi oder machst Du s gerade?
    Hab die Diagnose erst mit 30 bekommen. Hab s nicht glauben wollen. Letztes Jahr im Oktober bin ich zu einer Coaching frau marschiert - nochmal die Diagnose (diesmal mit anderen Fragebögen).
    Erst jetzt sehe ich ein dass ich wohl wirklich Therapie brauche.
    In der Grundschule sollte ich erst in die Sonderschule gesteckt werden, dann (bis zum ersten halbjahr der zweiten klasse) hat man mich ständig versetzt - zu Jungen und zu Mädchen, so dass ich neben jedem in der Klasse gesessen bin - bis ich einen Einzelplatz hatte.
    Tja und so probleme hatte ich meine ganze schullaufbahn.
    Abi hab ich zwar ein schlechtes, aber ich hab mich auch überhaupt nicht angestrengt.
    Studium ist da schon schwerer - deswegen geh ich ja jetzt in therapie

  9. #9
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 56

    AW: AD(h)S seit der Kindheit, wie kommt ihr damit zu recht?

    Nein, ich hab kein Abi und ich werde es auch nicht noch mal versuchen. Brauch ich auch nicht mehr, da ich inzwischen eine Berufsausbildung habe.

  10. #10
    howie

    Gast

    AW: AD(h)S seit der Kindheit, wie kommt ihr damit zu recht?

    @kontrolljoy - ja, jetzt hab ich das, was Du geschrieben hast, ganz gelesen - Du schreibst ja eindeutig...
    aber nein, ich meinte frederic wollte wissen ob der jetzt abi hat.

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