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Diskutiere im Thema Begutachtung zur Notwendigkeit einer medizinischen Rehabilitation im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #1
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 39
    Forum-Beiträge: 1.209

    Begutachtung zur Notwendigkeit einer medizinischen Rehabilitation

    Hallo liebe Gemeinde,

    ich muss mich jetzt auch mal mit einer konkreten Frage an Euch wenden.

    Ganz kurz im Schnelldurchlauf die Vorgeschichte: Habe eine medizinische Reha zur stationären Behandlung meiner ADHS beantragt. Reha wurde durch die Deutsche Rentenversicherung Bund abgelehnt. Habe Widerspruch eingelegt, gleichzeitig hat mein Arzt der DRV ein bißchen Druck gemacht. Jetzt soll ich zu einem Neurologen um ein Gutachten erstellen zu lassen ob die medizinische Rehabilitation gerechtfertigt ist. Der Termin ist schon nächste Woche.

    Ich habe vor dieser Begutachtung nicht direkt Schiss, weil ich weiß, dass die Reha zwingend notwendig ist und die ambulanten Maßnahmen nicht ausreichend sind. Trotzdem geht mir jetzt im Kopf um was in der Begutachtung alles von mir verlangt werden wird. Ich frage mich wie ich dem Gutachter in kürzester Zeit die Inhalte meiner ganzen Lebens- bzw. Krankengeschichte rüberbringen soll. Immerhin habe ich dafür bei meinen Ärzten schon Jahre gebraucht.

    Meine konkrete Frage an Euch ist, ob jemand schon eine solche Begutachtung hinter sich hat?

    Welche Untersuchungen, Tests, etc. in einer solchen Begutachtung durchgeführt werden?

    Welche Gesprächsinhalte relevant für den Gutachter sind? Welche Fragen dort geklärt werden müssen?

    Und so weiter.

    Ich bin mir sicher, dass ich im Gespräch mit dem Gutachter viele wichtige Gedächtnisinhalte nur abrufen kann, wenn ich mich ein bißchen darauf vorbereiten kann. Es wäre hilfreich, wenn Ihr mir Eure Erfahrungen mitteilen könntet.

  2. #2
    .

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.018

    AW: Begutachtung zur Notwendigkeit einer medizinischen Rehabilitation

    Hoi Nietzsche,

    Es wird wohl ein Gutachter sein den du dir über die Rentenversuchung aussuchen..."durftest"

    Reha wird erstmals-(zweitmals/öfters) also immer durch die DRV abgelehnt. (sparen)

    Ganz kurz im Schnelldurchlauf die Vorgeschichte:
    Wenn du Glück hast, hast du Glück! (Er liest sich vieles durch, und denkt nicht nur an sein Honorar.)

    Ich frage mich wie ich dem Gutachter in kürzester Zeit die Inhalte meiner ganzen Lebens- bzw. Krankengeschichte rüberbringen soll. Immerhin habe ich dafür bei meinen Ärzten schon Jahre gebraucht.
    Das hab ich mich auch gefragt...vorher... und auch hinterher, also nachdem er 45 Minuten später fertig war.

    Welche Untersuchungen, Tests, etc. in einer solchen Begutachtung durchgeführt werden?
    nichts was du nicht schon kennen wirst. .

    Welche Gesprächsinhalte relevant für den Gutachter sind? Welche Fragen dort geklärt werden müssen?
    Ich wünsche dir jemand, dem es interessiert und der dir helfen möchte.




    Nun, meine Erfahrung ist wohl nicht sehr hilfreich, ein wirklichen Tipp kann ich auch nicht geben,
    es hat viel mit dem zwischenmenschlichen zu tun und wohl damit wie viel Spielraum der Gutachter für ein positives Ergebnis hat.

    Idee ... nichts persönlich nehmen, durchhalten, weiter machen, nach Rechte und Pflichten schauen, Beistand suchen (z.B. Sozialverband)


    Ich hoffe und wünsche dir das jemand hier etwas bessere Aussagen machen kann, ich habe leider etwas früh aufgegeben.


    Toller Tread, bin gespannt und werde es verfolgen.
    Wenn du magst schreib doch bitte wie es dir ergangen ist und wie es weiter geht.


    Viel Erfolg u. lieben Gruß
    Smiley
    Geändert von Smiley (27.07.2013 um 03:19 Uhr)

  3. #3
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 1.096

    AW: Begutachtung zur Notwendigkeit einer medizinischen Rehabilitation

    Hallo

    ich wurde zweimal begutachtet: das letzte Mal war die Hölle. Ich kam gar nicht dazu, etwas zu erzählen, sondern wurde nur nach Daten, Zahlen und Fakten gelöchert. Zudem war das ein Psychiater, der selbst nicht an Diagnosen "geglaubt" hat, und meine Erkrankungen also solche gar nicht angesprochen hat.
    Meine Reha wurde nicht genehmigt.

    Beim ersten Mal schon: da war es eine blasse nichtssagende Ärztin, die fast kein Deutsch verstand. Da bekam ich die Genehmigung.

    VG Amn

  4. #4
    Kopfkino deluxe

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 44
    Forum-Beiträge: 678

    AW: Begutachtung zur Notwendigkeit einer medizinischen Rehabilitation

    Nietzsche schreibt:

    Meine konkrete Frage an Euch ist, ob jemand schon eine solche Begutachtung hinter sich hat?

    Welche Untersuchungen, Tests, etc. in einer solchen Begutachtung durchgeführt werden?

    Welche Gesprächsinhalte relevant für den Gutachter sind? Welche Fragen dort geklärt werden müssen?

    Und so weiter.

    Ich bin mir sicher, dass ich im Gespräch mit dem Gutachter viele wichtige Gedächtnisinhalte nur abrufen kann, wenn ich mich ein bißchen darauf vorbereiten kann. Es wäre hilfreich, wenn Ihr mir Eure Erfahrungen mitteilen könntet.
    Ich war auch erst in diesem Jahr bei einem Gutachter, der mir von der DRV genannt wurde, ein Neurologe.
    Da ich meinen persönlichen und auch medizinischen (nicht beruflichen) Lebenslauf immer auf dem aktuellsten Stand halte,
    habe ich diese natürlich mitgeschleppt und auch mein Attest, dass ich an ADS leide und welche Schwierigkeiten es mir bereitet.
    Außerdem schreibe ich immer mal wieder an meinen aktuellen Symptomen, habe ich auch vorgelegt.
    (Die meist typischen ADS-Symptome und auch die von Depressionen)

    Nur leider hatte dieser Neurologe anscheinend keine Lust, sich den ganzen von mir mitgeschleppten Papierkram durchzulesen.
    Er bombardierte mich nur mit Fragen, die ich so schnell nicht beantworten konnte und ich verwies immer wieder auf die vor ihm liegenden Papiere.
    Ich betonte natürlich auch, dass ich leider sehr viel vergesse und eben deswegen alles mitgebracht habe.

    Er prüfte dann noch meine Reflexe von Knien und Armen und dann konnte ich gehen.
    So nett der Neurologe auch war, doch anscheinend lag es an seinem Bericht, dass mir die Reha versagt wurde.

    (Ich überlege, mir den Bericht mal abzuholen. Die DRV wollte ihn nicht aushändigen.)

    Hier sind meine Fragen zum Gutachten:
    https://adhs-chaoten.net/treffpunkt-...utachtung.html
    Geändert von Ilka1973 (27.07.2013 um 10:43 Uhr)

  5. #5
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 284

    AW: Begutachtung zur Notwendigkeit einer medizinischen Rehabilitation

    Der erste Gutachter war bei mir ein Internist, und der meinte ,dass er sich mit psychischen erkrankungen nicht auskennt. natürlich bekam ich eine ablehnung.
    darauf hin ging ich zum vdk wegen dem wiederspruch. also bekam ich einen weiteren gutachter, psychiater. über eine stunde war ich bei ihm, er hat mich gelöchert mit fragen zu allen bereichen meines lebens. alles was ich privat dabei hatte an schreibkram hat er mir abgenommen und behalten.
    ich war richtig voller zuversicht, der ist gut. hatte schon hoffnung auf hilfe.
    dann kam das vernichtende urteil.
    Laut dem gutachter habe ich eine leichte depression, und bin voll leistungsfähig.
    bis jetzt wurden mir alle massnahmen abgelehnt.

  6. #6
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Fachperson
    Forum-Beiträge: 671

    AW: Begutachtung zur Notwendigkeit einer medizinischen Rehabilitation

    Ein Erstantrag wird ja fast immer erstmal abgelehnt. Die DRV ist dann "grosszügiger", wenn man in Ausbildung oder berufstätig ist bzw. Hoffnung auf eine erneute Arbeitstätigkeit besteht.

    Hilfreich für einen Gutachter ist, wenn man (ggf. auch schon als Stichwortliste) typische Probleme im Beruf und Alltag schildert. Meinetwegen schon in der Schule, wie ständig vergessene Unterlagen oder das Nicht-Abgeben von Hausaufgaben, die man aber gemacht hat. Schildern, dass man reizoffen ist und dies ggf. auch anhand von einem Beispiel erklären. Es geht dabei nicht allein um den Schweregrad, sondern um das störungsspezifische an der ADHS-Problematik.

    Dann würde ich versuchen dazustellen, was man (bzw. der Hausarzt) schon an Therapieversuchen gemacht hat. Und warum eben vor Ort keine Behandlung möglich ist.

    Gründe hierfür können sein :
    - Belastung am Heimatort durch familiäre Konflikte / Stress zu Haus
    - fehlendes therapeutisches (störungsspezifisches Angebot)
    - Maßnahmen ausgeschöpft, dennoch keine Leistungsfähigkeit

    Das Dilemma ist, dass Maßnahmen der DRV ja vergleichsweise kurz sein sollen (5 Wochen derzeit, im Einzelfall auch mal länger). Wenn man "zu krank" ist, wird der Gutachter immer auf Akutmaßnahmen in der Psychiatrie verweisen. Was aber ja auch nichts bringt.

  7. #7
    Kopfkino deluxe

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 44
    Forum-Beiträge: 678

    AW: Begutachtung zur Notwendigkeit einer medizinischen Rehabilitation

    web4health schreibt:
    Ein Erstantrag wird ja fast immer erstmal abgelehnt. Die DRV ist dann "grosszügiger", wenn man in Ausbildung oder berufstätig ist bzw. Hoffnung auf eine erneute Arbeitstätigkeit besteht.

    Hilfreich für einen Gutachter ist, wenn man (ggf. auch schon als Stichwortliste) typische Probleme im Beruf und Alltag schildert. Meinetwegen schon in der Schule, wie ständig vergessene Unterlagen oder das Nicht-Abgeben von Hausaufgaben, die man aber gemacht hat. Schildern, dass man reizoffen ist und dies ggf. auch anhand von einem Beispiel erklären. Es geht dabei nicht allein um den Schweregrad, sondern um das störungsspezifische an der ADHS-Problematik.

    Dann würde ich versuchen dazustellen, was man (bzw. der Hausarzt) schon an Therapieversuchen gemacht hat. Und warum eben vor Ort keine Behandlung möglich ist.

    Gründe hierfür können sein :
    - Belastung am Heimatort durch familiäre Konflikte / Stress zu Haus
    - fehlendes therapeutisches (störungsspezifisches Angebot)
    - Maßnahmen ausgeschöpft, dennoch keine Leistungsfähigkeit

    Das Dilemma ist, dass Maßnahmen der DRV ja vergleichsweise kurz sein sollen (5 Wochen derzeit, im Einzelfall auch mal länger). Wenn man "zu krank" ist, wird der Gutachter immer auf Akutmaßnahmen in der Psychiatrie verweisen. Was aber ja auch nichts bringt.
    Alles durch, alles probiert und trotzdem nach Widerspruch abgelehnt.
    (Mein Bruder hat für die gleiche Klinik in Bad Bevensen `nen Reha-Antrag gestellt und sofort genehmigt bekommen,
    auch er steckt mitten in der Ausbildung)
    Meine Integrationsmanagerin im Berufsförderungswerk meinte, da beißt sich ja die Katze in den Schwanz.
    Einerseits soll ich eine Umschulung, finanziert durch die DRV, bestehen und dann wird mir die nötige Hilfe verweigert.

  8. #8
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 39
    Forum-Beiträge: 1.209

    AW: Begutachtung zur Notwendigkeit einer medizinischen Rehabilitation

    Hey Leuts,

    Danke schonmal für die Antworten. Ich bin zwar jetzt nicht zuversichtlicher, weiß aber wenigstens wie ich mich vorbereiten werde. Ich hab ja genug Selbstbeschreibung in Papierform gesammelt. Ich werd jetzt mal versuchen, die wichtigsten Symptome und Beispiele in ne Zusammenfassung zu pressen. Vielleicht versteht der Gutachter, dass ich auf so nen Spickzettel angewiesen bin. Womit ich ihm leider nicht dienen kann, ist ne ausführliche Biographie. Ich habs die letzten 12 Monate nicht gebacken gekriegt mich an mein Leben zu erinnern, dann werd ichs jetzt in zwei Tagen auch nicht mehr schaffen. Wird er sich mit den Beschreibungen meiner Eltern begnügen und das "schwarze Loch" während meiner 20er akzeptieren müssen.

    Schildern, dass man reizoffen ist und dies ggf. auch anhand von einem Beispiel erklären
    Das ist schonmal ein ganz guter Hinweis. Reizoffenheit und Informationsverarbeitung sind ohnehin meine Kernprobleme die vielen weiteren Problemen zugrunde liegen. Ich denke, dass ich mich im Gespräch mit dem Gutachter darauf konzentrieren werde (bzw. es zumindest versuchen werde).

    - fehlendes therapeutisches (störungsspezifisches Angebot)
    Den Ball kann ich getrost an den Gutachter zurückgeben. Auch der wird mir in meiner wunderschönen Heimat keine Klinik empfehlen können, deren therapeutisches Fachwissen zu ADHS nicht auf Wikipedia beruht. Selbst in unserer Landeshauptstadt gibt es keine geeignete Anlaufstelle.

    Wenn man "zu krank" ist, wird der Gutachter immer auf Akutmaßnahmen in der Psychiatrie verweisen. Was aber ja auch nichts bringt.
    Das ist nochmal ein gutes Stichwort. Ich darf auf keinen Fall vergessen den Gutachter darauf hinzuweisen, dass mir mit einer Akutpssychiatrischen Behandlung nicht geholfen ist. Ich arbeite ja zufällig selbst in einer solchen Klinik und weiß deswegen, dass ein solches Setting mir nichts bringen wird. In unserer Klinik ist man mit einer Affektiven oder einer schizophrenen Erkrankung sehr gut aufgehoben, aber mit einer ADHS auf keinen Fall.

    Ich dank Euch nochmal für die Tips. Ich werd schreiben wies gelaufen ist und was der Gutachter alles von mir wissen wollte

  9. #9
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 39
    Forum-Beiträge: 1.209

    AW: Begutachtung zur Notwendigkeit einer medizinischen Rehabilitation

    Moin Moin,

    habe heute also den Termin hinter mich gebracht. Habe folgende Unterlagen mitgenommen:

    Kurze Zusammenfassung der wichtigsten Symptome (18 Seiten, Arial, Schriftgröße 12)
    Biographie bis zum 19 Lj. (mehr hab ich nicht mehr auf der Platte)
    Medikamentenanamnese
    Suchtanamnese (die sich bei mir auf Nikotin und Koffeein beschränkt)
    Untersuchungsbefunde (Labore, MRT-Schädel, EKG, etc.)

    Der Gutachter eröffnete mit dem Klassiker "Nennen Sie mir Ihre Beschwerden".

    Ich habe ihn dann gefragt, ob ich in den Unterlagen spicken kann, weil ich auch nach dem 1000mal nicht frei erzählen kann.

    Er hatte nichts dagegen.

    Ich habe also mit dem chronischen LSD-Trip angefangen, den ich meine Wahrnehmung nenne. Ich musste ihm ausführlich beschreiben wie ich die Welt sehe und höre und wie wenig Info trotzdem in meinem Gehirn geordnet ankommt. Sogar bezüglich meines Zeitgefühls bzw. meiner Zeitwahrnehmung hat er gefragt.

    Aufgrund der Vielzahl meiner Beschwerden bin ich nur bis zu Punkt 3. "Konzentration, Aufmerksamkeit und Auffassung gekommen. Danach hat er schmunzelnd abgewunken. Ich denke es hat ihm gereicht.

    Anschließend wollte er wissen, wie sich die Symptomatik konkret auf Beruf und Privatleben auswirkt. Er wollte wirklich konkrete Situationen wissen. Da hab ich erstmal geschluckt, weil es derer so viele gibt. Aber auch diese Hürde habe ich glaube ich ganz gut genommen, denn er sagte lediglich: "Na sauber!"

    Auch nett war der Exkurs in meine Suchtanamnese. Ich hab ihm berichtet, dass ich ausschliesslich schwarzen Tabak rauche, davon ca, 40 Zigaretten täglich. Auch mein Kaffeekonsum von 3l täglich hat in beeindruckt. Dass der hohe Konsum unter Umständen mit dem Gehirnstoffwechsel zusammenhängt schien ihm bekannt zu sein, denn er fragte sofort ob der Konsum unter Medikinet Adult zurückgegangen sei. Dass dem so war schien ihn irgendwie zu befriedigen.

    Das brachte ihn sofort zur Medikamentenanamnese. Da machte er große Augen. Insbesondere zu den eigenartigen Wirkungsweisen die Ssri und Neuroleptika bei mir zeigen. Er fragte wie man das aushält. Ich antwortete: "Dicke Eier."

    Das Gespräch selbst beendete er mit der Frage, warum ich in eine Klinik wolle die 700km weit entfernt ist. Ich habe ihm geantwortet, dass es mir nichts bringt mich in der Allerweltspsychosomatik um die Ecke 6 Wochen lang mit dem Igelball abzurollen. Daraufhin musste er wieder schmunzeln und sagte: "Da haben Sie auch wieder recht."
    Ich glaube er sah es ein, dass ich eine echte Fachklinik brauche, die sich mit Typen wie mir auskennt.

    Abschließend hat er mich noch neurologisch untersucht, Finger auf die Nase, und so weiter.

    Ob ich jetzt Punkte sammeln konnte, weiß ich nicht. Aber den Termin so gut hinter mich gebracht zu haben bin ich froh.

    Achja. Ganz zum Schluss musste ich noch eine Wender-Utah und eine Homburger-Skala ausfüllen. Die hab ich schon 3x gemacht, war also nicht sehr überrascht.

  10. #10
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Fachperson
    Forum-Beiträge: 671

    AW: Begutachtung zur Notwendigkeit einer medizinischen Rehabilitation

    Na super gemacht !

    Besser kann es doch eigentlich gar nicht laufen.

    Gute Vorbereitung ist die halbe Miete.

    Wobei : Wo die andere Hälfte ist, weiss ich auch gerade nicht....

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