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Diskutiere im Thema meine Mutter auch - oder ist es etwas anderes? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #1
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 193

    meine Mutter auch - oder ist es etwas anderes?

    Hallo Zusammen,

    vielleicht kann mir jemand helfen. Nachdem ich meine Diagnose vor 2 Monaten erhalten habe, fällt mir jetzt auf, dass in meiner Familie wohl auch Fälle von ADS auftreten.

    Mein Bruder ist gesichert. Meine Tante war immer ein Sonderling. Sie hat wohl schon als Kind immer nur geträumt und ihr Leben verschlafen. Trifft man sie in der Stadt, nimmt sie einen nicht wahr. Sie gilt als egozentrisch und eingebildet. Hat seit Kindheit diffuse Beschwerden, die nie ein Arzt gefunden hat. Gilt als chaotisch und unstetig.

    Das größte Problem ist meine Mutter. Sie hat schon mehrfach den Kontakt zu mir (nicht zu meinem Bruder, der aber den Kontakt auf 2 Stunden im Monat begrenzt) abgebrochen. Sie ist von meinem Vater (bis zur Scheidung vor 35 Jahren) immer wieder betrogen worden und hat alle Probleme darauf geschoben. Sie hat begonnen, ohne Ende zu reden. Aber nur negativ. Sie redet schlecht über Männer, Arbeitslose, Ausländer, die Regierung. Ohne Punkt und Komma. Ohne Luft zu holen aber mit regelmäßigen Wiederholungen. Jeder Versuch sie zu unterbrechen, scheitert. Sie ist dann beleidigt und wird ausfallend.

    Sie kann nicht ertragen, wenn ich sie nicht zuerst anrufe, regelmäßig anrufe. Wenn sie mich besucht hat, kann sie es nicht ertragen, wenn noch jemand dabei ist. Mittlerweile sind auch meine Erwachsenen Kinder eine Belastung für sie. Wenn wir sie zu einer Veranstaltung mitgenommen haben, hat sie sofort die Veranstaltung verlassen, wenn mich jemand aus dem Bekanntenkreis angesprochen hat und die Aufmerksamkeit von ihr weg war.

    Sie kann auf unseren Festen nicht in den Raum gehen, wo schon Gäste sind. Sie erträgt es nicht und weigert sich. Wenn Sie etwas mitbringen soll (z.B. Salat) bringt sie den ungewaschenen Salat mit und fängt an, ihn in meiner Küche zuzubereiten.

    Gehen wir in ein Restaurant, isst sie nichts und verlangt nach Essen, sobald wir das Restaurant verlassen haben. Sie will immer im Mittelpunkt stehen und wird ausfallend, wenn sie das nicht ist. Vor Verzweiflung sind mein Bruder und ich schon mal bei einer Psyschoterapeutin gewesen, die (ohne Gewähr) meinte, es könnte eine Histrionische Persönlichkeitsstörung sein. Die Literatur, die wir gelesen haben, passt.

    Sie versucht uns zu manipulieren (wenn ihr dass nicht tut, dann komme ich nicht mehr) Sie ist Meisterin der emotionalen Erpressung. Sie ist nicht in der Lage, ihren Haushalt in Ordnung zu halten. Mittlerweile läßt sie sich auch körperlich gehen. Sie war früher immer sehr auf ihr Aussehen fixiert und dachte, alle Männer wären hinter ihr her.

    Sie ist hochgradig eifersüchtig und sagt mittlerweile, dass sie merkt, dass sie unter starken Minderwertigkeit leidet.

    Wie hört sich das an? Kann mir jemand einen Tipp geben?

  2. #2
    N o r d f r a u

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 62
    Forum-Beiträge: 8.214

    AW: meine Mutter auch - oder ist es etwas anderes?

    Hallo Cengel,

    danke für deinen langen Bericht.

    Meine Mutter wurde zwar nicht diagnostiziert. Auch hat sie nie ein Buch über ADHS gelesen,
    aber sie hat ihre Enkelkinder immer in Schutz genommen, wenn sie ADHS-artige Auffälligkeiten
    zeigten - "das haben sie von mir".

    Die Diagnose von Erwachsenen-ADHS ist ja so schwierig, weil sich im Leben so viel ereignet hat
    und man gar nicht mehr weiß, was von was kommt. Andererseits hat die Ärztin Dr. Astrid Neuy-Bartmann
    (die Spezialistin beim ADHS Deutschland e. V.) schon öfter anklingen lassen, dass eben auch ältere
    Menschen, wo man es gar nicht vermutet hat, unter ADHS leiden. In unserem Klinikum beschäftigen
    sich die Menschen in der Abteilung "Gedächtnisprechstunde" damit, Demenzerkrankungen von ADHS
    zu unterscheiden, und haben schon vor Jahren begonnen, ältere Menschen mit ADHS medikamentös
    zu behandeln (eher Antidepressiva).

    Aber wenn sie selbst gar nicht einsichtig ist, dann wird es schwer sein, ihr zu helfen, sowohl in
    medikamentöser Hinsicht als auch was Psychotherapie betrifft.

    Ich muss meine jüngere Schwester sehr bewundern, die meine Mutter in ihren letzten Lebensjahren
    betreut hat, mit welch einer Geduld und Hingabe (und Rafinesse!) sie es geschafft hat.

    Ich wünsch dir alles Gute mit deiner Mutter - letztendlich wird die Zeit kommen, wo du sie wie
    ein Kind behandeln musst.

    LG Gretchen

  3. #3
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 193

    AW: meine Mutter auch - oder ist es etwas anderes?

    Danke fürs lesen, das war lieb.

    Ich hatte gehofft, das wir vielleicht noch etwas bewirken können. Aber ich glaube, dass wird eine unendliche Geschichte. sie ist absolut beratungsresistent.

    Das schlimme ist, dass sie immer mir alle Schuld gibt (und dem Rest der Menschheit) aber nie mal bei sich selber schaut. Wir haben keinen Kontakt mehr (auf ihren Wunsch), sie erträgt es nicht, nicht immer im Mittelpunkt zu stehen und das ist bei einer so großen Familie nicht immer möglich.

    Ich habe einmal gehört, (sie hatte mich angerufen und vor lauter Hektik ihr Handy angelassen) wie sie wildfremden Menschen die abenteuerlichsten und gelogenen Geschichten von mir und meiner Familie sowie meinem untreuen Vater erzählt. Sie hat da überhaupt keine Sperre. Gott sei dank ist sie in der Gegend bekannt und jeder, der mich kennt, kann die Geschichten einordnen. Aber unangenehm ist es trotzdem.

  4. #4
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 372

    AW: meine Mutter auch - oder ist es etwas anderes?

    liebe Cengel,

    die "Distanzlosigkeit" ist auch auch eine Zeichen für ADS, die im alter leider zunimmt.

    Man muss sich nicht erpressen lassen - man muss auch seine Eltern erziehen (was aufgrund der extremen Konsequenz, die man am Tage legen muss, sehr schwer ist.

    Insgesamt ist diese aber ein sehr komplexes Thema, weil wir die Situation nicht selbst beurteilen können, sondern nur aus unseren Erfahrungen mit unseren Eltern und entsprechender Literatur ableiten können.

    gruß
    Euer Lieblibgsbär

  5. #5
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 39
    Forum-Beiträge: 1.209

    AW: meine Mutter auch - oder ist es etwas anderes?

    Sie versucht uns zu manipulieren (wenn ihr dass nicht tut, dann komme ich nicht mehr) Sie ist Meisterin der emotionalen Erpressung.
    wie sie wildfremden Menschen die abenteuerlichsten und gelogenen Geschichten von mir und meiner Familie sowie meinem untreuen Vater erzählt
    Das hört sich eher nach ner schweren Beziehungsstörung, Symbiosestörung oder anderen neurotischen Problemen an. Für ADHS ist das meiner Meinung nach untypisch. Aber ich bin ja auch nur Betroffener und kann das natürlich nicht eindeutig sagen.

    Aufgrund der hohen genetischen Disposition von ADHS ist es natürlich nicht auszuschließen, dass sie Dir die ADHS "vererbt" hat, d.h. selbst betroffen ist.

    Ich hab seit letztem Jahr hin und herüberlegt, welcher Elternteil der genetische Übeltäter seien könnte, dem ich die ADHS zu verdanken habe. Ich hatte auch stark meine Mutter im Verdacht. Die ist echt auffällig, aber nicht "typisch" ADHS. Letztendlich hat vor kurzem mein Vatter ausgepackt, dass er früher die selben Symptome hatte wie ich. Mir im Verhalten, Denken und Fühlen sehr ähnlich war, es nur immer vor allen verborgen hatte. Hat er übrigens erstaunlich gut gemacht. Ich bin aus allen Wolken gefallen. Er hatte das vorher noch niemandem erzählt. Jetzt weiß ich, dass ich die Voraussetzung der genetischen Disposition erfülle. Meine Mom aber ist eben nur neurotisch.

    Aber wenn sie selbst gar nicht einsichtig ist, dann wird es schwer sein, ihr zu helfen,
    So pessimistisch das klingen mag. Jemand der nicht einsichtig ist, ist 100% nicht zu helfen. In keinem Lebensbereich. Außerdem hört es sich so an als hätte Deine Mom irgend nen sekundären Krankheitsgewinn durch ihre was auch immer. Sonst würde sie sich die Mühe des Manipulierens, Spaltens und Schwindelns nicht machen. Das macht's doppelt schwer.

    Deine Situation tut mir leid. Ich hoffe, dass Deine Mom irgendwann offener mit dem eigenen Fehlverhalten umgeht.

  6. #6
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 193

    AW: meine Mutter auch - oder ist es etwas anderes?

    Ihr seid so lieb. Vielen Dank. Gäbe es das Forum nicht, müsste man es glatt erfinden.

    Ich habe gehofft, dass wir jetzt mit meiner Diagnose bei ihr etwas erreichen könnten. Aber die Antworten hier sind so klar, (und wie ich eigentlich auch gedacht habe) und eindeutig, dass wir es wohl besser nicht offen versuchen.

    Es ist blöd, wenn man sieht, wie die eigene Mutter vereinsamt und sich immer mehr gehenläßt, sich aber besser fühlt, als wenn sie mit Familie und Enkelkindern ihre Zeit verbringt. Und ich bin ein Mensch, ich will immer alle retten und leide dann unter meiner Hilflosigkeit.

    Mittlerweile geht sie immer zu seltsamen Menschen in den Park, die dort alle vereinsamt rumsitzen und erzählt ihnen die Ungerechtigkeiten ihres Lebens. Sieh hat keine Lust auf Familie und Nähe. Sie schimpft auf mich, meine Kinder, meinen Vater, meine Schwägerin, die neue Frau meines Bruders. Alle sind Schuld , schlecht, ungerecht und gemein. Sie hat nie etwas böses getan.

    Wenn Sie später mal alleine im Altenheim sitzt und jedem erzählt, ihre Familie hätte sie im Stich gelassen, wird sie sicher jeder bemitleiden. Als wir noch Kontakt hatten, haben wir sie auf ein Fest mitgenommen und dort saß sie neben einer Bekannten, die sie noch nie gesehen hatte und nur mich kannte. Diese Frau ist während der Feier zu mir gekommen und hat mich gefragt, ob sie sich woanders hinsetzten könnte. Diese Person, die da säße wäre der seltsamste und schwierigste Mensch, den sie je getroffen hätte. Als ich ihr sagte, sie solle sich jetzt nicht aufregen, aber das wäre meine Mutter, war ihr das so peinlich, dass sie den Kontakt abgebrochen hat.

    Vor Jahren war sie alleine bei mir in der Wohnung und hat auf die Kinder aufgepasst. (Kam nur ganz selten vor) Als ich nach Hause kam, schrie sie mich an, wie ich es zulassen könnte, dass mein Vater sie in meinem Haus am Telefon auf das übelste beschimpfen dürfte. Ich war geschockt und wollte meinen Vater zur rede stellen. Ich rief ihn sofort an.(sie hatte wutenbrannt mein Haus verlassen) Ich sagte ihm, dass ich ihn gleich zurückrufen würde, da ich sah, dass etwas auf dem Anrufbeantworter war. Dort war (aufgrund eines Fehlers) das gesamte Gespräch aufgezeichnet worden. Sie hat meinen Vater (und er ist wirklich ein Hallodri) beleidigt, beschimpft und bedroht. Er hat gar nicht viel gesagt. Immer nur "was willst du, was ich tun soll?" Ohne diese Aufzeichnung, hätte ich den mühsam aufgebauten Kontakt mit meinen Vater an diesem Tag abgebrochen und nie gewußt, wie gerissen und verlogen meine Mutter ist - oder hat sie vergessen, wie das Gespräch wirklich war.

    Unsere Kinder und wir sind immer verständnisvoll mit ihr umgegangen. Aber das hat auch nicht geholfen. Manchmal ging sie nach Hause. Wir dachten alles sei gut. Am nächsten Tag rief sie an und sagte, dass sie es furchtbar fand, dass mein (Vater, Schwägerin, Freundin etc.) angerufen haben, zu Besuch kamen etc. Jeden Tag mit ihr war ein Eitertanz. Wir wußten nie, was sie heute nicht mag und kritisiert.

    Mein Bruder trifft sich nur noch ganz alleine mit ihr in der Stadt in einem Cafe. Ich finde des traurig. Das wäre mir auch zu wenig. Leute, die sie von früher kennen, sagen mir, wie furchtbar sie es finden, dass meine Mutter, obwohl sie eine so tolle Familie hat, freiwillig den Kontakt abbricht.

    Danke fürs zuhören.

  7. #7
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 39
    Forum-Beiträge: 1.209

    AW: meine Mutter auch - oder ist es etwas anderes?

    Ich habe gehofft, dass wir jetzt mit meiner Diagnose bei ihr etwas erreichen könnten.
    Klar kann es sein, dass Deine Mom trotzdem ne ADHS hat. Aber oben drauf sitzt meiner persönlichen Meinung nach ne dicke, Fette Persönlichkeotsstörung.

    Schlimm ist, dass sie sich so tief in die Opferrolle manövriert hat, dass sie wahrscheinlich gar kein anderes Selbstbild mehr zulassen kann und vielleicht auch will. Ich denke auch, das viele ihrer Schwindeleien gar keine Lügen im klassischen Sinn sind. Ich glaub sie nimmt die Dinge tatsächlich selber so wahr, glaubt also die Unwahrheiten selbst. Und so konstruiert sie als Opfer natürlich eine "bösartige" Welt um sich herum.

    Obwohl ich Deine Mom nicht kenn, kommt mir alles was Du schreibst total bekannt vor. Meine Mom ist ähnlich gestrickt. Vom Leben, der Ehe und sich selbst enttäuscht und zutiefst gekränkt. Nach dem Motto: "Ich habe mich aufgeopfert und keiner dank es mir.", "Alle sind gegen mich.", "Die Welt ist böse. Das Leben ist ungerecht."

    Ich hör mir den Käse jetzt seit fast 25 Jahren an und habe kapituliert. Wer leiden will und es genießt, dem kann man nicht weiterhelfen.

    Aber eins ist sicher. Ich unterstütz dieses Slebstbild nicht auch noch in dem ich es akzeptiere oder gar drauf einsteige und sie bemitleide. Und mein eigenes Leben lass ich mit dadurch auch nicht vermiesen.

    Und ich bin ein Mensch, ich will immer alle retten und leide dann unter meiner Hilflosigkeit.
    Ich hab im Leben schon viel Elend gesehen. Ich biete meine Hilfe im Privaten Umfeld jedem gerne an, wenn er Hilfe braucht. Aber man kann niemanden "retten". Du kannst da sein, kannst zuhören, kannst helfen. Aber "retten" kann sich der Betroffene nur selber, indem er sich seinen Problemen stellt.

    Wenn Du es nicht schaffst zu akzeptieren, dass Deine Mom für sich selbst verantwortlich ist, schaffst Du Dich auf.

    Es wäre schade, wenn Du daran kaputtgehst.

  8. #8
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 193

    AW: meine Mutter auch - oder ist es etwas anderes?

    Vielen Dank für Deine Antwort.

    Ja, im Grunde sehe ich das ganz genauso. Ich habe nur gedacht, dass ADS noch einmal ein Ansatz wäre, einen Neuanfang zu wagen.

    Aber leiden tue ich normalerweise nicht mehr. Vor ein paar Jahren noch sehr, aber mittlerweile, habe ich eingesehen, dass es nichts bringt.
    Jetzt, wo ich mich noch mal mit dem Thema beschäftige, merke ich natürlich, dass es nicht aus meinem Leben verschwindet sondern nur unter der Oberfläche liegt.

    Was mir aber immer wieder auffällt ist, dass wenn ich mit jemandem spreche, der ADHS oder ADS hat immer besser verstanden werde und auch selber besser verstehe. Es ist so, dass ich auch in der Selbsthilfegruppe, (war jetzt 2 x da) mich sofort "zu Hause" gefühlt habe. Es war sofort eine Frau da, mit der ich mich praktisch blind verstehe und wir sehr viel schreiben. Hätte ich das eher gewußt, hätte ich sicher meinen Partner, Freundeskreis etc. eher danach ausgerichtet.

    Oder es gibt dann das totale Chaos.

  9. #9
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 39
    Forum-Beiträge: 1.209

    AW: meine Mutter auch - oder ist es etwas anderes?

    dass ADS noch einmal ein Ansatz wäre, einen Neuanfang zu wagen.
    Wäre es auch. Aber grad bei ADHS muss ich als Betroffener erbarmungslos ehrlich zu mir selbst sein und hart an mir arbeiten. Wenn ich dazu nicht bereit bin, hilft wahrscheinlich die beste Pille nichts.

    Jetzt, wo ich mich noch mal mit dem Thema beschäftige, merke ich natürlich, dass es nicht aus meinem Leben verschwindet sondern nur unter der Oberfläche liegt
    Bei mir liegst da ganz gut und ruht in Frieden.

  10. #10
    N o r d f r a u

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 62
    Forum-Beiträge: 8.214

    AW: meine Mutter auch - oder ist es etwas anderes?

    Hallo Cengel,

    zu deinem Bestreben, alle retten zu wollen:
    Das steckt in mir auch drin, aber ein wohlmeinender Mensch hat mir mal gesagt:
    "Du kannst auch selbst ertrinken, wenn du jemanden aus der See retten willst.", hat Nietzsche ja ähnlich geschrieben.

    Töchter und Mütter - wie alt ist denn deine Mutter?

    Meine Mutter konnte nach einer Krebstherapie (mit 76) zunehmend nicht mehr für sich selbst sorgen und
    manche Menschen haben sicherlich auch den Kopf darüber geschüttelt, was sie von sich gegeben hat.
    (Die Erfahrungen in ihrer Jugend in der NS-Zeit wurden verherrlicht, während sie sich zunehmend an die
    jüngere Vergangenheit nicht mehr erinnern konnte.)

    Da mussten wir als Kinder schon die Verantwortung über sie übernehmen. Aber soweit ist es wohl bei
    deiner Mutter noch nicht.

    LG
    Gretchen

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