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Diskutiere im Thema meine Mutter auch - oder ist es etwas anderes? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #11
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 39
    Forum-Beiträge: 1.209

    AW: meine Mutter auch - oder ist es etwas anderes?

    Meine Mutter konnte nach einer Krebstherapie (mit 76) zunehmend nicht mehr für sich selbst sorgen und
    manche Menschen haben sicherlich auch den Kopf darüber geschüttelt, was sie von sich gegeben hat.
    (Die Erfahrungen in ihrer Jugend in der NS-Zeit wurden verherrlicht, während sie sich zunehmend an die
    jüngere Vergangenheit nicht mehr erinnern konnte.)
    Das hört sich aber eher nach einer dememtiellen Erkrankung an. Zytostatika sind darüberhinaus auch teilweise schädigend für die Nervenzellen des Gehirns. Ist zwar nicht eindeutig bewiesen, aber sehr wahrscheinlich.

    Wenn dem so wäre, kann man nicht an die Eigenverantwortung Deiner Mutter appellieren. Dann ist eine Regression zurück in ihre Jugend ganz normal. Und die lag dann halt dummerweise in der NS-Zeit. Da kann sie nichts dafür.

    Wenn ich mal dement werd, geh ich straight back to the 80's and 90's und renn mit neongelben Schweissbändern rum. Ist zwar politisch korrekt, sieht aber dämlich aus.

    Dementielle Entwicklung + Zytostatika bedingte Hirnorganik = Schneiderfreiheit für Deine Mutter.

    Dazu kommt noch, dass der Krebs auch ganz schön beutelt. Und in dem Alter hat man ja auch gern mal ein Durchgangssyndrom.

    Warst Du mit ihr schonmal in einer Gedächtnissprechstunde?

  2. #12
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 193

    AW: meine Mutter auch - oder ist es etwas anderes?

    Meine Mutter hat schon vor 15 Jahren propagiert, dass ****** wiederkommen soll und alle Ausländer raus. Und sie hat nicht so eine schlimme Erkrankung. Sondern "nur" psyschische Probleme. Das war uns schon immer so furchtbar peinlich, da sie ihre Weisheiten ja auch öffentlich raushaut. Sie beleidigt auch Ausländer auf der Straße während ich daneben stehe. Ich habe ihr damals verboten, dass zu machen, wenn sie mit den Kindern unterwegs ist. Wir haben dann die Kinder nicht mehr alleine mit ihr gelassen.

    Ich glaube, es ist wirklich besser, ich akzeptiere ihren Rückzug und leben mein Leben. Aber das ist nicht immer so einfach.

  3. #13
    N o r d f r a u

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 62
    Forum-Beiträge: 8.214

    AW: meine Mutter auch - oder ist es etwas anderes?

    @nietzsche

    Meine Mutter hatte sicher ADHS, aber mit zunehmenden Alter konnte sie es nicht mehr kompensieren.

    Nach der Krebstherapie - das ist mir klar - hätte natürlich auch ein Stimulanz nichts mehr genützt.

    Ich habe es gar nicht richtig geschrieben:
    Bis ca. 75 wurde die latente Ausländerfeindlichkeit immer größer (um nur ein Beispiel zu nennen),
    das war nicht so einfach, weil es auch gegen meinen ausländischen Mann ging, mit dem ich seit
    Anfang der 70-er zusammen bin. Nach der Therapie sind wurde sie sogar wieder sehr liebenswert, auch
    wieder meinem Mann gegenüber, aber konnte sich eben nicht mehr selbst versorgen.
    Wir waren mit ihr beim Neurologen, obwohl die Hausärztin es immer nicht glauben konnte,
    weil unsere Mutter bei ihr "Perfektion" vorspielte. Ich denke die Hausärztin hat einfach nicht die
    richtigen Fragen gestellt. Meine Mutter Sie ist übrigens im letzten Jahr gestorben, in ihrem eigenen Haus,
    versorgt von einer meiner Schwestern und dem Rest der Familie.

    @cengel - die Grenzen zwischen "psychischen Problemen" und einer psychischen Erkrankung sind
    fließend. Aber so lange sie nicht von anderen Menschen angezeigt , hilflos aufgegriffen wird oder
    ihre Wohnung unter Wasser/Feuer setzt, ist es bestimmt das beste, wenn du dich distanzierst.

    Liebe Grüße
    Gretchen

  4. #14
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 39
    Forum-Beiträge: 1.209

    AW: meine Mutter auch - oder ist es etwas anderes?

    Meine Mutter Sie ist übrigens im letzten Jahr gestorben
    Tut mit leid.

  5. #15
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 193

    AW: meine Mutter auch - oder ist es etwas anderes?

    Ja, das ist wirklich traurig. Und genau das ist das Problem. Das Leben ist endlich und meine Mutter verspielt diese Zeit mit Problemen

  6. #16
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 55
    Forum-Beiträge: 50

    AW: meine Mutter auch - oder ist es etwas anderes?

    Hallo liebe Cengel

    Ganz so arg war's mit meiner Mutter nicht. Aber die Opferrolle zelebriert sie wenn es sein muss Tag und Nacht,
    es ist eine Qual, ihr zuzuhören, und immer das gleiche, das Mantra der Ungerechtigkeit. Puh!

    alle andern sind Schuld an ihren Erfolgen, die tatsächlich oder vermeintlich ausgeblieben sind
    (hört hört, sie ist nämlich ein Genie und wäre mindestens Nobelpreisträgerin, wenn nur nicht...
    ihre Mutter gewesen wäre, mein Vater und all die andern, die sie verhindert haben)

    Und alle, jede und jeder ist grundsätzlich neidisch auf sie. Jeden Konflikt lässt sie damit in's Leere laufen, sehr geschickt.

    Talent hat sie verschiedene, es ist nur sehr sehr schade, kann sie nicht zufrieden sein mit ihrem Leben.

    Und ein Talent hat sie, das ist phänomenal: Sie bringt jeden Psychiater zur Verzweiflung (wegen meines jüngsten Bruders, der in den 70ern
    die Diagnose POS hatte und ... na ist eine andere traurige Geschichte)

    Sie hat Psychobücher gelesen, das glaubt ihr nicht, die hat nun jeden Psychiater übertroffen. Ist evtl. doch ein Genie?

    Jetzt ist sie 70 und seit dem letzten Streit hab ich den Kontakt abgebrochen.

    Was soll man tun?

  7. #17
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 39
    Forum-Beiträge: 1.209

    AW: meine Mutter auch - oder ist es etwas anderes?

    Eigentlich ist es ganz schön traurig, wenn Kinder irgendwann "erwachsener" sind als ihre Eltern.

    Ich hoff ich hab später mal ein besseres Verhältnis zu meiner Tochter.

  8. #18
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 193

    AW: meine Mutter auch - oder ist es etwas anderes?

    Oh Mann, das ist ja gruselig. Genauso (und schlimmer) ist meine Mutter. Nur würde sie NIE zu einem Psyschater gehen. NIEMALS. Schließlich sind wir ALLE die unormalen und sie die liebe, die immer alles für alle getan hat.

    Das Wort Mantra trifft es. Es macht einen einfach Wahnsinnig, wenn man diesen Irrsinn den ganzen Tag hören muss und nichts kann es stoppen. Ich war nach den Treffen immer ganz fertig. Manchmal habe ich gedacht, lass sie mal ausreden. Vielleicht ist es dann gut. Aber sie findet kein Ende. Ich habe das nie erlebt.

    Sie erzählt immer jedem (ob man will oder nicht) dass sie hochbegabt ist. Sie sollte eine Sonderbegabtenschule besuchen - wir haben uns erkundigt - die Schule gibt es nicht. Ihr Chef hat meinem Vater damals erzählt, dass sie als Sekretärin überfordert ist (halbtags) Deswegen komme ich auch auf ADS. Ich kenne die Probleme im Büro.

    Eine Psyschologin hat mir gesagt, meine Mutter hat ein Paket. Dieses Paket will sie jedem in die Hand drücken, der Wahnsinnig genug ist, es anzunehmen. Ich sollte das Paket nehmen und auf den Tisch stellen und weiterleben. Das ist wahrscheinlich ein guter Rat.

    Es ist traurig, dass man als Tochter keine Mutter hat, die man um Rat fragen kann. Das wäre doch schön, wenn man eine weise Frau fragen könnte, ob man manches richtig oder falsch macht. Ich wünsche mir, dass ich für meine Kinder später diese weise Frau sein darf.

  9. #19
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 55
    Forum-Beiträge: 50

    AW: meine Mutter auch - oder ist es etwas anderes?

    Ich kenne das. Nur zu gut. Hochbegabt und überhaupt.

    Ich habe eine hochbegabte Tochter (hat kürzlich den diesjährigen besten Abschluss der Berufsmatur gemacht, Note 5,8 mit einem Minimum an Aufwand)

    Von wem hat sie das geerbt? Ja, natürlich von meiner Mutter. Vielleicht stimmt's ja, nur... es stimmt auch,
    dass meine Kinder, als sie noch klein waren, von ihr wenig beachtet wurden, weil die Kinder
    meiner Geschwister ihr viel näher standen. Meine Geschwister (ausser mein Bruder) hatten und haben auch nie
    so tiefgreifende Konflikte wie ich es mit ihr hatte.

    Meine Gefühle für sie schwanken zwischen Trauer, Wut und... leider... immer mehr Kälte.

    Wir haben als Töchter keine Mutter, die man um Rat fragen kann. Aber das haben viele nicht.
    Und bei solchen Müttern ist es überhaupt ratsam, von der Idee abzukommen, dass einem etwas fehlt.
    Als Erwachsene schaffen wir das... haben schliesslich auch die Kindheit überstanden

  10. #20
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 193

    AW: meine Mutter auch - oder ist es etwas anderes?

    Bei uns war das mit den Kindern umgekehrt. Als sie noch mehr Probleme mit meiner Schwägerin hatte, (diese ist sehr streng, strukturiert und sachlich) waren ihr meine Kinder sehr recht. Aber nicht, um etwas mit ihnen zu unternehmen. Das hat sie auch gemacht, aber nur damit die Leute sehen, was für eine tolle, junge Oma sieh doch ist. Das hat sie immer regelrecht inszeniert.

    Waren Leute dabei, ist sie regelrecht aufgedreht, hat die Kinder bespielt usw., waren die Leute weg, kam sie wieder runter und weiter ging die Jammertirade.

    Die Probleme hatte sie auch meistens mit mir. Ich hatte jahrelang keine Kontakt mit meinem Vater, da er sie betrogen hatte. Wir Kinder durften es nicht. Sie wurde bei leichten Kontakten sofort krank und hat nur noch fies über ihn geredet. Mein Bruder hat sich dann irgendwann darüber hingwegesetzt und das wurde von ihr auch respektiert. Als ich, Jahre später, auch wieder Kontakt hatte, gingen die Probleme los. Sie hat mich regelrecht auseinandergenommen deswegen. Ich verstehe nicht, wieso sie das bei meinem Bruder immer toleriert hat.

    Das Gefühl von Kälte kenne ich so nicht. Aber ich werde gleichgültiger. Würde sie heute sagen, ich weiß, ich habe Mist gebaut, es tut mir leid. Lass es uns noch mal versuchen, würde ich das machen. Aber das wird niemals passieren. Sie ist komplett zu.

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