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Diskutiere im Thema Klinik rät von Ritalin auf Dauer ab im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #81
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 172

    AW: Klinik rät von Ritalin auf Dauer ab

    @ Fliegenpilz:

    Keine Ursache, war einfach ein spontaner Eindruck von mir in dem Moment (war gestern irgendwie zu der Zeit auch sehr gut drauf
    und daher besonders "angestachelt" und beitragsfreudig) ...

    Und ohne mich jetzt direkt in eure Debatte einmischen zu wollen (auch, weil ich mich dazu zu wenig in der wissenschaftlichen Psychologie auskenne):
    Danke an euch beide (dich und habitbreaker) für eure interessanten Quellen und Erklärungen- so konnte ich mich bei der Gelegenheit mal etwas in
    das Thema Selbstwirksamkeit einlesen, womit ich mich sonst noch nie befasst habe...

    Der Grund, warum ich dich (Fliegenpilz) nach Verhaltensstrategien gefragt hatte, war auch, dass du mal irgendwo eine ausführliche Rezension
    zu dem Buch von Nancy Ratey verfasst hattest (finde es grade nicht), was sich ja dem Schwerpunkt Organisation und Zeitmanagement widmet.
    Da das für mich eine riesige Baustelle ist (Stichwort: Ausbildungskündigung u.a. wegen ständiger Unpünktlichkeit) und auch durch Medikation kaum beeinflusst wird (!!):
    Hast du dort im Buch irgendwas für dich gefunden, was hilft, diesen Bereich wirklich in der Realität zu verbessern??

    (Würde es selbst kaufen, aber schon bei deutschen Büchern komme ich momentan kaum über den "Scan-Modus" heraus und kann mich daher nicht richtig darin "vertiefen")

    @ Fliegerlein:

    Herzlichen Dank für deine Gedanken- stimme da eigentlich mit allem mit dir überein, ist auch ein nettes Beispiel mit Donald Trump ,
    muss das nochmal bei den Videos von Barkley nachschauen...
    Schreibe auf jeden Fall in den nächsten Tagen noch was dazu, weil das wirklich entscheidende Punkte zum Verständnis sind, über die sonst
    zu wenig geredet wird!


    VG und gute Nacht,
    ADD-ler

  2. #82
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 15

    AW: Klinik rät von Ritalin auf Dauer ab

    Unglaublich,da könnt ich Amok laufen wenn ich so was höre.Diese Ignoranten,selbstverliebten ,Veralteten,verbohrten,dickkö ofigen sturren Alten Säcke.AHHHHHHH wüt wüt.ok 10,9,8..... 1 unten.Ich kenne das leider auch.Hallo? Sie können doch wenn sie wollen,sie sind faul,sie leben zuviel in der Vergangenheit,ne Verhaltenstherapie ,ne Trauma Therapie,ne Angsbewältigungstherapie..all es probiert und es trat keine Spontanheilung ein.HMMM? Villeicht brauch ich ja nach 15 Jahren noch ne Therapie villeicht klappts dann?!!!!! HA ha Ironie komm raus.RRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRIch bin der Meinung ständig auf Hormon Mangel zu sein ist ne SAucht und net die mit Medis ein Halbwegs geornetes Leben zu führen!!! Mein Hausarzt der mir die Medis rausschreibt sagt zu mir,alle seine Junkies sind süchtig und Drogen seien keine Dauerlösung.Er kennt mich ohne seit dem er sie mir verschreibt,darf er sogar ausreden und sagt es geht ihnen gut,es ist ihr Körper ich kann ihnen nicht helfen,das ist fakt,ich kann ihnen das ganze nur mit Medis erträglicher machen!!! Coll ich konnte mein Doc etwas heranziehen.Lach

  3. #83
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 193

    AW: Klinik rät von Ritalin auf Dauer ab

    Gott sei dank, sind wir wohl wirklich nicht unterzukriegen. Wenn ich Menschen in meinem Umfeld sehe, die nicht zurechtkommen, weil sie

    (in Bezug auf unsere Sache) kleine Probleme haben und damit völlg überfordert sind, lese ich hier immer wieder von Menschen, die wirklich schlimme Probleme ihr ganzes Leben haben und trotzdem immer weiter machen.

    Die nicht aufhören, sich Ärzte zu suchen, die ihnen weiterhelfen (auch wenn das manchmal Jahre dauert). Die viele Jobs probieren, obwohl es (laut meiner Erfahrung) irre schwierig ist, nicht aus Verzweiflung, weil wieder irgendetwas schief gegangen ist, alles hinzuschmeißen.

    Die nicht in Selbstmitleid zerfließen (sicher gibt es auch solche Tage, und das ist auch gut so) sondern sich immer wieder aufrappeln.

    Ich bin froh, dass ich hier Menschen kennenlernen darf, die mir Mut machen und die mir bestätigen, dass wir stark sind. Das finde ich bemerkenswert.

  4. #84
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: Klinik rät von Ritalin auf Dauer ab

    habitbreaker schreibt:
    Als Untermauerung sogar ein anonymes, nicht nachlesbares
    Transkript von einem anonymen Prof anzubieten ist
    in diesem Zusammenhang eigentlich schon etwas frech ...
    Irgendwas geht hier gerade furchtbar an mir vorbei wie mir scheint ....
    Das ist doch hier noch ein Selbsthilfeforum für ADHS-Betroffene oder?
    Wer macht denn hier was anderes?
    Da wüsste ich jetzt keinen, der einen Beitrag in diesem Forum wie eine wissenschaftliche Hausarbeit oder gar eine Abschlussarbeit aufbaut ... das wäre schon zeitlich nicht möglich.
    Allein überhaupt Quellen zu nennen ist da schon nicht mal soo selbstverständlich.
    Und da schaue ich gerade mich selbst an, der ich einige Quellen nicht mal benennen kann, weil ich sie schlicht vergessen habe oder weil ich Barkley aus seinen Videos zitiere, oder Martin Winkler aus unterschiedlichen Quellen, darunter auch Fernsehbeiträge, Vorträge, eigenes Gespräch, Forenbeiträge hier, genauso auch Neuhaus und und und ...
    Nach dem, was Du gerade einforderst, könnten wir locker 99 Komma Periode 9 Prozent ALLER Beiträge hier im Forum mit diesem Totschlagargument in die Tonne treten und als frech und unglaubhaft abtun.
    Und da sind ja nun mal auch viele Akademiker dabei, die an sich wissen, wie man eine wissenschaftliche Arbeit zu verfassen hat und welche Quellen dafür herangezogen werden sollten und welche nicht.
    Wenn es also nach Deinem Anspruch in bezug auf die Qualität und die Quellenangaben der Postings geht, hätte ich z.B. hier in diesem Forum nie auch nur ein Wort schreiben dürfen ... mich eingeschlossen
    Und wie gesagt, das gilt hier für so ziemlich jeden ...

    habitbreaker schreibt:
    Eine Abschlussarbeit würde einem mit diesen Quellen
    um die Ohren gehauen werden ...
    Mag sein, aber das hier ist keine Uni, hier werden weder Haus- noch Zwischen- noch Abschlussarbeiten geschrieben, insofern versuche ich gerade zu verstehen, warum Du ausgerechnet bei einem Posting oder eher besser: bei einer Person genau diesen Anspruch erhebst?
    Das verstehe ich nicht, es passt einfach nicht zusammen und das macht (für mich) auch das Verständnis der eigentlichen Thematik schwieriger.
    Und es wirkt einfach auch, als wäre es sehr persönlich, denn ich habe sonst noch nicht bemerkt, dass Du auch bei anderen diese Ansprüche erhebst, frage mich also, was gerade hier jetzt anders ist und denke mir natürlich, dass es dafür einen sachlich- fachlichen Grund geben muss, was mich verwirrt, denn das passt alles nicht zusammen.
    Und die Tatsache, es mit einer Psychologiestudentin zu tun zu haben, ist auch keine Erkärung, denn wie gesagt, Akademiker gibt es hier genug, aber ich erwarte doch von Niemandem, dass er hier wissenschaftliche Arbeiten verfasst.
    Und wenn, dann müsste man es auch konsequent gegenüber jedem tun und nicht nur gegenüber einer Person.
    Wie gesagt, das finde ich verwirrend und als Auslöser dafür kann ich nur persönliche Hintergründe erkennen, nur ist das für die Mitleser dann ungünstig.

    habitbreaker schreibt:
    naja - und wenn man jetzt detailliert die Aussagen in
    einem annotierten Transkript einander gegenüber stellt wird
    recht deutlich, dass Fliegenpilz eben nicht argumentiert
    sondern eher präsentiert ...

    Ich habe nicht die geringste Ahnung, was damit gemeint ist.
    Und wieder frage ich mich, was ich und alle Anderen hier anders machen?
    Und warum wird es bei Anderen akzeptiert, bei einer aber nicht?
    Ich fand das schon eine Argumentation, untermauert von einer Präsentation von Quellenangaben, aus denen sich dann jeder sein eigenes Urteil bilden kann.
    Das ist doch genau so, wie es sein sollte.
    Ich frag mich, wo da der Fehler ist?

    habitbreaker schreibt:
    In Zeiten von Guttenplag und Co. bewegt man sich
    in der Wissenschaft da auf ganz dünnem Eis ...
    Aber hier sind wir in einem Selbsthilfeforum.
    Und auch wenn klar ist, dass gerade dieses Forum einen sehr hohen Level, worauf auch seitens der Forenleitung geachtet wird, so müssten konsequenter Weise wie gesagt, mindestens 99,99999'% aller Beiräge gelöscht werden, wenn man die Maßstäbe ansetzt, die Du gerade einforderst.
    Das steht einfach im Widerspruch zu dem, wofür dieses Forum ansonsten steht und das verwirrt mich gerade, wie man wohl merkt, ganz gewaltig.

    habitbreaker schreibt:
    Wenn ich dann also auf einen Arbeitsfehler hingewiesen
    werden sollte ich wenigstens in der Lage sein, die
    Kritik wenigstens ebenso kritisch und genau zu
    hinterfragen und sachlich zu argumentieren ...
    Aber genau das habe ich hier so auch gelesen und wenn ich das allein nur auf mich adaptiere, dann müsste ich hier hübsch die Klappe halten.
    Ich schreibe etwas und wenn es hinterfragt wird, dann versuche ich die Quellen dazu zu finden und zu zitieren (=präsentieren) und damit mein Geschreibsel zu untermauern (=argumentieren).
    Am Ende können die Leser des Threads sich dann ihre eigene Meinung bilden und entscheiden, ob sie das eine ode das andere annehmen oder sich daraus eine eigene Kombination bilden (was gerade in bezug auf ADHS meistens das ist, worauf es hinausläuft, denn wie Barkley selber mal gesagt hat, "Es gibt nicht die eine Wahrheit ... machen Sie sich schlau, informieren Sie sich umfassend und von allen Seiten und ziehen Sie das für sich wichtige und richtige davon heraus und machen es zu Ihrer Wahrheit".
    Und damit hat er auch vollkommen recht und anders geht auch die Wissenschaft nicht vor.
    Wäre das anders, gäbe es schon die unterschiedlichen psychologischen Schulen und Strömungen nicht und unterschiedlich Erklärungsmodelle ...
    (Allein wenn man sieht, wie Verhaltenstherapie und Tiefenpsychologie zueinander stehen ....)
    Das gilt auch nicht nur für die Psychologie, sondern gleichsam auch für andere Wissenschaften ... die Physik und Astrophysik gleich ganz vorne an, welche ebenfalls unterschiedliche Modelle heranziehen müssen, um gewisse Gegebenheiten erklären zu können.

    Und hier sehe ich nichts anderes, verstehe also nicht, warum hier in bezug zu einem Posting, bzw, einer Person ein anderer Maßstab angesetzt werden sollte, als das sonst der übliche Fall ist.
    Das hier ist ein Forum, das auf einem sehr sehr hohen Niveau steht (und ja, ... ich kenne da so einige mehr), aber dennoch keine Uni.
    Obwohl ich trotzdem sagen würde, dass es durchaus auch wissenschaftlichen Kriterien und Ansprüchen in weiten Teilen gerecht wird.


    Liebe Grüße
    Marcus
    Geändert von Fliegerlein (25.06.2013 um 10:59 Uhr) Grund: Fehlerkorrektur

  5. #85
    OMMM-Beauftragte

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 5.742

    AW: Klinik rät von Ritalin auf Dauer ab

    Hallo Fliegerlein,
    Fliegerlein schreibt:
    warum Du ausgerechnet bei einem Posting oder eher besser: bei einer Person genau diesen Anspruch erhebst?
    Also erstmal: du hast recht - das rutschte jetzt
    eigentlich in einen eher persönlichen Positionsaustausch,

    ich bezog/beziehe mich absolut direkt auf Fliegenpilzens
    Post - der für mich entscheidende Aspekt:


    Nach meinem Verständnis (und nach allen Regeln der Rhetorik ...) hat Fliegenpilz das Niveau selber auf die wissenschaftliche Ebene gehoben, indem sie deutlich hervorhob, ihr Wissen aus ihrem professionellen Hintergrund zu schöpfen.

    Wenn ich mich als Vertreter einer professionellen Zunft "oute" muss ich auch damit rechnen, als solcher ernst genommen zu werden und auf dem gleichen Niveau kritisiert zu werden.

    Dieses Niveau würde ich also niemals nicht auf diese Art von wem anderes erwarten - und du hast auch Recht, Fliegerlein, hier im Forum kreuchen und fleuchen noch diverse Akademiker chaotisch durch die Threads ... ich fänd es schon spannend, vielleicht in einem neuen Thread unserer Seitendiskussion von hier nochmal aufzunehmen ...

    Dieses Hineinzoomen und Hyperfokussieren auf einen bestimmten Aspekt soll ja in einem ADHS-Forum nicht ungewöhnlich sein ... jajaja, weissich, ich gehöre zur Gattung der Adehaässariuss Zerpflückus Allius ... spannend fänd ich es schon (Stichwort Eigen- und Fremdwahrnehmung) wie andere, die durch eine Wissenschaftsbrille kucken, diese Diskussion wahrgenommen haben ...


    P.S.
    Das hier ist ein Forum, das auf einem sehr sehr hohen Niveau steht (und ja, ... ich kenne da so einige mehr), aber dennoch keine Uni.
    Obwohl ich trotzdem sagen würde, dass es durchaus auch wissenschaftlichen Kriterien und Ansprüchen in weiten Teilen gerecht wird.
    Definitiv das ja!! Und eben der hohe Anspruch dieses Forums an Serösität und Qualität waren für mich u.a. ausschlaggebend, mich hier anzumelden und mir Rat und Hilfe zu holen!!
    Geändert von habitbreaker (25.06.2013 um 13:28 Uhr)

  6. #86
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: Klinik rät von Ritalin auf Dauer ab

    Hallo Habit,

    ok, das hilft mir besser zu verstehen, danke dafür.

    habitbreaker schreibt:
    Nach meinem Verständnis (und nach allen Regeln der Rhetorik ...) hat Fliegenpilz das Niveau selber auf die wissenschaftliche Ebene gehoben, indem sie deutlich hervorhob, ihr Wissen aus ihrem professionellen Hintergrund zu schöpfen.
    Naja, das habe ich jetzt nicht so wahrgenommen, und ich gestehe, das ja selber auch oft genug zu machen und mich auf entsprechende Quellen zu berufen, ohne sie jetzt explizit zu nennen oder auch nur nennen zu können.
    Dass dadurch das Niveau auf eine wisenschaftliche Ebene gehoben würde, habe ich nicht so wahrnehmen können, sondern das eher als eine Untermauerung betrachtet, um eben darzulegen, dass man sich das nicht selbst aus den Fingern gesogen hat.

    Aber dafür frage ich halt nach.
    Zum Einen ums selbst zu verstehen und zu verifizieren, was ich und wo möglicherweise nicht oder falsch verstehe (weil ich z.B. Infos zwischen den Zelen nicht sehe) und sicherlich auch, um einfach mal anzumerken, wie etwas auf einen dritten Mitleser wirken kann, was ja auch nicht unbedingt von Nachteil ist .

    Viele Grüße
    Marcus
    Geändert von Fliegerlein (25.06.2013 um 15:24 Uhr) Grund: Fehlerkorrektur

  7. #87
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 318

    AW: Klinik rät von Ritalin auf Dauer ab

    ich glaube der Anteil ADSler unter den Psychiatern ist hoch :-)

  8. #88
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 318

    AW: Klinik rät von Ritalin auf Dauer ab

    und zu den Disputs hier: als ADSler ist mir das zu viel, ein persönlicher Streit, endlose Texte, die einen Thread "zupflastern", macht das wirklich Sinn? geht's nicht kürzer und zum Thema bezogen? ich kann das nicht mehr lesen und finde das eigentlich schade. Aber hier hat wohl mal wieder ADS zugeschlagen :-)

  9. #89
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 172

    AW: Klinik rät von Ritalin auf Dauer ab

    *Hochschieb*

    Hallo,

    obwohl der Thread schon wieder veraltet ist, wollte ich ihn noch mal als Aufhänger für ein
    wichtiges, ständig aktuelles “evergreen“- Thema nutzen, was aber sehr viel mit dem Ausgangspost von cengel zu tun hat.

    Dabei geht es um die wichtige Unterscheidung von Symptomen versus Beeinträchtigungen: Denn ich habe den Eindruck,
    dass sich cengel in der Klinik u.a. auch deswegen diese unfassbar hinterwäldlerischen Aussagen anhören musste,
    weil die Ärzte und Psychologen dort (und nicht nur da!) diesen Unterschied nicht so richtig begriffen haben…

    Denn nach meiner Erfahrung und dem, was ich von Anderen gehört habe, ist es doch meistens so:

    Verhaltenstherapie kann zwar vielleicht auch ohne Pharmakotherapie in gewissem Maß etwas
    an den Beeinträchtigungen ändern, aber kann an der Symptomatik an sich eigentlich rein gar nichts drehen.
    Die VT wird daher auch erst dann richtig effektiv in der Beseitigung der Einschränkungen im Alltag etc.,
    wenn vorher die medikamentöse Einstellung erfolgt ist und sich dann die VT anschließt (und nicht umgekehrt).

    Umgekehrt wirkt die Medikation am stärksten auf der Symptomebene, was meistens dann
    indirekt zu weniger Beeinträchtigungen im echten,konkreten Leben führt.
    Andererseits können auch da trotzdem manchmal noch deutliche Beeinträchtigungen bestehen bleiben,
    obwohl sich eine Reduktion der Symptome eingestellt hat…

    Gekommen bin ich jetzt auf diese Gedanken durch eine gute Erklärung dazu von (mal wieder) Dr. Barkley,
    die aus seinem Deutschland-Vortrag von 2012 bei Lilly stammt.
    Da das Video aber leider nicht mehr online verfügbar ist, habe ich den Abschnitt für euch einfach mitgeschrieben,
    weil ich diese Differenzierung extrem wichtig und nützlich finde:

    (Deswegen gibt es ja inzwischen bei der Diagnose auch unterschiedliche Skalen, um Symptome und Beeinträchtigungen getrennt zu erfassen.)

    Dr. Barkley meinte:

    „Now keep in mind that Symptoms and Impairments are two different things:
    And I hear people use the terms interchangeably, they are not: it just creates confusion-
    And so for those of us who have developed rating-scales of Impairment, it is very important to distinguish these terms from each other.

    So before we get started, I just want to spend one minute on this distinction:
    Symptoms [Symptome] are the cognitive and behavioural expressions of a disorder- they are the things you are doing,
    that we use to identify you as having this disorder.
    Impairments [Beeinträchtigungen/Funktionseinschränkungen in best. Lebensbereichen] are the consequences of what you are doing
    - you act and the environment kicks back. The environmental response to you is an impairment.

    So you can be inattentive at school- that is a symptom. But if you are not finishing your papers and you are getting lower grades and you are held back in
    school and then you do not finish High School- that is the environment kicking back. It is the adverse consequences that flow from behaving with these symptoms: So please make those distinctions! Because I hear people talking about all the time:“Oh, he is impaired in executive functioning.”
    No- he is deficient in executive functioning, those are symptoms of his disorder.

    But what we saw this morning [Anmerk.: Vortrag über die Folgen von unbehandeltem ADHS] is the environment kicking back:
    the consequences that accrue over your lifetime.
    If you wish, the paper trail of your impairments: through the archives, your school records, your driving records,
    your criminal records, your substance abuse records,your mental health records, government assistance records…
    We could go on and on: but you are leaving this trail of consequences as you go through life acting with these symptoms…

    That is the distinction! By the way, they are correlated only .5 to .6 with each other on average -sometimes higher, sometimes lower.
    There is a very important message in that correlation: While symptoms do predict impairment, they are not the same!

    Impairments can persist even after symptoms have been managed, Impairments can be reduced without ever addressing symptoms.

    Impairments are situation-specific. So for example: if I am in a wheelchair and I am physically disabled,
    I may be able to get into this hotel using a ramp at the front of the building.
    That has reduced my impairment in this hotel: I can enter and leave as readily as you can. But I still have my disability, my disorder…
    So notice, by altering the physical environment around a disorder, one can in fact diminish and decrease
    the extent of impairment from the disorder.


    So I caution you: because we are all big on using treatments and medications, behaviour management and cognitive therapy to focus on symptoms
    - but we do not pay enough attention to the impairments! Sometimes they are still there, other times they resolve with symptomatic treatment.
    So as we move into treatment here, I do not want to keep saying it on each domain: do not just treat the symptoms- look at the impairments and make sure
    that is coming down as well.
    It usually is, but they are not assured, they are not guaranteed.
    So, many companies with pharmaceutical products are now going back and specifically documenting the reduction in consequences
    - the reduction in harm and impairment associated with a reduction in symptoms.
    Whereas previously we assumed: if we change one, we change the other! So there is no need to look…
    And now we now, there is a great need to look!

    At the end of the day, what we need to do with our patients is to reduce their impairments!
    Symptomatic reduction is a means to do that- it is not the end in itself.

    Reducing a Conners-Scale [bekannte Symptom-Checkliste] to zero is not why somebody came to you!

    They came to you because of school failure, relationship problems, driving difficulties,
    substance use problems… Those are the things we need to look at to be sure, that when we are altering these symptoms, we are altering those outcomes.
    Usually we do, but not always…
    You must assess both- not just use a rating scale of symptoms and assume, because it is changing, the life of your patient is changing.
    Maybe it is- maybe it’s not…
    Make sure that it is!"
    Ich persönlich fände es offen gesagt am Besten, wenn man das mal sämtlichen deutschen Behandlern auf den Tisch knallen und ihnen „einbläuen“ könnte!

    Denn worauf es uns allen hier ja letztlich entscheidend ankommt (das unterstelle ich jetzt mal einfach),
    ist die Freiheit von wirklich belastenden Beeinträchtigungen – und nicht bloss etwas weniger ADHS-Symptomatik auf der Conners-Scale…
    Geändert von Addler86 (15.07.2013 um 15:48 Uhr)

  10. #90
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 39
    Forum-Beiträge: 1.209

    AW: Klinik rät von Ritalin auf Dauer ab

    (auch wenn das manchmal Jahre dauert).
    Aber Hallo. Kriegt man irgendwann Blasen an den Füssen.

    Verhaltenstherapie kann zwar vielleicht auch ohne Pharmakotherapie etwas an den Beeinträchtigungen ändern, aber kann an der Symptomatik an sich eigentlich rein gar nichts drehen.Die VT wird vielleicht daher auch erst dann richtig effektiv in der Beseitigung der Einschränkungen im Alltag etc., wenn vorher die medikamentöse Einstellung erfolgt ist und sich dann
    die VT anschließt (und nicht umgekehrt).


    Umgekehrt wirkt die Medikation am stärksten auf der Symptomebene, was meistens dann indirekt zu weniger Beeinträchtigungen im wirklichen, konkreten Leben führt.
    Andererseits können auch da trotzdem manchmal noch deutliche Beeinträchtigungen bestehen bleiben, obwohl sich eine Reduktion der Symptome eingestellt hat…
    Genau!

    und zu den Disputs hier: als ADSler ist mir das zu viel, ein persönlicher Streit, endlose Texte, die einen Thread "zupflastern", macht das wirklich Sinn? geht's nicht kürzer und zum Thema bezogen? ich kann das nicht mehr lesen und finde das eigentlich schade. Aber hier hat wohl mal wieder ADS zugeschlagen :-)
    Absolut!

    Hab mich jetzt mal so kurz wie möglich gefasst.

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