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Diskutiere im Thema ADHS und Jahrgang 1950 - 1975 im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #61
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 61
    Forum-Beiträge: 2.091

    AW: ADHS und Jahrgang 1950 - 1975

    ""Hallo

    ich bleibe mal bei dem Image und ich denke es paßt doch irgendwie zu Thema 1950 - 1975, weil wir alten Knacker und Knackerinen ja genug Zeit hatten uns unsere Innen- und Außenwirkungen in- und auswendig anzusehen. Mit ihnen zu leben und zu leiden, an ihnen zu wachsen und kaputt zu gehn.



    ich habe nur eine grobe Ahnung, wo diese innere Funktion
    herrührt - sie sagt mir auf jeden Fall:"habit, du weißt:
    notfalls kommst du lange Zeit ohne andere Menschen
    aus, du kommst auch im Notfall materiell mit einem
    Minimum aus ... und solange du nicht physisch irgendwo
    angekettet bist oder dich jemand einsperrt, hast du
    praktischer immer und zu jeder Zeit die Möglichkeit,
    den Aufenthaltsort zu wechseln!! IMMER!"
    Ich kann das nicht. Ich hatte lange Zeit das Gefühl nur durch andere zu existieren. Also nicht real zu leben, sondern nur durch die Reaktionen auf mich. Ich hatte mich - mit Beginn meiner Beruftätigkeit nach meinem Studium immer mehr verloren und mich immer abhängiger von der Reaktion meiner Umgebung gemacht. Aus meinem Leib- und Lebensspruch:

    "Wer spinnt, die oder ich - im Zweifel immer die anderen"

    wurde ein

    "ich spinnen, ich spinne und ich werde es schon schaffen so zu sein wir ihr alle seit und mich haben wollt."

    Dieser Prozeß verstärkte sich in meiner Partnerschaft - mein Mann hat eine narzistische Persönlichkeitsstruktur (er hat durch Therapien in den letzten Jahren dies erkannt und arbeitet daran).

    Vor 2 Jahren kam mein Zusammenbruch.


    Image im A.sch - jedenfalls das der Elwirrwarr, die Alles gewuppt bekommt und die nix aus der Bahn wirft.

    Und nun geht es "back to the Roots"

    heute habe ich eine hellgrün/dunkelgrün geringelte Leggings und einen orange/rot geringelten Rock an - ist doch mal ein Anfang

  2. #62
    OMMM-Beauftragte

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 5.742

    AW: ADHS und Jahrgang 1950 - 1975

    Elwirrwarr schreibt:
    Ich kann das nicht. Ich hatte lange Zeit das Gefühl nur durch andere zu existieren. Also nicht real zu leben, sondern nur durch die Reaktionen auf mich.
    ja - das war bei mir auch nicht immer so ... das meinte ich mit
    "ich habe nur eine grobe Ahnung, wo diese innere Funktion
    herrührt" ... dass ich glaube, so ungefähr rekonstruieren
    zu können, wie es bei mir zu diesem Schalter gekommen ist,
    ich möchte es blos nicht so offen hier ausformulieren.
    Zudem hat dieser Schalter auch eine kleine "Fehlfunktion" -
    er sprang/springt gerne mal zu früh auf "on" ... sobald
    "Gefahr im Verzug" zu sein scheint, klickt der Schalter,
    lässt die Krallen ausfahren und die Schutzschilde hochfahren
    und im Kopf schon die Notfallreisetasche packen -
    problematisch, weil die Gefahr nicht (mehr) real
    existiert ,,,

    *lachwech ...

    ich habe auch rot/orange-geringeltes ...
    nämlich die genannten Socken
    dafür ist es jetzt aber gerade definitiv zu warm ...

    YEAHAAAAAA - Las Pipilachas Al Frente !!!

  3. #63
    Kopfkino deluxe

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 44
    Forum-Beiträge: 678

    AW: ADHS und Jahrgang 1950 - 1975

    Ich bin Jahrgang 1973.
    Ich hatte von Anfang an in der Schule Probleme mit der Mathematik.
    Ein Lehrer in der Grundschule hat Kopfnüsse verteilt, bis mein Vater mal da war.
    Die typischen Sätze wie:
    "Du bist nicht blöd, nur zu faul!"
    "Streng dich mal an!" usw... kennt wohl jeder von uns.

    Wir hatten Respekt vor Erwachsenen und man wäre nie auf die Idee gekommen, zu widersprechen.
    Ich weiß noch, dass meine Mutter selten mal mit dem Kochlöffel hinter mir her war,
    um mir `nen Klaps auf den Po zu geben.
    Den größeren Respekt hatte ich vor meinem Vater, der hat nie zugelangt, doch gebrüllt, das hat gereicht.

    Ich habe immer draußen gespielt, bin auf die höchsten Bäume geklettert, hab Tarzan gespielt,
    bin Fahrrad gefahren, habe Baumhütten gebaut und die Gegend erkundet. Es war schön!

  4. #64
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 140

    AW: ADHS und Jahrgang 1950 - 1975

    jawoll elwirrwarr !!!
    so ist das bei mir auch gewesen. maximale anpassung bis zur vollkommenen auflösung des eigenen wollens. nur noch ja sagen, funktionieren ,
    artig sein und nicht auffallen. das macht agressiv und traurig und man schämt sich, weil mein selbstbild doch anders, nämlich " selbst" zu sein nicht so ganz kaputt zu kriegen ist.
    was auch immer das "selbst" sein mag, es scheint sich auflösen zu können.
    und dann die diagnose, die das ein stück weit erklärt. und nun das forum hier, in dem das bestätigt wird. ein echter lichtblick... :-) immerhin bin ich nicht allein...

    ich habe immer so typen bewundert, die ihr ding gemacht haben. ein stück weit sogar rücksichtslos, aber immer ein ernstzunehmender faktor.
    ich habe mich irgendwann selbst nicht mehr ernst genommen. nein, ich wollte nicht egoman und rücksichtslos werden, aber meinen wert hätte ich schon gerne mal gesehen.

    dies ist das teuflische und irgendwie wirklich krank : ich halte mich für wertloser als jeder andere, der oder die mich eigentlich wertschätzen. der trost, in konflikten nachzugeben
    weil man der klügere ist, ist eine selbsttäuschung: man ist der schwächere... das sorgt für ständiges nagen am ohnehin geringen selbstwert. und ist schwer zu vermitteln, weil man
    ja in der außensicht gut funktioniert und alles irgendwie gebacken kriegt. aber es fehlt das leichte, das selbstverständliche, das sorglose, das einfach nur so sein....
    kennt ihr das gefühl eine rolle zu spielen, die sich vor die eigene persönlichkeit geschoben hat, und droht diese irgendwie zu ersetzen ? man beobachtet das kritisch und ist machtlos.
    ich höre mich immer sagen : ja klar...krieg ich hin, kein problem... und reiß mir den arsch auf, damit es wirklich klappt. statt endlich mal zu sagen: ne keine zeit, keine lust, keine ahnung...

    aber ich arbeite dran... :-)
    epikur

  5. #65
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 318

    AW: ADHS und Jahrgang 1950 - 1975

    Lieber epikur

    Du sprichst mir aus der Seele, obwohl ich auch der Erste gewesen wäre, der mich selbst, verurteilt hätte, wegen meiner ADHS-Macken, ich denke am meisten habe ich mich selbst abgelehnt, weil ich nicht dem entsprach, was ich zu sein hatte und ja selbst auch sein wollte, wie die Anderen, allerdings waren die anderen oft auch nicht so, wie ich es mir wünschte, also wollte ich bald mal gar nicht sein, funktionieren war dann die Lösung, eine (berufliche) Insel suchen, die mir ein Leben am Rande ermöglichte, das lebenswert war. Ist es ja jetzt auch, aber es geht auch ohne mich abzulehnen. Die anderen sehen es einem nicht an, mehr oder weniger, wenn man sie nicht zu nahe an sich heran lässt ....

  6. #66
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 318

    AW: ADHS und Jahrgang 1950 - 1975

    epikur schreibt:
    dies ist das teuflische und irgendwie wirklich krank : ich halte mich für wertloser als jeder andere, der oder die mich eigentlich wertschätzen. der trost, in konflikten nachzugeben, weil man der klügere ist, ist eine selbsttäuschung: man ist der schwächere... das sorgt für ständiges nagen am ohnehin geringen selbstwert. und ist schwer zu vermitteln, weil man ja in der außensicht gut funktioniert und alles irgendwie gebacken kriegt. aber es fehlt das leichte, das selbstverständliche, das sorglose, das einfach nur so sein....

    epikur
    genau diese Stelle spricht mich an .... dieser ewige Kampf, der einen nicht dazu gehören lässt

    LG, Dompteur

  7. #67
    Kopfkino deluxe

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 44
    Forum-Beiträge: 678

    AW: ADHS und Jahrgang 1950 - 1975

    Dompteur schreibt:
    genau diese Stelle spricht mich an .... dieser ewige Kampf, der einen nicht dazu gehören lässt

    LG, Dompteur
    Das kann ich auch unterschreiben!

  8. #68
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 140

    AW: ADHS und Jahrgang 1950 - 1975

    dompteur, boaaaaa tut das gut mal mit jemandem so richtig einer meinung zu sein
    (oder passe ich mich da schon wieder an.. ?... nö.... is ok...)
    natürlich kennt das auch ein nicht adsler , aber eben nicht als lebensgefühl. wenn ads ein syndrom ist, also eine gruppe von mehr oder weniger häufig auftretenden
    symptomen, dann scheint mir diese ständige anstrengung als merkmal wohl hier konsens zu sein. ob anstrengung zur dauererschöpfung führt oder nur nerverei bedeutet,
    ist wohl teil des hier ausgetragenen konfliktes. führt die anstrengung aber mal zu einem guten gefühl, stimmt sie versöhnlich mit der veranlagung, macht sie einen fertig,
    fühlt man sich krank, wird krank und ist es dann auch. kann es am ende so "einfach " sein ? da werd ich gleich wieder mißtrauisch...
    epikur

  9. #69
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 61
    Forum-Beiträge: 2.091

    AW: ADHS und Jahrgang 1950 - 1975

    es ist nicht das "sich anstrengen" an sich, es ist das sich anstrengen um vermeindliche oder tatsächliche Selbstverständlichenkeiten zu schaffen.

    wie kann das, was ich kann was wert sein,
    wenn ich das, was alle könnnen nicht kann - egal wie ich mich anstrenge...



    führt die anstrengung aber mal zu einem guten gefühl, stimmt sie versöhnlich mit der veranlagung,
    macht sie einen fertig, fühlt man sich krank,
    wird krank und ist es dann auch.
    kann es am ende so "einfach " sein ?
    da werd ich gleich wieder mißtrauisch...
    solltest du auch werden - also mißtrauisch

    es ist nicht so einfach.

    Ich bin nicht versöhnt mit meiner ADHS wenn ich mit viel Mühen Selbstverständlichkeiten hinbekomme. Dann ärgert sie mich noch mehr, weil ich sehe, mit wie wenig Kraft andere das schaffen.

    Ich mag diese extra Portion an Anpassungsleistungen, die wir AD(H)Sler ständig erbringen müssen um nicht ausgegrenzt zu werden nicht mehr erbringen. Sie sind anstrengend und sie führen als Ergebnis ja nicht dazu, dass ich/wir dazugehören. Wir selber merken ja, dass da was ist, was uns anders macht.

    Für mich sind manche Situationen wie ein Film, den ich betrachte und in dem ich gleichzeitig mitspiele. Es ist aber eben nur eine Rolle.


    Bis dann Elwirrwarr

  10. #70
    Chaotin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 50
    Forum-Beiträge: 5.322

    AW: ADHS und Jahrgang 1950 - 1975

    Elwirrwarr schreibt:
    es ist nicht das "sich anstrengen" an sich, es ist das sich anstrengen um vermeindliche oder tatsächliche Selbstverständlichenkeiten zu schaffen.

    wie kann das, was ich kann was wert sein,
    wenn ich das, was alle könnnen nicht kann - egal wie ich mich anstrenge...
    Damit beschreibst du unsere Situation sehr gut!

    LG Patty

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