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Diskutiere im Thema ADHS und Jahrgang 1950 - 1975 im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #51
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 61
    Forum-Beiträge: 2.091

    AW: ADHS und Jahrgang 1950 - 1975

    Hallo

    das mit dem Outen ist so eine Sache - ich hab es getan und das ist ok so gewesen. Ich war aber auch schon eine "alte Tante" und ich habe mich von einer "gesicherten" Position aus geoutet und eine Karriere will ich auch nicht mehr machen.

    Unter anderen Umständen hätte ich es nicht getan - bzw. ich hätte es sehr, sehr abgewogen

    Mein Outing hatte seinen Ausgang in einer sehr flachen Fachdebatte zum Thema ADHS auf der Arbeit. Eigentlich wollte ich gar nichts dazu sagen, ich wurde aber gefragt, was ich von der Mode-Diagnose ADHS halte und warum man Kinder ruhistellen würde. Ich habe dann gefragt, ob ich ruhiggestellt wirke - wass alle verneinten. So fing es an und inzwischen ist es klar, dass ich nicht die einzige ADHSlerin in unserem Team bin (eine nervt über alle Maßen).

    bei mir hat es sich gezeigt, dass die "nicht-Betroffenen" besser mit dem Thema ADHS umgehen können als vermeintlich oder sicher Betroffene.


    alles Iiebe Elwirrwarr

  2. #52
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 140

    AW: ADHS und Jahrgang 1950 - 1975

    danke elwirrwarr
    in unserem alter (bin 53) brennt vielleicht nix mehr an. meine engeren kollegen wissen alle bescheid und interessieren
    sich auch nicht so doll für das thema. ich "funktioniere..." ja. bin für hilfsbreitschaft und flexibilität, beeindruckendes detailwissen
    und unkonventionelle herangehensweisen bekannt und geschätzt.
    depressive anflüge, antriebschwäche, desorganisation und ein unerträgliches gelangweilt sein (bei sitzungen...) sind mir bekannt,
    könnten aber durhaus probleme sein, die einige chaoten hier im forum in ihrem berufsleben herausfordern und einschränken.
    wie auch ganz normale menschen ohne ads.

    schweigen oder reden ? ich bin da im zwiespalt. ich würde mich sehr schlecht fühlen, wenn andere aus rücksicht mit mir "armen
    kranken mann" bei der verteilung der aufgaben zögern . andererseits mache ich keinen hehl daraus protokolle, statistiken oder
    tabellen zu hassen... immer wenn ich mich gezwungen sehe es dennoch zu schaffen klappt es auch irgendwie.
    einerseits möchte ich, besonders in meinem komplizierten beziehungsleben als "besonders verdrahtet" respektiert werden,
    andererseits sit die vorstellung nicht für voll genommen zu werden unerträglich.

    immer wenn etwas gut gelingt, was mich viel mühe gekostet hat bin ich froh nichts über meine probleme gesagt zu haben.
    ich habe einen riesigen schweinehund bezwungen und bin etwas stolz... wie ein kleiner junge, der stolz ausruft :
    guck mal was ich schon kann !
    so oder ähnlich kann es auch einem normalo gehen, wenn er sich eine spontane, kreative
    eingebung zu nutze machen konnte, die schnell ein problem lösen hilft. für mich und viele hierim forum fast tagesgeschäft...

    ich fände es wichtig, dass wir versuchen den dialog so zu führen, dass deutlich wird wie paradox, kompliziert und vielschichtig
    die problematik ist.
    es nützt nur wenig unsere vorzeige-genies vor uns herzutragen. goethe, einstein, mozart und hesse waren vielleicht unglaubliche nervensägen,
    stets betrunken oder tieftraurig.... oder von allem ein wenig... jedenfalls wird nur das geniale gesehen. und dann wird die vorstellung
    dass der einfache wissenschaftliche mitarbeiter epikur auch so ein verdecktes genie ist, oder sein könnte zur last... ich bin es nämlich nicht.
    so, wie wohl die autisten eben auch nicht alle genial veranlagt sind, sondern erst mal eingeschränkt. aber der uneingeweihte denkt denkt gleich an "rainman".

    welches image wünscht ihr euch mit eurer last, eurer gabe in der öffentlichkeit ?
    oder wäre das vielleicht ein eigenes thema ?
    epikur

  3. #53
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 317

    AW: ADHS und Jahrgang 1950 - 1975

    Zum Thema Outen:

    Outen sollte ja vor allem einem selber etwas bringen, zu bedenken ist:
    Die Anderen haben vermutlich schon lange die schwierigen Seiten wahrgenommen und gelernt, damit umzugehen, denen fällt das oft auch leichter als uns selbst (mal abgesehen von gewissen absolut intolerablen Verhaltensweisen). Oft höre, ich kenne den gar nicht anderes, ich nehme ihn halt wie er ist ....und es ist auch meine Erfahrung, dass die anderen viele Symptome gar nicht so schlimm finden, wie wir, sie leiden ja auch nicht darunter, "du bist halt ein bisschen vergesslich, chaotisch, verlierst schnell den Kopf" etc. wie es in uns aussieht, sehen sie nicht und wie viel Selbstwert uns das kostet ja auch nicht.

    Ja es kann helfen und ja, es kann auch viel dazu beitragen, dass Leute sich blöd verhalten, distanzieren etc. und Arbeitgebern traue ich da nicht sofort, da muss schon eine Basis sein. Wer weiss, vielleicht sind wir sogar gezwungen, diese "Krankheit" anzugeben, weil sie ja direkten Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit hat?

  4. #54
    OMMM-Beauftragte

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 5.742

    AW: ADHS und Jahrgang 1950 - 1975

    epikur schreibt:
    hallo habitbreaker
    ich fürchte wir haben oft nicht die wahl uns für oder gegen "akzeptierer " oder "nichtakzeptierer" zu entscheiden.
    hhhhmmmmjjjnnnnjjjjein ;-)

    ich meinte besonders
    nur noch Akzeptierer in seinen näheren Umfeldkreis lassen
    ... also, dass, was man Freunde oder Vertraute nennt,
    dazu muss ich noch nichtmal die Diagnose "outen" -
    es geht mir dabei in erster Linien um das akzeptieren/respektieren
    meiner Person, auch wenn ich als Mann bspw wegen eines
    wunderschönen Liedes mal eben heulen muss ...

    Das "die Menschen" nun mal so sind, und bspw oftmals nicht mit
    einem so außerordentlich abstrakten Dingens wie einem ADHS
    zurecht kommen, das nehme ich als gegeben und versuche,
    meine Umwelt, in der ich mich bewegen "muss", so diplomatisch
    wie es geht und wie ich es aushalten kann, zu bewegen.

    Und zu Guter letzt steht für mich die Frage im Vordergrund:
    Wie wichtig ist es mir überhaupt, ob jemand mich akzeptiert?

    Wenn ich beispielsweise im Job mit jemandem vernünftig
    arbeiten kann, wenn der es schafft, so professionell zu sein,
    die eigene Einstellung im nötigen Rahmen von beruflichen
    Erfordernissen zu trennen, sich "erwachsen", trotz allem
    höflich und anständig verhält, dann ist es mir ziemlich egal,
    ob er mich als Mensch akzeptiert oder mag ...

    ich mag ja auch nicht jeden ... trotzdem muss ich auch
    nicht jedem auf die Nase binden, dass ich ihn nicht mag,
    geschweige denn, mich doof aufführen ...

    mir ist klar, dass so viele nicht denken, sonst gäbe
    es keine Mobbing etcetc - und ich habe mir diese Art von
    Bewusstein auch hart erarbeitet *nebenbeisag

    Vielleicht ist es vor allem ein tief in mir bestehender
    Überlebenstrieb - ich WILL einfach nicht, dass man
    mich blöd behandelt ... ich unterscheide da auch nicht
    gemäß irgendwelcher Hierarchien ... das einzige,
    was ins Routieren kommt, ist das Austarrieren, wie
    sehr mir ein bestimmtes Verhalten jemandem gegenüber
    ggf schaden könnte, weil der andere zum aktuellen
    Zeitpunkt blöderweise am längeren Hebel sitzt ... dann
    allerdings fange ich auch schon an daran zu arbeiten,
    mich dieser Person zu entledigen bzw mich aus dem
    Dunst- und Einflusskreis dieser Person rauszuziehen ...

    ich habe nur eine grobe Ahnung, wo diese innere Funktion
    herrührt - sie sagt mir auf jeden Fall:"habit, du weißt:
    notfalls kommst du lange Zeit ohne andere Menschen
    aus, du kommst auch im Notfall materiell mit einem
    Minimum aus ... und solange du nicht physisch irgendwo
    angekettet bist oder dich jemand einsperrt, hast du
    praktischer immer und zu jeder Zeit die Möglichkeit,
    den Aufenthaltsort zu wechseln!! IMMER!"


  5. #55
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 61
    Forum-Beiträge: 2.091

    AW: ADHS und Jahrgang 1950 - 1975

    welches image wünscht ihr euch mit eurer last, eurer gabe in der öffentlichkeit ?
    oder wäre das vielleicht ein eigenes thema ?
    Kann sein, dass das ein eigenes Thema ist - Wahrscheinlich ist das so:

    aber egal - warum sind wir AD(H)Sler, wenn wir uns nicht über Regeln, auch sinnvollen hinweg setzen würden?

    Also

    lieber Epikur welches

    Image wünscht du dir? Epikur vielleicht?


    Ich war immer Pipi - Pipi Langsstrumpf - als Kind, als Jugendliche, als junge Mutter, als Studentin so jedenfalls hat mich mein Umfeld gesehen.

    Ich selber wollte aber lieber Rosa sein, Rosa Luxenburg - gott (oder eben genau nicht Gott) so wollte ich sein - war ich aber nie, werde ich auch nie sein können.

    Ich hätte lieber Pipi bleiben sollen, das bin ich jedenfalls immer gewesen und als ich Pipi bekämpfte wurde ich nicht glücklich sondern krank


    und so ein bischen Rosa Luxenburg ist Pipi ja auch


    alles Liebe
    Elwirrwarr

  6. #56
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 140

    AW: ADHS und Jahrgang 1950 - 1975

    pipi ist auf der liste der verehrungswürdigen "helden" auf den ersten plätzen. wie ihre schöpferin astrid lindgren
    und ihre anderen kinder , zb . michel aus lönneberga, aber auch mark twains tom sawyer oder der pumukl mit dem roten haar
    krasse fälle von ads. ist das ein zufall, das die helden der kindheit nicht durch brave anpassung zu geliebten vorbildern von generationen wurden ?
    wir haben echt potential ...;-) jedenfalls bin ich immer noch eine nervensäge.
    epikur

  7. #57
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.418

    AW: ADHS und Jahrgang 1950 - 1975

    Hallo alle,

    Wegen sich outen: bei mich ist immer gut gegangen, wenn ich es gemacht habe... Eigentlich nehmen es die leute zu kenntniss, aber sehen mich ehe sonst als ganze mensch. Wer mit mich schwierigkeit hatte, vorher, hat nachher immer noch und wer mich sowieso mag, mag mich weiter nachher...

    Es scheint dass ich bei die menschen immer die langsame, vergessliche, spontane, chaotische, reizbare, emotional mj71 bleiben, ob ich ADS habe oder nicht ist die meistens nicht so wichtig.

    lg

  8. #58
    OMMM-Beauftragte

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 5.742

    AW: ADHS und Jahrgang 1950 - 1975

    Elwirrwarr schreibt:

    Ich war immer Pipi - Pipi Langsstrumpf - als Kind, als Jugendliche, als junge Mutter, als Studentin so jedenfalls hat mich mein Umfeld gesehen.

    [...]
    Ich hätte lieber Pipi bleiben sollen, das bin ich jedenfalls immer gewesen und als ich Pipi bekämpfte wurde ich nicht glücklich sondern krank
    Ist Pipi denn jetzt wieder da? Und darf Pipi im
    August zum Spielen rauskommen? Ich wollte
    ihr meine neuen Ringelsocken zeigen ...

  9. #59
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 61
    Forum-Beiträge: 2.091

    AW: ADHS und Jahrgang 1950 - 1975

    Hallo

    Ich hoffe ganz inständig, dass sie bald wieder da ist.


    alles Liebe Elwirrwarr

  10. #60
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 317

    AW: ADHS und Jahrgang 1950 - 1975

    Lieber epikur

    Die Diagnose scheint mir eh nicht für Andere, sondern für uns selbst wichtig. Sie hilft uns zu akzeptieren und angemessenen Umgang zu finden und für eine angemessene Behandlung zu sorgen (alles im besten Fall). Die anderen können allenfalls besser akzeptieren, dass wir anders sind, ok, aber das kann auch dazu führen, dass sie uns ausgrenzen, da gehe ich mit epikur einig. ich möchte auch nicht bemitleidet werden, sehe aber auch die hohe Komplexität des ADS und dazu, wie schon so oft gesagt: ich bin ja nicht ADS, ich habe ADS, also gibt es da auch noch viele andere Dinge. Ich möchte also auch nicht nur von der ADS Seite gesehen werden.

    Wenn Du also nach meinem Wunsch-Image fragst, dann hat das mit dem Etikett ADS wenig zu tun. Wenn aber jemand weiss, dass ich ADS habe, dann wünsche ich mir vor allem, dass er weiss, dass ich unter all diesen Merkwürdigkeiten (wenn ich wieder einmal: etwas vergessen habe, im Tunnelblick bin, im Kontakt abwesend bin, mich verletzt zurückziehe, mein Zeitmanagement eine Katastrophe ist, Terminchaos mich übermannt, ich ängstlich, überdreht, durcheinander, einfach merkwürdig bin, ...) selbst auch leide, dass ich mich wirklich bemühe und dass er das sieht und respektiert.

    LG an Alle, Dompteur

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