Seite 1 von 2 12 Letzte
Zeige Ergebnis 1 bis 10 von 12

Diskutiere im Thema Ist AD(H)S gleichzusetzen mit frühkindlicher Hirnschädigung? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 9

    Ist AD(H)S gleichzusetzen mit frühkindlicher Hirnschädigung?

    Liebe Community,

    ich habe bereits einige Male gelesen, dass MCD, also minimale cerebrale Dysfunktion, die alte Bezeichnung für AD(H)S ist.
    Das würde also bedeuten, dass AD(H)S eine frühkindliche Hirnschädigung ist?
    Das wäre bei mir durchaus möglich, da meine Geburt komplikationsreich war und ich kurze Zeit unter Sauerstoffmangel gelitten habe.

    Ich kann jetzt auch gar nicht so genau sagen, ob meine Defizite alle rein ADS-bedingt sind.
    Jedenfalls ist es so, dass ich schon in der Schule massive Probleme hatte. Da waren nicht nur Konzentrationsschwierigkeiten und langsames Arbeitstempo ein Thema, sondern auch meine langsame Auffassungsgabe, fehlendes logisches Denken, Dyskalkulie und motorische Defizite machten mir den Schulalltag zur Hölle. Als später die Anforderungen größer wurden, konnte ich auch keine Texte interpretieren und keine komplexen Zusammenhänge erfassen.
    Manchmal denke ich, meine Leistungsschwäche grenzte schon an eine Lernbehinderung.
    Was in den ganzen Jahren mein Rettungsanker war, war meine Sprachbegabung.
    Dummerweise habe ich diese Fähigkeit nicht beruflich umsetzen können.

    Wie ich in meinem Thread "Ist es peinlich arbeitslos zu sein" ja schon geschrieben habe, quäle ich mich auch durchs Berufsleben. Keinen Job kann ich wegen mangelnder Leistungen halten. Ich bin einfach zu langsam, unkonzentriert und kein bisschen belastbar.
    Aufgaben kann ich nur gut erledigen, wenn ich eine bestimmte Sache immer wieder auf die gleiche Weise erledigen kann. Kommt es zu Abweichungen, fange ich schon an zu routieren.
    Ich habe mal eine zeitlang mit einer Bekannten in einem Büro zusammengearbeitet. Sie meinte, die Aufgaben, die ich täglich verrichte, kann ich ausführen. Doch mir fehle die Fähigkeit über meinen Horizont hinauszudenken.

    Ich war seit der frühen Kindheit auch emotional extrem entwicklungsverzögert.
    Mein Verhalten schwankte zwischen völliger Schüchternheit und völliger Albernheit.
    Als 16-jährige war ich z.B. von der emotionalen Reife auf dem Stand einer 12-jährigen. Ich hatte da auch eine Freundin in diesem Alter, die ich total bewunderte.
    So wenig ich mit Gleichaltrigen etwas anfangen konnte, so wenig konnten sie umgekehrt mit mir anfangen.
    Noch heute sagt man mir, dass ich nicht so richtig erwachsen wirke.

    Ich leide seit Jahren unter Depressionen.
    Klar, es ist ja auch nicht leicht, ständiges Scheitern zu verkraften.
    Vor kurzem habe ich den Psychiater gewechselt.
    Obwohl ich gleich erwähnte, dass ich ADS habe, ließ er beim zweiten Termin ein EEG machen.
    Die Auswertung ergab ein schnelles Alpha-EEG mit Auffälligkeiten, die sich in der Form zeigten, dass es immer wieder zu Rhythmusveränderungen in den Thetawellen-Bereich kam. Die Thetawellen zeigten sich wohl in verschiedenen Hirnarealen.
    Laut Meinung des Psychiaters sei der Befund pathologisch und könne als Hinweis auf eine frühe Hirnschädigung verstanden werden.

    Ehrlich gesagt war ich ziemlich geschockt, denn "frühe Hirnschädigung" hört sich nun mal schlimmer an als ADS.
    Das hat etwas von leichtem geistigen Schaden.
    Oder ist eine MCD das gleiche wie ADS?

    Liebe Grüße,
    Aletta
    Geändert von Aletta ( 9.06.2013 um 12:59 Uhr)

  2. #2
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: Ist AD(H)S gleichzusetzen mit frühkindlicher Hirnschädigung?

    Ich glaube die Forschung ist da noch nicht so weit, eindeutig zu sagen, ob Geburtskomplikationen z.B. in Form von Sauerstoffmangel auch alleinig oder "multipizierend" neben der Hirnstoffwechsel-Komponente (erblich?), ADS-Symptome auslösen/verstärken können. Zumindest gibt es wohl auffällige Zusammenhänge. (Und in den Fragebögen zur Diagnostik werden Geburtskomplikationen auch abgefragt.)

    Meines Erachtens ist MCD die alte Bezeichnung für die Symptome von ADS, nur war da noch nicht bekannt das es ein Stoffwechselproblem geben kann. Teilweise hatten diese Kinder übrigens auch Geburtskomplikationen.

    Hirnverletzungen im späteren Alter, z.b. durch Unfall können auch die Symptome von ADS auslösen. Ich glaube wenn kleinere Schädigungen im Frontalhirn vorliegen. Nur spricht man da nicht von ADS, weil die heutige Bezeichnung von ADS eben die Stoffwechsel-Komponente mit einbezieht.


    Das einzig sichere bei all den Geschichten ist der Symptomkomplex. Alles andere sind Studien mit Tendenzen, aber nichts 100%iges.




    PS: Kann aber auch alles Schwachsinn sein, was ich geschrieben habe......... ICH habe es so verstanden....... bin aber kein Mediziner
    Geändert von creatrice ( 9.06.2013 um 13:38 Uhr)

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 4

    AW: Ist AD(H)S gleichzusetzen mit frühkindlicher Hirnschädigung?

    Hallo Aletta,
    interessant, von deine Problemen zu hören. Deine Probleme kommen mir spontan sehr bekannt vor. Bei meinem Sohn hat es sich genauso gezeigt, wie bei dir Sprachbegabt, mit motorischen Defiziten und Dyskalkulie. Ich glaube, dass schwierige ist, dass ein sprachbegabter Mensch viel zu spät bzgl. seiner Defizite auffällt und dementsprechend auch in seiner Schullaufbahn alle blendet. Nach dem Motto: Wer sich so ausdrückt kann gar kein wirkliches Problem haben. Ist dir das auch so gegangen?

  4. #4
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.456

    AW: Ist AD(H)S gleichzusetzen mit frühkindlicher Hirnschädigung?

    Hallo Aletta,

    So wie ich weiss, hat man früher vermutet dass bei ADS als ursache eine hirnschädigung liegt. Eigentlich kann es immer noch eine ursache sein, aber nicht der einzige. Bei dich spielt wahrscheinlich eine grosse rolle. Oft ist es vor allem genetisch. So wie bei mich: geburt unkompliziert, aber einige familienmitgliedern sind mich ähnlich.

    Interessant ist auch dass bei ADS sich auffälligkeit im alpha und thetawelle zeigen, aber ehe in der menge.

    lg

  5. #5
    Muh!

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 6.859

    AW: Ist AD(H)S gleichzusetzen mit frühkindlicher Hirnschädigung?

    Aletta schreibt:
    Ehrlich gesagt war ich ziemlich geschockt, denn "frühe Hirnschädigung" hört sich nun mal schlimmer an als ADS.
    *grummel* Ich könnte schon wieder Meckern.

    Bestimmt hat man früher unseren Symptomen die Bezeichnung MCD gegeben. Früher mag das Wort "Hirnschaden" gebräuchlich gewesen sein. Da haben sich ja auch Frauen, die ihre Menstruation hatten, als krank betrachtet. Früher kam man mit rein psychischen Krankheiten nicht klar und suchte verzweifelt nach einer organischen Ursache, denn da galt erst Körper, dann Geist. Für die Gesundheit des Körpers musste man sorgen, denn den brauchte man auf dem Feld, in der Werkstatt, in der Werkhalle. Für den Geist waren die Pastoren zuständig und wenn man sonntags ab und an in die Kirche ging, hatte man Psyche genug.

    MCD, Hirnschaden, das sind Wörter. Heute gibt es das Wort ADHS, das ich auch unzureichend finde, nebenbei bemerkt.

    Wichtig ist, wie man sich mit seinem ADS fühlt. Fühlt man sich krank oder organisch geschädigt? Oder fühlt man sich nur anders als die Anderen. Fühlt man sich gehandicapt? Und fühlt man sich gehandicapt, weil man die Erwartungen der Anderen nicht erfüllt oder weil man seine eigenen Erwartungen nicht erfüllt?

    Einen Hirnschaden haben wir heute nicht mehr (früher hätten wir einen gehabt). Heute ist unser Transmitter-Verhältnis im Kopf anders als das der Normalbevölkerung, mehr nicht. Die Folgen dessen können durchaus zu Krankheiten führen.

    [zum Glück ist Niemandem mein Fauxpas aufgefallen. Ich habe den Satz, der hier stand, gelöscht, nicht weil er sachlich falsch, sondern nicht richtig erläutert war]

    Die Leiden, die Du angeführt hast, sind Folgen des AD(H)S. Ich will die keines falls gering schätzen, indem ich sage, dass wir keinen Hirnschaden haben. Ich weiß, viele brauchen noch einen körperlichen Defekt, um mit den psychischen Problemen leben zu können. Aber das ist nur Maskerade, um von den tatsächlichen Problemen abzulenken.
    Geändert von Steintor (20.07.2013 um 18:20 Uhr)

  6. #6
    moonstone

    Gast

    AW: Ist AD(H)S gleichzusetzen mit frühkindlicher Hirnschädigung?

    Aletta schreibt:
    Liebe Community,

    ich habe bereits einige Male gelesen, dass MCD, also minimale cerebrale Dysfunktion, die alte Bezeichnung für AD(H)S ist.
    Das würde also bedeuten, dass AD(H)S eine frühkindliche Hirnschädigung ist?
    Das wäre bei mir durchaus möglich, da meine Geburt komplikationsreich war und ich kurze Zeit unter Sauerstoffmangel gelitten habe.

    Ich kann jetzt auch gar nicht so genau sagen, ob meine Defizite alle rein ADS-bedingt sind.
    Jedenfalls ist es so, dass ich schon in der Schule massive Probleme hatte. Da waren nicht nur Konzentrationsschwierigkeiten und langsames Arbeitstempo ein Thema, sondern auch meine langsame Auffassungsgabe, fehlendes logisches Denken, Dyskalkulie und motorische Defizite machten mir den Schulalltag zur Hölle. Als später die Anforderungen größer wurden, konnte ich auch keine Texte interpretieren und keine komplexen Zusammenhänge erfassen.
    Manchmal denke ich, meine Leistungsschwäche grenzte schon an eine Lernbehinderung.
    Was in den ganzen Jahren mein Rettungsanker war, war meine Sprachbegabung.
    Dummerweise habe ich diese Fähigkeit nicht beruflich umsetzen können.

    Wie ich in meinem Thread "Ist es peinlich arbeitslos zu sein" ja schon geschrieben habe, quäle ich mich auch durchs Berufsleben. Keinen Job kann ich wegen mangelnder Leistungen halten. Ich bin einfach zu langsam, unkonzentriert und kein bisschen belastbar.
    Aufgaben kann ich nur gut erledigen, wenn ich eine bestimmte Sache immer wieder auf die gleiche Weise erledigen kann. Kommt es zu Abweichungen, fange ich schon an zu routieren.
    Ich habe mal eine zeitlang mit einer Bekannten in einem Büro zusammengearbeitet. Sie meinte, die Aufgaben, die ich täglich verrichte, kann ich ausführen. Doch mir fehle die Fähigkeit über meinen Horizont hinauszudenken.

    Ich war seit der frühen Kindheit auch emotional extrem entwicklungsverzögert.
    Mein Verhalten schwankte zwischen völliger Schüchternheit und völliger Albernheit.
    Als 16-jährige war ich z.B. von der emotionalen Reife auf dem Stand einer 12-jährigen. Ich hatte da auch eine Freundin in diesem Alter, die ich total bewunderte.
    So wenig ich mit Gleichaltrigen etwas anfangen konnte, so wenig konnten sie umgekehrt mit mir anfangen.
    Noch heute sagt man mir, dass ich nicht so richtig erwachsen wirke.

    Ich leide seit Jahren unter Depressionen.
    Klar, es ist ja auch nicht leicht, ständiges Scheitern zu verkraften.
    Vor kurzem habe ich den Psychiater gewechselt.
    Obwohl ich gleich erwähnte, dass ich ADS habe, ließ er beim zweiten Termin ein EEG machen.
    Die Auswertung ergab ein schnelles Alpha-EEG mit Auffälligkeiten, die sich in der Form zeigten, dass es immer wieder zu Rhythmusveränderungen in den Thetawellen-Bereich kam. Die Thetawellen zeigten sich wohl in verschiedenen Hirnarealen.
    Laut Meinung des Psychiaters sei der Befund pathologisch und könne als Hinweis auf eine frühe Hirnschädigung verstanden werden.

    Ehrlich gesagt war ich ziemlich geschockt, denn "frühe Hirnschädigung" hört sich nun mal schlimmer an als ADS.
    Das hat etwas von leichtem geistigen Schaden.
    Oder ist eine MCD das gleiche wie ADS?

    Liebe Grüße,
    Aletta
    Mein Bruder meint, wenn er mich ärgern will, immer, dass meine AD(H)S dadurch entstanden ist, dass auch ich nach meiner Geburt nicht selbständig geatmet habe, mein Gehirn für einige Minuten ohne Sauerstoff war und ich daher künstlich beatmet werden musste. Mittlerweile lache ich über seine Kommentare. Ich meine: Letztendlich kann doch niemand wirklich sagen, warum jemand an AD(H)S leidet oder nicht. Ich bin schon seit jeher vollkommen anders als die meisten Menschen da draußen. Dennoch weiß ich, dass ich nicht weniger wert bin als sie. Ich denke, wir alle sollten versuchen, nicht das Negative in bzw. an uns zu sehen, sondern uns an unseren positiven Eigenschaften und Fähigkeiten zu erfreuen! Die Tatsache, dass wir AD(H)S haben, läßt sich nicht ändern. Sie macht uns dennoch nicht zu minderbemittelten oder geistig gestörten Individuen! Auch wir sind wichtig, kostbar und haben viele gute Eigenschaften und Stärken!!!

  7. #7
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 42
    Forum-Beiträge: 80

    AW: Ist AD(H)S gleichzusetzen mit frühkindlicher Hirnschädigung?

    Cordula Neuhaus erwähnte m. E. neulich bei einem Vortrag, dass ein Zusammenhang bestehen könnte mit Sauerstoff-Unterversorgung und somit ggf. dadurch verursachten Schädigungen während oder nach der Geburt....

    Ich hatte zweimal die Nabelschnur um den Hals, mein Sohn kam einen Monat zu früh auf die Welt und bekam Sauerstoff, da er blau anlief...

    Beide ADHS.

  8. #8
    Apollo_1012

    Gast

    AW: Ist AD(H)S gleichzusetzen mit frühkindlicher Hirnschädigung?

    ...verstehe ich irgendwie nicht:

    Es gilt als gesichert, dass AD(H)S vererbt wird, wie kommt ihr darauf, dass es dann durch Sauerstoffunterversorgung unter der Geburt ausgelöst werden könnte?
    ADS ist eine Fehlfunktion im Gehirn, also wenn ihr so wollt, eine Normabweichung. Aber ein Schädigung nicht, denn es wurde ja nichts beschädigt, es war ja schon immer so.

    Natürlich kann man auch andere Schäden haben. Läuse schließen Flöhe nicht aus, wie der Mediziner sagt. Mein Bruder hat auch ein bisschen wenig Luft bekommen bei der Geburt und war danach sogar klinisch tot, wurde reanimiert. Der hat schon sein ganzes Leben lang ein Problem - und zusätzlich noch ADS, wie ich vermute. Aber ADS wird vererbt.

    ADS hat nach meinem Verständnis viele gemeinsame Symptome mit anderen Erkrankungen, zum Beispiel mit einer Depression oder auch Autismus usw. Die Diagnose ist daher nicht einfach.

    Viel Glück
    Apollo

  9. #9
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: Ist AD(H)S gleichzusetzen mit frühkindlicher Hirnschädigung?

    Ich glaube es wird ja noch geforscht, ob es da einen Zusammenhang gibt. Ob eben genau diese Fehlfunktion auch durch Mikroläsionen im Frontalhirn entstehen kann (dadurch verändertes Wachstum und Funktion). Oder ob eben diese Mikroläsionen die Ausprägung der ADS beeinflussen. ADS ist eben (noch) nur ein Symptomkomplex. Dieser könnte ja auch 2 verschiedene oder gemeinsam multiplizierende Auslöser haben.
    Auffälligkeiten gibt es nicht nur in der Familienanamnese, es gibt wohl auch gehäufte Auffälligkeiten bei Geburtskomplikationen.

  10. #10
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.439

    AW: Ist AD(H)S gleichzusetzen mit frühkindlicher Hirnschädigung?

    die vererbung betrifft aber nur x %. (hab gerade keine zahl im kopf). jedenfalls gibt's da auch noch andere faktoren. und auch gene können ein- oder ausgeschaltet sein.

    wenn man sich läsionsstudien ansieht, wo menschen durch etwas schädigungen am frontalhirn erlitten, sind die leistungsausfälle oft sehr ähnlich dem, was wir adhs-ler gut kennen. anhand solcher patienten hat die forschung damals überhaupt angefangen zu untersuchen, welche hirnareale welche funktion haben.

    bei adhs werden in mancher literatur auch andere bereiche des hirns als gestört genannt

    sauerstoffunterversorgung oder dies oder jenes kann sich natürlich negativ auf das hirn auswirken.

    mir stellt sich da die frage:
    - wenn das zufällig eine störung im frontalhirn nach sich zieht, ist es dann auch adhs oder nur etwas, was ähnliche symptome macht. und wie will man das trennen?
    - ist adhs eine eigenständige störung, die durch das zusammenwirken von genen und bestimmten umweltfaktoren entsteht, oder eigentlich, wie oft kritisiert wird, ein sammeltopf?

Seite 1 von 2 12 Letzte

Stichworte

Thema: Ist AD(H)S gleichzusetzen mit frühkindlicher Hirnschädigung? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
©2017 ADHS bei Erwachsenen Forum