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Diskutiere im Thema Frage zur Diagnose im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 26
    Forum-Beiträge: 55

    Frage zur Diagnose

    Hallo, ich bin Oliver und 22 jahre alt, bei mir wurde vor ein paar Monaten (glaub Februar) adhs festgestellt.
    Seitdem nehm ich auch medikamente, und zwar: 50MG (eine 40MG und eine 10MG) Methylphennidathydrochlolid

    Anfang Mai wurde mir geraten das ich mir die Tagesklinik bei uns in der Gegen mal anschauen sollte, hab ich gemacht und auch direkt nen "Vorstellungsgespräch" termin bekommen, bei dem war ich dann auch.
    Die meinten sie würden nochmal mit meiner Ärtzin sprechen. Vor ein paar tagen hab ich den Anruf bekommen das ich ab dem 18.6 dort aufgenommen werde.

    Heute hab ich dann meine Einweisung bei meiner ärtztin abgeholt und bei Diagnose Steht: F98.8 i F.43.2

    Ich hab leider vergessen meine ärtzin zu fragen.
    Kann mir hier vielleicht jemand erklären was das bedeutet?

  2. #2
    Lysander

    Gast

    AW: Frage zur Diagnose

    F43.2: Anpassungsstörung
    steht da wirklich F98,8 und nicht F90.8? F90.8 wäre ADHS F98.8 heißt sonstige näher zu bezeichnete Verhaltens- und emotionale Störung.

    es geht hierbei aber nur darum, einen Überweisungsgrund niederzuschreiben .
    Geändert von Lysander ( 3.06.2013 um 20:35 Uhr)

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 26
    Forum-Beiträge: 55

    AW: Frage zur Diagnose

    Lysander schreibt:
    F43.2: Anpassungsstörung
    steht da wirklich F98,8 und nicht F90.8? F90.8 wäre ADHS
    Erstmal danke für die Antwort.
    Hab nochmal nachgeschaut, es steht F98.8 drauf.

  4. #4
    Neues vorgestelltes Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 111

    AW: Frage zur Diagnose

    So, hab auchnochmal nach nem Diagnossenschlüssel gegooglelt Oliver:

    Unter F98.8 steht ganz klar Aufmerksamkeitsdefizid und F43.2 ist die Anpassungsstörung da hat Lysander recht.

    mfg Luna

  5. #5
    Muh!

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 6.859

    AW: Frage zur Diagnose

    Lysander schreibt:
    F43.2: Anpassungsstörung
    steht da wirklich F98,8 und nicht F90.8? F90.8 wäre ADHS F98.8 heißt sonstige näher zu bezeichnete Verhaltens- und emotionale Störung.
    Ich habe nun komischerweise 90.0 bekommen.

  6. #6
    Chaoten-Weib

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 53
    Forum-Beiträge: 2.544

    AW: Frage zur Diagnose

    Hi Steintor,

    bei mir steht auch 90.0 für ADHS.

    Vielleicht haben sich die Schlüssel geändert?

    @Oliver: wie Lysander schon sagte....es geht um den Einweisungsgrund. Deine ADHS-Diagnose hast du ja bereits und deshalb gehts nicht mehr darum....also die Diagnose meine ich.

    Mach dir hierüber nicht so viele Gedanken. Bei mir stand "Speed-Abusus" also Missbrauch !!!!!!!!! Ich hatte denen ehrlicherweise gesagt, dass ich ca. 6 Monate lang täglich geringe Mengen an Speed nahm und das war etwa 1 Jahr her. Nach "Umrechnung" meiner damaligen unbewussten Selbstmedikation - ADHS kannte ich nur vom Hören und Sagen - nahm ich täglich an die
    etwa 15-20 mg D-Amphetamin zu mir. Also eine ganz gewöhnliche Dosis zur Behandlung von ADHS. Das wusste ich aber nicht. Und ich denke, dass ein Speed-Junkie deutlich mehr als diese Menge nimmt und das auch noch nasal. Ich Heini hab das Pulver aber in Kapseln abgefüllt und oral genommen. Irgendwie spielt das Unterbewusstsein doch eine grosse Rolle.....als wenn ich es schon irgendwie wusste, dass ich mich selbst medikamentiere.

    Aber ich schweife schon wieder ab. Auf jeden Fall muss der einweisende Arzt einen Grund angeben, warum du in die Klinik solltest/musst/willst. Kennen die sich denn dort mit ADHS bei Erwachsenen aus?

    lg Heike

  7. #7
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.871

    AW: Frage zur Diagnose

    Zu den Diagnoseschlüsseln zitiere ich mal direkt aus dem ICD-10. Dort sind diese Diagnoseschlüssel definiert.
    In F90-F98 sind "Verhaltens- und emotionale Störungen mit Beginn in der Kindheit und Jugend" erfasst.

    Unter F 90.- werden speziell "Hyperkinetische Störungen" zusammengefasst, wohingegen in F98.- "Andere Verhaltens- und emotionale Störungen mit Beginn in der Kindheit und Jugend" aufgelistet sind.

    Das sieht dann folgendermaßen aus:

    F90.- Hyperkinetische Störungen

    Diese Gruppe von Störungen ist charakterisiert durch einen frühen Beginn, meist in den ersten fünf Lebensjahren, einen Mangel an Ausdauer bei Beschäftigungen, die kognitiven Einsatz verlangen, und eine Tendenz, von einer Tätigkeit zu einer anderen zu wechseln, ohne etwas zu Ende zu bringen; hinzu kommt eine desorganisierte, mangelhaft regulierte und überschießende Aktivität. Verschiedene andere Auffälligkeiten können zusätzlich vorliegen. Hyperkinetische Kinder sind oft achtlos und impulsiv, neigen zu Unfällen und werden oft bestraft, weil sie eher aus Unachtsamkeit als vorsätzlich Regeln verletzen. Ihre Beziehung zu Erwachsenen ist oft von einer Distanzstörung und einem Mangel an normaler Vorsicht und Zurückhaltung geprägt. Bei anderen Kindern sind sie unbeliebt und können isoliert sein. Beeinträchtigung kognitiver Funktionen ist häufig, spezifische Verzögerungen der motorischen und sprachlichen Entwicklung kommen überproportional oft vor. Sekundäre Komplikationen sind dissoziales Verhalten und niedriges Selbstwertgefühl.
    Exkl.:Affektive Störungen (F30-F39) Angststörungen (F41.-, F93.0) Schizophrenie (F20.-) Tief greifende Entwicklungsstörungen (F84.-)
    Die "hyperkinetischen Störungen" werden dann noch speziell aufgeteilt in F90.0-F90.8. Das sieht dann so aus:

    F90.0Einfache Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörung

    Aufmerksamkeitsdefizit bei:
    • hyperaktivem Syndrom
    • Hyperaktivitätsstörung
    • Störung mit Hyperaktivität

    Exkl.:Hyperkinetische Störung des Sozialverhaltens (F90.1)
    F90.1Hyperkinetische Störung des Sozialverhaltens

    Hyperkinetische Störung verbunden mit Störung des Sozialverhaltens
    F90.8Sonstige hyperkinetische Störungen


    F90.9Hyperkinetische Störung, nicht näher bezeichnet

    Hyperkinetische Reaktion der Kindheit oder des Jugendalters o.n.A.Hyperkinetisches Syndrom o.n.A.

    In F90.- wird also ADHS mit Hyperaktivität erfasst. Anders sieht das in F98.8 aus. Dort heißt es:

    F98.8Sonstige näher bezeichnete Verhaltens- und emotionale Störungen mit Beginn in der Kindheit und Jugend

    Aufmerksamkeitsstörung ohne Hyperaktivität
    DaumenlutschenExzessive MasturbationNägelkauen
    Nasebohren
    In F98.8 wird also die Hypoaktive Variante von ADHS definiert.
    Sowohl mit F90.- als auch mit F98.8 kann der Arzt demnach ADHS einklassifizieren. Der Unterschied besteht einfach darin, ob man eher hyperaktiv oder hypoaktiv ist.

  8. #8
    Muh!

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 6.859

    AW: Frage zur Diagnose

    Fliegenpilz schreibt:
    In F98.8 wird also die Hypoaktive Variante von ADHS definiert.
    Das habe ich dem Arzt auch gesagt, sogar mehrmals, dass ich nicht hyperaktiv sei. Daraufhin hat er sich kurz 98.8 angeschaut, war aber dennoch der Ansicht, ich sei F 90.0. Im Grunde könnte mir das egal sein, allerdings ist das der einzige schriftliche Befund, den ich über mein ADS habe (so ein ärztliches Schreiben kann schon ein wichtiges Argument sein, zumindest mein Hausarzt ist nun etwas ruhiger, was seine Ablehnung meines ADSs betrifft). Es steht ADS - F 90.0 drinnen. Eingeweihte Ärzte wissen, dass das Quatsch ist (sollte das ein approbierter Arzt bemängeln, kann ich immer noch sagen, dass gerade die DSM V entwickelt wird und die Frage, ob 90 oder 98, bald der Vergangenheit angehören wird).
    Geändert von Steintor (12.06.2013 um 14:20 Uhr)

  9. #9
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.871

    AW: Frage zur Diagnose

    @ Steintor: Ich kann deinen Arzt schon ein bisschen verstehen. Die F90er Störungen bezeichnen eben explizit die hyperaktiven Störungen, wohingegen der F98er Block so eine Art Sammelbecken für alle Störungen darstellt, die anderswo noch nicht erfasst sind. Bei einer F90er Diagnose ist auf den ersten Blick klar, dass es sich um ADHS handelt.

    Die Unterteilung in Hypo- und Hyperaktive ist wohl ohnehin fragwürdig und wird ja auch in der Fachwelt recht kontrovers diskutiert. Zumal man ja im Laufe des Lebens unterschiedlich stark hyper- bzw. hypoaktiv sein kann.

  10. #10
    Muh!

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 6.859

    AW: Frage zur Diagnose

    Fliegenpilz schreibt:
    Die Unterteilung in Hypo- und Hyperaktive ist wohl ohnehin fragwürdig und wird ja auch in der Fachwelt recht kontrovers diskutiert. Zumal man ja im Laufe des Lebens unterschiedlich stark hyper- bzw. hypoaktiv sein kann.
    Das ist wahr, zumal die Hyperaktivität nicht das Hauptkriterium unserer ...*nörgel*..."Krankheit" ist. Wicht ist das AD uund in meinen Augen die mangelnde Impulskontrolle. Die Hyperaktivität ist n.E. nebensächlich, aber augenfällig und bei den meisten Eltern, Lehrern, Ärzten zuerst beobachtet. Jedes Symptom ist bei den Betroffenen nicht konstant. Gemein ist uns allen das Dopamin-Chaos im Kopf. Wie sich das nun nach außen hin, also phänotypisch auswirkt, ist bei Jedem unterschiedlich.

    Als DSMler würde ich eine Nummer für AD geben und dann alle Symptome als Untereinheit betiteln.

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