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Diskutiere im Thema Falsche Diagnose? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #31
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 284

    AW: Falsche Diagnose?

    @ Fliegerlein

    Wenn Jemand gewisse Symptome hat oder nur leichte, dann macht es keinen Sinn, daraus eine Diagnose zu stellen.

    Scheinbar leider doch!
    Meine Schwester ist mit ihrem Sohn von einem Arzt zum anderen gezogen um endlich die Diagnose für ihren Sohn zu bekommen.
    In Ulm in der U.Klinik hat es dann geklappt.
    Ich versteh bis heute noch nicht warum.
    Ein Symptom ist seine Schulische Leistung, er hatte in einem Jahr nur 2er und einen 3er im Zeugnis, welch ein Horror ! das ist ADHS.
    Ein zweites Symptom er wehrt sich gegen seine Schwestern wenn sie ihn ärgern, auch das ist ADHS.
    Das dritte Symptom, er hat kaum Freunde, also nur so 8 oder 10, das ist zu wenig also auch ADHS. Ach ja und lesen tut er auch nicht gern.

    Diese Woche war er bei mir zu besuch, er ist weder unruhig noch Imulsiv hat keine Anzeichen eines ADHS und doch die Diagnose, also gibt es doch auch
    ungerechtfertigte Diagnosen. Das nur mal nebenbei.
    Zum Glück kommt das aber sehr selten vor.

    Wichtig ist mir noch zu sagen, meine Schwester verzichtet auf den Einsatz von Medikamenten, welch eine Erleichterung.

  2. #32
    ADHD-Squirrel

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 437

    AW: Falsche Diagnose?

    Ich persönlich finde es eher ungewöhnlich wenn jemand über AD(H)S gut Bescheid weiss (natürlich weiss ich nicht wie gut Duzi sich auskennt, nehmt es einfach als allgemeine Aussage hin), und trotzdem wenig Symptome an sich erkennt.

    Früher war ich sehr auf Depressionen und andere Sachen fixiert, typische ADHS Symptome habe ich nie groß wahrgenommen. Umso mehr man in die Materie einsteigt offenbaren sich viele Sachen. Heute kann ich sowas gar nicht mehr ignorieren, ich nehme es bewusst war, kann dafür aber oft besser damit umgehen. Früher war es unbewusst und man fühlte sich einfach mies. (und wusste nicht mal warum)

    Diagnosen von Ärzten... schwierige Sache, oft kennt einen der Arzt nicht gut genug, oft bildet er sich schon vorher eine Meinung, oft ist es einfach zu oberflächlich.
    Es gibt Ärzte die kennen sich nicht aus, geben es aber nicht zu und geben trotzdem Urteile (Diagnosen) ab. Da ist mir ein Arzt lieber der keine Ahnung hat, sich aber interessiert und intensiv mit einem zusammen damit auseinandersetzt.

  3. #33
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 66

    AW: Falsche Diagnose?

    Loyola schreibt:
    Verstehe.
    Kann's sein, dass Du evtl. wegen der Medienhetze gegen das ADHS verunsichert bist u. meinst, das wär' nur was für Luschis, Weichis etc. und nichts für kleine Loyolas oder große Duzis etc.?
    Da ich selber nicht so wirklich der typ bin der viel zeitung liest oder Nachrichten schaut und ich dementsprechend nich viel in den medien über ADS gehört habe kann das schonmal nicht sein. Ich meine sicher nicht das dies nur was für Luschis ect. ist ich habe nur aus meinen Erfahrungen gelernt die vllt. aners sind als deine und du es deshalb nicht nachvollziehen kannst. Der Grund für meine Einstellung ist ganz klar der das mein ehemaliger ach so toller Arzt (inzwischen in Rente) der als einer der besten Weltweit gilt riesen mist gebaut hat, weshalb meine Lebenqualität erstmal sehr eingeschränkt war die krankheit sich durch seine tollen Empfehlungen verschlimmert hat, und damit mein ich jetzt nicht die ADS, und ich zu diesen Zeiten wo ich ja alles getan habe was er mir gesagt hat extrem eingeschränkt war und ich mich da selbst raus wurschteln musste dafür bin ich doch nicht zuständig sondern mein Arzt!?! Und seit dem hab ich den entschluss gefasst ich lass mich von keiner Erkrankung egal welcher Art mehr in i.was einschränken oder mich davon beeinträchtigen.

    @Fliegerlein:
    Also mein Arzt hat ebenfalls anhand des Testes gemeint das er vermutet das mein Vater ebenfalls ADS hat und mein Bruder ADHS, keiner von beiden hat jemals einen Test gemacht oder Medis genommen. Jetzt wenn ich daran denke wie mein Bruder früher war eindeutige zeichen einer ADHS. mein Vater ist 62, ist das den Alt genug um soetwas zu beurteilen?

    Diagnosen können durch Zufall entstehen ohne das man dieSymptome eig bemerk z.b. musste ich in meiner Ausbildung ein Atest vorlegen das ich körperlich und geistig gesund bin, mein Arzt hat also Blutbild machen lassen und was war? mein TSH war zu hoch was auf eine Schilddrüsenunterfunktion deuten lässt, die ja dann deshalb meistens Übergewichtig sind nun ich bin ziehmlich schlank. Oder ein anderes Beispiel es kann durch Zufall Epilepsie herausgestellt werden z.B. durch den ADS-Test wo ja ein EEG notwenidig ist nun das EEG zeigt auffälligkeiten an klare Epilepsietypischen Spitzen doch der betroffene hatte noch nie in seinem leben einen Anfall und es ist nicht grad selten das Epileptiker keine Anfälle haben doch trotzdem haben sie ja die Diagnose Epilepsie

  4. #34
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: Falsche Diagnose?

    Duzi schreibt:
    Also mein Arzt hat ebenfalls anhand des Testes gemeint das er vermutet das mein Vater ebenfalls ADS hat und mein Bruder ADHS, keiner von beiden hat jemals einen Test gemacht oder Medis genommen. Jetzt wenn ich daran denke wie mein Bruder früher war eindeutige zeichen einer ADHS. mein Vater ist 62, ist das den Alt genug um soetwas zu beurteilen?
    Fängt üblicherweise so ab der dritten Lebensdekade an, also ja, sollte er sein.
    Mein Vater hat auch erst mit 70 über meine Diagnose erfahren, dass auch er betroffen war.
    So kanns gehen.
    Das heißt aber nicht, dass er keine Symptome oder Beeinträchtigungen hatte.
    Das ist ihm erst aufgegangen, als er davon erfuhr und sich dadurch plötzlich einiges erklärte.
    Da ist schon eine ganze Menge passiert in seinem Leben, wovon er sich gewünscht hat, dass es nicht passiert wäre und das mit dem Wissen um die ADS vermeidbar gewesen wäre.

    Womit ich sagen möchte, auch wenn man keine Symptome hat, was nach wie vor unlogisch ist, dazu komme ich gleich noch, macht es Sinn, darum zu wissen und darauf auch ein wenig Rücksicht zu nehmen, denn hinterher ist es meist zu spät.
    Es kann eben auch einfach von Vorteil sein, wenn man bescheid weiß und ein wenig auf sich Rücksicht nimmt und sein Leben entsprechend einstellt.
    Ist so ein bisschen wie mit einem Allergiker.
    Der kann auch symptomfrei sein, solange er keinem Auslöser ausgesetzt ist.
    Wenn er das aber nicht weiß, besteht die Gefahr, dass er sich unabsichtlich immer wieder den Allergenen aussetzt und mit ein bisschen Pech findet dann irgendwann ein sog. Etagenwechsel statt.
    Bei vielen Allergikern mit Asthma war es so, dass sie zwar immer wieder verschnupft waren, das aber nicht in Zusammenhang mit einer Allergie gebracht haben.
    Aber solche Allergien haben den Hang zu einem Etagenwechsel, das bedeutet, dass sie vom Kopf eine Etage tiefer, nämlich in die Lunge wandern und dann wirds eben richtig übel.

    Wer aber um seine Allergie weiß, kann sich entsprechend darauf einstellen, sei es über sein Verhalten (Pollenflüge meiden), Medikamente etc, so dass es nicht schlimmer wird, bzw. das Ganze auch so schon gut im Zaum gehalten werden kann.

    Duzi schreibt:
    Diagnosen können durch Zufall entstehen ohne das man dieSymptome eig bemerk z.b.
    Ah!
    Das ist aber ja schon gleich eine ganz andere Aussage .
    Die Symptome nicht bemerken ist eine gaaanz andere Sache wie keine Symptome haben!

    Das muss btw. auch nicht zwangsweise bedeuten, dass man die Symptome selber nicht wahrnimmt, es kann auch gut sein, dass die Symptome im aktuellen Umfeld gar nicht auffallen.
    Das ist ein wichtiger Punkt, denn viele ADS'ler funktionieren prima und führen ein glückliches Leben, was aber nicht unbedingt daran liegt, dass sie nur leicht betroffen sind, sondern sich das im Umfeld nicht bemerkbar macht, so wie ein Farbenblinder in einer Dunkelkammer nicht aufafllen würde, weil man da ohnehin keine Farben sieht, es ist ja dunkel.
    Wenn jemand mit ADS eine Sekretärin o.ä. hat, die seine Termine koordniiert und er sich um all sowas nicht kümmern muss, weil er dahingehend extern perfekt gemanaged wird, dann wird seine Unfähigkeit mit Zeit umzugehen nie auffallen.
    Trotzdem ist sie als Symptom vorhanden, nur wird sie hier nicht bemerkt, weil sie von ihm nicht eingefordert wird.

    Aber dennoch kann es sinnvoll sein, darum zu wissen, denn wenn der Fall irgendwann eintreten sollte, in dem er das alles selber machen muss, wird es zu Problemen kommen.
    Weiß man das im Voraus, kann man sich darauf einstellen und entsprechende Maßnahmen ergreifen.

    Trotzdem ist aber ja die ADS vorhanden und auch ihre Symptome, das müssen sie auch, sonst gibt es keinen Grund für eine Diagnose.

    Das ist so ein bisschen wie Früherkennung und Vorsorge etc., aber eben nur ein bisschen, denn es geht nicht darum, die ADS nicht "ausbrechen" zu lassen, denn die ist ja bereits da, aber es schützt vor den Folgeerkrankungen, den Komorbiditäten.
    Sehr sehr wichtige Sache.

    Um nicht falsch verstanden zu werden:
    Ich möchte Dir keine Krankheit einreden.
    Es gibt wie gesagt viele Menschen, die mit ihrer ADHS ein glückliches Leben führen
    Es gibt aber auch viele Menschen, die sowohl ihre Symptome als auch die Beeinträchtigungen und Probleme selber nicht wahrnehmen und dann Gefahr laufen, erst dann erkannt zu werden, wenn sich die Komorbiditäten bereits gebildet und gefestigt haben

    Was ich möchte ist, ein wenig zu sensibilisieren, dass man die ADHS im Hinterkopf behält, auch wenn man sie selber nicht, oder aktuell nicht spürt.

    Ein in meinen Augen schönes Beispiel ist Eckhart von Hirschhausen, der ja selber von sich geschrieben hat, eine leichte Form der ADHS zu haben.
    Er hat ebenfalls selber mal erzählt, dass er zwar gerne auch Arzt im Krankenhaus war, aber als, wie er es nannte "kreativer Chaot" ist das dort nicht hilfreich.
    Als Comedian kommt er weitaus besser zurecht.
    Das ist das, was ich meine:
    Darum zu wissen ist ein großer Vorteil, denn man ist ein wenig sensibilisiert, nimmt die Probleme wahr und kann gegensteuern, bevor man kein Steuer mehr in der Hand hat.



    Duzi schreibt:
    musste ich in meiner Ausbildung ein Atest vorlegen das ich körperlich und geistig gesund bin, mein Arzt hat also Blutbild machen lassen und was war? mein TSH war zu hoch was auf eine Schilddrüsenunterfunktion deuten lässt,
    Da werde ich allerdings gerade stutzig.
    Denn Schilddrüsenunterfunktion sollte im rahmen der Differentialdiagnostik ausgeschlossen worden sein, da sie eine sehr ähnliche Symptomatik wie ADHS hervorrufen kann.
    Ist das entsprechend weiterverfolgt worden?

    Duzi schreibt:
    Oder ein anderes Beispiel es kann durch Zufall Epilepsie herausgestellt werden z.B. durch den ADS-Test wo ja ein EEG notwenidig ist nun das EEG zeigt auffälligkeiten an klare Epilepsietypischen Spitzen doch der betroffene hatte noch nie in seinem leben einen Anfall und es ist nicht grad selten das Epileptiker keine Anfälle haben doch trotzdem haben sie ja die Diagnose Epilepsie
    Das ist korrekt und auch keinewegs widersprüchlich.
    Denn um einen Anfall zu bekommen, bedarf es oftmals einen Auslöser.
    Wenn man um die Epilepsie weiß, kann man diese Auslöser möglichst meiden und kann so auch die Anfälle vermeiden.
    Allerdings bedeutet das nicht, dass es keine Symptome gibt, denn das EEG zeigte diese Spitzen und das SIND Symptome .
    Nur ist das schlimmste der Symptome, eben der Anfall, noch nicht eingetreten.

    Aber auch hier gilt:
    Das Wissen um die Erkrankung hilft dabei, sie im Zaum zu halten, so dass es nicht zum Schlimmsten kommt.

    Das ist so ein klein bisschen wie mit dem Krebs, auch wenn der Vergleich anfangs etwas heftig anmutet:
    Man kann bereits einen Tumor haben, ohne dass sich irgendwelche wahrnehmbaren Symptome gebildet haben.
    Der Krebs ist aber da und er richtet bereits Schaden an, man bemerkt den Schaden nur (noch) nicht.

    Nun kann es sein, dass im Rahmen einer Routineuntersuchung oder einer Früherkennung der Krebs entdeckt wird.
    Trotz fehlender, vom Patienten wahrgenommener Symptome, wird die Diagnose gestellt.
    Denn der Tumor ist bereits ein Symptom.
    Also wird auch gleich entsprchend schnell und frühzeitig gegengehandelt und man man kommt gut aus der Sache raus.
    Ansonsten hätte man es erst bemerkt, wenn die Symptome bemerkt worden wären und nicht selten ist es dann zu spät.

    Übertragen auf die ADHS sind das analog dazu die Komorbiditäten, die sich dann bereits breit gemacht haben.

    Liebe Grüße
    Fliegerlein

  5. #35
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: Falsche Diagnose?

    Zumania schreibt:
    @ Fliegerlein

    Fliegerlein schreibt:
    Wenn Jemand gewisse Symptome hat oder nur leichte, dann macht es keinen Sinn, daraus eine Diagnose zu stellen.
    Scheinbar leider doch!
    Meine Schwester ist mit ihrem Sohn von einem Arzt zum anderen gezogen um endlich die Diagnose für ihren Sohn zu bekommen.
    In Ulm in der U.Klinik hat es dann geklappt.
    Ich versteh bis heute noch nicht warum.
    Dazu gäbe es jetzt natürlich wieder einiges zu schreiben.
    Zum Einen, weil es eben so ist, wie gerade beschrieben, eben der Vorsorge wegen um spätere schlimmere Probleme zu vermeiden, oder aber, und auch solche Fälle gibt es ja leider nicht selten, weil die Eltern krampfhaft versuchen eine Diagnose zu erwirken.
    Da kann man nun blendend darüber philosophieren, warum das so ist.
    Ich habe von meinem Arzt schon Geschichten dahingehend gehört .... da kann einem Angst und bange werden.
    Ich weiß natürlich nicht, wie es bei Deiner Schwester ist, aber es kommt na klar auch oft genug vor, dass Eltern sozusagen regelrecht wollen und darauf bestehen, dass die Diagnose ADHS gestellt wird.
    Über die Beweggründe lasse ich mich hier mal nicht aus ... aber da kann einem schon ganz anders werden.

    Aber wenn wirklich nur eine leichte Form festgestellt wird, dann mag man vielleicht eine entsprechende Diagnose (eben leichte ADS) bekommen, aber sie wird nicht als behandlungsbedürftig eingestuft.
    Das ist dann diese Vorsorgesache, man weiß darum, achte ein wenig darauf, stell Dich drauf ein, lass Dir hier und da die nötige Hilfestellung geben, und dann wird auch alles gut verlaufen.

    Was Du beschreibst, ist allerdings in meinen Augen weit weit weg von ADHS.
    Da würde ich mich schon fragen, warum diese Diagnose so vehement angestrebt wurde ...


    -------------------------------------------
    Aktualisiert:


    Fluttershy schreibt:
    Ich persönlich finde es eher ungewöhnlich wenn jemand über AD(H)S gut Bescheid weiss (natürlich weiss ich nicht wie gut Duzi sich auskennt, nehmt es einfach als allgemeine Aussage hin), und trotzdem wenig Symptome an sich erkennt.
    Das ist im Gegenteil sogar normal bei ADHS'lern, es gehört zu den Symptomen.
    Liegt einfach daran, dass die exekutiven Funktionen, und Selbstwahrnehmung ist die, welche sich als letztes beim Menschen entwickelt, sich bei AS'lern verzögert entwickeln.
    Betroffene können das oftmals gar nicht wahrnehmen.
    Interessant zu beobachten, wie man, auch hier im Forum, immer wieder bemerkt, wie sich das Bild ändert, wenn die Betroffenen in die Dreißiger kommen .
    War bei mir nicht anders.
    Ich habe zwar erst mit 45 von meiner ADS erfahren, aber wirklich aufgefallen sind mir viele Dinge tatsächlich erst mit Anfang Mitte Dreißig ... da est bemerkte ich, wie extrem das auch teilweise war.
    Obwohl mir durchaus auch Hinweise aus dem Umfeld gegeben wurden ... ich hab das schlicht nicht gesehen.


    Das zeigte sich auch bereits in etlichen Studien, besonders seit man angefangen hat, immer auch eine Fremdanamnese durchzuführen, auch wenn der Betroffene bereits volljährig ist.

    Ist also durchaus normal für ADS'ler.




    Liebe Grüße
    Fliegerlein
    Geändert von Fliegerlein (27.05.2013 um 11:27 Uhr)

  6. #36
    N o r d f r a u

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 62
    Forum-Beiträge: 8.210

    AW: Falsche Diagnose?

    @fliegerlein
    Danke für deine guten Beiträge!

    Hier sollte mal ein Forumsbereich eingerichtet werden, wo man solche
    grundsätzlichen Sachen findet.

    Ich schreibe seit einem halben Jahr in diesem Forum und lese schon ein
    bisschen länger. Es hat sich so viel angesammelt, dass man die
    guten Sachen gar nicht so einfach findet.

    LG Gretchen

    P.S. Oder gibt's so was schon?

  7. #37
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 66

    AW: Falsche Diagnose?

    ok jetzt bin ich verwirrt was sind den für dich alles Symptome? Alles? Den das EEG ist ja eig die Diagnose und du meintest ja wie kann eine Diagnose ohne Symptome entstehen? Das EEG spürt man doch nicht man muss es ja erst machen um die Diagnose zu bekommen also hat man während des EEG´s das Symptom also das ist ja wohl grad eher son wiederspruch es kann durch zufall ein EEG gemacht werden wo man Spitzen sieht aber die Epilepsie war ja schon dar evtl ohne symptome.

    Mein Vater hat zwar einige typische Anzeichen für ADS aber das stört ihn genauso wenig wie mich er ist ziehmlich erfolgreich selbstständig hatt viele Termine aber keine Sekretärin, und ich hab ja die Diagnose seit ich 8/9 bin hatte damals Medikinet was ich allerdings nicht vertragen habe es hatt mir ja auch keiner gesagt das mans zum essen nehmen muss und ich habe nie gefrühstückt und habe es deshalb ca. paar monate nur genommen und mich danach geweigert es zu nehmen und meine Eltern waren einverstanden. Damals hatt mir nie wirklich jemand erzählt das ich ADS habe nur ja du musst des Medikinet nehmen. Erst als ich so 12/13 war hat mir durch Zufall n Arzt gesagt ja Medikinet ist wie Ritalin und dann bin ich erst drauf gekommen häää nimmt man doch bei ADS. habe mich aber auh nicht weiter drum gekümmert ich bin ja auch so zurecht gekommen hatte gute noten also warum Tabletten nehmen? Erst seit 2 Jahren hab ich mich wirklich damit befasst und wenns nur um die ADS ginge würd ich sagen scheiß aufs Concerta brauch ich nicht nur damals war ich einfach so wütend auf die ganzen Ärzte und hatte einfach alles satt ich wollte mich nicht mehr verarschen lassen und 4 mal so sehr anstrengen wie andere und wollte im endeffekt nur einen Ausgleich für die Kognitiven Einschränkungen die ich nicht nur durch die ADS hatte. Allerdings denke ich das ich Symptome bzw Einschränkungen nicht so wirklich warnehme da es für mich vllt schon zu normal ist. Als ich vor 2 wochen bei meinem Arzt war weger den Medis wurden auch meine schlafprobleme besprochen und er meinte nur das ich ja antscheinend nicht so wirklich darunter leide, darauf hin meinte ich nur naja ne nicht wirklich ich hab mich dran gewöhnt ich kenns gar nicht mehr anders.

    Weger der Schilddrüse hab ich meinen Arzt auch gefragt der meinte MPH kann nur bei überfunktion gefährlich werden die bei mir definitiv ausgeschlossen ist und die ADS diagnosse hab ich ja schon seit Jahren

  8. #38
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: Falsche Diagnose?

    Duzi schreibt:
    ok jetzt bin ich verwirrt was sind den für dich alles Symptome? Alles? Den das EEG ist ja eig die Diagnose und du meintest ja wie kann eine Diagnose ohne Symptome entstehen?
    Das ist so nicht korrekt.
    Das EEG ist ein Messinstrument, mit dem man Aktivitäten sichtbar machen kann, die für uns so nicht sichtbar sind.
    Es ist ein Hilfsmittel, um die nötigen, eben nicht sichtbaren Symptome zu erkennen, die nötig sind, um eine Diagnose zu stellen.

    Ein EEG ist keine Diagnose.

    Es dient dazu, Symptome sichtbar zu machen.

    Die dort sichtbar gewordenen Spitzen sind die Symptome.
    Man selber merkt sie nicht, aber das sind Spitzen, die da nicht hingehören.

    So wie man auf einem EKG-Ausdruck Symptome für eine Herzfehlfunktion erkennen kann.
    Mit Hilfe des Messgerätes, erkennt man die Symptome.

    Ein Blutdruckmessgerät zeigt den Blutdruck an, den man so ja nicht sehen kann.
    Man muss das nicht mal spüren, dass man z.B. zu hohen Blutdruck hat.
    Trotzdem hat man ihn, und durch die Messung wird das sichtbar, das Symptom wird erkennbar und man kann die Diagnose aufgrund dieser Messungen stellen.



    Duzi schreibt:
    Das EEG spürt man doch nicht
    Ein EEG ist nur ein Messgerät.
    Mehr nicht.
    Es zeigt Hirnaktivitäten, und damit auch Fehler an.
    Bei einem Menschen ohne Epilepsie sind diese sichtbaren Spitzen, die ja grafisch sichtbar gemachte Hirnaktivitäten sind, nicht vorhanden.
    Das EEG zeigt also, dass dort Hirnaktivitäten stattfinden, die nicht stattfinden sollten.
    Und eben diese Aktivitäten sind bereits Symptome einer Epilepsie.
    Das bedeutet nicht, dass der Betroffene dies bereits merkt.

    Duzi schreibt:
    man muss es ja erst machen um die Diagnose zu bekommen also hat man während des EEG´s das Symptom also das ist ja wohl grad eher son wiederspruch es kann durch zufall ein EEG gemacht werden wo man Spitzen sieht aber die Epilepsie war ja schon dar evtl ohne symptome.
    Deine Logik ist faszinierend und verblüffend unlogisch.

    Die Epilepsie ist schon vorher vorhanden.
    Natürlich.
    Das Messgerät wird angeschlossen und die Aktivitäten werden entdeckt, ob nun gezielt oder durch Zufall ist dabei vollkommen ohne Belang.
    Nur durch die Messung mit dem EEG werden diese fehlerhaften Aktivitäten, die nach Erfahrung der Ärzte auf eine Epilepsie hinweisen, erstmal sichtbar geworden.

    Ich weiß nicht, was in einer verschlossenen Schachtel ist, bevor ich hineinschaue.
    Aber wenn ich hineinschaue und es ist eine Murmel drin, dann kann man wohl getrost davon ausgehen, dass sie auch vorher drin war, ich hab sie nur nicht sehen können.

    Das EEG zeigt uns Symptome, die wir sonst nicht sehen können.
    Wenn es erstmal soweit ist, dass wir etwas sehen können, sind das bereits andere Symptome, schlimmere, wesentlich schlimmere.
    Insofern findet sich also keinerlei Widerspruch.
    Natürlich war die Epilepsie schon vorher da, aber auch mit Symptomen, nur nicht mit sicht- und wahrnehmbaren Symptomen.
    Aber die Symptome sind bereits die entsprechenden und auffälligen Hirnaktivitäten, die man bei Nichtbetroffenen nicht findet.
    Natürlich sind das Symptome.





    Duzi schreibt:
    nur damals war ich einfach so wütend auf die ganzen Ärzte ...
    Aha ... das ist btw. wieder eine typische Reaktion eines ADHS'lers

    Duzi schreibt:
    und hatte einfach alles satt ich wollte mich nicht mehr verarschen lassen und 4 mal so sehr anstrengen wie andere
    Aha ....
    Warum musstest Du Dich denn 4 mal mehr anstrengen als Andere?

    Duzi schreibt:
    und wollte im endeffekt nur einen Ausgleich für die Kognitiven Einschränkungen die ich nicht nur durch die ADS hatte.
    Ok, ... das kann ich verstehen und nachvollziehen, aber das würde doch in einer vernünftigen Diagnose zu Tage getreten sein.

    Duzi schreibt:
    Allerdings denke ich das ich Symptome bzw Einschränkungen nicht so wirklich warnehme da es für mich vllt schon zu normal ist.
    Immerhin .

    Duzi schreibt:
    Als ich vor 2 wochen bei meinem Arzt war weger den Medis wurden auch meine schlafprobleme besprochen und er meinte nur das ich ja antscheinend nicht so wirklich darunter leide, darauf hin meinte ich nur naja ne nicht wirklich ich hab mich dran gewöhnt ich kenns gar nicht mehr anders.
    Dass auch Schlafprobleme typische Symptome einer ADHS sind, weißt Du?


    Duzi schreibt:
    Weger der Schilddrüse hab ich meinen Arzt auch gefragt der meinte MPH kann nur bei überfunktion gefährlich werden die bei mir definitiv ausgeschlossen ist und die ADS diagnosse hab ich ja schon seit Jahren
    Mir gings auch nicht darum, dass die Medikation Probleme im Zusammenhang mit einer Schilddrüsenerkrankung bereitet, ... aber eine Schilddrüsenfehlfunktion kann aussehen wie eine ADHS.
    Zumindest ist es nicht unmöglich, dass auch die Schilddrüsenfehlfunktion schon seit Jahren besteht.
    Auf jeden Fall sollte man darauf ein Auge werfen, würde ich empfehlen.
    Geändert von Fliegerlein (27.05.2013 um 13:43 Uhr) Grund: Fehlerkorrektur

  9. #39
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Forum-Beiträge: 1.004

    AW: Falsche Diagnose?

    Duzi schreibt:
    ich hab ja die Diagnose seit ich 8/9 bin hatte damals Medikinet was ich allerdings nicht vertragen habe es hatt mir ja auch keiner gesagt das mans zum essen nehmen muss und ich habe nie gefrühstückt und habe es deshalb ca. paar monate nur genommen und mich danach geweigert es zu nehmen und meine Eltern waren einverstanden.
    Damals hatt mir nie wirklich jemand erzählt das ich ADS habe nur ja du musst des Medikinet nehmen. Erst als ich so 12/13 war hat mir durch Zufall n Arzt gesagt ja Medikinet ist wie Ritalin und dann bin ich erst drauf gekommen häää nimmt man doch bei ADS. habe mich aber auh nicht weiter drum gekümmert ich bin ja auch so zurecht gekommen hatte gute noten also warum Tabletten nehmen? Erst seit 2 Jahren hab ich mich wirklich damit befasst und wenns nur um die ADS ginge würd ich sagen scheiß aufs Concerta brauch ich nicht nur damals war ich einfach so wütend auf die ganzen Ärzte und hatte einfach alles satt ich wollte mich nicht mehr verarschen lassen und 4 mal so sehr anstrengen wie andere und wollte im endeffekt nur einen Ausgleich für die Kognitiven Einschränkungen die ich nicht nur durch die ADS hatte. Allerdings denke ich das ich Symptome bzw Einschränkungen nicht so wirklich warnehme da es für mich vllt schon zu normal ist. Als ich vor 2 wochen bei meinem Arzt war weger den Medis wurden auch meine schlafprobleme besprochen und er meinte nur das ich ja antscheinend nicht so wirklich darunter leide, darauf hin meinte ich nur naja ne nicht wirklich ich hab mich dran gewöhnt ich kenns gar nicht mehr anders.
    Duzi, welche Fragen hast Du?

  10. #40
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 66

    AW: Falsche Diagnose?

    also ADS typisch sei mal dahin gestellt den in dem fall wär das absolut egal da hätten andere die kein ADS haben genauso oder schlimmer reagiert nach dem was der Arzt gemacht hat währ jeder extrem sauer gewesen egal ob ADS oder nicht.

    Nochmal zu Epilepsie was wär den wenn man weder Anfälle hat noch ein auffälliges EEG hat aber trotzdem Epilepsie hat was für Symptome könnte man den dann haben??

    ich weis das schlafprobleme ein typisches Zeichen dafür ist allerding denk ich icht das es bei mir an der ADS liegt sondern eher an etwas anderem

    4 mal mehr anstrengen da ich 4 einschränkungen habe/hate die sich auf kognitive Fähigkeiten auswirken nur als beispiel musst ich mal ne weile Topiramat nehmen sagt dir warscheinlich nix aber was und jetzt zitiere ich nur meinen Arzt dümmer macht es gibt Patienten die nach ca. 5 jahre langer einnahme gar nicht mehr fähig waren überhaupt einen klaren gedanken zu fassen und das ist keine Nebenwirkung die auftretten kann sondern immer auftritt natürlich auch im zusammenhang mit der dauer der einnahme

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