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Diskutiere im Thema Vermutung bei erster Sitzung äußern? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #1
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 124

    Vermutung bei erster Sitzung äußern?

    Guten Morgen!

    Ich habe mal eine Frage an euch und zwar habe ich morgen meinen ersten Termin bei einer Psychiaterin, die auch auf ADHS spezialisiert ist. Eigentlich habe ich den Termin aber wegen meiner Zwangsgedanken ausgemacht, die mich zu dem Zeitpunkt als ich den Termin ausgemacht habe am meisten belasteten. Mittlerweile glaube ich allerdings, dass hinter diesen Gedanken mehr steckt und finde mich in vielen Symptomen von ADHS wieder.
    Allerdings bin ich mir sehr unsicher, denn in meiner Kindheit war ich relativ unauffällig. Ich war immer total ruhig und schüchtern, bin nie negativ aufgefallen, habe dann mein Abitur gemacht (die Note hätte hundertmal besser sein können, ich habe allerdings während meiner ganzen Schullaufbahn nie wirklich mündlich mitgearbeitet. Weiß ehrlich gesagt gar nicht warum).
    Problematischer ist es seitdem ich studiere, habe auch innerhalb von 3 Semestern schon zweimal das Studienfach gewechselt.

    Meine eigentliche Frage ist: Soll ich der Psychiaterin von meinem Verdacht erzählen? Oder soll ich einfach meine ganzen Schwierigkeiten (natürlich mehr als hier in diesem Beitrag stehen) beschreiben und warten was kommt?

    Liebe Grüße und einen schönen Tag wünsche ich euch!

  2. #2
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 39
    Forum-Beiträge: 1.209

    AW: Vermutung bei erster Sitzung äußern?

    Meine eigentliche Frage ist: Soll ich der Psychiaterin von meinem Verdacht erzählen? Oder soll ich einfach meine ganzen Schwierigkeiten (natürlich mehr als hier in diesem Beitrag stehen) beschreiben und warten was kommt?
    Je länger Du wartest, umso länger wird sich Diagnostik und Behandlung hinziehen. Wenn Du nen konkreten Verdacht hast, sag's dem Onkel Dr.! Die anderen Probleme würd ich trotzdem ansprechen. Ein guter Arzt sortiert dann alles mit Dir zusammen.

    Ich würd aber den Arzt gleichmal direkt fragen, ob er an die Existenz von ADHS glaubt. Es gibt nämlich viele Psychiater, die so tun als gäbs die Erkrankung gar nicht.

  3. #3
    Gibt´s Kaffee ?

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 45
    Forum-Beiträge: 1.610

    AW: Vermutung bei erster Sitzung äußern?

    Hallo Belleza,

    ich wäre damit zumindest in der ersten Sitzung vorsichtig, manche "Spezialisten" mögen es gar nicht, wenn ihnen die "Diagonostik abgenommen" wird, Du kannst das ja auch "indirekt" machen, indem Du eben die Problematiken beschreibst, die Dich AD(H)S vermuten lassen, von der Vermutung selbst würde ich erstmal nicht sprechen

    Aber Du siehst ja schon an zwei Antworten, dass die Meinungen da unterschiedlich sind, ich denke, dass Du schon intuitiv das sagen wirst, was Du magst...

    LG Tanja

  4. #4
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 39
    Forum-Beiträge: 1.209

    AW: Vermutung bei erster Sitzung äußern?

    ich wäre damit zumindest in der ersten Sitzung vorsichtig, manche "Spezialisten" mögen es gar nicht, wenn ihnen die "Diagonostik abgenommen"
    Das stimmt auch. Egal wie man sich verhält, es ist immer ein zweischneidiges Schwert. Ich habe auch heute noch Schiss "zuviel" zu sagen. Aber persönlich glaube ich, dass ich mir viel erspart hätte, wenn ich "direkter" gewesen wäre. Es hängt aber auch ganz viel vom jeweiligen Arzt ab. Traurig eigentlich.

    Aber Du siehst ja schon an zwei Antworten, dass die Meinungen da unterschiedlich sind, ich denke, dass Du schon intuitiv das sagen wirst, was Du magst...
    Jeder hat eben seine eigenen Erfahrungen gemacht. Es sind nur Meinungen an denen man sich orientieren kann, aber keine endgültigen Wahrheiten.

    Am Ende macht man am Besten das, womit man sich selber am Besten fühlt.

  5. #5
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 3.871

    AW: Vermutung bei erster Sitzung äußern?

    Ich würde auch eher die Symptomatik und Probleme beschreiben und darauf hoffen, dass das so auffällig ist und der Doc da unweigerlich drauf kommen muss.

    Bei meiner Tochter kam es jedoch ganz anders. Da wurde ich gefragt, was ich denn vermute, was sie hat. Hab dann erstmal rumgedruckst, weil ich eben keine Diagnose "in den Mund legen" wollte, aber dann doch meinen Verdacht ADS genannt. Jetzt wird konkret in diese Richtung getestet, aber auch allgemein geguckt, ob andere Ursachen für die vorhandenen Probleme vorliegen.

    Guck Dir Dein Gegenüber ersteinmal an. Du wirst dann sicherlich spüren, ob der Doc Deinen Eigenverdacht "verkraften" kann.

  6. #6
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 39
    Forum-Beiträge: 1.209

    AW: Vermutung bei erster Sitzung äußern?

    Guck Dir Dein Gegenüber ersteinmal an. Du wirst dann sicherlich spüren, ob der Doc Deinen Eigenverdacht "verkraften" kann.
    Find ich gut.

  7. #7
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 2.680

    AW: Vermutung bei erster Sitzung äußern?

    Ich würde Dir auf jeden Fall dazu raten, es direkt anzusprechen.
    Du wirst in der ersten Sitzung eine Menge subjektive Eindrücke sammeln, die Dir sagen, ob Ihr zusammen passt und Du ihm vertrauen kannst.

    Wenn das von Deiner Seite her nicht passt, wäre es ohnehin besser, dir einen anderen zu suchen. Jaja, ich weiß,das ist leichter gesagt als getan, erst mal jemanden finden...

    Aber dadurch, dass Du Deine Vermutung geäußert hast, wird es eher nicht schlechter werden, wenns sowieso nicht passt. Wenn es passt, ist es aber auch ein Signal an ihn, dass Vertrauen da ist.

    Alle Fachleute, nicht nur Ärzte, mögen es nicht, wenn man ihnen die Diagnose des Problems vorgibt. Damit stellst Du ihre Autorität in Frage, und auch mir schmeckt es überhaupt nicht, wenn das jemand mit mir macht.

    Wenn Du Deinen Verdacht äußerst, machst Du das aber gar nicht.
    Du gehst nicht hin und sagst:
    "Ich habe herausgefunden, dass ich ADHS habe und will jetzt, dass sie mir das offiziell bestätigen und mir diese Medikamente verschreiben."

    Sondern Du sagst, dass Du auf das Thema ADHS gestoßen bist und vieles davon widererkennst, und glaubst (oder für möglich hälst), dass Du das haben könntest. Daher brauchst Du einen Fachmann, der das abklären kann, weil Du das nicht kannst, nicht kompetent dafür bist, nicht die Erfahrung hast. Oder schlicht: Du weißt, dass Du mit Deiner selbsteinschätzung viel zu Subjektiv bist.

    Das sagst Du natürlich nicht in der Form, aber das ist es, was Du ausdrückst.
    Du hast einen Verdacht und möchtest eine Abklärung.
    Das ist, wie wenn Du zum Internisten gehst, weil Du einen Knoten bemerkt hast, der Dir Sorgen macht.
    Klar weiß der, dass Du an Krebs denkst. Das darfst Du auch sagen.

    Was glaubst Du, wie verar***t der sich fühlt, wenn Du ihn mit Deinen Aussagen versuchst in die Richtung zu schieben und markt das ?
    Der ist ja auch nicht blöd.

    Du hast eine Beobachtung (Beobachtungen) und möchtest eine Abklärung.
    Das ist völlig in Ordnung.

  8. #8
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 3.871

    AW: Vermutung bei erster Sitzung äußern?

    IonTichy schreibt:
    Du sagst, dass Du auf das Thema ADHS gestoßen bist und vieles davon widererkennst, und glaubst (oder für möglich hälst), dass Du das haben könntest. Daher brauchst Du einen Fachmann, der das abklären kann, weil Du das nicht kannst, nicht kompetent dafür bist, nicht die Erfahrung hast. Oder schlicht: Du weißt, dass Du mit Deiner selbsteinschätzung viel zu Subjektiv bist.

    Das sagst Du natürlich nicht in der Form, aber das ist es, was Du ausdrückst.
    Du hast einen Verdacht und möchtest eine Abklärung.
    Ich würde dennoch nicht mit dem Schlagwort ADHS mit der Tür ins Haus fallen, sondern erst einmal die eigenen Probleme schildern und dann je nach Situation den ADHS-Verdacht erwähnen. Vielleicht ist der Doc auf Zack und erkennt es gleich selber. Ich finde, die Chance hat sie verdient. Vielleicht merkst Du aber auch, dass die Chemie nicht stimmt und Du Dir besser jemand anderen suchst. Wer weiß das schon vorher.



    Was glaubst Du, wie verar***t der sich fühlt, wenn Du ihn mit Deinen Aussagen versuchst in die Richtung zu schieben und markt das ?
    Der ist ja auch nicht blöd.
    Von in die Richtung schieben war auch nicht die Rede. Lediglich die Eigenbeobachtung und Probleme schildern. Je nach Lebenslauf ist das eine ganz offensichtliche Geschichte. Da braucht man gar nicht übertreiben, dick auftragen und schieben.

  9. #9
    Muh!

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 6.858

    AW: Vermutung bei erster Sitzung äußern?

    Chaostanja schreibt:
    manche "Spezialisten" mögen es gar nicht, wenn ihnen die "Diagonostik abgenommen" wird,
    Ärzte reagieren auf zu viel Selbstdiagnostik - mag sie auch noch so stichhaltig sein - allgemein sehr empfindlich. Das erste Gespräch beim Psychiater dient ohnehin dem ersten Kennenlernen. Nun kommt es darauf an, ob der Psychiater gern selbst die Therapie in die Hand nehmen oder ob er diese an Andere weiterleiten möchte. Er ist Arzt und sucht sich interessante Fälle um vielleicht im Ärzteblatt zu publizieren. Vielleicht hofft er auch auf eine Psychoanalyse, die ihm viel Geld einbringen würde. Wenn er auf ADHS spezialisiert ist, kann es sein, dass er dieses Thema nicht gleich in der Luft zerreißt. Ich würde ihm kurz die Problematik erzählen (wie lange hast Du Zeit?) und beim ersten Date nicht zu sehr ins Detail gehen, denn nach 10 Minuten wird er kein Bock mehr haben zuzuhören. Nach Ablauf von 10 Minuten würde ich sagen, dass Du den Verdacht auf ADHS hättest, wie er dazu stünde und ob er Tests dies bezüglich durchführe. Ich würde mich nicht dazu verleiten lassen, mir gleich Medikamente aufs Auge drücken zu lassen (das hat mal ein Psychiater bei mir gemacht: nach 10 Minuten Labern hat er gleich ein Rezept ausgestellt). Den ADHS-Test würde ich auf jeden Fall durchführen lassen, bei ihm oder bei einer anderen kompetenten Person. Diesen Arzt brauchst Du zum Ausstellen der MPH-Rezepte. Nach dem Arztbesuch wirst Du vielleicht die Empfehlung für eine Psychotherapie bekommen. D.h., dass die Krankenkasse bezahlen wird. Nun wird es schwierig, den richtigen Therapeuten zu finden. Die Frage ist nun, wie sehr Dich die Phänomene, weswegen Du zum Arzt gehst, belasten. Vielleicht hast Du Glück und diese Phänomene verschwinden, wenn Du MPH einnimmst. So war es bei mir. Es kann aber auch sein, dass es komplizierter wird. Daher rate ich zweigleisig zu fahren und die ADHS-Schiene erst mal als Top 2 zu betrachten, aber nicht zu ignorieren.
    Geändert von Steintor (15.05.2013 um 13:52 Uhr)

  10. #10
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 124

    AW: Vermutung bei erster Sitzung äußern?

    Hey, so viele Antworten in einer so kurzen Zeit. Das find ich klasse!!! Vielen Dank schonmal dafür!

    @Nietzsche: Es gibt Ärzte, die nicht an die Existenz von AD(H)S glauben? Ist ja verrückt. Aber wenn jemand darauf spezialisiert ist und die "Behandlung" davon anbietet wird das hoffentlich nicht der Fall sein.

    @Chaostanja: Ja ich denke auch, dass ich nach meinem Bauchgefühl entscheiden werde. Und wenn alles passt die Problematiken beschreiben..Vielleicht stimmt die Chemie zwischen der Ärztin und mir ja auch überhaupt nicht. Dann habe ich wahrscheinlich eh keine Lust irgendwas zu sagen. Ihr die Diagnose in den Mund legen will ich auch auf keinen Fall. Da würde ich mir als Arzt ja auch blöd vorkommen. Ist ja auch nicht mein Job.

    @Jacinda: Find ich aber gut, dass der Arzt dich gefragt hat. Du kennst deine Tochter schließlich am besten und kannst sie am besten einschätzen und beurteilen!

    @IonTichy: Danke für deinen Beitrag. Ich denke auch, wenn es passt zwischen der Ärztin und mir, dann kann ichs eigentlich auch sagen. Und wenn nicht.. Dann am besten woanders hin. Ich will der Ärztin ja auch nicht den Job abnehmen. Es wird wohl ein spontanes Handeln..

    @Steintor: Wie genau die Ärztin vorgehen wird, werde ich ja erst morgen erfahren. Bin aber mal gespannt. Hoffe nicht, dass ich wild drauf los erzählen muss und von ihr überhaupt nichts kommt. Das fände ich glaub ich schwierig. Was genau meinst du mit "Phänomene"?

    Ich denke ich muss einfach mal abwarten wie es so wird, wie es passt und dann ergibt sich wahrscheinlich alles irgendwie von selbst..

    Liebe Grüße!

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