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Diskutiere im Thema Wie wurden Erwachsene ADS'ler früher behandelt? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
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  1. #51
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 384

    AW: Wie wurden Erwachsene ADS'ler früher behandelt?

    @IonTichy

    ..ich sollte nicht si schnell ziehen.

    Auch eine Strategie länger zu überleben.


    Sent with Tapatalk 2.

  2. #52
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 39

    AW: Wie wurden Erwachsene ADS'ler früher behandelt?

    zHallo Ihr.

    Ich bin 1974 geboren, im Ostteil von Berlin aufgewachsen und wollte euch einen kleinen Einblick (ich glaug es wird noch umfangreicher) in meine Kindheit bzw. frühren Lebensjahren ohne irgendwelche Therapien, Medikamente oder sonstige Unterstützung geben.
    Vom 1. bis 6. Lebensjahr war ich im Wochenkinderheim vom MdI (Kindergarten, wo die Eltern im Schichtdienst bei den bewaffneten Organen oder ähnliches arbeiten). An diese Zeit habe ich kaum eine Erinnerung. Ich weiss nur noch, dass ich oft im "Arrestzimmer" war (allein spielen und schlafen), weil ich nachts oft nicht schlafen konnte, durchs Haus geschlichen bin und dabei aus der Küche Äpfel geklaut habe (hatte nun mal Hunger).
    Vom 6. bis 17. Lebensjahr bin ich im schönen Bezirk Lichtenberg (jetzt mein Dienstbereich) aufgewachsen. Ich wurde in der Verwandschaft immer als Traumsuse, Bummellieschen und Schusseltriene bezeichnet. Mit Puppen und anderen Mädchenkram wollte ich nicht spielen und habe lieber die Panzer, U-Boote und Autos meine viel älteren Cousins genommen. Auch habe ich sie durch mein nichtgekonntes Fußballspielen geärgert (sogenanntes Holzhacken).
    In der Schule war ich ganz still und bin nur durch kippeln aufgefallen. Habe sogar dafür einen Tadel vor der ganzen Schule bekommen. In den Klassen 1-4 gab es bei uns immer Schilder für die Schulbank, für die braven und die unartigen Schüler. Bei mir stand täglich das Schild "Kippelliese". Irgendwann hat es mich nicht mehr gestört. Ich kam immer zu spät (ist auch heut noch so)in die Schule und ging als letzte.
    Alle haben immer gesagt (ist auch noch heute so)- ich bin eben anders als andere.
    Gehänselt wurde ich in der Schule wegen meiner alten Bekleidung (70iger Klamotten in den 80igern), meines ungepflegten Äußeren und wegen meiner Eltern. Mein Vater (Volkspolizei) und meine Mutter (Krankenschwester)- die diesen Titel nicht verdient hat- waren/ sind beide Alkoholiker und haben sich nur um sich gekümmert (prügeln- nur gegenseitig, saufen, schlafen). Dadurch hatte ich nie die Neigung gehabt, meinen Ärger in Alkohol zu ertränken, ich fand schon den Geruch eklig. Dafür haben sie sich auch nicht um unsere Körperpflege oder sonstigen elterlichen Pflichten gekümmert. Wir waren uns selbst überlassen. Aus diesem Grund wurden auch keine Ärzte kontaktiert oder andere Hilfe in Anspruch genommen.
    Da ich auch schon sehr frühzeitig (so mit 6 Jahren) ein Gerechtigkeitssinn hatte und sehr für Recht und Gesetz (Straftatbereich) war, kam ich gar nicht auf die Idee, irgendwelche Schei... zu bauen. Ich war dann der Spielverderber (auch Petze genannt). Ich hasste Lügen (heute auch noch) und habe ein furchtbar ausgeprägtes Gewissen (Bedeutung kann man im Duden nachschlagen), dass ich bei den kleinsten Unwahrheiten nicht ruhig schlafen kann, bis die Situation geklärt ist und ich keine Bauchschmerzen mehr habe (findet mein Chef sehr gut, aber die Kollegen wissen das auch).

    Es ist meinen Eltern nie aufgefallen, dass ich ein wenig anders ticke.

    Mein abwesendes Verhalten und meine zurückhaltende Art wurde immer meinem "tollen" Elternhaus zugeordnet, denn alle wussten Bescheid, aber keine half. Das ich unkonzentriert war, wurde durch Schlafmangel (da sich meine Eltern meistens nachts prügelten) erklärt und meine schulischen Leistungen wurden meiner Unlust am Lernen zugeschrieben. So mogelte ich mich eher schlecht als recht (mit vielen Tränen und Tagträumen) durch die Oberschule mit Durchschnitt 3.
    Mit 16 fing ich meine Lehre an und war schon so kalt in meiner Art und Weise, dass mich die Meinungen der anderen äußerlich nicht mehr störten (schlaflose Tränenreiche Nächte).
    Auch hier habe ich mich mit Note 3 durch geboxt.Um meine Frust abzubauen, habe ich den Ausdauerlauf für mich entdeckt. Lossprinten bis ich keine Kraft mehr hatte und dann langsam wieder nach Hause traben. In der Lehre wurde ich gesprächiger (auch Quasselstrippe) und es wurde immer gesagt- ich bin zwar nervig aber niedlich (niedlich sind doch Tierbabys).
    Auch hier (1990-1993) wurde nicht erkannt, dass für mein Verhalten ein medizinisches Problem vorliegen könnte. Mein Verhalten wurde von medizinischer Seite durch mein gestörtes Elternhaus erklärt, dass ich dafür ja nichts kann. Ich wurde eher bemitleidet und jeder war froh, mit mir nichts zu tun zu haben. Durch die Pupertät veränderten sich auch meine Symthome und ich wurde ungeduldiger, hippliger und unausgeglichener. Andererseits wurde ich Detailversessen (wie ein kleiner Monk), erkannte die Unfähigkeit zwischen Wichtig und Unwichtig zu unterscheiden und weinte fast täglich, weil ich meinen Kopf nicht verstand und die anderen Leute mit mir nichts zu tun haben wollten.
    Dieses Dilemma zog sich bis 2003 (Polizeiausbildung von 1993 bis 1997 war wie erste Lehre), als meine Tochter ihre Diagnose erhielt. Das ich auch ADHS habe, erkannte ich dann sofort und verstand meine Schädel und das Chaos da drin ein wenig besser. Ich habe zu diesem Zeitpunkt das erstmal von ADHS gehört.
    Ich lernte erstmal ohne Eltern und Ärzte, dass ich meinen Kopf nicht ordnen kann und meine Macken so hinnehmen muss, wie sie sind, egal was andere dazu sagen. Von meine Kollegen wird immer (eher belächelnd) gesagt, dass ich ein fehlendes Zeitmanagement habe, worauf ich antworte - Ich bin eben wie ich bin.

    Abschließend kann ich also sagen, dass ich fast ohne Hilfe (elterliche Fürsorge bekam ich nur von meinem Cousin und dessen Frau- beide fast 60 Jahre- meine Ersatzeltern) Erwachsen geworden bin (aber Verlust der Kindheit und viele Narben im Herzen), einen zufriedenstellenden Beruf habe und sonst mit beiden Beinen (wenn auch zapplig) im Leben stehe. Mein Weg durchs frühere Leben gibt selbst meinen Psychologen (drei an der Zahl) Rätsel auf und ich werde als Ausnahme bezeichnet bzw. halt anders als andere (wiedermal), obwohl ich glaube, dass einer von euch einen ähnlichen Weg gegangen ist. Ich möchte nicht immer die Ausnahme sein.

    Oh gott, ich war wohl wieder zu umfangreich und bin abgeschweift, aber ich kann mich nicht kurz fassen. Tschuldigung, hatte Nachtschicht und kann noch nicht abschalten.


    P.S.
    Wer mich genauer kennt, weiss meine Art zu schätzen. Wer mich nur oberflächlich kennt, wünscht sich, mich nie kennengelernt zu haben.


  3. #53
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.445

    AW: Wie wurden Erwachsene ADS'ler früher behandelt?

    Hallo alle,

    @ tanja: klar, dass ich meine wäsche mit maschine waschen kann, bin ich auch froh, da ich nebenbei noch arbeite (ohne kindern). Es ist eine dumme beispiel, aber ich wollte etwas anders ausdrücken: weil einiges einfach schneller geht, muss man auch öfter und schneller am tag umschalten von eine tätigkeit zu andere... Klar, vorher waren die tagen auch lange, obwohl ich finde, heute findet man auch neue arte unsere tagen zu fühlen die es vorher nicht gab...


    Ich denke auch nicht dass es früher einfacher war... Es war nur anders! Aber ich habe der eindruck, die welt heute, mit viele reizen, viel wahlmöglichkeiten, viel ablenkungen ist gerade für uns herausfordernd. Es sind gerade die sachen wo man an seine grenzen kommt.

    @ SteveD: wegen beruf: ich bin zum teil wegen mein ADS nicht durchgekommen... Da es in meine familie einigen die mich sehr ähnlich sind doch besser durchgekommen sind, denke ich dass sie aus irgendwelche grund besser geschaft haben. Der umfeld hat sicher dabei eine rolle gespielt und auch etwa glück... Also beruf und partnerwahl sicher auch... ich finde dass mein vater beruflicgh der richtige wahl getroffen hat und auch der richtig frau gefunden hat, die ihm so liebt wie er ist, mit ihm gut umgehen kann und auch seine macken kompensieren kann ohne daran zu zerbrechen.


    Sonst denke ich dass wenn früher wirklich für ADSler so schlimm wäre, hätten wir auch längst verschwunden... Es gab in der geschichten extrem harte zeiten wo es rein um überleben ging, mit krieg, hungernöte und solche zeiten kommen mehr vor als eine relative gute zeit wie heute... Menschen gibt es seit 3 mio, unsere vorfahren hatten sehr viel herausforderungen zu meistern gehabt und bei ihnen war noch der lebenserwartung deutlich kürzer als jetzt. Aber da wir hier sind, heisst es auch dass es immer einige ADSler genug gut ging um mal noch zu schaffen nachkommen zu bekommen...

    Sonst finde ich gut dass wir hier unsere gedanken austauschen und auch argumentieren wieso wir so denken... Mich bringt es auch zu überlegen. Klar, jeden hat auch ein andere sicht, weil auch jeden ein andere leben hat.

    lg

  4. #54
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.445

    AW: Wie wurden Erwachsene ADS'ler früher behandelt?

    Was mich bei ADHS-Nico wieder so im sinn kommt, da er nicht der einzige ist: Es gibt hier einigen mit eine heftige lebensgeschichten, aber irgendwie leben sie noch... Also, wir sind auch stehaufmännchen und es gibt mich zu denken, dass wir auch im schwierige umständen überleben können. Natürlich, ohne narben und andere begleitskrankheit geht es nicht...

    lg

  5. #55
    Gibt´s Kaffee ?

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 45
    Forum-Beiträge: 1.610

    AW: Wie wurden Erwachsene ADS'ler früher behandelt?

    mj71 schreibt:
    Ich denke auch nicht dass es früher einfacher war... Es war nur anders! Aber ich habe der eindruck, die welt heute, mit viele reizen, viel wahlmöglichkeiten, viel ablenkungen ist gerade für uns herausfordernd. Es sind gerade die sachen wo man an seine grenzen kommt.
    Eben genau darum ging es doch, keine Zeit war leichter oder schwerer, nur "früher" sind wir weniger aufgefallen, weil die allgemeinen Anforderungen an die Selbstdiziplin andere waren, als heute, weil mehr durch körperliche Arbeit (die sich nachweislich positiv auf den Hirnstoffwechsel auswirkt - is wie Sport) geleistet wurde, als durch Dauerkonzentration...

    Hihi und ich stell mir gerade eine ADHS'lerin vor, die beim Wäsche waschen einen Schmetterling sieht und den vor einem Spinnennetz bewahren will, und da noch eine Hummel...oh sind hier schöne Blumen, da pflücke ich mir einen Strauß........ und irgendwann gegen abend steht sie vor ihrer Wäsche und wundert sich, wo die Zeit geblieben ist..

    Umweltreize gab es damals auch, aber eben andere (da denke ich z.B. an den Gestank in den Straßen (als es noch keine Kanalisation gab), oder Hufgetrappel und die Angst, ob der Lehensherr wieder irgendwas will, Gewusel auf dem Markt, ......)

    Ich werde zumindest gleichermaßen von natürlichen und "Zivilisationsgeräuschen" abgelenkt....

    Früher gab es vielleicht nicht soviel Auswahl, Reize, Ablenkungen aber dafür waren die Lebensbedingungen an sich wesentlich anstrengender. Ich denke, da gleicht sich das dann aus....

    LG Tanja

  6. #56
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.445

    AW: Wie wurden Erwachsene ADS'ler früher behandelt?

    Hallo tanja,

    Eben genau darum ging es doch, keine Zeit war leichter oder schwerer, nur "früher" sind wir weniger aufgefallen, weil die allgemeinen Anforderungen an die Selbstdiziplin andere waren, als heute, weil mehr durch körperliche Arbeit (die sich nachweislich positiv auf den Hirnstoffwechsel auswirkt - is wie Sport) geleistet wurde, als durch Dauerkonzentration...
    Genau so denke ich, du hast es viel besser zu ausdruck gebracht!

    Umweltreize gab es damals auch, aber eben andere (da denke ich z.B. an den Gestank in den Straßen (als es noch keine Kanalisation gab), oder Hufgetrappel und die Angst, ob der Lehensherr wieder irgendwas will, Gewusel auf dem Markt, ......)

    Ich werde zumindest gleichermaßen von natürlichen und "Zivilisationsgeräuschen" abgelenkt....

    Früher gab es vielleicht nicht soviel Auswahl, Reize, Ablenkungen aber dafür waren die Lebensbedingungen an sich wesentlich anstrengender. Ich denke, da gleicht sich das dann aus....
    Ich habe der eindruck, reizen nehmen schon zu... Wenn ich alte bilder von mein stadt sehe, fällt mich so auf wie wenig verkehr es damals gab... Klar, damals waren ADSler auch abgelenkt, aber wenn es ruhiger war, kammen sie vielleicht nicht so rasch zu reizüberflutung.
    Ich kann wirklich stundenlang in der natur, in eine ruhige ort arbeiten ohne von reizen müde zu werden... Wenn ich ab und zu ein hund von nachbarndorf höre, finde ich sogar spannend. Aber im stadt ist mich rasch zu viel!

    Ja, ich denke auch, es gleich sich einfach aus... Nun, wie stark ADSler negativ auffallen hängt auch damit um wie stark die herausforderungen der umwelt mit ihre schwächen zusammenprallt... Da hat es sicher durch die zeit sehr verschiedene mögliche umständen gegeben... Ich habe der eindruck, heute prallen die herausforderungen unsere welt besonders starkt mit unser schwächen... Aber es gab vielleicht noch schlimmere zeiten...

    lg

  7. #57
    pero

    Gast

    AW: Wie wurden Erwachsene ADS'ler früher behandelt?

    Früher gab es vielleicht nicht soviel Auswahl, Reize, Ablenkungen aber dafür waren die Lebensbedingungen an sich wesentlich anstrengender. Ich denke, da gleicht sich das dann aus....
    Ich denke es ist ein Unterschied ob man mit Reizen überflutet wird oder ob man körperlich mehr arbeiten muss.
    Mir tut körperliche Arbeit sehr gut, dabei kann ich mich auch konzentrieren, aber meine Arbeit ist Sitzen am Schreibtisch. Und wie lange gibt es Mail? Wie lange Handy's? Früher war man auf dem Weg zur Arbeit nicht erreichbar, früher kam die Post einmal am Tag, heute ist das ganz anders.
    Heute haben sich die Reize vervielfacht und die körperliche Bewegung deutlich reduziert.

    Für mich ist das einer der wesentlichen Gründe warum heute psychische Erkrankungen so viel häufiger auftreten. Es gab sie schon immer, nur die Rahmenbedingungen haben sich verschärft und dadurch werden die Folgen stärker.

    LG
    pero

  8. #58
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 61
    Forum-Beiträge: 2.091

    AW: Wie wurden Erwachsene ADS'ler früher behandelt?

    Hihi und ich stell mir gerade eine ADHS'lerin vor, die beim Wäsche waschen einen Schmetterling sieht und den vor einem Spinnennetz bewahren will, und da noch eine Hummel...oh sind hier schöne Blumen, da pflücke ich mir einen Strauß........ und irgendwann gegen abend steht sie vor ihrer Wäsche und wundert sich, wo die Zeit geblieben ist..
    @ Tanja uind mj72

    diese AD(H)Slerin gab es nicht. denn wenn sie ihre Arbeit nicht gemacht hätte, dann wäre sie verprügelt worten, von ihrem Mann, von ihren Eltern oder von ihrer Herrschaft, von ihren Lehrern

    Meine Mutter ist 84 Jahre alt und ADSlerin, sie hätte sich nie, aber überhaupt nie als Kind oder junge Frau getraut irgendwie aufzufallen, weil sie dann noch mehr verprügelt worden wäre.


    Und auch wir AD(H)Sler sind so lernfähig, dass wir begreifen dass wir funktionieren müssen um zu überleben - sie haben Kompensationsstrategien und Komorbiditäten entwickelt -

    Angst erstickt auch uns so sehr, dass kein Schmetterling der Welt einen mehr ablenken kann.



    es ist verdammt viel Sozialromantik in eurer Sicht der Vergangenheit.

    alles Liebe Elvira

  9. #59
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.445

    AW: Wie wurden Erwachsene ADS'ler früher behandelt?

    Hallo pero,

    Darum habe ich der eindruck, früher war vielleicht für alle schwierig, aber für ADS nicht so viel schwieriger als für stinos als heute... Also, dass wir heute mehr auffallen als früher... Merh auffallen, mehr mühe haben als andere, tut auch weh und daraus gibt es auch wieder leidendruck... Es ist anders schwer zu haben wenn alle schwer haben, als irgendwie deutlich schwerer haben als andere...

    Und vielleicht gab es zeiten (vermutungen, seit die welt da ist, darf es doch sein) wo es vielleicht für alle schwer war, aber wo ADSler doch irgendwie klarer kamen als nicht betroffenen. Es könnte, aber ist nicht bewiesen... Dann sollte ein zeit sein wo unsere veranlagung ein vorteil ist...

    @ Elwirrwarr: Irgendwie hat meine Oma recht gut kompensiert! Von comorbiditäten weiss ich bei ihr nicht viel, im jeden fall, nicht so dass es stark ausfällt... Ich denke, sie war anders erzogen als ich und wusste wie sie sich verhalten sollte... Ich war ehe verwirrt, die zeit sind einfach anders...

    lg

  10. #60
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.445

    AW: Wie wurden Erwachsene ADS'ler früher behandelt?

    Noch wegen funktionnieren: es gab in meine kindheit auch jemand der mich beigebracht hatte, ich sollte einfach funktionnieren... Daraus gab es eine trauma, hatte ich mich auch sehr zusammengerissen und doch hat es nicht geklappt... Also, druck hat seine wirkung bis eine bestimmte punkt. Wenn der druck zu gross wird, überlebt ein mensch nicht und hat vielleicht auch keine zeit kindern zu bekommen...

    Meine Oma war ablenkbar und wusste es auch! Sie konnte auch nur gut arbeiten wenn sie um sich ruhe hatte und hatte bis eine bestimmte grad auch durchgesetzt (sie war ehe eine sturkopf!). Mein vater ist auch ablenkbar und hat einfach gemault wenn wir ihm an falsch moment gestört hatte... Er lässt sich heute immer noch von vögel im garten ablenken und war doch beruflich erfolgreich (genug um eine 5-köpfige familie zu ernähren)...

    Ich wusste auch immer dass ich ablenkbar bin, aber bekam rasch zu spüren dass es heute nicht passt... (wie es vorher war, muss ich meine eltern fragen!)

    Wenn wir da sind, heisst es immer noch dass unsere grosseltern und eltern trotz ihre ADS und die lebensumständen eine weile überlebt haben...

    lg

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