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Diskutiere im Thema Wie wurden Erwachsene ADS'ler früher behandelt? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #31
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 61
    Forum-Beiträge: 49

    AW: Wie wurden Erwachsene ADS'ler früher behandelt?

    ...also ich bin Jahrgang 1956. In meiner Kindheit gab es diese " Krankheit" noch nicht.

    Hallo nochmal..... ....

    Ich glaube, dieses Thema ist einfach viel zu komplex und von ganz vielen Faktoren abhängig......

    Daher kommen auch die vielen Missverständnisse in diesem Forum.........

    Schade, dass nicht jeder / jede ihr Alter schreibt.....wenn wir von " früher" schreiben und von unserer " Jugend" ist es schon ein riesiger

    Unterschied,ob ich meine Kindheit und Jugend in den 50 ger Jahren oder in den 80 ger Jahren verbracht habe....

    Wie gesagt, ich kann nur von meiner ganz persönlichen Biografie schreiben.....

    Dies ist nicht Allgemeingültig.....

    ....und schon garnicht sollte man bestimmte Beiträge immer gleich als "richtig" oder "falsch" beurteilen....

    Wie gesagt, jedes Leben schreibt seine eigene Geschichte.....

    Manchmal vermisse ich in diesem Forum etwas mehr Toleranz gegenüber Andersdenkenden oder Andersempfindenen....


    Also:

    Ich wurde 1956 im damaligen " West-Berlin" geboren...( WO aufgewachsen spielt auch eine Rolle).

    Ich war das jüngste von fünf Kindern, meine Eltern waren also schon älter.....

    Mein Vater 1911 geb. und meine Mutter 1921....

    ...Ich gehöre also zur Generation: " Die Kinder der Kriegskinder bzw. Kriegsteilnehmer "

    Dies hat meine Erziehung ganz entscheident geprägt...!!!

    Ich habe schon früh "gelernt", was man alles besser nicht fragt oder sagt....

    Da ich der eher verträumte ADS Typ war, viel ich nicht sonderlich auf.... ich war also das " unauffällige" Kind...

    Dies blieb ich auch in der Schulzeit bis hin zur Ausbildung....

    Ich hatte wenig Selbstvertrauen und war sehr angepasst.....war aber auch " Fleissig" und " Gehorsam"....

    Daher eckte ich nirgens an, alle fanden mich " lieb-nett-freundlich..."

    Von meinen Eltern bekam ich keinen Druck und auch kaum Regeln....sie waren viel zuviel mit ihren eigenen Problemen beschäftigt...

    Mein Vater war im Krieg und Kriegsgefangenschaft.....usw.

    Seine Eltern waren damals " sehr braun" ( das weiss ich heute...)....wir lebten alle zusammen in einem großen Haus....

    Mein Vater hatte wohl Zeit seines Lebens sehr unter dieser Schuld gelitten....aber es wurde nie darüber geprochen...

    In meiner Kindheit haben sich die Jugendlichen und Erwachsenen alle " Selbsttherapiert"....soll heissen:

    Es wurde getrunken,was die Flasche hergab....bei jeder Feier alle Sorten Schnaps in Unmengen....

    Es wurde auch überall geraucht.....die meisten hatten geraucht...

    Und alles war " Gesellschaftsfähig"...


    ....dadurch ist auch niemand sonderlich aufgefallen......



    Mein Problem war aber als Kind schon:

    -Organisation

    -Struktur

    -Langsamkeit

    Allerdings war die Zeit früher nicht so " schnelllebig"....dies erleichterte mir manches...

    Ich blieb aber Zeit meines Lebens unter meinen eigentlichen Fähigkeiten......




    Heute leide ich zur Zeit sehr darunter, dass ALLES immer schnell, effektiv sein muss.....

    Ich hasse das Wort " Zeitmanagement".......

    So fühle ich mich fast täglich unter Druck gesetzt....abends bin ich immer ganz erschöpft.....

    Trotz Medikinet adult.....

    So, das war mal ein kleiner Einblick in " mein" Leben...

    LG

    Denksalat
    Geändert von denksalat ( 3.05.2013 um 14:11 Uhr) Grund: Korrektur

  2. #32
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 61
    Forum-Beiträge: 49

    AW: Wie wurden Erwachsene ADS'ler früher behandelt?

    Hallöchen.......

    .....es kommt auch noch eine " Erklärung" bzw. " Übersetzung"........

    Für das Thema:

    Kinderarzt - Ritalin - eigene Nische...usw.

    ....habe jetzt aber leider keine Zeit dafür......

    Bis später.....


    LG

    Denksalat
    Geändert von denksalat ( 3.05.2013 um 13:59 Uhr) Grund: Korrektur

  3. #33
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.138

    AW: Wie wurden Erwachsene ADS'ler früher behandelt?

    Hallo alle,

    Ich vermute dass einigen sich mehr oder weniger gut gemoggelt hatte durch leben, mit mehr oder weniger erfolg und sicher viel kraftaufwand... Auch gab es schon therapeiresistante depression oder andere diagnose... Manchen sind vielleicht nicht alt geworden, im gefängnis gelandet oder... Aber heute gibt es sicher noch solche schicksaal.

    Sonst in meine familie: vermutet ist bei meine Oma, mein vater meint es auch... Kindern in küche wenn sie kocht, war ihr zu viel. Nun, beruflich hatte sie ehe glück gehabt und passende tätigkeiten gefunden bis sie heiratet... Dann ist irgendwie schon gegangen, sie ist auch über 80 jahre alt geworden. Ich weiss nicht wie sie hingekriegt hatte, 3 söhne grosszuziehen und der haushalt zu schmeissen und dann noch im betrieb von ehemann zu helfen. Aber ich habe gehört, sie konnte etwas tun, nur wenn es um ihr ruhig war...

    Die errinerungen die ich von ihr habe? Eine alte frau mit übliche alterbeschwerden. Ehe ruhig (war sie hypo?) auch lieb. Wenn ich ihr eine zeichen gezeigt hatte, sagt sie oft "oh, mit meine schlechte augen kann ich wirklich nicht gut sehen!" Ziemlich direkt!

    Es kann sein dass mein vater auch betroffen war... Reizbar, ablenkbar und eine chaotische schreibtisch... Irgendwie auch geschafft. Er hat auch der richtige beruf gefunden und war da erfolgreich, aber war auch froh, vor einige jahren pensionniert zu werden, da er nicht jünger wird und der druck auch zunimmt. Er gilt auch als schwierige mensch, aber seine ehe ist doch gut gelungen.

    Mich ist klar dass ich deutlich weniger schaffe als meine Oma und mein vater und mehr hilfe brauche! Meine eltern meinen, mit der heutige Leistungsdruck habe ich auch schwieriger. Es gibt sicher vielleicht andere faktoren dazu, ehe individuel...

    Als kind konnte ich besser kompensieren (trotzt noch traumata dazu) als erwachsene... Es gab eben struktur zu hause...

    lg

  4. #34
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 98

    AW: Wie wurden Erwachsene ADS'ler früher behandelt?

    Ich weiß als ich noch klein und frech war, das es Kein ADHS gab. Das sagte meine Mutter erst vor Kurzem.

  5. #35
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 4.257

    AW: Wie wurden Erwachsene ADS'ler früher behandelt?

    Es gab den Begriff nicht. Es hieß anders.


    ---
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  6. #36
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 384

    AW: Wie wurden Erwachsene ADS'ler früher behandelt?

    Sicher sollte auch mal darauf hingewiesen werden, dass nicht so viele Menschen der vor uns liegenden Generationen in industriellen Großstädten lebten.

    Ich meine damit, dass vor der Landflucht die Natur und die Landwirtschaft eine Struktur vorgab. Ein Tagesablauf jedoch weitgehend vom eigenen Einteilen der Arbeit bestimmt wurde.
    Feste Abläufe notwendigerweise die groben Strukturen bildeten.
    Feine Abläufe doch sehr individuell anpassbar waren.
    Das galt nicht so sehr für Mägte und Knechte, war aber immer noch 'freier' als im heutigen Berufsleben.

    Ich meine, das Landleben mit viel Bewegung an der frischen Luft kam ADHS'lern sicherlich sehr entgegen.

    Heute muss man diese Umgebung in der Freizeit einbauen, wenn man die Vorzüge nutzen will.
    Nach einem acht Stunden Tag oder gar nur am Wochenende.

    Das macht einen gravierenden Unterschied in der Masse.
    Berufe, die von ADHS'lern mit viel Lebensqualität verbunden werden, gibt es fast keine mehr.
    Zumindest muss man heute dann noch dazu verdienen um zu überleben.
    In einer für uns unpassenden Umgebung.

    LG
    Steve

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  7. #37
    Gibt´s Kaffee ?

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 44
    Forum-Beiträge: 1.610

    AW: Wie wurden Erwachsene ADS'ler früher behandelt?

    @Wildfang: Woran misst sich der Krankheitswert einer AD(H)S?

    Jemand, der mit AD(H)S im Leben gut zurecht kommgt, hat in der Regel praktikable Kompensationsstrategien, dafür braucht er aber ungemein viel Kraft/Energie... Viele sind dann bereits im "mittleren Alter" so ausgelaugt, dass sie zusammenbrechen....

    Muss man bis zum kompletten Zusammenbruch warten, nur weil der "Krankheitswert" noch nicht so offensichtlich zutage tritt?
    Wo beginnt ein Krankheitswert?

    Ich denke, dass gerade wegen dieser Diskussion viele AD(H)S'ler leider erst Hilfe bekommen, wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist.


    Jetzt möchte ich gerne noch meine "Erfahrungen" mit der "Behandlung" von früher schreiben...

    Ich war als Kind (Anfang der 80-er) sehr bewegungsfreudig, habe in der Schule oft gekippelt und bin auch so manches Mal mit dem Stuhl umgekippt... Meine Eltern haben dann (ich denke auf Veranlassung des Kinderarztes) eine Diagnostik damals in der Uni-Klinik machen lassen.

    Ich kann mich noch an Bilder malen, Steine zusammensetzen und einen "Kabelhelm mit Ohrclipsen" (EEG) erinnern.
    Die Diagnose: HKS (Hyperkinetisches Syndrom)
    Die Ärzte schlugen eine Medikation vor, der meine Eltern aber aus Angst vor Abhängigkeit (war ja auch damals Btm) nicht zustimmen wollten.

    Ich sollte dann Koffein konsumieren, also gab man mir Kaffee, als Kind musste ich davon
    Also gelegentlich Cola, was dann aber irgendwann auch im Sande verlief....

    Weitere "Behandlungen" gab es nicht....

    Ich habe die Schule ja hinbekommen (ich denke mal, so guter Durchschnitt), das war das Wichtigste für meine Eltern und ich hatte schnell 'raus, dass ich mit guten Noten wesentlich mehr Freiheiten hatte, als ohne (kaum Hausarrest etc), also funktionierte ich....

    Dass ich oft geweint habe, haben die gar nicht mitbekommen, ansonsten habe ich meinen Eltern nicht vertraut, also auch nie "Persönliches" mit ihnen besprochen.

    na ja, diese Phasen, dass ich ständig niedergeschlagen war, waren eben da.... Das zog sich dann durch die Jahre, immer mal wieder Zusammenbrüche, sodass ich mich im Studium auch manchmal von Fachprüfungen wieder abgemeldet habe, weil es einfach nicht ging....

    Irgendwie hatte ich auch immer jemanden, mit dem ich in solchen Phasen reden konnte (früher die Pädagogen im Jugendzentrum, dann eine damals sehr enge Freundin, später Freunde aus dem Sozialpädagogikstudium...spä ter dann meinen heutigen Mann)
    Ich habe mich damals viel engagiert (Vorstand Jugendzentrum, Fachschaftsrat, AStA, ein wenig kommunalpolitisch...)

    Meine Diagnose aus der Kindheit war schon lange nicht mehr präsent.

    Meine erste Therapie begann ich 1996 nach einem nächtlichen Überfall (mein CS-Gas hat mich damals gerettet), die habe ich aber nach drei Sitzungen abgebrochen und auch keine neue begonnen.

    Wie gesagt, ich war so mit der Hochschulpolitik "gelebt", dass ich gar keine Zeit hatte, um über mich nachzudenken...mit den meisten Leuten aus meinem (politischen) Umfeld habe ich mich gut verstanden, und fühlte mich wohl... Ich war halt immer die etwas Verrückte und Hektische....

    Als ich nach meinem Anerkennungsjahr in die "Arbeitswelt" kam, kamen meine "Schwierigkeiten" immer mehr zum Vorschein, ich war kaum belastbar, die Zusammenbrüche häuften sich immer mehr...

    Ich begann eine Therapie, di8e Therapeutin meinte ich hätte eine Angststörung... na ja, die Gespräche (und wohl auch meine erste Schwangerschaft) haben mich wieder aufgebaut...
    Als Mutter hatte ich eine Aufgabe, die mich wieder wunderbar von mir selbst ablenkte....
    Das hat aber auch nicht auf Dauer funktioniert, die Zusammenbrüche kamen wieder...

    Eine Freundin wies mich darauf hin, dass Depressionen ja auch neurologische Ursachen haben könne (darüber hatte ich bis dato nie nachgedacht...), also habe ich mir beim nächstgelegenen Neurologen einen Termin (wegen Depris) geben lassen... Der ist zufällig (auch) ein AD(H)S-Spezialist...

    Nach zwei Gesprächen wurde der ADHS Verdacht geäußert und ich bekam die Fragebögen....


    Ich denke, ich habe es von meinem Vater geerbt, der mir sogar bestätigt, dass er ähnlich Symptome hat, dies aber als "normal" abtut, der Unterschied zwischen uns ist, dass ich die Probleme die ganze Zeit als Persönlichkeitsdefizit angesehen habe und er die Umwelt dafür verantwortlich macht....

    Upps, jetzt habe ich mal wieder einen "Roman" geschrieben, aber vielleicht "hält ja jemand durch"

  8. #38
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.138

    AW: Wie wurden Erwachsene ADS'ler früher behandelt?

    Hallo,

    Ich kann mich gut vorstellen dass ADSler durch die geschichte nicht immer gleich viel oder gleich "negativ" aufgefallen sind. es ist bekannt dass eine unterstützende umfeld zu vorteil sein kann und im vergangenheit war der umfeld, die umständen auch unterschiedlich...

    Für mich kann ich nur die 20-30 letzten jahren zurückschauen, obwohl ich finde, die welt hat sich während diese zeit sich sehr verändert!

    Positiv finde ich sicher alles technische entwicklung, auch wenn der PC eine grosse zeitfresse ist und hyperfokus fördert... Aber bücher und zeitschriften wirken bei mich auch so... Solche sachen wier handy wo man alarme einstellen kann sind auch tolle sachen, als hilfmittel...

    Negativ sind auch einiges, dass ich merke: Aus der leistungsdruck, wird alles schneller erledigt und ob ich im laden gehe oder im restaurant spüre ich dass die menschen unten druck sind und alles schnell erledigen können und bei eine schnecke ungeduldig sein können. Etwa an qualität, aber auch an "wärme" (zeit zu plaudern) ist dadurch verloren. Mich stresst es wenn andere hektisch sind.

    Pendler gibt es auch immer mehr... Vor 20 jahren war eine zugfahrt noch eine schöne erholung und auch im stosszeiten gab es sitzplätzen. Ich konnte während meine ausbildung auch im zug lernen, da es am morgen wirklich ruhig war... Heute? Sie sind überfüllt und entsprechen anstregend für wer reizoffen ist... Ich nehme meine medis so dass sie anfangen zu wirken wenn ich im bus oder zug sitze... Was früher noch angenehm war ist stressig geworden.

    Die wirtschaftkrise ist gekommen... Der druck ist grösser und es wird mehr verlangt... Ich habe schon gemerkt, obwohl ich im 1992 meine erste joib bekommen habe, dass es immr schwierig wird zu kompensieren, weil es immer weniger raum dafür gibt... ältere menschen bestädigen mich (auch meine eltern) dass es mehr zeitdruck gibt und dass es auch komplexer geworden ist. genau sachen die für mich schwierig sind. Eine ADSler aus meine SHG der älter ist als ich hat einmal gesagt dass es früher zu gute ton gehört hatte, jemand im firma zu haben der weniger leistungsfähig war als andere... Einfach aus solidarität und menschlichkeit... Heute? Sie landen abseits...

    Schon aus diese grund, verstehe ich wieso meine Oma und Vater doch beruflich ihre weg gefunden haben: Sie haben kompensiert und es gab noch genug raum dafür. Bei mein vater weiss ich auch dass er auch wegen seine fähigkeiten geschätzt war, obwohl er im umgang nicht der einfachste mensch war...

    Noch wegen im land leben: in meine umfeld ist eine ADS der als bauer arbeitet... Natürlich hat er mit planung und papierkram viel mühe, aber hat mit der zeit (und hilfe) seine weg gefunden... Er ist weniger leistungsfähig als andere bauern und vergiss auch einiges, was ihm recht belastet, da dort auch effizienz immer wichtig wird. Aber total versagt hat er nicht... Seine Eltern waren lange da um im auf die sprünge zu helfen (aber auch mit giftige bemerkungen) und seine stärken haben auch ein bisschen platz: Er ist handwerklich sehr gut, kann gut improvisieren und geht mit tieren sehr gut um...
    Kurz gesagt: Es ist für eine ADSler noch keine total schlechte wahl... Natur, bewegung, ruhige umfeld. Aber man kommt doch auch nicht rumherum sich mit seine schwierigkeiten zu befassen...

    lg

  9. #39
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 384

    AW: Wie wurden Erwachsene ADS'ler früher behandelt?

    Ich könnte mir vorstellen, dass Menschen, die sich weniger mit ihren als mit den Schwierigkeiten anderer befassen, bei sich weniger Defizite sehen und folglich glücklicher leben.
    Unabhängig von der Schwere ihrer Erkrankung.
    Da kommt es dann etwas unglücklich, dass sich das Mass dahin verschoben hat, dass jeder mehr auf sich als auf andere schaut.
    Steve

    Sent with Tapatalk 2.

  10. #40
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 157

    AW: Wie wurden Erwachsene ADS'ler früher behandelt?

    Jemand, der mit AD(H)S im Leben gut zurecht kommgt, hat in der Regel praktikable Kompensationsstrategien, dafür braucht er aber ungemein viel Kraft/Energie... Viele sind dann bereits im "mittleren Alter" so ausgelaugt, dass sie zusammenbrechen....

    Muss man bis zum kompletten Zusammenbruch warten, nur weil der "Krankheitswert" noch nicht so offensichtlich zutage tritt?
    Wo beginnt ein Krankheitswert?

    Ich denke, dass gerade wegen dieser Diskussion viele AD(H)S'ler leider erst Hilfe bekommen, wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist.
    Das ist ein guter Punk... ich hatte soweit denke ich Glück, dass ich an einen Arzt gekommen bin, der genau so denkt und mich nicht erst "in den Brunnen fallen gelassen hat".
    Es ist allerdings auch schwierig für Ärzte zu entscheiden ob oder ob nicht ADHS vorhanden ist, vor allem wenn derjenige eben noch nicht in den Brunnen gefallen ist.

    Auch wenn es klare Regeln und Grundsätzte für das Erstellen der Diagnose gibt, habe ich das Gefühl, dass in der Praxis die Diagnose doch recht subjektiv ist. Heißt also, wenn mit dem Syptomen noch keine richtig gravierende Probleme aufgetreten sind, dann tun sich Ärzte mit der Diagnose verständlicherweise etwas schwer...

    Einerseits dürfen sie halt nicht so einfach Medikamente verschreiben, sonst stehen sie in den Medien und in der allgemeinen Bevölkerung schlecht da. Und so eine ADHS Diagnose ist ja auch etwas, mit dem eine Person dann für den Rest seines Lebens "stigmatisiert" ist. Andererseits muss aber auch das Wohl des Patienten im Mittelpunk stehen.... Kann mir schon vorstellen, dass das manchmal schwer gegeneinander abzuwiegen ist...

    Es ist interessant zu hören, dass früher die Ansprüche an die Menschen so deutlich geringer waren als heute! Ich dachte irgendwie immer, dass Menschen in jeder Epoche an ihre Leistungsgrenzen gehen mussten, aber wenn ich so drüber nachdenke, dann ist das wohl ein falscher Gedanke gewesen

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