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Diskutiere im Thema Wie wurden Erwachsene ADS'ler früher behandelt? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
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Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #101
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 2.635

    AW: Wie wurden Erwachsene ADS'ler früher behandelt?

    Zu Eiseleins Beitrag fällt mir spontan auf, dass die "Ruhigstellung" von ADS Betroffenen mit Stimulanzien wie dem ganz ganz schlimmen MPH ein riesen Reizthema ist, weil man sowas wie ruhigstellen einfach nicht macht.
    Die Ruhigstellung von Menschen mit Ruhigstellern, ob mit oder ohne ADS, ist bemerkenswerterweise kaum ein Thema.

  2. #102
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 569

    AW: Wie wurden Erwachsene ADS'ler früher behandelt?

    Duzi schreibt:
    aus erfahrung findeich das man auch ohne Medikamente sehr gut damit leben kann man muss sich nur evtl mehr anstrengen
    Aus deiner Erfahrung mit deiner Symptomatik!

    Aus meiner Erfahrung mit meiner eigenen Symptomatik beneide ich dich darum, denn bei mir sah und sieht das ganz anders aus. Ein Leben ohne Behandlung hat für mich extremste Anstrengungen bedeutet, die oft nur teilweise und manchmal garnicht ausgereicht haben, um meine Symptome zu kompensieren. Gleichzeitig hatten diese Anstrengungen für mich sehr negative Folgen, die sich zunehmend auch durch Krankheiten zeigten, die mich langfristig arbeitsunfähig gemacht hatten und u.a. medikamentös behandelt werden mussten.

    Ich habe einen anerkannten Grad der Behinderung, aber nicht für Adhs, sondern für das was die Folge-Erkrankungen des unbehandelten Adhs an bleibenden gesundheitlichen Schäden verursacht haben.

    Mit Blick auf den Threadtitel, also die Frage nach Behandlung von Adhslern in früheren Zeiten würde ich persönlich eingrenzen wollen. Wenn man z.B. gezielt nach den Betroffenen guckt, die heute nicht ohne Behandlung 'relativ problemfrei' durchs Leben kommen und sich fragt wie es speziell diesem Anteil der Adhsler früher ergangen ist, dürfte sich - meiner Meinung nach - ein ziemlich düsteres Bild ergeben.

    Was nicht auf organische Ursachen zurückgeführt werden konnte, fiel allzu leicht in die "Psycho-Schublade" und das hatte früher teils haarsträubend negative Folgen für die Betroffenen und auch für deren ganze Familie. Ich denke oft waren die Versuche der Eltern ihre 'verhaltensauffälligen' Kinder durch besondere Strenge zur 'Normalität zu erziehen' nicht (oder nicht nur) auf Unverständnis zurückzuführen, sondern der verzweifelte Versuch ihren Kindern die möglichen Konsequenzen zu ersparen, die weiteres 'Auffälligbleiben' ausgelöst hätte.

    Mein erster Verdacht auf Adhs kam vom Kinderarzt, vor über 30 Jahren. Die tatsächliche Diagnose habe ich aber erst ca. 2 Jahre. Weil auch vor 30 Jahren noch die Idee Adhs sei "was psychisches das abtrainiert werden kann" vorherrschend gewesen ist. Und meine Eltern waren überzeugt, dass ich "sowas" nicht hätte. Wo damals vielleicht auf eine tatsächliche Diagnose für "was psychisches" mangels nachweisbarem Dopaminproblem dann Therapien und diverse Medikamentenversuche gefolgt wären, wäre es in der Generation davor weit dramatischer geworden.

    Ich denke wer in früheren Generationen an behandlungsbedürftigem Adhs gelitten hat, dürfte - so traurig das ist - Glück gehabt haben, wenn Behandlung dann 'nur' die Folgeschäden betraf und nicht direkt auf die vermeintliche Ursache erfolgte. Denn einige der Methoden die z.B. noch in den 50er Jahren (Kindheit meines Vaters) in Psychiatrie oder eben Einrichtungen für 'verhaltensauffällige Kinder' angewandt worden sind, würden wir heute Folter nennen. Und man stelle sich mal vor, was gekommen wäre weil das Adhs ja nicht wegbehandelt werden könnte. Ich möchte nicht wissen wie hoch die Dunkelziffer der Betroffenen sein mag, die in solchen Einrichtungen verschwunden sind.

  3. #103
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 909

    AW: Wie wurden Erwachsene ADS'ler früher behandelt?

    Behandlung von ADHS lern in früheren Zeiten?

    Filmtipp:

    Das weiße Band.

  4. #104
    pero

    Gast

    AW: Wie wurden Erwachsene ADS'ler früher behandelt?

    es gab immer AD(H)Sler die gut klar kamen und AD(H)Sler, die in ihrer Zeit massiv litten.
    Das habe ich nie infrage gestellt.

    Ich glaube wir sprechen wirklich aneinander vorbei.
    Jede Erkrankung hat einen Auslöser, wie stark die Erkrankung dann tatsächlich wird, das wird von vielen Faktoren beeinflusst. Und nach meiner Meinung sind die heutige Lebensbedingungen problematischer und führen dadurch zu Symptomverstärkungen und höherem individuelle Leidensdruck.

    Oder denkst Du das die aktuellen Lebensbedingungen keinen Einfluss auf den Verlauf haben?

    Das weisse Band
    Den Film habe ich ehrlich nicht verstanden...

    lg
    pero

  5. #105
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.138

    AW: Wie wurden Erwachsene ADS'ler früher behandelt?

    Hallo Elwirrwarr,

    Da verstehe ich eben besser! Ja, viele ADSler die falsch diagnostisiert werden, erfahren mit andere medis oft eine menge... keine hilft wirklich, aber die nebenwirkungen sind auch nicht immer schön.

    lg

  6. #106
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.138

    AW: Wie wurden Erwachsene ADS'ler früher behandelt?

    @ Pero: früher war nicht anerkannt und ich denke, solche die damit nicht klar gekommen sind, haben wirklich sehr gelitten... Heute mag einiges für ADSler schwieriger sein (mehr reizen, weniger sturktur) aber die behandlung ist auch besser... Eben für solchen die dazu kommen, weil es immer vielen die undiagnostisiert sind und manchmal eine schlimme leben haben...

    @ Auri: bei mich hat auch sich anstregen nicht viel gebracht, ausser eine burnout... Sonst denke ich dass auf solchen die früher verhalten auffällig waren wirklich viel mehr druck gemacht war als heute und mit schlimmeren methoden...

    lg

  7. #107
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 909

    AW: Wie wurden Erwachsene ADS'ler früher behandelt?

    mj71 schreibt:
    @ Pero: früher war nicht anerkannt und ich denke, solche die damit nicht klar gekommen sind, haben wirklich sehr gelitten... Heute mag einiges für ADSler schwieriger sein (mehr reizen, weniger sturktur) aber die behandlung ist auch besser... Eben für solchen die dazu kommen, weil es immer vielen die undiagnostisiert sind und manchmal eine schlimme leben haben...

    @ Auri: bei mich hat auch sich anstregen nicht viel gebracht, ausser eine burnout... Sonst denke ich dass auf solchen die früher verhalten auffällig waren wirklich viel mehr druck gemacht war als heute und mit schlimmeren methoden...

    lg
    Ja. Zum Beispiel mit der gesamten Palette der schwarzen Pädagogik:

    - in die Ecke stellen

    - auslachen

    - verprügeln (bin in den 60ern geboren, da wurden Kinder noch verprügelt und es fand allgemeine Billigung als erzieherische Maßnahme)

    - Hände am Tisch festbinden

    - ohne Essen ins Bett schicken

    - Strafarbeiten (z. B. die Hausordnung oder die Schulordnung mehrmals abschreiben)

    - Nachsitzen

    - ...

  8. #108
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.138

    AW: Wie wurden Erwachsene ADS'ler früher behandelt?

    Hallo luzie,

    Ich bin zwar 1971 geboren aber einige diese methoden kommen mich doch bekannt vor...

    lg

  9. #109
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 384

    AW: Wie wurden Erwachsene ADS'ler früher behandelt?

    Sehr bekannt. Wills nicht vertiefen.

    LG
    Steve

    Sent with Tapatalk 2.

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