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Diskutiere im Thema Wie wurden Erwachsene ADS'ler früher behandelt? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #91
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 61
    Forum-Beiträge: 2.091

    AW: Wie wurden Erwachsene ADS'ler früher behandelt?

    Und natürlich gibt es auch ADHSler in Naturvölkern. Das sind da nicht die Aussenseiter, das sind die erfolgreichen Jäger, Entdecker oder Schamanen.
    Hallo Pedro, dass ist genauso eine unzulässige Verallgemeinerung, wie du sie selber bemängelst


    Meine Mutter (ADSlerin) hätte locker mit einer entsprechenden Förderung ein ABI hinbekommen - sie wurde Putzfrau.


    Interessante These, aber glaubhaft? Habe so meine Zweifel. Ein Abi vor 70 Jahren ist mit den heutigen nicht vergleichbar. Mal ganz abgesehen davon das Abitur damals einem Arbeiterkind nicht wirklich offen stand. Arbeiterkinder = Hauptschule, Kaufmannskinder, Angestellte = Realschule, Beamte, Ärzte Anwälte = Abitur. DAS war damals die Regel, mit oder ohne ADHS.
    ich habe auch nicht behauptet, dass sie ohne ADS ein Abi vor 70 Jahren gemacht hätte - sondern ich wollte damit ausdrücken, dass dort eine sehr begabte Frau ihre Begabung nicht ausleben konnte und das sie vor 70 Jahren darunter genauso gelitten hat, wie jemand heute darunter leidet. Das jemand vor 70 Jahren nicht zwangsläufig besser mit seiner AD(H)S leben konnte wie heute.


    Ich bin eine absolute Gegnerin von Verallgemeinerungen :

    Ich sage auch nicht das alle ADHSler früher besser leben konnte, ich behaupte das früher weniger vorbelastete tatsächlich später an ausgeprägten ADHS Problemen litten.
    das ist auch nur eine subjektive Meinung - genau das Meiste, das hier geschrieben wurde. Und subjektive Meinungen sind auch nicht schlimm.

    Ich kann immer wieder nur sagen:

    Ich habe andere Erfahrungen gemacht. Ich habe mit Menschen unterschiedlichsten Alters selber über dieses oder ähnliche Themen gesprochen (die ältesten Schilderungen sind eben von einer Frau Jahrgang 1872) und die Schlußfolgerungen aus diesen Gesprächen und meinen eigenen Erfahrungen ist: Es gab sie nicht die guten Zeiten für AD(H)Sler - es gab immer AD(H)Sler die gut klar kamen und AD(H)Sler, die in ihrer Zeit massiv litten.

    Und das jede Zeit ihre eigenen Probleme hatte


    Ich persönlich finde es eher bedenklich wie unkritisch die aktuelle Situation bewertet wird. Wenn alle 9 Milliarden Menschen so leben wollte wie wir (in D) gerade leben, dann brauchten wir 9 Erden um alle zu ernähren. Mann könnte auch sagen, dann müssten ca. 5 Milliarden verhungern. Ich denke das ist schon ein sehr guter Grund warum man unsere Konsumwahnsinn und die damit verbundenen Arbeitsbedingungen überdenken sollte. Das hängt alles zusammen...
    Für mich kann ich nur sagen, ich sehe die aktuelle Situation nicht unkritisch - nur in diesem Thread wäre so ein Rund-um-Thema offTopic - hier geht es darum, wie ADHSler früher behandelt wurden.

    und da ist die Antwort einfach: gar nicht - wer darunter litt hatte ein privates Problem

    Elwirrwarr

  2. #92
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 384

    AW: Wie wurden Erwachsene ADS'ler früher behandelt?

    Hatten oder haben das Behinderte, Scharze, Rote oder Gelbe, oder Roma usw. nicht auch, noch immer? Oder Frauen weltweit?

    Ich bin ein Mann und ich bin weiß und ich wehre mich gegen Benachteiligung.
    Und was immer so war, oder früher, es muss nicht so bleiben.
    Und dafür setzte ich mich ein.

    Sent with Tapatalk 2.

  3. #93
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 384

    AW: Wie wurden Erwachsene ADS'ler früher behandelt?

    Gerade mit ADS.
    Und gerade weil ich betroffen bin.

    Sent with Tapatalk 2.

  4. #94
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.445

    AW: Wie wurden Erwachsene ADS'ler früher behandelt?

    Hallo alle,

    Ich denke auch dass es zu jeden zeiten schwierigkeiten hatten für ADSler, aber nicht immer die selben... Was für alle schwierig war, war es ehe auch für ADSler.

    Heute finde ich die hektik und die viele ablenkungen für mein ADS besonders schwierig, aber scheinbar leiden stinos auch manchmal darunter... An andere zeiten, war körperliche arbeit für alle schwierig, oder druck auf norm oder...

    Ich denke auch dass zu jeden zeit ADSler aufgefallen sind... Wegen glücklich sein: mit unsere wenig ausgeprägte fähigkeit zu emotionen regulierung ist sicher für uns zu jeden zeit schwierig gewesen, auch heute... Auch die impulsivität kann an viel situation eine nachteil sein, gute beziehung mit seine umwelt zu aufbauen ist immer wichtig, in jeden gesellschaft. Besonders wenn es eben schwierig ist.

    Sicher gab es zu jeden zeit eine oder der andere, vielleicht ehe schwach ausgeprägt der sein weg gut gefunden hat. Gut ist die umständen entsprechend gemeint... Zu jeden zeit können auch die startbedingungen sehr unterschiedlich sein, die familie, der umfeld... Ich bin eigentlich an eine sehr schöne zeit (In der CH) aufgewachsen. Körperliche straf war nicht mehr im mode (aber gab in meine familie), erziehung ist lockerer geworden, wirtschaflich ging es dort wirklich gut... Aber auch dann fand doch eine lehrerin ich sei falsch und hatte negative spuren gelassen... Zu jeden zeit kann eine mensch eine starke wirkung haben, sei es positiv oder negativ...

    Ich denke auch, dass unsere einfallreichtum und kreativität oder auch unsere fähigkeit zu immer wieder aufzustehen zu jede zeit, in viel situationen zu nützen sein kann. Bis eine bestimmte grad und auch wenn der umfeld es nicht ganz unterbindet... Ich bin immer wieder erstaunt wie wiederstandfähig manche ADSler sind, wenn ich mich manche biographien lese... Früher haben unsere vorfahren sicher auch oft gebraucht!

    Sonst heute jemand mal gefragt der 30 jahre älter ist als ich... Er sagt etwa ähnlich wie uns (also, beiden seiten): Druck auf anpassung war gross, damals... Aber heute, ist der leistungsdruck höher, auch in der schule... Ich habe auch der eindruck, es wird auch mehr selbständigkeit erwartet, was manche kindern auch überfordert. Dabei der druck und prügel hatte damals auch manche kindern gebrochen, weil sie nicht anders könnten...

    lg

  5. #95
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 66

    AW: Wie wurden Erwachsene ADS'ler früher behandelt?

    Also ich bin erst seit einigen Monaten in Behandlung habe die Diagnose aber mit 9 bekommen und wollte damals keine Behandlung und bin trotzdem damit klar gekommen und es hatte nicht wirkliche nachteile für mich und aus erfahrung findeich das man auch ohne Medikamente sehr gut damit leben kann man muss sich nur evtl mehr anstrengen

  6. #96
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.445

    AW: Wie wurden Erwachsene ADS'ler früher behandelt?

    Hallo Duzi,

    Mit sich mehr anstregen kann man auch eine burnout mit 30 jahren haben, obwohl man nicht besonders viel geleistet hatte... Es passiert mehr als nur einigen...

    lg

  7. #97
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 2.632

    AW: Wie wurden Erwachsene ADS'ler früher behandelt?

    Sternhagel schreibt:
    wie den früher ADHS'ler behandelt wurden?
    Gar nicht.

    Also kein wesentlicher Unterschied zu Heute.

    Eine meiner Lieblinsthesen von web4health ist: 80 % aller behandelten ADHSler sind überdosiert. (Wir sprechen wie gesagt von den BEHANDELTEN, nicht von den 80 Prozent, die gar nicht behandelt werden.)

    Diese These möchte ich web4health gerne einmal zurückgeben.

    Also, bass uff, Martin, es ist so, 20 % der behandelten ADHSler werden gar nicht mit Stimulanzien behandelt, können also auch nicht überdosiert sein.

    Ob tatsächlich 80% Prozent der mit Stimulanzien Behandelten überdosiert sind, will ich mal dahingestellt lassen, nehmen wir aber einmal an, es stimmte. Dann sollte man trotzdem die 10 bis 20 % der Unterdosierten nicht vergessen.

    Übliche Reaktionen des Psychiaters in Deutschland

    auf das Wort: "ADHS"

    auf das Wort: "Depression"

    auf das Wort: "Mph":

    auf das Wort: "Amphetamin"

    Du siehst, es ist gar nicht so leicht, überdosiert zu werden.

  8. #98
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 2.632

    AW: Wie wurden Erwachsene ADS'ler früher behandelt?

    web4health schreibt:
    Nun, es gab einzelne Ärztinnen, die haben eben doch die ehemaligen Kinder weiterbehandelt. Frau Just in Wolfsburg, Frau Krause in München und
    Spallek in Bad Wurzach.

    Sonst wurden und werden viele ADHSler entweder nicht behandelt, oder sie erhalten Neuroleptika wie Nipolept oder jetzt atypische Neuroleptika wie Seroquel. Auch nicht tol...


    Nein, toll ist es nicht.

    NL machen zum einen fett. (Bei mir über einen Zeitraum von 11 Jahren + 50 kg.) Zum anderen stumpfsinnig. Man hat regelrecht das Gefühl der allmählichen Verblödung. Eine Art Nl-Demenz.



    Rein technisch gesehen verschlimmern sie ADHS. Und das nicht nur, indem sie jede Stimulanzienwirkung ruinieren.


    Ironischerweise ist es trotzdem so, dass manche ADHSler subjektiv das Gefühl haben, NL würden ihnen was bringen. Weil sie zum einen die motorische Unruhe dämpfen, zum anderen ironischerweise die Konzentrationsfähigkeit erhöhen. Es gibt technisch betrachtet 2 Möglichkeiten, den ADHSler zu mehr Konzentration zu verhelfen, einmal durch die direkte Methode durch eine Anhebung seines Dopaminspiegels mittels Stimulanzien und zum zweiten durch die indirekte Methode durch - Gipfel der Ironie - eine Senkung seines Dopaminspiegels.



    Einigermaßen verwirrend, gebe ich zu. Die direkte Methode dürfte klar sein. Die indirekte Methode funktioniert eben durch die Abschottung des ADHSler mittels NL von Umweltreizen. Dadurch senkt sich ironischerweise die Ablenkbarkeit und erhöht sich die Konzentration.

    Mal ein Beispiel: Würde ich in einem Grossraumbüro arbeiten, also mit viel Trubel um mich herum, würden mir Stimulanzien gar nichts bringen, ich müsste NL einsetzen.


    Dann gibt es noch den Aspekt, dass bei vielen depressiven und schlafgestörten ADHSlern Hypnotika nicht, nur in hohen Dosen oder gar noch paradox wirken. In solchen Fällen gelangt man - früher oder später - fast automatisch zum Einsatz von NL. So "missbrauche" ich 1oo mg Seroquel als Hypnotikum.


    Des weiteren gibt es noch den Aspekt der Augmentation von AD mit NL bei therapieressistenten Depressionen. Prof. Wofggon, eine der erfahrensten Spezialisten in Europa auf dem Gebiet der therapieresisstenten Depression hält den Einsatz von NL bei Depression grundsätzlich für kontraproduktiv. In anderen Büchern liest man etwas anders. Das Quetiapin-Dossier. Pharmakologie, Indikationen, therapeutische Erfahrungen: Amazon.de: Hans-Jürgen Möller: Bücher

    Ich bin wirklich kein Fan von NL. Habe aber die Vermutung, dass sie in niederen Dosierungen, also in Dosierungen wie sie für die Behandlung einer Psychose nicht in Frage kommen, tatsächlich eine antidepressive Wirkung haben können.

    Ich habe heute wieder einen schweren depressiven Einbruch. Und weiss nicht, woher der kommt. Die Tränen laufen mir die Backen runter, die Seele weint, ohne dass ich allerdings mitheulen könnte. Ich habe einige Zeit lang gerätselt. Bin mir aber fast sicher, dass es daran liegt, dass ich gestern meine Seroquel-Dosis vergessen habe. Im wesentlichen gibt es zwei Möglichkeiten, das Zeug hat tatsächlich bei mir, neben einem schlaffördernden auch noch einen antidepressiven Effekt. Oder es handelt sich im Grunde genommen um eine Entzugserscheinung.

    Fazit:

    NL sind scheiße. Und bei ADHS aussergewöhnlich scheiße.

    Aber manchmal kommt man nicht darum herum, insbesondere nicht bei

    a) schwere Schlafstörung

    b) schwere und/oder therapieresisstene Depression.

  9. #99
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.445

    AW: Wie wurden Erwachsene ADS'ler früher behandelt?

    Hallo Eiselein,

    Wie kann es sein dass 80% die ADSler die behandelt sind überdosiert sind? Ist es gemeint, dass sie mehr nehmen als was "optimal" ist und daher weniger nützen von medis haben, oder dass sie mit weniger medis und mehr andere unterstützungen auch klar kommen würden?

    Gehöre ich zu die 20% die nicht überdosiert sind? Viel weniger kann ich nicht nehmen und ich weiss, es reicht nicht... Mehr war nicht besser... Schwierigkeiten habe ich immer noch...

    Naja, vielleicht mit mehr entgegenkommen von umfeld könnte ich ohne medis leben, aber der liebe umfeld hat mal auch seine grenzen...

    Sonst ist es ein bisschen OT, aber hier stört es niemand...

    lg

  10. #100
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 61
    Forum-Beiträge: 2.091

    AW: Wie wurden Erwachsene ADS'ler früher behandelt?

    Das sind wohl alle die, die wegen ihrer Komorbiditäten AD's, Neuroleptika und sonst was über Jahre verschrieben bekommen. Ein Bekannter hat z. B. hab 10Jahre lang Benzo's verschrieben bekommen und hat dann so seine 40 - 60 mg täglich geschluckt.

    "Und wo schreibt web4health das denn? und zu welcher Zeit? gab es da schon Mph für Erwachsene und wenn er das geschrieben hat, stimmt es auch?

    bis denne Elwirrwarr

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