Seite 1 von 2 12 Letzte
Zeige Ergebnis 1 bis 10 von 13

Diskutiere im Thema Was folgt nach der Diagnose? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 42
    Forum-Beiträge: 17

    Frage Was folgt nach der Diagnose?

    Hallo zusammen,

    am Donnerstag habe ich einen Termin für die (mögliche) AD(H)S-Diagnostik. Bin noch ganz durcheinander.. einerseits erhoffe ich mir Klarheit, andererseits frage ich mich, ob sich danach wirklich etwas ändert.

    Bestenfalls hat das Kind dann einfach einen Namen. Aber macht es das einfacher? Mhh.

    Wie war das bei euch? Wie seid ihr/ist euer unmittelbares Umfeld mit dem Ergebnis (egal, ob der Verdacht bestätigt oder widerlegt wurde) umgegangen? Erleichtert? Enttäuscht? Verwirrt? Entmutig? Ermutigt?


    Fragen, Fragen, Fragen.

    Gespannt,
    Miriam

  2. #2
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 30
    Forum-Beiträge: 76

    AW: Was folgt nach der Diagnose?

    Hallöchen,

    ich bin zwar noch ein Frischling in dieser Branche aber ich kann ja kurz anreißen wies bei mir war..

    Nach dem Test musste ich 4 Wochen auf das Ergebnis warten - die reinste Folter. Aber nachdem ich die positive Diagnose bekam (ich hatte es aber schon vorher im Gefühl) war ich überaus erleichtert, WEIL ich endlich den Namen des Unbekannte in meinem Kopf kenne.

    Dein behandelnder Arzt wird dir mit Sicherheit erstmal viel erklären, aber zumindest bei mir gabs Infomaterial für Zuhause und ich denke, er wird dich dann auf die Medikation vorbereiten. Hier hat du natürlich die Möglichkeit, alles zu fragen, was dir dazu einfällt/worüber du vllt schon vorher nachgedacht hast.

    Wie es dann Therapiemäßig (außer Medikation) weiter geht, kann ich dir nicht genau beantworten, bin selbst noch in der Phase.

    Gruß chesse&onion

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 42
    Forum-Beiträge: 17

    AW: Was folgt nach der Diagnose?

    Vielen Dank für deine Anwort... schön zu wissen, dass ich damit nicht alleine bin. Mit all diesen Fragen, die sich wie in einem Karussell in meinem Kopf drehen.

    Eine Frage noch: Ich dachte, die Medikation wird grundsätzlich begleiternd eingesetzt? Es wundert mich, dass du medikamentös behandelt wirst... also "einfach so". Mh.

    Oder habe ich da etwas falsch verstanden? Wie wird das gehandhabt?

    LG von der Elbe an die Weser,
    Miriam

  4. #4
    Muh!

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 6.859

    AW: Was folgt nach der Diagnose?

    HI Miriam!

    (Mist, offenes Forum. Muss mich daher allgemein fassen)

    mi75 schreibt:
    Bestenfalls hat das Kind dann einfach einen Namen. Aber macht es das einfacher? Mhh.
    Das allein hat hat mich sehr beruhigt. Ich kann nun googlen und Foren besuchen, was ich vor der Diagnose nicht konnte.

    Nach der Diagnose bekommst Du erst mal eine Tablette, sofern Du sie möchtest. Wenn Du mit dieser Tablette klar kommst und nicht so sehr über die Nebenwirkungen meckerst, wirst Du merken, dass sich dein Leben ändert. Ich habe z.B. meine Arthrose nicht mehr, seitdem ich Medikinet nehme.

  5. #5
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 30
    Forum-Beiträge: 76

    AW: Was folgt nach der Diagnose?

    Ich hab mich vllt etwas unglücklich ausgedrückt

    Also zumindest bei mir ist es gerade so, das ich erstmal an das Medikament gewöhnt werde (jetzt mehr als ein Monat). In 2 Wochen hab ich meinen Nächsten Termin und dann sehen ma weiter.

    Ich soll ihm dann von meinen Erfahrungen und der Wirkungsweise bei mir berichten.

    Elbe an die Weser? - klingt nicht so sehr weit von mir weg, vllt der selbe Arzt? Kannst ja mal den Ort nennen wo er praktiziert. Namen sind hier soweit ich weis nicht gestattet.

    Gruß cheese&onion

  6. #6
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 42
    Forum-Beiträge: 17

    AW: Was folgt nach der Diagnose?

    Nein, ich glaube nicht, dass wir den gleichen Arzt haben. Ich stelle mich bei der AD(H)S-Spezialambulanz in Hamburg (Klinikum Nord) vor.

    LG, Miriam

  7. #7
    Muh!

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 6.859

    AW: Was folgt nach der Diagnose?

    mi75 schreibt:
    Eine Frage noch: Ich dachte, die Medikation wird grundsätzlich begleiternd eingesetzt? Es wundert mich, dass du medikamentös behandelt wirst... also "einfach so". Mh.
    Ich verstehe diesen Satz gerade nicht so ganz. Eine grundsätzliche Medikation gibt es nicht. Die Medikation richtet sich nach Deinem subjektiven Empfinden. Sofern Du nicht privat versichert bist, wirst Du ein Rezept für Medikinet bekommen. Der Arzt empfiehlt Dir eine Dosis und nennt Dir den maximalen Betrag an Medikament, den Du einnehmen darfst. Du darfst unter diesen Wert bleiben, solltest aber nicht höher gehen. Wenn Du meinst, dass Du mehr brauchst, musst Du mit dem Arzt Rücksprache halten.

  8. #8
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 42
    Forum-Beiträge: 17

    AW: Was folgt nach der Diagnose?

    @Steintor: Das ist ein Missverständis. Ich bin bisher davon ausgegangen, dass erst etwas verschrieben wird, wenn eine therapeutische Begleitung sichergestellt ist. Und nicht schon voher.

    Dass es keine grundsätzliche Medikation gibt, ist mir klar :-)

    LG, Miriam

  9. #9
    Gibt´s Kaffee ?

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 45
    Forum-Beiträge: 1.610

    AW: Was folgt nach der Diagnose?

    mi75 schreibt:
    am Donnerstag habe ich einen Termin für die (mögliche) AD(H)S-Diagnostik. Bin noch ganz durcheinander.. einerseits erhoffe ich mir Klarheit, andererseits frage ich mich, ob sich danach wirklich etwas ändert.

    Bestenfalls hat das Kind dann einfach einen Namen. Aber macht es das einfacher? Mhh.
    Na ja, wenn das Kind einen Namen hat, kannst Du die geeignete Medikation bekommen, die Deine neurologische Stoffwechselstörung ausgleicht.
    Mir erging es damals so, dass ich zu Beginn der Medikation ständig "A-ha-Erlebnisse" hatte, ich konnte vieles an mir, aus meiner Vergangenheit etc "plötzlich" in einem anderen Licht, aus einem anderen Blickwinkel sehen, eigene Leistungen aber auch "Fehler" erkennen.

    Eine Therapie habe ich erst drei Jahre nach der Diagnose begonnen (als ich zunehmend "Schwierigkeiten" mit meinen Arbeitskollegen hatte), aber das liegt wirklich an jedem einzelnen, ob und wann welche Art der Therapie sinnvoll ist....

    Ob sich wirklich etwas ändert liegt m.E. hauptsächlich an Dir...

    Wie war das bei euch? Wie seid ihr/ist euer unmittelbares Umfeld mit dem Ergebnis (egal, ob der Verdacht bestätigt oder widerlegt wurde) umgegangen? Erleichtert? Enttäuscht? Verwirrt? Entmutig? Ermutigt?
    Ich bin wegen psychologisch erfolglos behandelten Depressionen zum Neurologen gegangen, habe gar nicht an AD(H)S gedacht (auch meine Kindheitsdiagnose HKS hatte ich zu dem Zeitpunkt gar nicht im Kopf).

    Erstmal hat mich das dann ganz schön runtergezogen, ich brauchte eine Zeit, bis die Diagnose angekommen war.... Aber ich bin damit offen umgegangen, wußte aber zu dem Zeitpunkt noch gar nicht so wirklich, was alles zur AD(H)S gehörte, was ich als persönliche Defizite eingeordnet habe. Erst die intensive Auseinandersetzung mit dem Thema hat mir so langsam "die Augen geöffnet"...

    LG Tanja

  10. #10
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 569

    AW: Was folgt nach der Diagnose?

    mi75 schreibt:
    Bestenfalls hat das Kind dann einfach einen Namen. Aber macht es das einfacher? Mhh.
    Nö, war bei mir nicht so. Weshalb ich trotz wachsendem Eigenverdacht ziemlich lange kein Interesse an einer Diagnostik hatte.

    Was es dann aber plötzlich sehr wichtig und positiv gemacht hat, waren Buchempfehlungen die es bei meinem Diagnostiker standardmäßig mit auf den Weg gibt, sobald der Verdacht auf ADHS sich erhärtet. Erst durch diese Bücher habe ich erstmals überhaupt von Menschen gelesen, die meine "Macken" haben, was da alles mit reinspielt ohne das ich es zu Adhs gepackt hätte und auch erfahren wie viele vermeintliche "selbstverschuldete" Lebensfehler/-probleme bei mir von Adhs ausgelöst gewesen sind.

    Der Effekt war bei mir: extreme Erleichterung, deutlich nachlassende Schuldgefühle und die Möglichkeit meine unzähligen "Mängel" in weit weniger negativem Licht zu sehen. Meinen Symptomen eine Diagnose als Überschrift zu geben fand ich eher zweitrangig. Das Begreifen das ich nicht "immerzu zu schlecht, faul, dumm, undiszipliniert" bin, sondern mit Problemen zurechtkommen musste für dich ich selbst nichts kann, war für mich viel wertvoller als jegliche Überschrift dazu.

    Eine Diagnose zudem Dinge ermöglichen, die ohne Diagnose verschlossen bleiben. Auch abseits von Medikamenten. Es gibt viele Strategien die Adhslern im Alltag helfen können, wo es Techniken die für Nicht-Adhsler effektiv sind nicht getan haben. Ohne entsprechende Diagnose wäre ich garnicht auf die Idee gekommen, dass es für mich spezielle Techniken geben könnte. Ich hab ständig darum gekreiselt dass das was bei meinem Umfeld hilft bei mir scheinbar nichts bringt. Und das dann aufs "ich bin schlechter als die anderen"-Häufchen gepackt....

    Unerwarteter Bonus: seit klar ist dass ich Adhs habe, brauche ich mich nichtmehr ständig mit Fehldiagnosen rumzuärgern, die fast zwangsläufig auftreten wenn die Symptome mangels Wissen über Adhs bei Erwachsenen mal wieder falsch interpretiert werden.

Seite 1 von 2 12 Letzte

Ähnliche Themen

  1. Tagesklinik und was folgt da?
    Von Olgor im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
    Antworten: 17
    Letzter Beitrag: 9.04.2013, 18:13
  2. 1. Medikation nach Diagnose
    Von Insane im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
    Antworten: 36
    Letzter Beitrag: 6.03.2013, 10:03
  3. nach der Diagnose .....
    Von hansdampf im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
    Antworten: 4
    Letzter Beitrag: 18.01.2013, 14:59
  4. Was geschieht nach der Diagnose?
    Von sello1971 im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
    Antworten: 7
    Letzter Beitrag: 4.01.2013, 23:45

Stichworte

Thema: Was folgt nach der Diagnose? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
©2017 ADHS bei Erwachsenen Forum