Umfrageergebnis anzeigen: ADS/ADHS-Behandlung ohne Medikamente für dich persönlich denkbar?

Teilnehmer
28. Du darfst bei dieser Umfrage nicht abstimmen
  • Nehme derzeit Medikamente, werde darauf in Zukunft nicht verzichten

    7 25,00%
  • Nehme derzeit Medikamente, will aber irgendwann ohne klar kommen

    10 35,71%
  • Nehme keine Medikamente, will aber in Zukunft welche nehmen

    6 21,43%
  • Nehme keine Medikamente und werde auch zukünftig keine nehmen

    5 17,86%
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Diskutiere im Thema ADS/ADHS-Behandlung ohne Medikamente möglich? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #11
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 2.632

    AW: ADS/ADHS-Behandlung ohne Medikamente möglich?

    HyperMitch schreibt:
    zum Thema Behandlung ohne Medi´s möchte ich aus eigener Erfahrung sagen, es geht...
    Es geht sogar sehr gut, wenn man will...

    Bin dort seit Dezember `08 und mache dort das volle Programm (Aufmerksamkeits- und Neurofeedbacktraining, Coaching) und kann nur sagen Super !!!

    Heidanei, Hyper-Mitch, des hört sich ja supertoll an, der Wille kann bekanntlich Berge versetzen.

    Vielleicht möchtest mal schildern, welche Deiner ADHS-Symptome sich durch das Neurofeedbacktraining am positivsten beeinflussen liessen und welche weniger?

    Und wie im Vergleich dazu das Ritalin auf Deine Symptome gewirkt hat?

    Hatte es auch einen Einfluss auf eventuelle Komorbiditäten wie Angst und Depression, oder bist Du von denen verschont geblieben?

  2. #12
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf AD(H)S
    Forum-Beiträge: 661

    AW: ADS/ADHS-Behandlung ohne Medikamente möglich?

    Hallo zusammen!

    Derzeit nehme ich keine Medis.
    Strattera hatte ich versuchsweise bekommen, dann MPH.
    Wirkung konnte ich in beiden Fällen nicht feststellen, nichteinmal die doch so gefürchteten Nebenwirkungen, weshalb ich auch nicht mehr zur Klinik gefahren bin, um Nachschub zu besorgen. Zuvor hatte ich das MPH kurzzeitig sogar gerinfügig überdosiert, wie gesagt, ohne etwas zu bemerken.

    Ich werde so schnell wie möglich die Meinung eines weiteren Facharztes einholen und mich gleichzeitig in einem weiteren Bereich testen zu lassen.

    Was professionelle Hilfe angeht, so fürchte ich, dass es in diesem psychiatrischen sch... Entwickluingsland wohl nirgendwo einen für mich geeigneten Arzt, Psychologen etc. gibt. Mein Vertrauen in Ärzte liegt jedenfalls bei gleich null. Wenn mich zu Arztbesuchen wenigstens jemand begleiten würde, der für mich adäquat reagiert, wenn ich mich mal wieder vera... vorkomme.

    Gruß
    icke!

  3. #13
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 60
    Forum-Beiträge: 1.267

    AW: ADS/ADHS-Behandlung ohne Medikamente möglich?

    @HyperMitch,

    Mit der Einbeziehung der Medikation in den Begriff Droge habe ich meine Probleme.

    Im englischen Sprachraum bezeichnet drug jegliches Arzneimittel, da mag so eine Forumlierung angehen. Im Deutschen versteht man unter Droge aber gemeinhin ein Rauschgift, und das sind die für viele Betroffenen bitter notwendigen Medikamente eindeutig nicht. Erstens haben sie keine berauschende Wirkung, und zweitens besteht bei korrekter Indikation (tatsächliches Vorliegen einer ADHS) und therapeutischer Dosierung kein Suchtpotential, wie in mehreren Studien bewiesen wurde.

    Missbräuchliche Anwendung ist ein anderes Kapitel. Aber da fällt mir spontan ein Küchengewürz ein, das bei höherer Dosierung ziemlich deftige Halluzinationen auslöst. Ist das jetzt auch ein Droge, nur weil - mit Verlaub - irgend ein Bescheuerter sich damit auf einen Trip begeben kann?

    Bleiben wir doch lieber beim neutralen und korrekten Titel des Themas: Behandlung mit oder ohne Medikamente.

    Ich persönlich bin keine Freundin von Dauermedikation, habe gleich auf mehreren Ebenen meine Schwierigkeiten damit. Ich habe deshalb auch ein tablettenloses Zurechtkommen als mittelfristiges Ziel. Auch meine derzeitige Medikation, die ich wegen depressiver Begleitsymptome brauche, kann ich nur "ertragen", indem ich durch kontrollierte Absetzversuche mindestens einmal jährlich die Notwendigkeit überprüfe. Aber die Erhaltung der Arbeitsfähigkeit ist mir dann doch wichtiger als meine Abneigung gegen Pillen. Gegen Symptome wie Ablenkbarkeit und Konzentrationsprobleme wirkt das Medikament aber eh nicht, ich muss also gerade bei Kernsymptomen ohnehin "ohne" klarkommen.

    Bei mir funktioniert das, wenn auch um den Preis eines sehr anstrengenden Alltags. Bei anderen ist die Symptomatik aber so stark, dass ein Verzicht auf Medikamente zur Arbeitsunfähigkeit und Berentung führen würde, und das kann ja wohl nicht die Lösung sein. Ich sehe gerade die produktive Teilhabe am gesellschaftlichen Leben als wichtiges Ziel einer jeglichen Therapie.

    Dazu kommt noch die Tatsache, dass die nicht-medikamentösen Behandlungsverfahren in vielen Gebieten nicht angeboten werden bzw. mit langen Wartezeiten verbunden oder für die Betroffenen nicht finanzierbar sind. Da kann auch eine vorläufige Medikation Erleichterung bringen, bis eine komplette multimodale Versorgung möglich ist. In meinem Heimatland sieht es da düster aus, ein Bekannter musste bis nach Bad Bevensen "auswandern", um eine stationäre Therapie zu bekommen, und bekam das mangels vergleichbarer Angebote im Inland auch von der Krankenkasse bewilligt.

    Deshalb ist mein Standpunkt ganz pragmatisch: So viel wie nötig, so wenig wie möglich. Aber grundsätzlich pro oder kontra zu sein, halte ich für unrealistisch und ideologisch.

    lg
    lola
    Geändert von lola (13.10.2009 um 09:10 Uhr) Grund: Rechtschreibung

  4. #14
    .

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.018

    Lächeln AW: ADS/ADHS-Behandlung ohne Medikamente möglich?

    @ icke WES

    Zitat:
    Wirkung konnte ich in beiden Fällen nicht feststellen, nichteinmal die doch so gefürchteten Nebenwirkungen, weshalb ich auch nicht mehr zur Klinik gefahren bin, um Nachschub zu besorgen. Zuvor hatte ich das MPH kurzzeitig sogar gerinfügig überdosiert, wie gesagt, ohne etwas zu bemerken


    Als ich noch auf Party war, also Selbstmedikation, da hatte ich auch immer den Eindruck nichts zu merken! Die anderen sind ab gegangen wie ne' Rakete und ich war Mister cool, wie ne' Beruhigungstablette!!!

    Du hast die gefürchteten Nebenwirkungen nicht festgestellt? und deswegen auch kein Nachschub mehr geholt? Wer hat es den gemerkt, dass du vom MPH geringfügig überdosiert warst?

    tja Antidepressiva z.B.(Seroxat), aber passt ja nicht so zum Thema, da wäre mein Tipp "ähm" ohne Medikamente?

    In welchen weiteren Bereich willst du dich den Testen lassen?

    lieben Gruß
    Smiley


    Biiiiber, du musst auch wieder ausatmen!

  5. #15
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf AD(H)S
    Forum-Beiträge: 661

    AW: ADS/ADHS-Behandlung ohne Medikamente möglich?

    Smiley schreibt:
    Du hast die gefürchteten Nebenwirkungen nicht festgestellt? und deswegen auch kein Nachschub mehr geholt? Wer hat es den gemerkt, dass du vom MPH geringfügig überdosiert warst?
    Niemand. Zunindest kam auch keine Rückmeldung.

    Und was die Nebenwirkungen angeht: Dann hätte ich ja wenigstens überhaupt eine Wirkung gespürt, wenn auch eine unangenehme.

    Gruß
    icke!

  6. #16
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 2.632

    AW: ADS/ADHS-Behandlung ohne Medikamente möglich?

    Jo, also, ickewes nich.

    Es gibt aber durchaus ADSler, die bei der Einnahme von Stimulanzien nichts Dramatisches spüren.

    Wobei sich hier wieder die Frage stellt, ob ADSler überhaupt Wirkungen in ihrem Körper richtig einschätzen können.

    Dass Du subjektiv keine Wirkung spürst, kann also durchaus sein.

    Dass es keine Wirkung hatte, ist schon weniger wahrscheinlich.

    Beim nächsten Versuch solltest Du einer Tätigkeit nachgehen, die ein hohes Mass an Konzentration erfordert und vor der Du Dich aus diesem Grund immer gedrückt hast, beispielsweis an Deinem Tagebuch schreiben, ein Kreuzworträtsel lösen oder so was ähnliches.

    Auf dem Gebiet der Aufmerksamkeit ist die Wirkung von Mph am Dramatischsten spürbar.

    Allerdings ned, wenn Du nur auf dem Sofa rumliegst oder mit dem Hund spazieren gehst.

    Mach etwas, wo Du Dich stark konzentrieren musst. Da wirst Du dann feststellen, dass es ein Unterschied ist wie Tag und Nacht.


  7. #17
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 759

    AW: ADS/ADHS-Behandlung ohne Medikamente möglich?

    huhu,

    @ eiselein...

    es gibt adhs`ler, die bei der einnahme von stimulantien keine " durchschlagende " wirkung bemerken, wie recht du hast....nur auf dem sofa liegen, da kann man nichts bemerken......hehe...
    hast mir mal gesagt, dass man es am besten bemerkt, wenn man arbeitet.
    bin noch krankgeschrieben und weiss noch nicht genau, wie es weitergeht..
    aber meine umwelt ( vor allem während des klinikaufenthaltes ) hat mir bestätigt, wesentlich ruhiger und durchaus in der lage zu sein, mich ne halbe stunde über ein thema zu unterhalten....ohne vom hundertsten ins tausendste zu kommen.....ich wollt es nicht wahr haben und hab drauf gewartet, dass ich richtig merke, was es für einen unterschied mit und ohne mph macht. war teilweise echt gefrustet....und bin es auch immer noch ab und an...

    aber da sind wir wieder beim thema selbstwahrnehmung.......

    kleine erfolge hab ich aber doch mittlerweile zur kenntnis genommen, ich weiss, dass ich mich nicht um 180 grad drehen werde ( möcht ich auch nicht ), aber ich gehe nicht mehr ganz so schnell in die luft. ganz ehrlich, seit 5 monaten ungefähr 5 mal das gefühl gehabt an der decke zu kleben und nicht wieder runter zu kommen. sonst war es wirklich täglich und ich wusst nichtmal was mich genau ärgert, ich hab nix mehr gemerkt, nur noch, dass alles scheisse war so wie es war.

    die einnahme von medikamenten macht adhs`ler einsichtiger, bewirkt, dass ich überhaupt mal was merke ( leider im moment zu viel auf einmal... ) , auch damit muss ich erstmal um, das ist " neuland " für mich. und es bedarf sicher noch eine ganze weile, bis ich alles so akzeptiere, dass ich mich wohl fühle in meiner haut.

    ich nehme medikamente und ich habe mich ziemlich gewehrt dagegen am anfang, wie ich mich auch überhaupt gegen diese 4 buchstaben extrem gewehrt habe...( ADHS )

    vielleicht geht es irgendwann ohne medis, ich weiss es nicht, ich weiss so vieles noch nicht....

    ich weiss nur, es muss sich gehörig was ändern bei mir und auch mit den medis lassen sich alte verhaltensmuster nicht einfach ablegen.
    mph ist kein wundermittel, ich habe keine rauschzustände, auch nicht das gefühl " drogen " zu nehmen....
    was ich gemerkt habe, wenn überdosiert, werden die symptome noch schlimmer....

    ohje, nu hab ich nen roman geschrieben, hoffe es war nicht allzu wirr..

    lg vom purzel

  8. #18
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 2

    AW: ADS/ADHS-Behandlung ohne Medikamente möglich?

    Ich habe mir jetzt mal ein paar Tage euer Forum angesehen eigentlich bin ich zu euch gestoßen in der Hoffnung in irgendeiner Weise Tipps zu bekommen wie ich meine unaufgeraumtheit im Kopf besser Händeln kann.
    Jetzt stellt sich mir folgende frage, was glaubt ihr wie man euch sieht wenn man liest was hier so geschrieben steht in bezug auf Drogen und Kriminalität. Wenn ihr sonst keine Probleme habt außer die Legalisierung von Drogen aber diese frage müsst ihr euch selber stellen.
    Was sind meine Probleme schneller denken als schreiben dadurch schreibe ich viel misst zusammen in Bezug auf die Rechtschreibung bin eigentlich froh nicht in eurem Forum geschrieben zu haben bis heute da ja Rechtschreibung dem einen oder anderen sehr wichtig ist aber egal .
    Meine Probleme sind außerdem wie schaffe ich wieder Vertrauen in mich und meine Umwelt zu bekommen damit ich mich wieder frei bewegen kann und nicht jedes mal meine Stimme versagt wenn ich mit Leuten zusammen komme
    Wie schafft man es an aufgaben die man sich selber stellt dran zu bleiben und diese auch zufriedenstellend zu ende bringt . ich bring zwar einiges zu ende aber zufrieden mit dem Ergebnis bin ich meistens nicht . Liegt es daran das man sich selber zu hohe Erwartungen auferlegt die auch Normalos nur schwer erreichen können oder ist es so das man mit ads ( ob nun mit H oder ohne ) selten mit seinen eigenen Ergebnissen zufrieden ist da andere einem nicht die Wahrheit diesbezüglich sagen. Wie schaffe ich es wieder durch schlafen zu können und die Denkmaschine abschalte macht mich ganz wuschisch(ist das so richtig geschrieben wuschisch ) egal.
    Das sind meine Probleme sicherlich ist da noch mehr aber ich will einfach nicht mit Drogen in Verbindung gebracht werden ich bin jetzt 48 Jahre ohne damit zurecht gekommen und will versuchen den Rest auch noch zu schaffen.
    Ihr solltet darüber auch einmal nachdenken ihr wollt ernst genommen werden und akzeptiert
    Dies soll einfach mal ein Denkanstoß sein zum Kernproblem ADS zurück zu kommen und das sind sicherlich nicht die Drogen

  9. #19
    .

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.018

    Lächeln AW: ADS/ADHS-Behandlung ohne Medikamente möglich?

    @ icke WES

    Ich versuch mich auch schon zu Konzentrieren, aber bin heute schwer von Begriff, also zusammenhänge zu erfassen und was da wieder dranhängt und so.

    Von wem kam keine Rückmeldung?
    Wenn Du "Nebenwirkung" gespürt hättest, dann hättest Du auch "Nachschub" geholt?
    Also bist Du "Non-Responder"? auch auf AD's?
    Was machst Du den, also an Therapie, was hilft Dir denn?

    Ich wundere mich,dass Du mit Strattera anfängst und danach MPH Versuchst? Ähm bist Du Arzt? also ich weiß das einige Ärzte es so machen, also mit Srattera anfangen, danach MPH? macht das Sinn?

    Was die professionelle Hilfe angeht,
    Naja.........einige Ärzte...........also Vertrauen,Glauben,Hoffen? Ich erwarte nichts beim Arzt!
    Ich versuche mit denen zusammen zu arbeiten,was nicht immer geht. Voraussetzung sie sind dazu bereit. Will sagen ;mein Arzt kann nur so gut sein oder eben schlecht wie ich, wenn ich mich erklären,verständlich machen kann,der Arzt mein Problem versteht,erkennt oder mir Erklären kann was seine Logik darauf ist, wir uns also ergänzen können, dann haben wir oft Lösungen gefunden. Ärzte welche meinen, sie haben die Lösung und ich habe nur "Auszuführen".......Na da gehe ich lieber,also es gibt keine "Götter in weiß" für mich. Vieleich einige Chirurgen, die kann ich auch nicht unterstützen,bin dann immer so verträumt,

    Sonne im Herzen
    Smiley

  10. #20
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztl. Diagnose erst als Erwachsener
    Alter: 61
    Forum-Beiträge: 40

    AW: ADS/ADHS-Behandlung ohne Medikamente möglich?

    Ich für meinen Teil habe es wiederholt in meinem Alltag versucht, ohne MPH klar zu kommen. Bei mir funktioniert es (noch) nicht - zwar habe ich nach einer anfänglichen Verhaltenstherapie im Laufe der Jahre selbst für mich Wege gefunden, wie ich mit gewissen Situationen immer besser zurecht komme. OHNE MPH geht das jedoch nicht. MPH trägt bei mir nämlich dazu bei, dass ich in den betreffenden Situationen auch an diese Wege denke und nicht so außer mir gerate, dass ich den Wald voller Bäume wieder gar nicht mehr sehe.

    Ob sich dies durch einen Klinikaufenthalt - siehe Beitrag HyperMitch - bei mir verändern würde, weiß ich nicht. Es kann gut sein. Zur Zeit könnte ich mir einen Klinikaufenthalt zeitlich jedoch einfach gar nicht leisten und ich sehe für mich auch die Notwendigkeit nicht, solange ich MPH habe. Da ich MPH gut vertrage und damit meinen Alltag ganz gut im Griff habe, meine ich, dass die Kosten für einen Klinikaufenthalt in MEINEM FALL auch für die Krankenkasse überhaupt nicht in Relation stünden zu den Kosten von MPH. Denn mit MPH erreiche ich ja das Ziel, meinen Alltag im Griff zu haben. Was bei einem Klinikaufenthalt OHNE MPH dann dabei außer viel Kosten herauskommen würde, weiß ich nicht.

    Sicher ist mein oberstes Ziel - sowie vermutlich das aller AD(H)S-Betroffenen - OHNE Medis den Alltag mit Lebensfreude bewältigen zu können. Grundsätzlich finde ich daher den Anstoß sinnvoll, dass sich die AD(H)S-Betroffenen immer wieder damit beschäftigen sollten, wie es ohne Medikamente aussehen könnte. Das geht natürlich nur, indem man auch einmal versucht, ohne Medis zurechtzukommen. (Ich mach das, wenn ich nicht arbeiten muß und ein "Rückfall" nur für mich spürbar ist......) Die letztliche Entscheidung, ob Medikamente ja oder nein, kann aus meiner Sicht jedoch nur individuell getroffen und nicht verallgemeinert werden, da sich AD(H)S ja auch in ganz unerschiedlichen Formen und Ausprägungen darstellt. Deswegen mache ich nochmals deutlich: Was ich hier gesagt habe, bezieht sich ausschließlich auf MEINE Situation.

    LG
    Die Zaubermaus

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