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Diskutiere im Thema Psychodynamische Therapie bei ADHS-hat jemand Erfahrung? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
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Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #1
    Ehem. Mitglied

    Gast

    Psychodynamische Therapie bei ADHS-hat jemand Erfahrung?

    Hey,

    hat jemand bei seinem ADHS einmal eine psychoanalytische/tiefenpsychologische Therapie gemacht? Wie sind Eure Erfahrungen?

    Laut Literatur ist kognitive Verhaltenstherapie sehr wirksam. Dem muss ich zustimmen.

    Ich meine, die Psychoanalyse sagt ja, dass ADHS heilbar ist ... was meint Ihr dazu? Ich habe keine Erfahrung damit.

    Ich weiß nicht recht ...

  2. #2
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 2.410

    AW: Psychodynamische Therapie bei ADHS-hat jemand Erfahrung?

    Ich hab Psychoanalyse gemacht, allerdings war da die ADHS-Diagnose noch nicht gestellt. Mehr dazu die Tage vom Compi, statt vom Handy.

  3. #3
    Ehem. Mitglied

    Gast

    AW: Psychodynamische Therapie bei ADHS-hat jemand Erfahrung?

    Was haltet ihr von psychodynamischen Ansätzen zur Behandlung von ADHS?

    Die wissenschaftlichen Diskussionen zu ADHS-Therapie sind mir bekannt und somit auch zu ADHS und psychodynamische Ansätze-sind umstritten.

    Ich meine, wenn es heilbar ist, wäre es doch möglicherweise ein Versuch wert ...

    Klar, muss das jeder für sich selbst entscheiden und somit auch ich für mich.

  4. #4
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 29
    Forum-Beiträge: 260

    AW: Psychodynamische Therapie bei ADHS-hat jemand Erfahrung?

    Also wenn ich geheilt werden kann, fress ich n Besen

    Demzufolge ham wir dann alle bloß gestörte Triebe oder was?
    Ich bin da nich besonders bewandert. Aber ich glaub alles was ich bisher in dieser Richtung mitgekriegt hab, find ich subjektiv abschreckend bis absurd.
    Wem es hilft - super. Ich kanns nich nachvollziehen.

  5. #5
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 2.410

    AW: Psychodynamische Therapie bei ADHS-hat jemand Erfahrung?

    Also: Diagnose war rezidivierende Depressionen, als ich mit der Psychoanalyse angefangen habe. Zuvor hatte ich eine tiefenpsychologisch orientierte Langzeit-Therapie begonnen, die mir aber grundsätzlich nicht weitergeholfen hatte, außer zu merken, dass das zwar ganz nett zur Stabilisierung ist, aber ansonsten mir einfach nichts bringt. Was wohl auch damit zu tun hatte, dass ich mich zu dem Zeitpunkt nicht auf Frauen als Therapeuten einlassen konnte.

    Mir wurde dann empfohlen, Psychoanalyse zu machen.
    Gut getan hat es mir im Bereich Beziehungen zu Mitmenschen und hat mir da echt weitergeholfen, wobei ich jetzt auch nicht genau sagen kann, was es war, ich merke es halt nur in meinem Leben.

    Bestimmte Dinge, wie "Wenn SIe zu spät kommen, was vermeiden Sie da? Kennen Sie das auch schon aus Ihrer Kindheit? Wann hat das denn angefangen, wann war denn Ihre erste Verspätung, an die Sie sich erinnern?" "Das war schon immer so!" "Na kommen Sie, das kann doch nicht sein! Was fällt Ihnen denn so schwer?" hat damals große Ratlosigkeit bei mir erzeugt und nicht wirklich weitergeholfen. Allerdings muss ich sagen, dass ich dann auch zugemacht habe und nicht weitergeguckt habe, wieso ich der Auffassung bin, dass das immer schon so war, sondern gedacht habe, ok, dann kann das wohl nicht so sein, wie ich das empfunden habe. Hätte ich damals nicht diese Selbstzweifel gehabt, wäre vielleicht eher die ADHS-Diagnostik eingeleitet worden...

    Mein wirklich sehr erfahrener Therapeut hat mir zum Abschied gesagt, ich wäre für ihn als Patientin eine große Herausforderung gewesen und hätte es ihm nicht einfach gemacht. Nach der ADHS-Diagnose, die 5 Jahre nach Abschluss der Psychoanalyse gestellt wurde, war ich zunächst der Auffassung, die ganzen drei Jahre Analyse waren überflüssig. Weil eben Sätze wie "Kennen sie das auch schon aus Ihrer Kindheit? Wann haben Sie das denn das erste Mal bemerkt?" einen definitiv nicht weiterbringen, bei einer "Störung" die seit Kindheit an vorhanden ist. Aber es hat mir sehr, sehr viel geholfen in meiner Selbstwahrnehmung gegenüber anderen Menschen und im Aufdröseln eingeschlichener Muster gegenüber anderen. Oder wie es so schön heißt, in meiner "Ich-FIndung". Als dann eben die ADHS-Diagnose dazu kam, hat sich im Zusammenspiel der Diagnostik und therapeutischen Gesprächen gezeigt, wieviel mir die Psychoanalyse zur Bildung meiner Persönlichkeit, zur Eigenreflexion und zum Erkennen und Beachten meiner Grenzen tatsächlich gebracht hat.

    Bezüglich der ADHS-Symptome hat es rein gar nichts gebracht und kann es meiner Erfahrung nach nichts bringen, weil es meiner Erfahrung nach, keine Trainingselemente beinhaltet. Aber es hat mich insoweit gestärkt, dass ich in der Lage bin, mir rechtzeitig Hilfe zu suchen und diese auch anzunehmen bzw. kritisch zu hinterfragen, ob es für mich das Richtige ist, ohne mit meiner angeborenen Skepsis eher eine abwartende Haltung einzunehmen.

    Mit dem WIssen um die ADHS denke ich an einige Therapie-Situationen mit einem breiten Grinsen zurück, die jetzt einfach einen Sinn ergeben. Ich überleg auch immer noch, ob ich dem Herrn meine ADHS-Diagnose mal mitteile, so für seine Info...
    Geändert von Trine (26.03.2013 um 13:26 Uhr)

  6. #6
    Ehem. Mitglied

    Gast

    AW: Psychodynamische Therapie bei ADHS-hat jemand Erfahrung?

    Danke, Trine für Deinen ausführlichen Beitrag!!!

    Also, hinsichtlich Deiner ADHS-Symptome hat Dir die PSychonalyse nicht geholfen-ok.

    3 Jahre Analyse? 1x die Woche? Hat die Kosten die Krankenkasse übernommen?

    LG!

  7. #7
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 2.410

    AW: Psychodynamische Therapie bei ADHS-hat jemand Erfahrung?

    3 Jahre Analyse, 3x die Woche. Ist die normale von der gesetzlichen Krankenkasse gezahlte Dauer.

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