Seite 2 von 4 Erste 1234 Letzte
Zeige Ergebnis 11 bis 20 von 33

Diskutiere im Thema Low Carb im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #11
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.316

    AW: Low Carb

    Hallo zusammen,

    ich kann nur sagen, mir gehts mit mehr Eiweiss und wenig Kohlenhydrate viel viel besser.

    Ich bin viel presenter und ich habe mehr Energie und Ausdauer.

    Ich denke mal, mit viel Eiweiss und wenig Kohlenhydraten kann MPH einfach besser wirken.

    Es ist so, wie wenn du einen Kuchenbacken willst und du hast nur die Hälfte der Zutaten zu Hause, dann Hilft dir das beste Kochbuch, der beste Mixer, die schönsten Kuchenformen... nichts, weil die Zutaten fehlen.
    So etwas stelle ich mir das mit MPH vor.
    Die Aminsosäuren sind die Bausteine für die verschiedenen Enzyme, Neurotransmitter...usw.
    Nur wenn die vorhaden sind, funktioniert auch unser Stoffwechsel richtig und auch Medis wie MPH können so besser wirken.

    Ich jedenfalls mache gut Erfahrungen mit moderater Low-Carb-Ernährung.

    LG Nicci

  2. #12
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 42
    Forum-Beiträge: 80

    Low Carb

    Hallo,

    interresant, diese Frage wollte ich auch schon stellen.

    Ich hatte im Januar 2 Wochen gefastet, nicht radikal, sondern unter Zuführung von Eiweiß Shakes, 3 mal täglich. In Absprache mit dem Hausarzt.

    In der Zeit hatte ich weder eine Diagnose noch Medikation.

    Es war für mich festzustellen, dass bei mir die typische ADHS Symthome deutlich reduziert waren.

    Auch nach dem Fasten habe ich regelmäßig eine Mahlzeit durch einen Shake ersetzt.

    Seit einem Monat nehm ich nun Medikinet.

    Mir kommt es so vor wenn ich die morgendliche Dosis nach einem Eiweiß Shake nehme, ist die Wirkdauer länger und der Rebound abgeschwächt. Kann mein subjektives empfinden sein. Eventuell kann das ja jemand bestätigen oder auch Zusammenhänge erklären.

    Guts Nächtle

  3. #13
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 26

    AW: Low Carb

    Ich hatte mit LowCarb in der Form einer Ketogenen Diät dieses Jahr gute Erfahrungen gemacht.
    Sind sogar 20kg in ca. 7 Wochen runter gekommen
    Das ganze war dadurch gut für das Selbstbewusstsein, und zusätzlich habe ich mich generell beweglicher und nicht mehr so beschwert gefühlt.
    Und etwas besser konzentrieren konnte ich mich auch.

    Allerdings sind die ersten 2 Wochen ohne "refeed" tatsächlich sehr leidig wegen den Kopfschmerzen.

    Was ich mich Frage ist, ob das ganze mit Medikinet vereinbar ist. Wenn ich das richtig verstehe erhöht es ja den Kohlenhydrate Verbrauch des Gehirns, was in der Ketose die wiederum Fettverbrennung ankurbelt. Ich befürchte da eine rasante spirale ^^

    Gesendet von meinem Galaxy Nexus

  4. #14
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.316

    AW: Low Carb

    Hallo Arcarsenal,

    ich kann dir die genaue Antwort nicht geben, jedoch habe ich ein Blutzuckergerät und ich kann dir sagen, dass ich unter MPH noch nie unterzuckert bin, ohne hingegen schon.

    Und ich habe schon gelesen, dass man mit der ketogenen Diät auch problemlos Ausdauersport betreiben kann.
    Möchte man kurze Höchstleistungen erbringen, wird den Athleten geraten vor dem Sport ausnahmsweise eine bestimmte Menge Kohlenhydrate zu sich zu nehmen, weil ahnscheinend mit der Fettverbrennung nicht gleich viel Energie aufs Mal bereitgestellt werden kann.

    Jedoch gibt es Athleten, die eigentlich normale Mischkost Essen und dann ein paar Wochen vor einem Marathon auf ketogene Diät umstellen, weil der Körper durch die kontinuierliche Fettverbrennung zuverlässiger als durch Kohlenhydrate mit Energie versorgt wird.

    Hmm, aber die Athleten machen sicher keine Reduktionsdiät, sondern decken mit der ketogenen Diät ihren tälichen Kalorienbedarf.
    Ich denke, sonst würde es eventuell schnell gefährlich, denn es gibt auch Fett im Körper, welches Lebensnotwendig ist.

    Und zu MPH. Ich denke, es ist wichtig, dass dein Körper unter MPH genug Energie bekommt, denn auch nur ein gut versorgtes Gehirn kann gut arbeiten.

    LG Nicci

  5. #15
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 8

    AW: Low Carb

    Ich hatte eine ganze Weile (über ein Jahr) mal eine ketogene Ernährung nach mehr oder weniger Paleo-Art probiert, derweil viel Sport, auch Ausdauersport, betrieben, zwischenzeitlich auch intermittierendes Fasten (16/ mit eingebaut. Es ging mir damit weitestgehend gut, wenn es auch keine bemerkbaren Effekte hatte was ADHS oder Depressionen anging. Zwischenzeitlich hatte ich mich auch einmal an einer zyklischen ketogenen Ernährung probiert (5 Tage ketogen, am Wochenend über eineinhalb Tage hinweg carb refeed), was sportlich super war, aber sonst auch nicht viel half.
    Mittlerweile esse ich wieder moderat Kohlenhydrate (hauptsächlich aus Wurzeln, Knollen und Reis sowie natürlich weiterhein viel Gemüse) im Rahmen einer Paleo-Ernährung (der Paleobegriff ist mit viel Unsinn belegt, deshalb die vorsichtige Formulierung), weiterhin auch mit angebrachten Supplementen (Vit D u.ä.) und Innereien und natürlich Sport.

    Zwar halte ich das weiterhin für eine sehr sinnvolle und gesunde Sache - aber zumindest was das Hirn angeht hatte es keine wirklich bemerkbaren Effekte.

  6. #16
    AlteEiche

    Gast

    AW: Low Carb

    Ich bin über den ganzen Ernährungshokuspokus immer wieder zwischen genervt, hinzu entrüstet und oft einfach nur amüsiert.

    Menschen sind mit unterschiedlichem Stoffwechsel, Konstitutionstypen, ganz verschiedenen Körpergrößen und -formen ausgestattet. Es gibt keine Ernährung die für alle gleich funktioniert.

    Manche Menschen können Steine verdauen, andere bekommen schon bei Wattebäuschen Bauchschmerzen.

    Einige Menschen sind gegen Äpfel oder Apfelschalen allergisch und meiden diese, bzw. schälen diese, andere essen Äpfel Kiloweise.

    Viele können keine oder nur wenig Milch konsumieren, die andere Gruppe kann damit problemlos seit Jahrtausenden ihr Überleben sichern.

    Der Mensch hat immer gegessen was er kriegen konnte. Jahrtausende musste der Mensch in den meisten Regionen der Welt gegen einen Nahrungsmittelmangel ankämpfen. Erst die Technisierung hat uns davon befreit und wir hätten heute eine Sorge weniger und jeder könnte testen und probieren was ihm beim Essen gut bekommt.

    Was in einer Kultur gegessen wird ist immer historisch gewachsen und hängt vor allem mit der Verfügbarkeit der klassischen Nahrung zusammen, was durch die Technisierung/Globalisierung in vielen Regionen in Auflösung begriffen ist.

    Beispielsweise ist die Nahrung in der Mongolei, Fleisch, Fleisch, Fleisch und Fett Fett Fett alles irgendwie zusammen mit Milchprodukten/Milch. Was anderes ist dort kaum zu bekommen und wenn ist es teuer.
    In Alaska futtern die Menschen dermaßen viel Fett, das es jeden Europäer ekelt. Das ist aber wie bei den Mongolen mit den harten Lebensbedingungen und der Kälte erklärbar. Ähnlich reichhaltiges Essen gibts in allen kalten Regionen und ähnlich Fleischreiches Essen überall dort, wo andere Nahrungsmittel klassisch nicht angebaut werden konnten.

    Anders ist es in Zonen mit Regenwald. Dort wird eher überwiegend fleischarm gegessen (wie die Jagd halt läuft) primär Sammelfrüchte und weiter im Inland kein Fisch wenns keinen Fluss gibt/gab. Einfach nur weils das eben gab und man das essen kann und davon leben.

    Die Ideologien der Ernährung basieren alle immer wieder auf Heilglauben, Homöopathiedenken. Das kann teilweise einen Placeboeffekt befördern, aber vor allem ist es eine Art sich "Erleicherung" zu verschaffen in dem Sinne, das man sich geistig gereinigt und besser fühlt wenn man bestimmte oft komplexe Ernährungssysteme beachtet. Das kann sich zu einer Zwangshandlung ausweiten.
    Man kann die Verbindung der Ernährung und der Religion besonders gut in Indien bestaunen. Essen verbindet halt und es unter einem Aspekt der Spiritualität zu teilen ist für viele Menschen ein Erlebniss, will ich gar nicht schlecht reden. Das gehört zum Menschen wie das Atmen.

    Von diesem Bewußtsein ist das in Deutschland geführte Besseressersystem Aus Öko, Vollkorn, Selbstgeißelung und Freudlosigkeit geprägte alternative Ernährungsszenerie besonders rigide. Teilweise hat diese Ernährungsform in Deutschland einen besonderen Stand. Das hat historische Wurzeln bis zu den Faschisten, die ihre Ideologie der Rassereinheit auch auf Ernährungsreinheit übertragen haben. Es ging allerdings auch schon vorher los, als frisch gebackene Darwinisten mit der Idee nach Afrika reisten und die dortige Ernährungsweise studierten um sie hierzulande als eine "Ursprüngliche" Ernährung zu verkünden. Ballaststoffreich, Obstreich etc. Diese Leute glaubten ja teilweise noch in der durch Menschenrassen geprägten Weltanschauung das Schwarz-Afrikaner mit affenkopulierende Frühmenschen seien.
    Diese Ideen haben sich mit den Aktivisten der Lebensreform, mit der Steinernschen Bio-Dynamischen Landwirtschaft vermengt, wurden durch den Staat aufgegriffen der immer an Versorgungssicherheit fürs Militär aber auch für die Bevölkerung dachte.


    Zu dem Thema könnte man noch viel schreiben. Ich wollte nur einen kleinen Abriss aufschreiben und möchte das nicht diskutieren. Es ist soziologisch alles nachprüfbar wer daran interesse hat, sollte sich entsprechende Fachliteratur antun, nicht das Internet befragen.

    Zu der grundsätzlichen Frage ob Ketogene Eiweißreiche Kost eine Wahl ist: Probier es aus. Wenn du damit glücklich wirst, keine Magenverstimmung oder sonstige Probleme bekommst, dann ist das ok. Fachlich versierte Anleitungen findet man in der Bodybuilder Szene, besser noch bei einigen Fachleuten, die daraus für Insulinresistente Menschen eine diätische Ernährung gemacht haben.

    Wenn jemand mit Worten wie "Entgiftung" "Entschlackung" und "Heilsam" "Zivilisationskrankheiten" "Steinzeiternährung" um sich wirft, sollte man getrost um die geballte Inkompetenz einen großen Bogen machen.

    Beim Essen ist im Grunde nichts verboten und man muss auch nichts essen. Einzig genug Essen, maßvoll bleiben, Abwechslungsreich hat sich auch als positiv erwiesen. Klassische Küchen sind nicht immer allzuvielseitig.
    Alles Andere für ein gelungenes Essen ist: Freude, Gelassenheit und liebe Freunde/Familie mit denen man zusammen das Essen zelebrieren kann.

    Mehr brauchts nicht.

    Guten Hunger!
    Geändert von AlteEiche (24.12.2013 um 20:57 Uhr) Grund: Sinn/Typos

  7. #17
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 8

    AW: Low Carb

    Ich stimme dir tatsächlich größtenteils zu.

    Trotz und alledem muss ich bei "Steinzeiternährung" einhaken, der Ehrenrettung wegen ;]

    Ernsthaft: Es gibt dazu im Internet und dem Rest der Welt 'ne Menge Schund und auch dort einen Haufen Quacksalber.
    Trotzdem aber sollte diese Sache eigentlich eine möglichst wissenschaftlich fundierte Sache sein.
    Und damit meine ich nicht "Die Steinzeitmenschen waren alle gesund, ergo müssen wir so essen, und wir werden auch gesund weil Evolution!!11".
    Sondern dass man einfach hingeht, sagt: Ungefähr so haben die Menschen für einen großen Teil des Entwicklungszeitraums gegessen, und das durchaus auch verschieden - von vielen Früchten, Knollen und Kokosnüssen auf der einen Seite zu Fleisch und Fett mit fast nichts anderem auf der anderen Seite, und daran wird sich der Körper angepasst haben. Einige der "neueren" Nahrungsmittel also könnten Probleme bereiten. Auf Basis dieser Annahme können wir jetzt hingehen, Vermutungen anstellen und diese Untersuchen. Und oft, aber natürlich nicht immer, findet sich da dann was. Es ist also eher ein "Framework", was dabei hilft, Annahmen aufzustellen und evtl. auch ein paar leicht verständliche Vorgaben zu haben, wenn man es ohne größeres Nachdenken umsetzen möchte.

    Es sollte eben nicht dogmatisch heißen "iss keine Kohlenhydrate, verabscheue Milch!" o.ä.
    Gerade Milch ist zum Beispiel sehr geeignet um aufzuzeigen, dass eben doch innerhalb von nur einigen tausend Jahren relevante Veränderungen im menschlichen Körper / Genom auftreten können.

    Deswegen macht das für mich eben Sinn, insbesondere auch, weil viel Forschung die nicht ursprünglich in die Richtung geht sich darin wiederfindet - der Omega 3/6 - Kram zum Beispiel.

    Im Gegensatz dazu stünden dann eben Sachen wie Veganismus, der manchmal fast schon religionsartig gepredigt wird und eben nicht wirklich versucht in brauchbaren Grundlagen begründet zu sein, sondern eine meist rein moralische Sache ist - und dann eher im Nachhinein als "gesund" oder gar nachhaltig deklariert wird, ohne dass versucht wird das mit wissenschaftlicheren Erkenntnissen zu vereinbaren. Noch dazu ist selbst der moralische Teil häufig sehr inkonsequent vertreten, aber dabei beratungsresistent. Ähnlich ist es manchmal auch oft im Öko-, Vollwert- und Fastenbereich, oder.. nunja, was du schriebst.

    Was ich damit sagen will: Ja, aber!
    Ich hätte mir vielleicht Notizen machen sollen, kaum hüpft mein Sohn um mich herum weiß ich schon kaum mehr, was ich überhaupt schreiben wollte. :/

    Wie auch immer: Ich würde ja gern sagen "jeder soll, wie er mag" - denn missionieren möcht' ich hiermit nicht, ich habe sicherlich nicht den heiligen Gral der Ernährung gefunden. Jedoch ist das auch nicht so einfach, weil was Leute essen durchaus auch mich angeht; Paradebeispiel Bodenerosion.

    /edit

    Was man vielleicht noch sagen könnte: Im Zweifel einfach ausprobieren: Wie fühle ich mich nach zwei Wochen vegan? Wie fühle ich mich nach zwei Wochen paleo? Zwei Wochen keto? Etc.
    Denn: Zu alledem ist man doch verschieden; vielleicht hilft's dem einen oder anderen, vielleicht auch nicht.
    Geändert von lsuf (24.12.2013 um 21:21 Uhr)

  8. #18
    AlteEiche

    Gast

    AW: Low Carb

    Schon. ich verstehe nach mehrmaligem Lesen was du meinst

    Wissenschaftliche Erkenntnisse in der Ernährung sind so dünn wie Papier. Lass dich nicht verunsichern. Dein Bauch weiß recht genau was Sache ist und darum sind diese ganzen Regeln nicht weiter wichtig.

    Wem es etwas positives gibt, das er Vegetarisch sein möchte, der braucht auch nicht auf eine wissenschaftliche Erklärung zu warten, der soll so leben. Dagegen ist nichts zu sagen. Bei Veganismus ist es erheblich schwerer, aber auch hier sollten Menschen, die möchten, tun was sie wollen. Sie werden dann früher oder später wie die große Mehrheit merken das Veganismus nicht einfach ist und nicht funktioniert. Das Problem ist erst, wenn ideologische Verblendung diese Einsicht verschleiert oder umdefiniert. Dann warten manche zu lange und enden mit Nervenschäden oder dergleichen.

    Ich rate nur von der Ideologie ab, die Ernährung kann man alles mal ausprobieren. Gerne auch zu Gunsten der Tiere, oder im Rahmen von Respekt vor der Umwelt, whatever. Hauptsache keine Selbsthass oder Besserfresser-Ideale aufbauen. Das macht nur Elend im Kopp und Herzen.

    Tatsache ist einfach das jegliche pauschale Ernährungsratschläge Unsinnig sind. Das zeigt sich schon an der völlig bescheuerten bornierten Redewendung "A Appel a Day keeps the Doctor away". Ja, so manch ein Allergiker stirbt daran. Der braucht dann keinen Arzt mehr sondern einen Leichenwagen. Wirklich schwierig heutzutage wenn Kinder Allergien haben und in den Schulen eine Zwangsobstbeglückung stattfindet.

    Seit die Leute zwanghaft dazu gebracht werden mehr Ballaststoffe zu futtern. Diese Ballaststoff-Idee wie gesagt stammt aus der Idee des Afrikaners als Urmensch mit Urmenschernährung! - Das wurde auch gerne von garstigen Klösterbrüdern empfohlen gegen die fleischliche Befleckung oder auch von der Regierung propagiert, damit die guten Auszugsmehle an die Truppen gehen konnten, während die Bevölkerung zu Hause sich mit Mischvollkornkrams den Darm quälen musste. Die Bäcker habens gelassen aufgenommen und geübt bis sie selbst aus dem Korn-Abfall ein Brot machen konnten. Dafür muss es aber fermentieren, langsam gehen und braucht Zeit.

    Oder die Fünf am Tag Kampagne.
    Seit die Fünf am Tag Kampagne und das radikale Balloststofffuttern propagiert wird, steigen die Magen-Darm-Krankheiten weiter an.

    Die Steinzeitdiätsülze ist am Ende eine Neuauflage der alten Ideen, nur andersherum. Eigentlich fußt sie einfach darauf, das ein erheblicher Teil der Menschen mit weniger Ballaststoffen und kleineren Essensmengen besser zurecht kommt. Das ist gut bekömmlich. Tierisches Eiweiß und Fett ist eben nah dran an dem, woraus wir selbst bestehen und kann alles was wir so zum leben brauchen liefern.

    Wenn ein Steinzeitler gegessen hat, dann hat er hart gegen die Widrigkeiten der Natur sein Essen derselben abgetrotzt. Genauso wie es andere Menschen in anderen Ländern unter anderen Bedingungen gemacht haben.

    Das hat einfach für uns heute keine weitere Bewandniss. Es ist nur eine Frage ob es dir schmeckt und du damit gut zurecht kommst.

    Es gibt Rohköstler die behaupten allen Ernstes wenn dir die Zähne und Haare ausfallen, dein Kind unter Rohkost den ganzen Tag nur noch schreit, das es ein Entgiftungsvorgang ist.

    Finger weg von der Ideologie. Der Bauch weiß besser als Gurus und selbsternannte Ernährungsberater / Pseudowissenschaftler (JA AUCH DIE AUF DEN UNIS http://www.euleev.de/lebensmittel-un...aehrungsunsinn )was gut für dich / mich / uns ist.

    MFG
    Geändert von AlteEiche (24.12.2013 um 23:28 Uhr) Grund: Typo/Stil/Sinn

  9. #19
    Gesperrt

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 4

    AW: Low Carb

    Hallo zusammen,
    ich gebe jetzt auch mal meinen Senf dazu. Ich hab jetzt seit 3 Jahren offiziell ADS und davor habe ich unbewusst die ganze Zeit versucht irgendwie meinen Kopf zu optimieren. Ich habs auch mit Paleo versucht und mit einigem hin und her hat es wirklich viel verbessert. Grundsätzlich macht es ja auch Sinn. Ernährst du dich gesünder gehts dir besser. Natürlich ist keine 100%ige Heilung zu erwarten aber früher habe ich sagen wir von 8 Stunden effektiv 1-2 gearbeitet. Inzwischen sieht das eher so aus, dass ich 12 Stunden arbeite(selbstständig und Spaß dabei) und die Qualität besser geworden ist. Um herauszufinden ob eine Low Carb oder halt eine Ketogene Ernährung für einen etwas bringt, gibt es eine sehr angenehme Abkürzung. Kauft euch im Internet oder in der Apotheke MCT-Öl. Jetzt geht ihr hin und macht euch morgen 1-2 Tassen Kaffee. Füllt danach den Kaffee in einen Mixer und vermischt den Kaffee mit 2 EL MCT-Öl je Tasse und ein TL Butter. Wichtig! Esst sonst nichts. Klingt sehr abgedreht, schmeckt aber so wie sehr guter Milchkaffee. Ohne Witz, danach hab ich einfach nur noch Ruhe im Kopf, als wenn man die Stille hören könnte. MCT Öl heißt ausgeschrieben Medium-Chain-Triglycerides. Das sind halt Fette die im Körper nicht so wie die meisten Nahrungsfette verarbeitet werden müssen. Sie sorgen ohne in der Ketose zu sein für Ketonkörper im Blut und das Gehirn freut sich. Wenn ihr damit eine bessere Konzentration habt solltet ihr erstens damit weiter machen und dann vielleicht mal eine ketogene Ernährungsweise ausprobieren.

    Probiers mal aus. Ich hab auch ne Internetseite mit ein paar mehr Infos dazu. Wer will schreibt ne PN.

    Viele Grüße Andreas

  10. #20
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 39
    Forum-Beiträge: 1.209

    AW: Low Carb

    wer von euch hat denn eine Besserung der Symptomatik durch low carb/ high protein erfahren?
    Ich hab mich mal eine zeitlang, ist aber schon ein bißchen her, des Sports wegen anabol (ketogen) ernährt. Dabei extrem wenig Kohlenhydrate, aber extrem viel Fett und Eiweiß. Ausschließlich grünes Gemüse, keine Rüben, keine Bohnengewächse, keine Obst. Vitamine über Nahrungsergänzungsmittel. Dabei chronisch unterzuckert. Ausnahme waren "Kohlenhydrattage" alle zwei Wochen.

    Ich hab mich dabei an nem Ernährungsschema orientiert, welches direkt aus dem Bodybuilding-Sport stammt. Sehr streng und wahrscheinlich auch längerfristig nicht gesund.

    Kurzfristig allerdings hat es mir in allen Bereichen gut getan. Mehr Energie im Alltag. Gewichtsabnahme ohne Verlust an Muskulatur. Sogar meine Cholesterinwerte haben sich paradoxerweise verbessert.

    Ich hab dann ein Jahr später nochmal versucht so ne Diät zu machen, hab es dann aber nicht mehr durchgehalten. Konnt kein Fleisch und keinen Fisch mehr sehen.

    Wie gesagt, als Diät gut, gerade für Sportler. Als Dauerernährung nix gut.

    Die Symptome meiner Erkrankung hat es überhaupt nicht nennenswert bedingt. Wenn überhaupt bin ich unter der Diät noch unruhiger und zappeliger geworden, wegen des noch weiter erhöhten Energiepotentials und des Unterzuckers (die ersten 2 Wochen hab ich am ganzen Leib gezittert).

Seite 2 von 4 Erste 1234 Letzte

Stichworte

Thema: Low Carb im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
©2017 ADHS bei Erwachsenen Forum