Seite 1 von 2 12 Letzte
Zeige Ergebnis 1 bis 10 von 16

Diskutiere im Thema Rechtliche Konsequenzen der Diagnose von ADS (ADHS) im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 16

    Rechtliche Konsequenzen der Diagnose von ADS (ADHS)

    Hallo

    Hat die Diagnose von ADS (ADHS) eigentlich rechtliche Konsequenzen? Ich meine - muß man das bei Bewerbungen im Beruf oder bei Bewerbungen bei dem Wechesel der Krankenkasse angeben?
    Kann es (später) Konsequenzen haben, wenn ADHS (ADS) diagnostiziert ist und man dies nicht angibt?

    Vielen Dank !

    Kleiner Hase

  2. #2
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 4.257

    AW: Rechtliche Konsequenzen der Diagnose von ADS (ADHS)

    Ja, vor allem bei Versicherungen, Krankenkassen. Bei Berufen ist das so ne Sache ... Staat und Militär sind da wohl empfindlich. Ansonsten eher nicht.

  3. #3
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 36
    Forum-Beiträge: 1.865

    AW: Rechtliche Konsequenzen der Diagnose von ADS (ADHS)

    Wildfang hat das schon zusammengefasst. Speziell bei Neuabschlüssen von Versicherungen (hier vorallem Berufsunfähigkeit) muss man es zwangsläufig angeben. Wenn später nachgewiesen wird, dass Du bei Abschluss von der "Störung" wusstest und es verschwiegen hast, bekommst Du kein Geld und im schlimmsten Fall noch eine Klage dazu.

    Dem Arbeitgeber muss man das nicht auf die Nase binden (jetzt mal vorausgesetzt, Du bist gut eingestellt). Ich meine, nur bei Beamten ist das wirklich relevant.

  4. #4
    bizzylizzy

    Gast

    AW: Rechtliche Konsequenzen der Diagnose von ADS (ADHS)

    Das ist doch so wie mit einer Schwangerschaft (bei Frauen) - die muss man
    nicht angeben im Vorstellungsgespräch oder Bewerbung. Aber die Frage stellt
    sich hier: Wie wird das Arbeitsverhältnis, wenn es mal rauskommt?

    Und ADS ist keine Schwerbehinderung (obwohl es mir bei mir selbst oft so vorkommt).
    Es kommt wohl eher auf den Beruf und die Tätigkeiten an - ob die mit der ADS-Symptomatik,
    die bei jedem anders aussieht, kompatibel sind. Auch kommt es darauf an, wie stark die
    ADS-Symptome ausgeprägt sind. Ganz stark kommt es auch auf das Umfeld im Betrieb,
    die Mitarbeiter an. Und das weiß keiner vorher - dieses Risiko ist auch bei den "Normalen"
    gegeben.

    Ich denke, das muss jeder für sich und seine Situation selbst herausfinden, ob er es lieber
    für sich behält und erst schaut, wie es in der Arbeit funktioniert oder ob man es doch
    schon vorher sagt, um Missverständnissen und Argwohn aus dem Weg zu gehen.

    Auch ich habe mir schon darüber Gedanken gemacht: werde es genz sicher nicht sagen,
    weil ich meine ADS im Beruf ganz gut kompensieren kann - das Problem ist eher, dass ich
    das mit großer Müdigkeit zu Hause "bezahlen" muss. Oder wenn die Kollegen oder der
    Chef nicht offen, kollegial, ehrlich sind - da würde meine ADS ganz schön zum Vorschein
    kommen (mangelnde Motivation) - aber dieses Risiko hat man immer bei einer neuen
    Arbeitsstelle - mit oder ohne ADS, als Arbeitnehmer genauso wie als Arbeitgeber.

    Nur weiß ich nciht wie es bei Abschluss einer Lebensversicherung wäre??

  5. #5
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 152

    AW: Rechtliche Konsequenzen der Diagnose von ADS (ADHS)

    Bei Berufsunfähigkeitsversicherun gen wirst du dann in den aller meisten Fällen abgelehnt wenn da nur ein Piepser in irgendeiner Krankenakte stehen sollte. Verschweigst du das und es kommt irgendwann zu einem Versicherungsfall dann wird die Versicherung nicht bezahlen und du hast deine Beiträge umsonst einbezahlt.
    Das schlimme ist nebenbei auch: Beantragt man eine solche Versicherung und wird abgelehnt aufgrund solcher psychischen Eintragungen dann stehen die Chancen sehr schlecht dass doch noch eine andere Versicherung einem nimmt. Einmal irgendwo Eintragungen im Leben dann ist dieser Weg einer Versicherung meistens verbaut. Man steht in einer geheimen schwarzen Liste.

    sorry, hatte nicht gesehen dass andere zuvor schon geantwortet hatten während ich schrieb ...
    Geändert von Mionar (12.03.2013 um 11:29 Uhr) Grund: Nachtrag Sorry

  6. #6
    Gibt´s Kaffee ?

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 45
    Forum-Beiträge: 1.610

    AW: Rechtliche Konsequenzen der Diagnose von ADS (ADHS)

    Erkrankungen (im weitesten Sinne) gehen Arbeitgeber nichts an, es sei denn, sie schränkt Deine Fähigkeiten zur Ausübung der Tätigkeit deutlich ein...

    Da kommt es immer auf den Beruf an und gerade bei AD(H)S gibt es so unterschiedliche Ausprägungen und individuelle Umgangsweisen damit, dass da ein großer Interpretationsspielraum ist.

    LG Tanja

  7. #7
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 152

    AW: Rechtliche Konsequenzen der Diagnose von ADS (ADHS)

    Ein Nachtrag der mir noch wichtig erscheint - was Neuanträgen von bestimmten Versicherungen betrifft: Mit einem Piepser ist wirklich ein Piepser gemeint.

    Es reicht schon wenn man irgendwann in den letzten Jahren mal einem Hausarzt irgendwelche psychische Beschwerden geschildert hat. Selbst wenn man da weiterhin nichts unternimmt (also anschliessende Medis, Therapie usw) und diese Sache als einmalig unbedeutend "vergisst" - können Versicherungen im Schadensfall das so hindrehen dass man leer ausgehen kann.

    Ich hatte diesbezüglich ein längeres Gespräch mit einem Sachbearbeiter, dieser erklärte es mir so und riet mir von einem Antrag ab. Es muss nicht, aber es kann! Ein Risiko ... (er war wenigstens da ehrlich)

    Mionar

  8. #8
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.871

    AW: Rechtliche Konsequenzen der Diagnose von ADS (ADHS)

    Bezüglich der Versicherungen möchte ich gerne einiges korrigieren bzw. ergänzen:

    - Beim Wechsel der Krankenkasse muss man keinerlei Erkankungen angeben. Die Krankenkasse ist ja die gesetzliche Krankenversicherung und die müssen ihre Mitglieder ohne vorherige Gesundheitsprüfung versichern. Bei den privaten Krankenversicherungen ist das anders. Da hat man mit einer psychischen Erkankung keine Chance versichert zu werden. Außer man bekommt Beihilfe, dann muss die private Krankenversicherung einen versichern.

    - Für private Versicherungen (Unfallversicherung, BU-Versicherung, Krankenversicherung, Lebensversicherung) generell gilt, dass die dort immer nur nach einem bestimmten Zeitraum fragen. Typischerweise ob in den letzten zehn oder in den letzten fünf Jahren Krankheiten aufgetreten sind oder Arztbesuche bzw. Psychotherapeutentermine erfolgt sind.

    - Zur "Schwarzen Liste": Ja, die gibt es. Man kann diese aber umgehen, indem man eine sogenannte Risikovoranfrage macht. Dazu schickt man der Versicherung die betreffenden Unterlagen (Arztberichte, etc.) und macht eine unverbindliche Anfrage bei der entsprechenden Versicherung. Diese Risikovoranfrage wird bei der Versicherung nicht gespeichert und man kommt auch nicht auf diese Liste. Wenn man also Erkankungen hat, bei denen unklar ist, wie die Versicherung das einschätzen wird, dann ist so eine Risikovoranfrage sinnvoll. Dabei ist es sinnvoll sich an einen Versicherungsmakler zu wenden. Die erledigen das dann für einen und man selber bleibt so vom Papierkram weitgehend verschont.

    - Eine psychische Erkankung kann einer Verbeamtung im Weg stehen. Da muss man diese nämlich angeben.

  9. #9
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 795

    AW: Rechtliche Konsequenzen der Diagnose von ADS (ADHS)

    Ich hatte mal den Fall bei einem Kunden. Da lehnte die RSV die Leistung ab, weil psychische Erkrankungen nicht mit versichert waren. Also wer über die bekannteste spanische Bank finanziert kann die RSV getrost weglassen.

  10. #10
    Gibt´s Kaffee ?

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 45
    Forum-Beiträge: 1.610

    AW: Rechtliche Konsequenzen der Diagnose von ADS (ADHS)

    Fliegenpilz schreibt:
    - Eine psychische Erkankung kann einer Verbeamtung im Weg stehen. Da muss man diese nämlich angeben.
    Meiner Meinung nach ist AD(H)S eine neurologische Stoffwechselstörung, die psychischen Erkrankungen sind m.E. die Komorbiditäten.

    Demzufolge sollte man da abwägen, eine Schilddrüsenerkrankung steht einer Verbeamtung auch nicht im Weg...
    (Ich weiß, dass das so nicht "gesehen" wird, aber gerecht wäre es...)
    LG Tanja

Seite 1 von 2 12 Letzte

Ähnliche Themen

  1. Diagnose ADHS
    Von Rehauge im Forum Angehörige von Erwachsenen mit ADS/ADHS
    Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 18.07.2010, 19:59

Stichworte

Thema: Rechtliche Konsequenzen der Diagnose von ADS (ADHS) im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
©2017 ADHS bei Erwachsenen Forum