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Diskutiere im Thema Fremdanamnese ADS in der Kindheit im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #11
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 36
    Forum-Beiträge: 614

    AW: Fremdanamnese ADS in der Kindheit

    naja, ich meine ja nicht, dass sie lügt. ich glaube meine eltern wissen es einfach nicht besser. ich hatte in meiner kindheit nicht den besten bezug zu ihnen, um es mal nett zu sagen.

    vielleicht ist es meiner mutter auch einfach zu unangenehm darüber zu sprechen.

    wir werden sehen...

    liegt wohl immer noch daran, dass ich mich so oft unverstanden gefühlt habe.

  2. #12
    Gibt´s Kaffee ?

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 45
    Forum-Beiträge: 1.610

    AW: Fremdanamnese ADS in der Kindheit

    Ja, aber mit einer entsprechenden Gesprächsführung kann man schon erfahren, was man wissen will, auch wenn die Leute selbst das noch nicht erkannt haben...Es kommt immer auch auf die Art der Fragestellung an....

    LG Tanja

  3. #13
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 683

    AW: Fremdanamnese ADS in der Kindheit

    Meine Psychologin meinte letztens im Gespräch, mein ADHS hätte sie beim ersten Gespräch schon angesprungen. Und alles andere hätte es nur ergänzt. Meine Eltern waren komplett außen vor.
    Ausserdem bin ich davon überzeugt, das ich es von beiden geerbt habe, die haben das meiste eh schon vergessen. Die schmeissen uns 4 Kinder auch ständig durcheinander.

    Alleine was ich erzähle, wie ich mich fühle, handle, etc. ist ein anzeichen dafür.

    Bei meinem großen hiess es IMMER "ich habe schon so viel mit AD(H)S Kindern zusammen gearbeitet, der hat das nicht"

  4. #14
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 583

    AW: Fremdanamnese ADS in der Kindheit

    Anna, wie ging das eigentlich bei dir aus?

    Ich stehe derzeit vorm selben Problem. Meine Eltern sind immer sehr invalidierend gewesen, alle Problemen wurden geflissentlich übergangen.
    Mein Kontakt zu meiner Mutter ist zwar ganz gut, aber eher oberflächlich, hm...
    Bin heute mal neugierigerweise, weil ich nächste Woche nen Termin habe, ein paar Fragen mit ihr durchgegangen. So zur Kindheit halt, von Babyalter bis Jugend.
    Und ihre Antworten waren ALLE: "Ne, da warst du ganz normal./Dort hast du auch keine Probleme gemacht./Nee, das war auch kein Problem./ u.s.w."
    Auf die Frage, ob ich insgesamt schwierig gewesen sei, meinte sie hingegen deutlich ja. Was denn nun?

    Eine kleine Beispielgeschichte:
    Vor kurzem erzählte meine Mutter mir (im angetrunkenen Zustand...), dass ich mit 6 Monaten ausm Schlafzimmer ausgelagert wurde, weil sie nicht mehr konnte.
    Mein Vater hat sich dann nachts um mich gekümmert.
    Wie es genau weiterging weiß ich nicht, kann aber sagen, dass ich (trotz eigenem Zimmer) im Kleinkind- und Kindergartenalter dann wieder nachts im Schlafzimmer geschlafen habe.
    Und definitiv nicht, weil sie es so wollten, sondern weil ich son palaver gemacht habe. Mit keinem anderen Kind gab es ähnliche Probleme.
    Auf die Frage "gab es (Ein-)Schlafprobleme" meinte sie heute dann aber "ne, du warst da ganz normal."

    Und nun?

    Ist ja nicht der einzige Punkt. So als weiteres Beispiel um das Problem mit meiner Mutter zu verdeutlichen:
    Sie meint ja auch immer zu mir, dass die Monate nach meiner Geburt (ihre Mutter ist gestorben als ich zur Welt kam) nicht so schlimm waren. Die Kinder hätten sie gut abgelenkt.
    Im angetrunkenen Zustand erzählte sie dann, dass sie mehrere Zusammenbrüche hatte, Antidepressiva bekommen hat u.s.w.
    Aber wenn ich sie (nüchtern) drauf anspreche... nix, war alles in Ordnung, keine Probleme.

    Soll ich sie für die Fremdanamnese nun vorher abfüllen oder wie? xD
    Oder könnte ich meine Tante ausfüllen lassen?
    Denn die wollte meine Eltern damals in meiner Grundschulzeit davon überzeugen, mit mir zum Kinderpsychologen zu gehen. Die habens natürlich nicht getan, ich war ja "völlig normal".
    Meine Tante, welche mit Kindern gearbeitet hat, sah es wohl anders (habe ich erst vor kurzem erfahren), scheinbar war doch nicht alles "völlig normal".

    Weiteres Problem ist, dass ich nie Schulprobleme hatte.
    Ha's waren nach maximal 15 Minuten fertig (zwar schluderig, aber nicht weiter auffällig), ich war mit meinen Unterlagen immer penibel ordentlich, Noten alle im Einserbereich.
    Fragen wie "konnte sich das Kind längere Zeit am Stück konzentrieren" können nicht beantwortet werden, weil ich bis zum Studium tatsächlich nie in diese Situation kam, mich für längere Zeit konzentrieren zu müssen.
    Erst in der Uni habe ich gemerkt, dass man sich für bestimmte Dinge konzentrieren muss (z.B. um für Klausuren zu lernen) und dass ich damit große Probleme habe.
    Für die Schule habe ich schlicht nie gelernt und im Unterricht fiel es nie auf, wenn ich mit meinen Gedanken nicht am Ort war.
    Einzig auffälliger Kommentar ist "ReRegenbogen sollte lernen, ihren Ehrgeiz zu zügeln", weil ich, hm, immer etwas schnell ausgerastet bin.

  5. #15
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 214

    AW: Fremdanamnese ADS in der Kindheit

    Meine Mutter findet mich im Rückblick auch "normal". Dass ich so war, lag nur an den Farbstoffen in den Gummibärchen... Äh, klar.

    Das mit dem Einschlafproblem war bei uns nicht so krass, wir haben zu zweit gequatscht, bis wir eingepennt sind. Und waren dann morgens recht unfit...
    In der Schule war ich zwar verpeilt, hatte wenig Freunde, eine Sauklaue, aber ich war nicht schlecht und habe nicht genug den Unterricht gestört, als das es Konsequenzen gehabt hätte. Mit LRS, Zahlenproblemen oder krassem Zappelphilippverhalten wäre ich da auffällig gewesen. Aber so? So habe ich nur jeden verdammten Nachmittag vor den Hausaufgaben gesessen und mich weggeträumt oder wahlweise aus dem Fenster gesehen, stundenlang. Das wurde auf der Penne besser, da habe ich die HA in den Pausen eben hingerotzt, damit ich mich nachmittags nicht ewig lange damit aufhalten musste.
    Nein, ich war völlig normal.... Trotzdem wurde die Erziehungsberatung kontaktiert.

    Den Fremdbogen haben wir am Telefon ausgefüllt, meine Eltern waren im Urlaub. Sah in etwa so aus wie bei ReRegenbogen.

    Ich verstehe aber das Problem mit dem Schönreden. Meine Mädels sind zB gemeinsam aus unserem Bett ausgezogen, da waren sie 3 und 5 Jahre alt. Für uns als Familie ist / war das normal. Noch jetzt mit 7und 9 quartieren sich die beiden gerne bei uns ein oder schlafen zusammen in einem Bett. Einschlafprobleme kennen wir daher nicht, denn sie sind die ersten Jahre ihres Lebens nie allein eingeschlafen. Sogar im Kindergarten hat sich eine vertraute Erzieherin händchenhaltend zum Mittagsschlaf dazugelegt. Später hat meine Große die Kleine im Kiga in den Schlaf begleitet, die hat ein stark ausgeprägtes "Betuddel-Gen".
    Bei der Einschulungsuntersuchung und bei den Us bei Kinderarzt wird ja auch immer nach Schlafproblemen gefragt. Wahrheitsgemäß habe ich da immer nein angekreuzt, denn mit den Rudelschlafen oder Einschlafbegleitung gab und gibt es da überhaupt keine Probleme. Außer eben der Tatsache, dass für viele Menschen Kinder im Elternbett ein Problem ist.

    Nach einem Jahr Schule merke ich bei der Kleinen aber, dass sie dort zwar gut "funktioniert", aber das nur wiederwillig dort still sitzt. Dafür flippt sie Zuhause oft regelrecht aus. Hätten wir nicht so viel Platz ums eigene Haus, hätten uns potentielle Mitmieter längst aus der Wohnung geklagt. Die Große kompensiert so gut, dass der Lehrer gerne ganz viele Kinder wie sie hätte. Sie hilft den Schwächeren, erklärt denen den Stoff, sorgt dafür, dass die gedissten Außenseiter einbezogen werden und räumt nach dem Unterricht die Klasse auf. Letzteres macht mich völlig fertig, das kann sie Zuhause einfach nicht...


    Bei meinem zweiten Gespräch zur Testung wurde ich gefragt, ob ich meine Kinder diagnostizieren lassen möchte. Ich weiß es nicht... Bisher klappt es ganz gut, nur ich gehe ab und an auf dem Zahnfleisch. Ich denke aber, das mein großes Träumerle trotz guter bis sehr guter schriftlicher Noten auf der weiterführenden Schule richtige Probleme bekommen wird. So still und introvertiert, wie sie jetzt ist, wird sie bei 1300 Mitschülern im Schulzentrum untergehen.
    Die Kleine wird wohl eher aufgrund ihres explosiven und "kreativen" Verhaltens Ärger bekommen.

    Meine Frage an euch mit diagnostizierten Kindern: Was bringt uns eine offizielle Diagnose? Also außer der Tatsache, dass sie ggf. medikamentös unterstützt werden können, sollte das mal angesagt sein? Nachteilsausgleich in der Schule gibt's ja nur auf so Sachen wie LRS. Ein nicht störendes Träumerle oder eine kleine Randalequeen brauchen wohl eher passende Lehrer. Bisher passt es, der Lehrer der Großen hat drei Kinder mit LRS und / oder ADHS, die er prima auffängt. Die Lehrerin der Kleinen ist eher streng, aber fair. Sie bildet ua Hütehunde aus und kommt sehr authentisch und engagiert rüber. Sie unterrichtet sowohl frontal, setzt aber zugleich viel den Beamer ein. So können die verschiedenen Lerntypen profitieren. Diese erste Klasse ist insgesamt sehr weit im Stoff (überrascht auch die Lehrerin), und die Kinder mögen ihre Lehrerin.
    Ich denke immer, dass ich dann meinen Kindern vielleicht einen Stempel aufdrücke, wenn ich sie auf der weiterführenden Schule gleich mit dem Prädikat ADHS versehe. Weil die ja nur so schlampig sind, weil ihre Mutter ihnen das so vorlebt...


    Upps, jetzt habe ich den Thread etwas gekapert.
    Sorry.


    Gruß
    Mary, via Tapatalk

  6. #16
    Kopfkino deluxe

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 44
    Forum-Beiträge: 678

    AW: Fremdanamnese ADS in der Kindheit

    Uff, da bin ich aber sehr froh, dass meine Mutter ohne Probleme den Fragebogen ausgefüllt hat.
    Und dann saß sie, mit meinem Mann zusammen, vor dem Fragebogen für den Partner.
    Und auch dieser wurde ohne großartiges Nachdenken und absolut ehrlich ausgefüllt!

  7. #17
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 214

    AW: Fremdanamnese ADS in der Kindheit

    Ich glaube nicht, dass die Eltern hier unehrlich sind. Zumindest nicht mit Absicht. Bei meinen habe ich eher das Gefühl, dass sie normal sein wollten (was sollen denn die Nachbarn denken?) und vielleicht meinen, eigene Fehler zuzugeben, weil sie Kind Nr. 1 nicht im Griff hatten. Abgesehen davon ist meine Mutter definitiv selbst betroffen und hat mir immer Kinder wie ich gewünscht... Klar, dass die Kombination hochexplosiv war, bzw. bei uns aktuell ist.
    Ihr war das aber nicht klar, und der einmalige Versuch sich Hilfe zu holen, ist nach hinten losgegangen.


    Gruß
    Mary, via Tapatalk

  8. #18
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Alter: 34
    Forum-Beiträge: 1.197

    AW: Fremdanamnese ADS in der Kindheit

    meine Mutter wird so einen Fragebogen sicher auch ohne knurren ausfüllen aber wahrscheinlich auch, das ich immer ein anständiges Kind war und nie vergesslich sie machte ja früher alles für mich damit ich nichts vergesse daher wird es ihr kaum auffallen das ich sehr vergesslich war wahrscheinlich weil sie es überdeckt hatte. Wer weiß ob ich sowas überhaupt mal ausfüllen muss

  9. #19
    ADHD-Squirrel

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 437

    AW: Fremdanamnese ADS in der Kindheit

    Mein Vater ist auch ein totaler Ignorant was solche Themen betrifft. Selbst in schwerster Depression kommt noch ein "dir geht es eigentlich gut". Wir sind alle normal, haben keine Probleme.
    Für den Fragebogen hatte ich meine Mutter, da sie selbst psychische Probleme hat war das kein Problem.
    Bei meinem Vater ist es auch ein Augen verschliessen, nicht sehen wollen.
    Sowas würde ich meinem Arzt sagen, normalerweise sollte man so auf Verständnis treffen das der Fragebogen nicht aussagekräftig wäre.

    Gesendet mit Tapatalk.

  10. #20
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 499

    AW: Fremdanamnese ADS in der Kindheit

    Fluttershy schreibt:
    Mein Vater ist auch ein totaler Ignorant was solche Themen betrifft. Selbst in schwerster Depression kommt noch ein "dir geht es eigentlich gut". Wir sind alle normal, haben keine Probleme.
    .
    Jaja, kommt mir bekannt vor. Bei meinem Bruder (schwere Depressionen, etc...) heißt es von Seiten Vater auch immer "der muss sich doch nur zusammenreissen". Habe ich bezüglich meines Konzentrations- und Mitarbeitsmangels in der Schule auch immer gehört. Von beiden Elternteilen.

    Ich denke auch, dass mein Vater es gar nicht hinbekommen würde, einen Fremdbeurteilungsbogen objektiv auszufüllen. Ja klar, objektiv ist sowas eh nie. Ich meine eher er wäre subjektiv im Sinne von: Habe ich nicht mitbekommen, aber ich denke, dass es nicht so war... Den mein Vater haben wir in der Kindheit wenig gesehen ("Ernährerrolle" gut ausgefüllt...).

    Ich würde gern mal einer guten Freundin einen Bogen unterschieben und meinem Mann einen zu aktuellen Problemen - da wäre ich ja mal gespannt was rauskommt. Bin aber recht sicher, dass mindestens mittelgradige Problematiken rauskommen. Da dies bisher von meiner Therapeutin aber nicht eingefordert wurde - hatte über den Tod meiner Mutter und die "Abwesenheit" meines Vaters schon mit Ihr gesprochen - habe ich auch nicht danach gefragt.

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