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Diskutiere im Thema Leide ich unter AD(H)S und bemerkte dies erst im Studium? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #11
    Hakuna Matata

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 28
    Forum-Beiträge: 781

    Leide ich unter AD(H)S und bemerkte dies erst im Studium?

    Hallo Chronicles

    Ich hab jetzt grad aus Zeitmangel die Antworten der anderen nur überfliegen können, daher entschuldige ich mich im Voraus wenn jemand anderes das schon sagte:

    Jede Uni bzw. Jedes Studentenwerk hat eine Psychosoziale Beratungsstelle. Da arbeiten Psychologen und Pädagogen, die Gespräche anbieten und einem mit Rat und Tat zur Seite stehn.
    Auch ich bin erst durchs Studium auf ADHS gekommen und hatte erst Angst zum Psychologen oder Neurologen zu gehen.

    Daher hab ich mich an die Beratungsstelle gewendet und da in 3-4 Sitzungen mit einem Psychologen gesprochen. Gemeinsam haben wir dann eine Strategie überlegt wie ich das ganze jetzt angehe und welche Schritte ich unternehmen kann.
    Darüber bin ich dann zu einer Studi-Adhs gruppe gelangt. Von den ganzen Testungen da und von den Uni-Psychologen hab ich dann ein schreiben mitbekommen, dass ich bei meinem ersten Diagnosetermin vorgelegt habe. Und damit kam dann alles ins Rollen und die Sorge nicht ernst genommen zu werden war auch weg, weil ich ja schon was in der Hand hatte das dem Neurologen sagte: da muss was passieren.

    Vielleicht ist der ganz zur psychologischen Studi Beratung an der Uni auch ein möglicher erster Schritt für dich bei dem du dich besser fühlen kannst

    Liebe Grüße und alles alles Gute!!!


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  2. #12
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 9

    AW: Leide ich unter AD(H)S und bemerkte dies erst im Studium?

    Jede Uni bzw. Jedes Studentenwerk hat eine Psychosoziale Beratungsstelle. Da arbeiten Psychologen und Pädagogen, die Gespräche anbieten und einem mit Rat und Tat zur Seite stehn.
    Dort habe ich schon um einen Termin gebeten, aber die sind bis zum 21.03.2013 im Urlaub. Das liegt wohl daran, dass wir momentan Semesterferien haben. Mich macht es total "kirre", dass das alles immer so lange dauert. Am liebsten wäre es mir, wenn es jetzt zum Termin kommen würde bzw. gestern wäre mir noch lieber

    Ich mag meinen Studiengang sehr. Deswegen habe ich auch total Panik, dass sich das alles in die Länge zieht und ich mein Studium nicht schaffen werde. Aufgrund meiner jetzigen Situation wurde ich bis zum 22.03. krank geschrieben und werde die 2. Prüfungsphase nicht mitschreiben können (ist momentan wohl auch besser so).

    weil ich ja schon was in der Hand hatte das dem Neurologen
    Ist ein Neurologe gleichzustellen mit einem Psychiater? Oder gibt es dort große/keinen Unterschied/e?

    LG

  3. #13
    Hakuna Matata

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 28
    Forum-Beiträge: 781

    AW: Leide ich unter AD(H)S und bemerkte dies erst im Studium?

    Chronicles schreibt:
    Ich mag meinen Studiengang sehr. Deswegen habe ich auch total Panik, dass sich das alles in die Länge zieht und ich mein Studium nicht schaffen werde. Aufgrund meiner jetzigen Situation wurde ich bis zum 22.03. krank geschrieben und werde die 2. Prüfungsphase nicht mitschreiben können (ist momentan wohl auch besser so).
    Ich kenn das Gefühl! Ich bin während meinem jetzigen Studium an paar mal an den Punkt gekommen wo ich mich so überfordert fühlte dass ich alles hinschmeißen wollte. Aber ich hab es jedes Mal geschafft mich mit Hilfe meiner Freunde und meiner Eltern aus diesen Loch wieder raus zu ziehen. Und ich brauche zwar 2 Semester länger als die Regelstudienzeit es vorsieht, aber ich sehe es so, dass ich es lieber alles in meinem Tempo mache mit dem ich mich auch wohl fühle und es dafür auch ordentlich zuende bringe
    Bei mir hat sich dieses Semester mit der Diagnose und den Medis viel gebessert und auf einen Schlag ist der Berg nicht mehr so riesig und lässt sich gut abarbeiten, sodass ich am 8. April sogar ohne Altlasten ins neue Semester starten kann. Das gabs noch nie bei mir.

    Lange Rede kurzer Sinn: stress dich nciht und mach alles nur so wie du es kannst. Dann läuft es auch. Ich hab mich immer zu viel unter Druck gesetzt. Seitdem ich das nicht mehr tue klappt es plötzlich und ich komme meinem Abschluss immer näher.



    Chronicles schreibt:
    Ist ein Neurologe gleichzustellen mit einem Psychiater? Oder gibt es dort große/keinen Unterschied/e?
    Ich glaub es ist das gleiche. Ich benutze nur lieber den Begriff "Neurologe" weil es sich dann besser von "Psychologe" abgrenzt.

  4. #14
    Kreativchaotin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 57
    Forum-Beiträge: 584

    AW: Leide ich unter AD(H)S und bemerkte dies erst im Studium?

    Hallo Chronicles, suche dir einen ADHS-(bei-Erwachsenen-)Experten heraus. Der kennt alles deine Ängste, Gedanken und Probleme absolut gut. Wenn Neurologen/Psychiater/Psychologen selber keine ADHS-Experten sind, sehen sie viele typische Anzeichen nicht, die ein Experte einfach kennt.

    LG! Maggy

  5. #15
    frk


    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 24
    Forum-Beiträge: 42

    Re: Leide ich unter AD(H)S und bemerkte dies erst im Studium?

    Ich finde das ganz schön mutig das ihr einfach so zu einer adhs Gruppe an eurer Uni geht! Ich persönlich hab irgendwie Vorbehalte meine Diagnose öffentlich auszubreiten und erst recht das ich Psychopharmaka nehme. Aus meinem Freundeskreis wissen es gerade mal meine zwei besten Freundinnen und sonst bisher niemand mit Ausnahme meiner Eltern und meiner Schwester natürlich !

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  6. #16
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.439

    AW: Leide ich unter AD(H)S und bemerkte dies erst im Studium?

    Chronicles schreibt:
    Das mit dem Bildungsniveau nannte mein Hausarzt. Er sagte (sinngemäß): Ich halte ADHS bei Ihnen nicht für ausgeschlossen. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass ADHS oftmals dazu führt, dass Grundschulkinder in eine Sonder- oder Hauptschule versetzt werden. Die Lehrer erkennen oftmals nicht die eigentliche Problematik dieser ... (er nannte es nie Krankheit oder Erkrankung) erkennen."

    In meinem Bekanntenkreis gibt es auch zwei Personen, die besonders auffällig waren und mit 'Ach und Krach' die Hauptschule geschafft haben. Natürlich lasse ich mich diesbezüglich eines besseren belehren und es sollte auch nur eine Frage sein. Vielen Dank für die Antworten .
    ach so war das gemeint. na da hat er ja schon recht. bei vielen wird das eigentliche problem nicht erkannt und können ihr potenzial nicht ausschöpfen. zumindest nicht so, wie unser schulsystem aufgebaut ist. ich würde das dann eher so formulieren wollen: "adhs-bedingte probleme führen zu einer schlechten schulbildung, obwohl die betroffenen bzgl. intelektueller fähigkeiten besser schuliche leistungen erreichen könnten."
    schlechte schulbildung/schlechte schulische leistungen klingen immer erstmal nach "derjenige ist zu dumm", was nicht der fall ist. aus diesem grund sieht es denn aber auch oft wie faulheit aus.
    die tochter meiner cousine hatte auch schlechte noten und sollte auf eine hauptschule. nachdem adhs erkannt und sie entsprechend behandelt wurde, gehört sie nun zu den klassenbesten. auf einem gymnasium. das ist, finde ich, ein gutes beispiel.

    Chronicles schreibt:
    mel:
    Mein Problem ist es nicht, dass ich nichts produktives dazu beitrage möchte. Ganz im Gegenteil. Allerdings bin ich den meisten wohl zu langsam. Ich habe relativ kurze Konzentrationsphasen und nutze viele Möglichkeiten für kurze Pausen (z.B. Kaffee und Snacks aus der Cafeteria holen oder mal kurz die Beine vertreten). Dummerweise passiert es auch, dass ich total motiviert bin und alle Aufgaben an mich reiße, die Lust daran verliere und es einfach liegen lasse.
    hhhmmm. das problem kenne ich.
    - Mir schon klar, dass du nicht nichts beitragen möchtest. aber das wissen die in deiner lerngruppe ja nicht und nach außen wird es so aussehen.
    - wobei ich glücklicherweise dann auch bei unlust die dinge noch erledige, eben damit da kein schlechtes bild entsteht. von wegen unzuverlässig und so. das ist für mich ein gutes "druckmittel" was dazu führt, dass ich was mache. wenn ich mich nicht überfordere. im letzten semester hab ich da auch nicht gerade geglänzt und wohl nach außen hin den eindruck von unzuverlässigkeit vermittelt, fürchte ich.
    versuch doch, pro treffen nur eine aufgabe "an dich zu reißen" und die erledigung damit zu motivieren "dass die anderen mal ein besseres bild von dir bekommen".
    - das kenn ich auch, das häufigere bedürfnis nach kurzen pausen, weil die konzentration nachlässt. was wiederum auf andere wie unlust wirkt. das war eins der dinge, an denen ich überhaupt gemerkt hab, dass meine konzentrationsspanne doch deutlich unter dem durchschintt liegt. *g* drum hab ich aufgehört nach pausen zu fragen. sondern es so gemacht, dass ich einfach ein paar minuten mich aus dem gespräch rausgezogen hab, aber den raum nicht verlassen. gedanklich versucht abzuschalten. das ist zwar nicht so effektiv wie eine richtige pause, aber bringt ein bisschen was. und für solch kurze träumerei und ein "hä?war gedanklich gerade abwesend.sorry" haben die anderen eher verständnis als dafür, dass der raum verlassen wird. weil der eindruck, den man vermittelt, einfach ein anderer ist. es sei denn, du erklärst ausführlich, dass du konzentrationsstörungen hast und deshalb eine kurze pause brauchst...dieses wegträumen passiert ja eh und es ist eigentlich richtig pause zu machen, wenn die konzentration nachlässt. wenn du nun nicht erklären magst, warum du diese pausen öfter brauchst oder die anderen dafür kein verständnis aufbringen können, aktiv wegträumen, wenn pause nötig ist, und dann aktiv wieder ins geschehen lenken.
    wieder ins geschehen zu kommen fällt mir auch leichter, wenn ich in meiner "heimlichen pause" den raum nicht verlassen hab.


    wie teilt ihr denn bei diesen gruppenarbeiten die aufgaben auf? z.b. fällt es mir leichter, für etwas beispiele zu suchen und kurze gruppenaufgaben zur veranschulichung auszudenken, als faktenwissen auszuarbeiten. das wiederum machen andere lieber als ersteres. so versuch ich in arbeitsgruppen zu erfragen, wem was leichter fällt damit die aufgaben entsprechend verteilt werden können. davon haben ja alle was.

    Chronicles schreibt:
    Liegt es wirklich an einer Abneigung? Eigentlich war ich immer ganz glücklich mit meinem Studiengang. Klar, es gibt schon Fächer, die einen überhaupt nicht interessieren, aber das ist doch eigentlich normal. Aber auch bei Fächern die ich "liebe", habe ich große Aufmerksamkeits- und Konzentrationsprobleme.
    na das spielt schon alles irgendwie zusammen, mehrere faktoren. natürlich sind die konzentrationsprobleme grundsätzlich erstmal da. aber bei einem fach, wo abneigung besteht, ist die hürde überhaupt anzufangen größer und die aufmerksamkeit darauf auszurichten noch schwerer.
    und auch bei geliebten fächern. kann ich nur von mir persönlich reden. aber da ist es so, dass ich dann auf das lernen selbst halt schon auch keine lust hab. ich hasse dieses gepauke, stupides auswendig lernen und ausspucken von schlagwörtern. da kann das fach noch so interessant sein. natürlich zeigen sich konzentrationsprobleme viel deutlicher bei etwas, wo abneigung besteht. in diesem fall diese art zu lernen selbst. drum dachte ich früher selbst immer, es wäre eine art faulheit. dass es so einfach nicht ist, hab ich gemerkt, als mir klar wurde, dass ich es ja schon will und versuche, es aber dennoch nciht klappt. eben selsbt bei themen, die ich eigentlich interessant finde...

    lg
    mel

  7. #17
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 30
    Forum-Beiträge: 96

    AW: Leide ich unter AD(H)S und bemerkte dies erst im Studium?

    Hallo Chronicles!
    Ich geb zu, dass ich grad zu faul war, den ganzen Thread zu lesen

    Ich kann deine Geschichte sehr gut verstehen und habe sie ähnlich erlebt! Ich bin noch nicht lange diagnostiziert und habe mich vorher irgendwie durchs Studium und Leben geschlagen. Die ADHS Idee, die mir ab und zu mal kam, habe ich immer gleich rigoros weggestoßen, mir nicht erlaubt. "Die machen es sich doch nur einfach". Hab dann lieber noch mehr Selbstdiziplin und Druck versucht um alles zu schaffen und von außen sicher gar nicht mehr wie ein ADHSler gewirkt (überstrukturiert?) , eher wie zwanghaft, streitsüchtig, outgeburnt, "neurotisch", ..(Naja..wie sie alle heißen die Miss-Diagnosen

    Ich habe lange gebraucht bis das Leiden groß genug war um zum psysoz Dienst an unserer Uni zu gehen und (weil mir dort nicht geholfen wurde) später eine "richtige" Therapeutin zu suchen. ADHS wurde dort natürlich auch nicht erkannt (ich lief unter leichter Depression, Esstörung und "undefinierbares Irgendwas" und als ich dann endlich in MIR die Sicherheit gefunden hatte (mittels Bekannter, die betroffen sind) musste ich noch sehr lange kämpfen bis ich meine DIagnose bekam. Ärzte sind ganz und gar nicht "auf dem Laufenden" was ADHS angeht. Und wenn man von dem Schema F abweicht, bekommt man sehr schnell Sachen ins Gesicht gesagt wie
    "Sie können kein ADHS haben, ihr Schulabschluss ist zu gut, in ihren Zeugnissen steht zu viel Positives, sie haben ihr Leben zu gut geschafft..."

    Der BLANKE Hohn natürlich, wenn man weiß wie viel Mühe darin steckt und wieviel innere Kämpfe und Krämpfe dareinflossen, irgendwie zu funktionieren.

    Lass dich von solchen Leuten NICHT verunsichern! Ich bin damals echt aus den Latschen gekippt worden, hatte aber das Glück von einer Person unterstützt zu werde, die mir immer Mut machte. Sonst hätte ich vermutlich gleich aufgegeben, nachdem der erste Weißkittel meinte "nö, haben sie nicht" (ohne mich zu kennen, wohlgemerkt) "und das ist ja auch nicht so schlimm, den ADHS kann man eh nicht behandeln!"(sic!)

    Gib nichts drauf und suche dir jemanden, der echt Ahnung hat. Als ich endlich vor meiner jetzigen Ärztin saß (die oft ADHSler betreut), auf meinen Knien der riesige Zettelstoß, an dem ich seit Wochen immer mal wieder in Panikanfällen herumgeschrieben hatte um mir (wie bei einem Referat) Rechtfertigungen und Erklärungen vorzubereiten, und von ihr ein paar verstehende Worte hörte und merkte: "hier ist jemand, vor dem du gar nicht kämpfen musst", da fiel so einiges zu Boden (nicht nur die Zettel und ich war zu Tränen gerührt und erleichtert.

    Aber das war erst ganz am Ende vom Weg..
    Denn es ist auf jeden Fall ein langer Weg zur Diagnose wenn man erwachsen ist, und ein schwerer. Ich witzelte oft mit meiner Schwester, dass es der Feuerprobe bei Hexen im Mittelalter gleicht. Wer es schafft, sich da durchzuboxen, kann eigentlich gar kein ADHS haben.

    Ich weiß nur, dass ich dabei zum fast ersten Mal in meinem Leben für etwas gekämpft habe und mich gegen die Meinung anderer durchgesetzt habe und dabei Ausdauer und Unbeirrbarkeit bewiesen habe wie ich sie nie von mir kannte. Das war schon sowas wie eine Neugeburt, wo ich was von meiner inneren Kraft ahnte auch wenn es mir total beschissen ging und ich oft drauf und dran war zu sagen "Ach dann f* dich doch, Leben! Das ist mir eh alles zu ungerecht und schwer hier".

    Eigentlich war meine Ungeduld auch vor allem ein Produkt der Unsicherheit. Es war nicht so, dass ichs nicht aushalten konnte, sondern - wie du - dass ich so furchtbare Angst hatte, dass es mir nicht geglaubt wird oder ich mich wirklich irre und nur eine einfache Lösung suche.
    Aber glaub mir eins: ADHSler halten Dinge für einfach, die anderen schon viel zu hoch sind und glauben faul zu sein, wenn sie immernoch mehr kämpfen als jeder andere. Wenn wir etwas definitiv nicht machen ist: "es uns zu leicht"

    Die Angst, dass ich zu spät drauf gekommen bin, kenne ich auch sehr gut (und die habe ich auch immernoch, mal stärker, mal schwächer). Damit, mein bisheriges Leben viel zu viel Mühe und Kämpfe gehabt zu haben, kann ich früher oder später klarkommen. Aber ein Studium, in dem ich wirklich gut bin, nicht zu schaffen, das wäre bitter... Ich lese dann aber Geschichten von Leuten, die wegen des ADHS (oder anderer Missstände) nichtmal eine höhere Schule besucht haben und denke mir "Was die vielleicht für Potential gehabt haben!" Ich will natürlich alles tun, um es zu schaffen, aber habe inzwischen auch eine gewisse Gelassenheit und Demut.

    Ich kann eben nicht alles schaffen, was ich gerne schaffen würde!
    Aber: Ich merke, dass ich mich inzwischen auch im sozialen und privaten Bereich sehr gut verwirklichen kann und gar nicht mehr so wie früher davon abhänge, meine beruflichen Pläne durchzusetzen. (Wir wissen ja vorher meist eh nie, was der beste Weg für uns ist..)

    So, ich schließe mal den Brainstorm hier und hoffe, dir noch geholfen zu haben. Mir hilft es jedenfalls, mit den ganzen alten Emotionen versöhnlicher zu werden wenn ich, immer wieder sehe wie die Geschichten sich wiederholen (wir tragen sie ja dadurch dass wir uns verstehen, gemeinsam).

    viele Grüße,
    Porcupine

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