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Diskutiere im Thema Rheinland-Pfalz goes Anti-ADHS und MPH im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
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Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #1
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 129

    Rheinland-Pfalz goes Anti-ADHS und MPH


    Hi ihr!

    Ich habe ja schon an der ein oder anderen STelle von meinem Ärztepunk berichtet.

    Hier noch mal die Situation: Arzt im Saarland diagnostiziert ADS und verschreibt mir Medikinet. Leider war es sehe unsensibel in Bezug auf Trauma.

    Hatte zufällig zeitgleich einen Termin in Rheinland-Pfalz. Der will mir jedoch MPH erst nach ausführlicher Testung an der Uniklinik im Saarland verschreiben.

    Allerdings ist dieser Arzt ungewöhnlich verständnisvoll und offen. ER behandelt mich wegen der Komorbiditäten. Da ich Adult nicht vertage und (was ich mal ausprobieren konnte) leider kein unretardiertes MPH habe, habe ich nach heftigsten Verstärkungen der Depri Adult abgesetzt.

    Habe damit jedoch wieder begonnen - allerdings nur die Kügelchen, und auch nur die Häfte der Kapsel. Ohne MPH halte ich es nicht mehr aus.

    So. Darüber habe ich heute mit dem Arzt aus Rheinland-Pfalz gesprochen.

    Nach seiner Auskunft gibt es der Zeit einen WInd gegen die Diagnose ADHS und MPH. Die kassenärztliche Vereinigung Rheinland-Pfalz will die Verordnung stringenter handhaben - im Vergleich zu den Saarländern. Es gäbe immer mehr Ärzte und Therapeuten, die gegen die Diagnose Sturm laufen.

    Im Moment kann er nix machen. Ich muß jetzt warten, bis ein Diagnostikplatz frei ist.

    Habt Ihr so einen Länderunsinn schon erlebt? Angeblich wird bei Kindern und Jugendlichen zu leichtfertig MPH verschrieben. Und das wird denen zu teuer.

    Ich bin echt fassungslos. Unretardiertes MPH ist der Zeit unerreichbar.

    Ich hab jetzt echt Schis, ich falle bei der großen Diagnostik durch. Die soll nämlich jetzt an einer Tagesklinik in Rheinland-Pfalz gemacht werden, weil bei der Uniklinik im Saarland der Oberarzt abhanden gekommen ist und gerade gar nix geht.

    Ja, die Fastenzeit ist definitiv angebrochen.

    Liebe Grüße,

    Artischocke


  2. #2
    Merħba

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 28
    Forum-Beiträge: 447

    AW: Rheinland-Pfalz goes Anti-ADHS und MPH

    Artischocke schreibt:

    Ich habe ja schon an der ein oder anderen STelle von meinem Ärztepunk berichtet.
    Es gäbe immer mehr Ärzte und Therapeuten, die gegen die Diagnose Sturm laufen.
    Und wieder einmal das liebe Klischeedenken, kein Kommentar...
    Wobei mir eine vernünftige Diagnostik sinnvoller erscheint als leichtfertiges Verschreiben an jedermann.

    Was mich an der Stelle allerdings interessieren würde, musst du nach Rheinland-Pfalz?

  3. #3
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 466

    AW: Rheinland-Pfalz goes Anti-ADHS und MPH

    Hallo Artischocke,
    der Arzt, den du als unsensibel bezeichnest bzgl Trauma, ist da möglicherweise gar nicht für zuständig, sondern ein Psychologe. Hat er dir nicht dabei gesagt, dass du dir dafür einen suchen sollst? (meiner hat jedenfalls gesagt, dass ich mir da noch jemanden suchen soll, bzw dass auch so wie so zur Behandluing ein Psychologe/in dazugehört)
    Jetzt hab ich endlich mal kapiert, dass meine bisherige Meinung, dass Psychiater "nur Medis verschreiben 'können'" oder gar nichts von Psychotherapie verstehen, gar nicht stimmt, bzw dass das völlig ok ist. Brauchen sie nämlich auch nicht, da sind dann andere für zusändig, ein Psychiater ist auch nur ein Mensch, der sich nicht dreiteilen kann.
     
     
    Vielleicht waren die Erklärungen deines neuen Arztes einfach nur die Begründung dafür, dass ohne Diagnose bzgl Medis GAR nix geht - was ja grundsätzlich auch richtig so ist.
    Dass das in Rheinland Pfalz strenger gehandhabt haben soll, braucht mich (zum Glück) irgendwie gar nicht zu interessieren, ich wöhne im Norden von RLP. Es scheint mir eher um die Frage der persönlichen Notwendigkeit oder nicht, nur auf mich bezogen, zu gehen. Dass das streng gehandhabt werden muss, weil zu viele Kinder und Jugendliche was verschrieben kriegen, die es gar nicht brauchen, finde ich ok. Aber klar, dass allem voran die sorgfältige Diagnos steht. Wenn dein neuer Arzt da keine in der Hand hat, kann er medimäßig nichts machen, das kann ich mir jedenfalls so vorstellen, und das ist ja auch richtig so.
    Vielleicht könntest du um eine Aushändigung oder Kopie der bereits gestellten Diagnose bitten?

  4. #4
    Ist öfter hier

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    Forum-Beiträge: 129

    AW: Rheinland-Pfalz goes Anti-ADHS und MPH

    @ zammel

    Hinsichtlich Kinder und Jugendlichen gebe ich Dir absolut recht. Aber ich bin jenseits der 30 , und von daher ist diese Begründung für mich nicht tragbar. Wie schon erwähnt, wird nach den aktuellen Richtlinien der Kassenärztlichen Vereinigung Rheinland-Pfalz für alle Altersgruppen (!) eine umfangreiche Diagnostik als Grundlage für die Verschreibung von MPH verlangt.

    Die bisher gemachte Diagnostik wird in Rheinland-Pfalz NICHT akzeptiert. Ich hab dem Arzt schon gesagt, dass ich das Screening positiv bestanden ( ;-) ) habe. Es reicht jedoch in Rheinland-Pfalz nicht mehr aus.

    Richtig großes Drama.

    Bezüglich des ersten Arztes kann ich nur sagen, dass ein Facharzt für Psychiatrie schon so viel Wissen über Traumatisierung haben muß (schließlich wird ja PTBS auch von denen behandelt), dass er nicht drin rumbohrt. Weil dieses Rumrühren zu einer Gefülswallung führt, die dann über STunden und Tage anhalten kann. Und dann ist niemand da, der mich auffängt. Ich habe auch den Bericht dieses Artes in die Finger gekriegt. Darin unterstellt er, dass ich gar nicht traumatisiert bin. Ich sag nur - ohne Worte.

    Wer sich nicht auskennt, sollte die Finger davon lassen.

    Und nein, er hat mir nix von begleitender Therapie erzählt. Aber ich war ja auch nur einmal da. Und mir ging es ausschließlich um die Testung. Ich wußte nicht, dass der andere das auch hätte machen können. Das macht nämlich nicht jeder. Und es hat 1 Jahr gebraucht, bis es endlich zu der Testung kam.

    Liebe Grüße,

    Artischocke

  5. #5
    Neues Forum-Mitglied

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    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 466

    AW: Rheinland-Pfalz goes Anti-ADHS und MPH

    Hi, Artischocke,

    als ich mich letztens mal gezwungernereise informieren musste, was Ritalin überhaupt ist, fand ich u.a. auch, dass es inzwischen mit steigendem Interesse bei Erwachsenen zu einem beliebten Missbrauchsobjekt geworden ist, und auf dem Schwarznmarkt gehandelt wird (wobei ich nicht verstehe, dass es bei Prüfungsangst eingesetzt wird, wo es die Leute, die es nicht brauchen doch eigentlich noch nervöser machen müsste?).
    Von daher, wenn das solche Blüten treibt, kann ich auch den strengen Umgang bei Erwachsenen verstehen. Zudem ist die Diagnose nebenbei gar nicht so einfach von ADHS, wobei es mit einem Fragebogen ganz sicher nicht getan ist. (bzw kenne ich ja die Unterschiede der Handhabungen nicht)

    Was ein screening ist, weiß ich jetzt nicht so, klingt evtl wie ein Teil einer Diagnose, die ja recht umfassend ist. (Dann gibt man sich im Saarland evtl mit weniger umfangreichen oder aussagekräftigen - oder wie auch immer - Diagnosen zufrieden geben als in RLP?) (...scheint so ... wer weiß wie lange noch??)
    Und die langen Wartezeiten sind echt heftig, hab ich auch schon ein paar Mal gelesen hier, puh.

    Da muss ich mich der Frage von Thorsticek anschließen, ob du wirklich nach Rheinland Pfalz musst (ich weiß, der Arzt in RLP gefällt dir..... )

    LG
    zammel

  6. #6
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    AW: Rheinland-Pfalz goes Anti-ADHS und MPH

    @zammel

    Habe morgen meinen Diagnostik-Termin in einer Uni-Klinik. Hab echt Schis, weil ich hier so oft gelesen habe, dass die ADS-Diagnostik bei Frauen so schwierig ist und es auch keine Fragebogen dafür gibt.

    Außerdem hab ich ein unglaubliches Talent, von verschiedenen Aspekten in meinem Leben vergessen, zu erzählen. Weil ich noch nicht den ADS-Blick auf mein Leben hab.

    Also zum Beispiel tue ich mich seit Kindheit schwer nach Umzügen Fuß zu fassen. In jeder Beziehung. Das kann dann locker 2 -3 Jahre dauern, weil es mich so flasht, keine Orientierung zu haben.

    Oder dass ich noch nie eine stabile Partnerschaft hatte. Ganz abgesehen von meinem absoluten Chaos. Seit ich die ADs abgesetzt hab, hört meine emotionale Achterbahn nicht mehr auf - ist schon 1 Jahr her - und Diagnosen sammle ich wie andere Leute Pfandflaschen.

    Und ohne die Diagnostik gibt es keine weiter Behandlung - so ist das. Weil keiner bei mir mehr richtig durch blickt.


    Bis denne,
    Artischocke

  7. #7
    Neues Forum-Mitglied

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    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 466

    AW: Rheinland-Pfalz goes Anti-ADHS und MPH

    Ui, Artischocke, schön dass du morgen einen Termin hast, ich dachte schon, das könnte Monate dauern.

    Wenn es ein paar bestimmte Punkte gibt, die du erzählen möchtest, und weißt, dass du was vergessen wirst, vieleicht könntest du dir die Punkte stichwortartig auf einem Zettel merken?

    Hm, ich verstehe deine Befürchtungen, und hab keine Ahnung von ADHS ohne H

    Aber ich würde versuchen, mich mit dem Gedanken zu beruhigen, dass die in der Uni-Klinik das bestimmt geübt haben mit dem Diagnostizieren, und das bestimmt nicht übersehen.

    Ich wünsche dir ganz doll, dass ihr einen guten Tag habt, du, wie die, die dich testen auch - vor allem frei von Irrtümern und Fehldiagnosen.

    Wird schon
    zammel

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