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Diskutiere im Thema Ich könnte kotzen (sorry)... im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #1
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 157

    Ich könnte kotzen (sorry)...

    Ich rege mich gerade tierisch über eine Meldung in den Radio-Nachrichten auf.

    Barmer-Report:

    Eltern lösen zunehmend ihre Erziehungsprobleme mit Pillen. Das Risiko einer ADHS-Diagnose steigt für Kinder, deren Eltern weniger gut ausgebildet, arbeitslos oder unter 30 Jahren alt sind. Bei Kindern gut verdienender Familien wird die Aufmerksamkeitsstörung weniger oft festgestellt.

    Ich kann mich einfach nicht an so eine Scheiße gewöhnen. Sorry, wenn ich fluche und damit gegen die Forenregeln verstoße, aber grrrrrr

  2. #2
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 157

    AW: Ich könnte kotzen (sorry)...

    Und der Mob tobt:

    (das mit der Handystrahlung hat ja noch Comedy-Charakter) BITTE BERUHIGE MICH MAL EINER!!!!

    1. Fernseher und Playtstaion
    huettenfreak heute, 11:38 Uhr
    Kein Wunder wenn alle nur noch vor ihren elektronischen Geräten herumhängen und niemand mehr raus in die Natur geht um sich körperlich abzureagieren. Da hätte ich dann auch "Aufmerksamkeitsdefizite".

    2. Die Zahl...
    universaldillettant heute, 11:41 Uhr
    ...der Diagnosen steigt rasant. Vor wenigen Jahren existierte diese Krankheit gar nicht. Die nächste Sau, die durchs dorf getrieben werden wird heißt GAD - General Anxiety Disorder, oder auf deutsch: allgemeine Angststörung. Bei [...]

    3. unheiliges kartell
    lebenslang heute, 11:41 Uhr
    in deutschland führt man eine verkorkste sexismus-debatte und stopft aktive kindern denen es an betätigungsmöglichkeiten mangelt mit drogen voll. pharmaindustrie, mediziener, psychologen und überforderte eltern bilden ein [...]

    4. Reizüberflutung
    spätzlesschwoab heute, 11:42 Uhr
    Liebe Eltern, stoppt den Medienwahn Eurer Kinder, insbesondere den Eurer Jungs. Es muss ja nicht gar nichts sein, aber weniger ist mehr und gezielter die Medien nutzen bildet!

    5.
    Dengar heute, 11:45 Uhr
    Früher nannte man das "Pubertät" und soweit ich weiß, wurden auch keine Medikamente dagegen verschrieben...ja, die Pharmaindustrie, die so gerne "Studien" finanziert...ein Schelm, wer Böses dabei denkt...

    6. Diese Krankheit gibt es nicht.....
    fritzfrie heute, 11:45 Uhr
    ...es ist eine "ganz normale" Reaktion der kindlichen Psyche auf fehlenden Halt, fehlende Erziehung, fehlende Wertevermittlung. Die Pharmaindustrie hat dann zusammen mit korrupten Ärzten schnell die Chance erkannt, [...]

    7.
    marthaimschnee heute, 11:47 Uhr
    zwei Gründe: 1. weil "Experten" die kindliche bzw jugendliche Abneigung gegen Disziplin und Lernen als Störung fehldeuten 2. weil es ein lukrativer Markt für die Pharmaindustrie ist

    8. Bewegungsdrang
    MHD77 heute, 11:57 Uhr
    Der natürliche Bewegungsdrang von Kindern wird mit einer chemischen Zwangsjacke unterdrückt. Was erwartet eine Gesellschaft eigentlich von Kindern, die schon im Windelalter gezwungen werden still zu sitzen? Vll. liegt es auch [...]

    9. Zusammenhang mit Elektrosmog (W Lan,Handystrahlung)
    richard0702 heute, 11:58 Uhr
    Vielleicht sollte man mal den Zusammenhand mit Handystrahlung testen!Die Ergebnisse dürften sehr interessant sein.....

    10. gesunde Reaktion!
    Spiegelleserin57 heute, 12:09 Uhr
    Wir müssen endlich davon weg kommen alles was nicht einer bestimmten Vorstellung entspricht als krank zu definieren. Es bleibt die Diskussion was wirklich krank ist und was gesund. Man muss auch nicht alles glauben was Ärzte [...]



  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 41

    AW: Ich könnte kotzen (sorry)...

    Bah, versteh ich voll, dass dich das aufregt! Vorallem was soll dieser dumme arm/reich gebildet/ungebildet vergleich?

    Ich mein, schon klar, eltern die mehr geld/höhere bildung haben, haben vl. Eher die möglichkeit ihre kids zu fördern, aber so klingt das für mich wie thilo sarazin-blabla!

    Außerdem ist das ja dann wohl ein poblem der ärzte, wenn sie die kinder anhand ihrer eltern diagnostizieren!

  4. #4
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 147

    AW: Ich könnte kotzen (sorry)...

    ich hoffe ich werde jetzt nicht falsch verstanden.....

    rein statistisch geehen,stimmt diese aussage.....mittlerweile...... .guckt euch doch die umstände von uns selbst an.
    wieviele sind jahrelang undiagnostiziert,kämpfen sich irgendwie durchs leben, haben häufig kontakt zu drogen und oder alkohol, werden zu früh schwanger.....

    das kind wird auffällig,weil - völlig klar - die eltern mit ihrem unbehandelten ads überfordert sind, das kind kommt zum schulpsycho usw.
    bekommt irgendwann die diagnose, die eltern denken moment mal,wie war das noch gleich bei mir......und schwupp haben sie selbst die diagnose.

    statistisch sind diese eltern dann häufig arbeits und mittellos, suchterkrankt oder weis nicht was.

    nicht richtig ist natürlich die darstellung, dass alle kinder von armen eltern ads haben und die von reichen kerngesund sind.

  5. #5
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 41

    AW: Ich könnte kotzen (sorry)...

    crazyrunner schreibt:
    Das Risiko einer ADHS-Diagnose steigt
    das problem find ich, ist vorallem diese Formulierung! Als ob es ein abstempeln ist! Dabei ist es ja eigentlich etwas gutes, wenn man endlich weiß, wo den das problem liegt!

    Carina29 schreibt:

    das kind wird auffällig,weil - völlig klar - die eltern mit ihrem unbehandelten ads überfordert sind, das kind kommt zum schulpsycho usw.
    bekommt irgendwann die diagnose, die eltern denken moment mal,wie war das noch gleich bei mir......und schwupp haben sie selbst die diagnose.

    statistisch sind diese eltern dann häufig arbeits und mittellos, suchterkrankt oder weis nicht was.

    nicht richtig ist natürlich die darstellung, dass alle kinder von armen eltern ads haben und die von reichen kerngesund sind.

    sorry, dass ich in deinem beitrag, herumfettmakriere, ich geb dir voll recht, mit dem was du schreibst aber das wollte nochmal herausstreichen:


    • hat das kind ad(h)s und kommt zum schulpsycho und der diagnostiziert es --> super! wo ist das problem? ich weiß, woran esliegt und kann dran arbeiten!
    • hat das kind kein ad(h)s und kommt zum schulpsycho aber der diagnostiziert es --> "schlechter" arzt, denn dann liegt das problem bei ner anderen krankheit oder im umfeld (familie,schule, freund_innen)



    was ich sagen will:
    wenn ärzte zu leichtertig ad(h)s diagnostizieren ist das natürlich blöd, aber in diesen beträgen wie im radio, hab ich immer das gefühl, dass die schuld den eltern zugeschrieben wird oder so getan wird, als gäbe es ad(h)s gar nicht, und wenn du dich nur ein bisschen für dein kind bemühst, wird das schon.

  6. #6
    N o r d f r a u

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 62
    Forum-Beiträge: 8.213

    AW: Ich könnte kotzen (sorry)...

    Gut wenn jetzt endlich die vom Schicksal nicht so bevorzugten Menschen in den Genuss einer ADHS-Diagnose/Therapie kommen!

    Als ich Anfang der 90-er Jahre anfing, mich damit auseinander zu setzen, waren es vor allem die gutsituierten, gut ausgebildeten
    Eltern, die sich umsahen, weil eines ihrer Kinder sich nicht so entwickelte, wie es die Lage der Eltern vermuten ließ oder weil
    der kleine Schatz adoptiert war.

    Meine Beobachtung (laienhafte) geht davon aus, dass das Verhältnis ADHS-betroffen/nicht betroffen vielleicht 30:70 ist.
    Unsere Lebensumstände tragen dazubei, dass ADHS immer öfter Krankheitscharakter bekommt.


    Viel Spaß in den nächsten Tagen mit den Medien, überall in den Redaktionsstuben wird wieder fleißig gearbeitet.

    LG Gretchen

  7. #7
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 583

    AW: Ich könnte kotzen (sorry)...

    Was mich an diesem Satz stört ist nicht die Aussage an sich - denn die ist ja richtig - sondern dass, was sie versucht darzustellen.

    Dass ADHS nur eine Krankheit ist, die unerzogene Kinder bekommen.
    Mein erster Gedanken war derselbe, den Carina hatte.
    Viele dieser diagnostizierten Kinder (wenn ich jetzt mal stur von "richtigen" Diagnosen ausgehe) haben wohl selber mind. einen AD(H)S-Elternteil.
    Diese wurden früher natürlich nicht behandelt (denn damals "gab es die Krankheit nicht"), kämpfen sich durchs Leben und haben es dabei natürlich deutlich schwieriger als ein Stino.

    Allerdings finde ich, dass man Medienkonsum und Bewegungsmangel bzgl. ADHS-Diagnosen NICHT ignorieren sollte!
    Wenn ich lese, dass Grundschüler heutzutage im Schnitt täglich 2h Fernsehgucken - sprich lethargisch vor der Glotze sitzen und NICHTS tun - dann auch noch generell weniger in der Natur und am rumtoben sind, weil die Eltern a) keine Zeit/Lust haben, b) sie in einer Gegend wohnen, wo man Kinder schlicht nicht auf die Straße lassen kann oder c) der Terminkalender zu vollgestopft ist, dann wundert es mich nicht, dass die Kinder in Schule etc. unruhiger werden und schneller den ADHS-Stempel verpasst bekommen.
    Letztens ne schöne Umfrage in einer Elternzeitschrift gelesen. Ich kenne die Zahl leider nicht mehr auswendig, allerdings fand ich folgenden Satz bemerkenswert:
    Die selbe Umfrage wurde 10 Jahre vorher schonmal durchgeführt und zu dem Zeitpunkt waren die Eltern 10mal(!!!!) so viel mit ihren Kindern an der frischen Luft.
    Dabei muss man bedenken, dass Kinder heutzutage viel mehr Zeit in der Kita verbringen (auch nicht ohne, wenn man bedenkt welchen Reizen die Kinder dort ausgesetzt sind) und oft erst im dunkeln nach Hause kommen. Sie sind natürlich auch während der Kita-Zeit an der frischen Luft, aber im wahrsten Sinne des Wortes doch eingegrenzt.
    Dazu kommt das heutige Spielzeug, das im besten Falle alle Sinne (Augen, Tastsinn, Hörsinn) gleichzeitig anregen soll, da kann man als Kind doch nur verrückt werden...

    Nein, jede ADHS-Diagnose auf die Unvermeidbarkeit der genetischen Prädisposition zu schieben halte ich genauso gefährlich, wie die Vorverurteilung von ADHS als Erziehungsfehler.

    Edit: Um klarzustellen: Ich glaube nicht, dass falsche Erziehung eine ADHS-Erkrankung auslösen kann, jedoch kann ein negatives Umfeld wohl dafür sorgen, dass bestimmte Verhaltensweisen auftreten, die eben von der Symptomatik auf ADHS schließen lassen.

    Und noch was: Kann eine Überreizung im Kleinkindalter zu ADHS führen?
    Fällt mir nur ein, weil es z.B. Kinder gibt, die unter großem Stress stehen (Abschiedsstress etc.) und vermehrt Cortisol ausschütten, was, wenn es ein dauerhafter Zustand ist, dazu führen kann, dass diese Kinder als Erwachsene vermehrt gefährdet für kognitive und affektive Verhaltensstörungen sind.
    Kann ähnliches nicht auch bei ADHS auftreten? Nur so eine Frage am Rande, habe da leider keine Studien zu gefunden.
    Geändert von ReRegenbogen (29.01.2013 um 18:29 Uhr)

  8. #8
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 186

    AW: Ich könnte kotzen (sorry)...

    ADHS hat nichts mit dem Reichtum der Eltern zu tun, sondern tritt in allen gesellschaftlichen Schichten auf. Was eigentlich für mich auch der Beweis wäre, dass ADHS neurobiologischen Ursprungs ist. Solche Meldungen in irgendwelchen Medien sollte man nicht allzu ernst nehmen. Nur weil ADHS in reichen Familien weniger häufig festgestellt wird, heißt das nicht, dass es dort weniger häufig auftritt. Ein Trugschluss!

    Die Problematik liegt meiner Ansicht woanders. Nämlich in den dogmatischen Standpunkten bestimmter Gruppen auf beiden Seiten auf Grund der med. unklaren und komplexen Sachlage. Kinder, die in sozial-schwachen Familien und in zerrütteten Familienverhältnissen aufwachen, haben statistisch gesehen und durch Studien belegt größere Probleme in der Schule, bekommen im Schnitt schlechtere Noten und sind öfters verhaltensauffällig. Es ist daher naheliegend, dass irgendwelche selbst ernannten Experten oder die Medien diese Gruppe eher in Verbindung mit ADHS bringen, obwohl es mit ADHS nichts zu tun haben muss.
    Wenn man jetzt bedenkt, dass sozial-schwache Familien auch meistens einkommensschwache Familien sind, dann schließt sich der Kreis wieder. In jeder Familie, in jedem Umfeld, ganz egal ob arm oder reich, wo dauernd gestritten wird, eine angespannte Stimmung herrscht, ein aggressives Klima oder eine emotionale Verwahrlosung, ist das Kind natürlich einem enormen Stress ausgesetzt, der zu versch. ADHS-typischen Auffälligkeiten führen kann, ohne dass das Kind zwangsläufig klassisches ADHS haben muss. In solchen Verhältnissen aufwachsend kann auch ein völlig gesundes Kind schwer die Leistungen erbringen, die man von ihm erwartet oder fordert. Sind die Eltern vielleicht im Extremfall noch gewalttätig oder psychisch krank, dann verstärkt sich dieser Effekt mit Sicherheit. Problematisch wird es jetzt, wenn nur das Kind als Störfaktor wahrgenommen wird anstatt vielleicht das eigene Verhalten und die eigene Lebenssituation zu überdenken. Man ist mit dem Kind überfordert und sucht Rat beim Arzt. Dann erzählt man allerdings meistens nichts von den eigenen psych. Problemen und dem sozialen Umständen sondern von den Problemen mit dem Kind, von seinen Verhaltensauffälligkeiten. In solchen Fällen würde eine Familientherapie viel mehr bringen als ein Kind, das vielleicht gar kein ADHS hat mit Pillen ruhig zu stellen. Natürlich kann auch eine sozial-schwache oder eine gut situierte Familie, beide mit einem völlig harmonischen Familienleben trotzdem ein "echtes" ADHS-Kind haben. Das eine schließt eben das andere nicht aus. Alle Möglichkeiten sind denkbar! Genau das wird meiner Ansicht nach zu wenig berücksichtigt.

    Wenn also bei Kindern aus sozial-schwachen (ärmeren) Schichten tatsächlich öfters ADHS/ADS diagnostiziert wird und man vom somatischen Erklärungsmodell bei ADHS ausgeht, dann kann es nur eine Schlussfolgerung geben, nämlich häufiger auftretende Fehldiagnosen durch die Ärzte. Die signifikante Häufigkeit würde sich nicht nur durch die höhere Patienten-Zahl von Kindern aus diesen Schichten und die damit verbundene höhere statistische Wahrscheinlichkeit erklären, sondern auch durch die med. unklare Situation von ADHS selbst. Welche Fehler sind denkbar? Unzureichende Analyse, vorschnelle Beurteilung (vl. auch unter dem Druck der Eltern), falsche Diagnosemethoden, persönl. dogmatische Ansichten etc. Ansonsten würde es bedeuten, dass die (psycho)sozialen Einflüsse tatsächlich eine viel größere Rolle bei ADHS spielen würden als bisher angenommen. Dann wären wir wieder bei "ADHS ist die
    Folge veränderter sozialer Erfahrungen in modernen Gesellschaften-eine Modekrankheit"). Die genauen Ursachen von ADHS sind aber bis heute nicht bekannt bzw. die Erklärungsmodelle werden (wie ihr alle wisst) kontroversiell diskutiert. Wer was anderes behauptet, hat nicht die Rückendeckung der Wissenschaft.
    Geändert von apocal (30.01.2013 um 04:18 Uhr)

  9. #9
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 27
    Forum-Beiträge: 66

    AW: Ich könnte kotzen (sorry)...

    crazyrunner schreibt:
    Ich rege mich gerade tierisch über eine Meldung in den Radio-Nachrichten auf.

    Barmer-Report:

    Eltern lösen zunehmend ihre Erziehungsprobleme mit Pillen. Das Risiko einer ADHS-Diagnose steigt für Kinder, deren Eltern weniger gut ausgebildet, arbeitslos oder unter 30 Jahren alt sind. Bei Kindern gut verdienender Familien wird die Aufmerksamkeitsstörung weniger oft festgestellt.

    Ich kann mich einfach nicht an so eine Scheiße gewöhnen. Sorry, wenn ich fluche und damit gegen die Forenregeln verstoße, aber grrrrrr
    Morgen ,

    wenn du so etwas liest, dann reg dich nicht auf, sondern versuche selbst darüber nachzudenken.

    Ich habe das z.B getan und würde der Barmer folglich antworten:

    Das liegt daran, dass vor allen Dingen ADHSler es heutzutage sehr schwierig im Berufsleben haben und in vielen Fällen, gerade wenn sie unerkannt bleiben, nicht so erfolgreich sind wie Menschen, die kein ADHS haben. Demzufolge gibt es unter ADHSlern viele Arbeitslose oder eben nicht gut ausgebildete Menschen. Eine wichige Tatsache bei ADHSlern ist erwiesener maßen, dass die Frauen unter ihnen in vielen Fällen sehr viel früher schwanger werden, als Frauen, die kein ADHS haben. Darüber hinaus ist es nachvollziehbar, dass sich in einigen Fällen ein ADHS Männlein zu einem ADHS Weiblein und umgekehrt, hingezogen fühlt. Nun beachten wir als letztes noch den Aspekt der Vererbung und dann, liebe Barmer, denken sie doch nochmal über das nach, was sie da gerade geschrieben haben.

    Grüße
    Mikoo

  10. #10
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 61
    Forum-Beiträge: 2.091

    AW: Ich könnte kotzen (sorry)...

    Noch bescheuerter war heute ein Bericht in der "Ärztezeitung"

    die schrieben, dass MPH die ADHS nicht behandelt sondern nur überdeckt, denn wenn man das Medikament wieder absetzt, dann ist die ADHS wieder da, egal wie lange man das Medikament auch nehme. Das sei der Beweiß, dass MPH nicht wirke als Medikament gegen ADHS

    Mensch hallo, wenn ich Insolin absetze ist die Diabetis auch nicht geheilt - wirkt Insolin deshalb nicht?


    Wenn Ignoranz und Dummheit fliegen könnte, dann wäre der Himmel überfüllt und wir hätten auf der Erde wieder viel Platz


    bis denne Elwirrwarr

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