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Diskutiere im Thema Ich könnte kotzen (sorry)... im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #21
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 1.096

    AW: Ich könnte kotzen (sorry)...

    crazyrunner schreibt:
    Ich rege mich gerade tierisch über eine Meldung in den Radio-Nachrichten auf.

    Barmer-Report:

    Eltern lösen zunehmend ihre Erziehungsprobleme mit Pillen. Das Risiko einer ADHS-Diagnose steigt für Kinder, deren Eltern weniger gut ausgebildet, arbeitslos oder unter 30 Jahren alt sind. Bei Kindern gut verdienender Familien wird die Aufmerksamkeitsstörung weniger oft festgestellt.

    Ich kann mich einfach nicht an so eine Scheiße gewöhnen. Sorry, wenn ich fluche und damit gegen die Forenregeln verstoße, aber grrrrrr
    Hallo

    Wen es interessiert, dies ist der komplette Artikel des Ärzteblattes, der diesen diffamierenden und diskriminierenden (meiner Meinung nach) Unsinn enthält.

    VG Amn

    Deutsches Ärzteblatt: Barmer GEK Arztreport: Eine „Generation ADHS“ wächst heran

  2. #22
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 157

    AW: Ich könnte kotzen (sorry)...

    Insideout schreibt:
    Gebe dir recht,adhs ist genetisch bedingt.
    Denke aber das Erziehung bzw. das Umfeld dazu gehörig beitragen kann ADHS zu verschlechtern oder verbessern.
    lg
    Ja, aber noch einmal: ADS IST KEINE FOLGE DER LEBENSUMSTÄNDE !!!

    Wir machen uns durch solche Argumentationen zum Steigbügelhalter des Mobs.

  3. #23
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 1.096

    AW: Ich könnte kotzen (sorry)...

    Hallo

    Selbstverständlich stimmt, was Insideout schreibt; schließlich ist nicht jede Ausprägung gleich schlimm. Je nach gelernter Struktur und Kompensation, kann für den einen ADHS schlimmere Folgen haben als für anderen, der problem- und tabletten-los sehr gut leben kann.
    Dass ADHS AUSSCHLIE?LICH durch Lebensumstände "ausbricht", schreibt Insideout ja gar nicht

    VG Amn
    Geändert von Amneris ( 1.02.2013 um 11:15 Uhr)

  4. #24
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 4.257

    Ich könnte kotzen (sorry)...

    Bei ADHS ist das ungefähr wie bei der Körpergröße.

    Ein wesentlicher Teil ist genetisch aber es kann schon durch die Umwelt (und Umwelt ist dem Fall wirklich alles außerhalb des Körpers) beeinflusst werden. Bei ADHS kann also durchaus bei schlechten Umständen und gleichen Genen aus einem "leichten" Fall ( bisschen verpeilt aber Problemlos) ein gerade so behandlungsbedürftiger Fall werden - und umgekehrt.

    Aber die Umwelt kann niemals ADHS "Auslösen". Und einen wirklich schweren Fall bekommst auch bei besten Bedingen nicht ohne Behandlung in den Griff.





    ---
    Zwischen Angel und Tür: Per Telefon und Tapatalk.

  5. #25
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 1.096

    AW: Ich könnte kotzen (sorry)...

    Hallo Wildfang

    Sag das den Autoren des Ärzte-Blattes ich denke, dass WIR uns hier so ziemlich einig sind, oder

    VG Amn

  6. #26
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 57
    Forum-Beiträge: 140

    AW: Ich könnte kotzen (sorry)...

    Zitat aus dem Barmer Report:

    Der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Barmer GEK, Rolf-Ulrich Schlenker, zeigte sich besorgt über diese Entwicklung.
    „Dieser Anstieg erscheint inflationär. Wir müssen aufpassen, dass ADHS-Diagnostik nicht aus dem Ruder läuft und wir eine ADHS-Generation fabrizieren“, betonte Schlenker.
    Pillen gegen Erziehungsprobleme seien der falsche Weg: Ritalin dürfe nicht per se das Mittel der ersten Wahl sein. Stattdessen komme es auf „trennscharfe Diagnosen“ an.

    Er bezieht sich dabei auf ADHS Diagnosen von bis zu 20% im Jahrgang 2000.
    Vor diesem doch ein wenig eigenartigen Anstieg verstehe ich diese Warnung gut.

    Es hilft keinem ADHS Kind, wenn Diagnose und Medikation über eine inflationäre, falsche Diagnostik in Verruf geraten.
    Die Forderung nach "trennscharfer Diagnostik" ist mit den heutigen Mitteln noch nicht möglich, aber durchaus anzustreben.

    Ein Kind ohne ADHS mit Ritalin zu stressen ist auch verwerflich! Jedes Kind hat das Recht auf eine ihm angemessene Behandlung!

    Die Geschichte mit dem unterschiedlich oft vorkommenden ADHS in verschiedenen sozialen Schichten scheint mir, wie schon einige vorher geschrieben haben, sehr komplex.
    Erstens sind diese Schichten über mehrere Generationen nicht stabil, zweitens mehr oder weniger durchlässig. (Mothers baby, vathers maybe - der nette ADHSlerische Gärtner....) es können Generationen übersprungen werden etc.
    Unbetritten dürfte sein, dass ein (undiagnostiziertes) ADHS eher zu einer wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Abwertung der betroffenen Person führen wird.

    Was wir brauchen ist eine stabile Diagnostik ohne diskriminierenden Charakter.

    (Die schauderhaften Forumbeiträge und Leserbriefe sind ja nicht auf unser Thema beschränkt. Da gibt es Schwärme von "Spezialisten"
    die das gesamte Weltgeschehen incl. der Sandqualität auf dem MARS wirr-abfällig kommentieren. Heikel wird es nur dann, wenn populistische Politiker mit dieser "Volkesstimme" zu spielen anfangen!)

  7. #27
    Celestis

    Gast

    AW: Ich könnte kotzen (sorry)...

    crazyrunner schreibt:
    Ich rege mich gerade tierisch über eine Meldung in den Radio-Nachrichten auf.

    Barmer-Report:

    Eltern lösen zunehmend ihre Erziehungsprobleme mit Pillen. Das Risiko einer ADHS-Diagnose steigt für Kinder, deren Eltern weniger gut ausgebildet, arbeitslos oder unter 30 Jahren alt sind. Bei Kindern gut verdienender Familien wird die Aufmerksamkeitsstörung weniger oft festgestellt.

    Ich kann mich einfach nicht an so eine Scheiße gewöhnen. Sorry, wenn ich fluche und damit gegen die Forenregeln verstoße, aber grrrrrr
    Das ist noch harmlos . Willst du mal richtige Nachrichten hören die die Rigirung nich
    zensieren kann ? Dann schau dir das mal an
    http://www.youtube.com/watch?v=pDfCQT9RJmY

  8. #28
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 61
    Forum-Beiträge: 2.091

    AW: Ich könnte kotzen (sorry)...

    Stattdessen komme es auf „trennscharfe Diagnosen“ an.
    genau meine Meinung, ein gute Diagnostik muß immer die Grundlage der Therapie sein ob mit Mph oder ohne. Bloß eine gute Diagnostik kostet Zeit und Geld - da soll die Barmer und die anderen Krankenkassen mal etwas tiefer in die Tasche greifen. Wer 08 15 Kostensätze bezahlt, der kann auch nur 08 15 Diagnosen erwarten.

    Alles Liebe Elwirrwarr

  9. #29
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 57
    Forum-Beiträge: 140

    AW: Ich könnte kotzen (sorry)...

    @Eiwirrwarr
    Geld ist das eine.
    Aber soviel mir bekannt ist, sind die diagnostischen Möglichkeiten heute noch immer beschränkt.
    Das heisst, diese sind nicht stabil wie etwa "weitsichtig" oder "kurzsichtig".
    Diese diagnostische Unsicherheit gibt Spielraum für weltanschauliche Auffassungen.
    Ebendiese mehr-frische-Luft-Geschichten, die sich letztlich allzu oft als ideologischer Muff entpuppen.
    Das andere Extrem, dass man vorsorglich jedes Kind das als problematisch eingeschätzt wird,
    versuchsweise mit Ritalin versorgt.

  10. #30
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 157

    AW: Ich könnte kotzen (sorry)...

    Ich glaube einfach nicht, dass Kinderärzte oder Psychiater MPH einfach mal so verschreiben. Schätzungen des ADS-Anteils an der Bevölkerung bewegen sich zwischen 4 und 20 Prozent. Nehmen wir nur mal die 4% bedeutet dies, statistisch gesehen gibt es ein Kind mit ADS pro Klasse.

    Es gibt einfach immer mehr Ärzte, die die Existenz von ADS akzeptieren und behandeln. In früheren Zeiten wurde das ADS bei Kindern mit Strenge und Schläge kuriert, dann wurde das Verhalten dem Umfeld in die Schuhe geschoben und jetzt wird das ADS endlich behandelt. Das allein ist der wahre Grund für den Anstieg der Diagnosen.

    Wir haben auch Jahre gebraucht, bis ich - der Verzweiflung nahe - im Internet auf ADS gestoßen bin und wir dann einen Kinderarzt gefunden haben, der selbst ein betroffenes Kind hat. Hier sind wir auf Verständnis gestoßen. Alle anderen Psychologen hatten vorher (natürlich) kläglich versagt.

    In den Artikeln werden Eltern, die Ihren Kindern MPH geben, pauschal als unverantwortlich dargestellt. Ich zumindest kenne keine Eltern, die Ihren Kindern leichtfertig mal eben ein Medikament auf BTM-Rezept geben, außerdem muss es dazu auch noch einen Arzt geben, der das leichtfertig mitmacht. Es mag solche Fälle geben, allerdings kann es sich nur um absolute Einzelfälle handeln. Häufigere ADS-Diagnosen liegen einfach an einer besseren Aufgeklärtheit der Ärzte. Wie lange hat es gedauert, bis endlich mal ADS bei Erwachsenen akzeptiert wurde und Medikinet adult auf den Markt kam?

    Ich kann manche Kommentare in diesem Forum nicht verstehen, in denen suggeriert wird, ADS ließe sich nur mit kleinen Verhaltensänderungen behandeln. Klar gibt es ein leichtes ADS, das keiner Medikation bedarf, wo aber bitte ist der Beweis, dass der Anstieg der MPH-Verschreibungen auf leichtfertige Verordnungen fusst? Die Medien versuchen es so darzustellen, weil das einfach besser beim Mob ankommt.

    Hier im Forum sind doch wohl nur Betroffene. Seit Ihr mal eben so locker auf ADS gekommen und dann zu einem Arzt marschiert, der Euch ebenso locker MPH quasi im Vorbeigehen verschrieben hat? Nein! Habt Ihr Kinder mit einem ausgeprägten ADS und habt Ihr eine jahrelange Hölle durchgemacht? Habt Ihr Euch lange überlegt und abgewogen, ob Ihr Euren Kinder wirklich MPH geben wollt? Habt alle nur denkbaren Therapien versucht? Na?

    Die Botschaft der Artikel lautet stets: Anstieg von ADS durch leichtfertige Diagnosen und unverantwortliche Eltern
    Noch einmal: DAS IST POPULISTISCHER BLÖDSINN!!!!!!!!!!!!!!!!!

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