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Diskutiere im Thema Gute Diagnose?-schlechte Diagnose? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 34

    Gute Diagnose?-schlechte Diagnose?

    Hallo Freunde oder Mit - AD(H)Sler !
    Ich muß jetzt mal was los werden. Ich hab noch bei keinem Krankheitsbild solche krampfhaften Diagnose-Diskussionen erlebt wie bei unserer ? AD(H)S.
    Unserer mit Fragezeichen weil ich noch keine Diagnose habe. Mein Termin ist erst im März. Wenn ich jetzt irgendwo sage wo ich die machen lasse, dann höre ich gleich Zweifel an der Kompetenz dieses Arztes. Der würde mit einem Ergotherapeuten zusammen...usw und man sollte lieber woanders hingehen. Nun ist dieser Arzt, den ich noch gar nicht kenne Psychiater und Neurologe und macht Diagnostik für AD(H)S. Warum um Gottes Willen soll ich denn da nicht hingehen können? Vielleicht weil der mir sagen könnte: ÄÄtsch du hast ja gar keine ADS und meine Hoffnung , daß meine Dämonen die mir schon seit 60 Jahren das Leben zur Hölle machen, endlich einen Namen bekommen wieder dahinschwinden. Ich wurde schon gegen Depressionen behandelt. Hat nix geholfen. Von Tranquilizern räumt sich meine Wohnung auch nicht selber auf meine Strafmandate werden davon auch nicht vor der ersten Mahnung bezahlt. Ich bin seit 17 Jahren trockener Alkoholiker. Doch meine zwischenmenschlichen Probleme sind deswegen auch nicht verschwunden. Ich mein immer noch um der Gerechtgkeit willen mir überall das Maul verbrennen zu müssen. Ich meine mmer noch eine witzige Bemerking gemacht zu hanen und der andere ist stinkebeleidigt. Ich könnte diese Liste noch lange fortsetzen was bei mir alles "nicht Stimmt". Die Krux ist, ich weiß daß was nicht stimmt, kanns aber nicht ändern und ich kann es nicht benennen, was nicht stimmt.

    Deswegen klammere ich ja meine ganze Hoffnung an die Diagnose, daß der sagt ich hab AD(H)S und daß ich eine Behandlung bekomme, die mir hilft mit meinen Beschwerden besseer fertigzuwerden. Wenn ich nun schon im Vorfeld gesagt kriege: Huch, dieser Arzt ob der der Richtige ist für die Diagnose und ich würde an deiner Stelle lieber in eine Klinik gehen...dann tut mir das überhaupt nicht gut.

    Und wenn der nun sagt, Ätsch du hast gar kein ADS was mach ich dann ?
    Mein bisheriges Scheißleben fortsetzen ? Oder was ?
    Ich steh derzeit sowas von unter Druck. Ich will endlich wissen was mit mir los ist.
    Ich bin jetzt 64 und wer weiß wieviel Zeit mir überhaupt noch bleibt um es jemals herauszufinden.

    Manfred

  2. #2
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 4.257

    AW: Gute Diagnose?-schlechte Diagnose?

    Also das ist bei Ärzten immer so dass du zu dem Arzt vertrauen haben musst. Und wenn dein Bauch dir sagt "OK, dem trau ich" ist schon mal viel gewonnen.

    Lass dich durch Gerede nicht kirre machen denn was ist schlimm daran wenn er mit einem Ergo zusammenarbeitet? Ergotherapie kann sehr hilfreich sein. Dumm ist es nur wenn er ideologische gefärbt ist - es gibt Ärzte die bestimmte Behandlungsoptionen von vornherein ausschließen, da würde ih dann doch nicht hingehen (oder nur zur Diagnose, das sind ja 2 Paar Schuhe - ein guteer Diagnostiker muss ja nicht unbedingt auch gut behandeln können und umgekehrt).

    Und wenn er sagt "Ätsch, kein ADHS" dann muss er eine Alternative nennen und dann gibt es genau zwei Möglichkeiten:

    1. Du vertraust ihm und sagst "OK, kein ADHS, was anderes, fangen wir halt da an" - dir ist ja nicht an einer Bestimmten ICD-Nummer sondern an wirksamer Hilfe gelegen.
    2. Du sagst "Nö, glaub ich nicht, Ich will ne Zweitmeinung".

    Es kann übrigens auch sein dass er sagt "Ja, da ist vermutlich außerdem ein ADHS aber das ist nicht das akute Problem, das akute Problem heisst .... und das gehen wir mal zuerst an" - das ist nicht mal mal unwahrscheinlich.

    Also, Kopf hoch!
    Geändert von Wildfang (27.12.2012 um 12:29 Uhr)

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 183

    AW: Gute Diagnose?-schlechte Diagnose?

    Also ich wusste schon lange vor den Ärzten das ich adhs habe,ziemlich sicher war ich mir nachdem es bei meiner Tochter erkannt wurde.
    Inm Rahmen einer Studie (MEGA lange Testung) kam raus man könne von adhs ausgehen allerdings erst sicher sein wenn geklärt ist das es nicht von depris etc kommt (mein Zustand)

    Seit nunmehr 11 Jahren (!!!wuahh) führt mich mein weg immer wieder mal in die Klapse ( nicht wo die Studie war)
    Dir haben meinen Verdacht immer für spinnerei oder nicht zutreffend erklärt.
    Dieses Jahr war ich dort mal wieder zu Gast und siehe da meine dortige Psychologin kam von ganz alleine drauf... (danke)
    Dann wurde noch ein Test gemacht (der war kurz) und das Ergebnis war ADHS im klinisch auffälligem Bereich.
    So... Ich hatte also immer Recht und denn richtigen Richer.
    Manchmal lohnt dich das Kämpfen,nicht aufgeben usw doch.
    lg

  4. #4
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 4.257

    Gute Diagnose?-schlechte Diagnose?

    Bei mir kam die - allerdings Psychotherapeutisch geschulte - Hausärztin drauf (!!!) nachdem die standardmäßigen 08/15-Behandlungen bei mittelschweren Depressionen nicht gefruchtet haben ... komplette Diagnose dann beim Neurologen ums Eck (das hat sie sich dann nicht zugetraut).

    OK das war dann auch einfach mit den beiden Gutachten aus der Kindheit ...


    ---
    Zwischen Angel und Tür: Per Telefon und Tapatalk.

  5. #5
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.907

    AW: Gute Diagnose?-schlechte Diagnose?

    Ich beschäftige mich ja erst seit Kurzem mit der Mögichkeit ADS zu haben. Nun hab ich auch schon einen Termin zur Diagnostik. Ich hab mir den geholt, weil ich im Internet gelesen habe, dass ADS klar diagnostiziert werden kann. Nun bin ich doch etwas verunsichert, kann es den sein, man hat es, aber der Arzt der die Test duchführt stellt es nicht fest. Gibt es denn objektive Kriterien - also z.B. Blutwerte die auf ADS hinweisen oder Messungen wie der Dopaminzustand des zu Testenden ist ? Oder ist alles mehr eine phychologische Beurteilung ? Bei einer Klinik, bei der ich leider keinen Termin bekommen habe, stand, dass sie auch das Gehirn untersuchen - gehört das bei allen, die die Diagnostik machen zwingend dazu ? Mich beschäftigen diese Fragen, weil ich nicht in ein Zentrum gehen möchte, wo die Diagnostik nicht gut ist, weil ich eine richtige Antwort auf die Frage brauche, ob ich ADS habe oder nicht oder meine Porbleme andere Ursachen haben (das Zentrum bei dem ich einen Termin bekommen habe hat ganz neu aufgemacht und so kann man nicht lesen im Internet von Anderen die schon dort waren, ob die beiden Ärzte, die das dort machen, auch wirklich kompetent sind. )

    Wäre sehr freundlich von Euch, wenn ihr mir die ein oder andere Frage beantworten könntet - es ist wirklich wichtig für mich. Lieben Dank bereits jetzt !!!!

  6. #6
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 84

    AW: Gute Diagnose?-schlechte Diagnose?

    @Wintertag: Also soweit ich weiß gibt es keine Werte, die man messen kann. Die Diagnose wird aufgrund mehrerer Teile gestellt, wenn mehr oder weniger alles darauf hindeutet, wird die Diagnose gestellt. In der Regel wird ein EEG und eine Untersuchung der Schilddrüse durchgeführt, um andere Erkrankungen mit ähnlichen Symptomen auszuschließen. Bei mir wurden mehrere Gespräche geführt, ich musste einige Bögen ausfüllen und habe Bögen über die Kindheit mitbekommen, die meine Mutter ausfüllen musste. Und ich musste meine Grundschulzeugnisse mitbringen und diese wurden nach Hinweisen durchsucht, allerdings waren die auch bei mir nicht ganz eindeutig. Nach dem 3. oder 4. Termin habe ich meine Diagnose bekommen und habe dann auf meinen Wunsch hin auch sofort Medikamente mitbekommen.

  7. #7
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.907

    AW: Gute Diagnose?-schlechte Diagnose?

    @nomnomom - hab ganz herzlichen Dank für deine Antwort. Darf ich dich fragen, du hast also, weil du es so wolltest sofort Medikamente genommen. Die hast du also bekommen ohne, dass du erst eine langwierige Verhaltenstherapie machen musstest (bitte nicht falsch verstehen, ich weiß schon, dass die eventuell notwendig ist und denke nicht - also prima, wenn ich es habe nehme ich ein Medikament und alles wird gut, zumal ich hier mich auch schon diesbezüglich belesen habe, dass es auch lange dauern kann bis man auf diese richtig eingestellt ist). Machst du jetzt parallel noch eine Verhaltenstherapie? Und konnten dir die Medikamente sofort helfen. Was waren oder sind denn deine größten Probleme? Bei mir ist es so, dass ich studiere und merke, ich kann das nicht schaffen, weil ich überhaupt nicht lernen kann (konnte ich noch nie im Leben), denke also, dass ich vor allem große Probleme mit der Konzentration habe.

  8. #8
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 84

    AW: Gute Diagnose?-schlechte Diagnose?

    Ich habe sofort Medikamente bekommen, weil ich zum Arzt gegangen war, weil ich auf der Arbeit Probleme mit der Konzentration und meiner Impulsivität hatte, der Arzt meinte, ich müsste selbst entscheiden, ob ich es für nötig halten würde. Wenn ich die Probleme auf der Arbeit nicht gehabt hätte, meinte der Arzt, wären die Medikamente nicht unbedingt nötig gewesen.
    Allerdings hat mir das Medikament (Strattera) damals nicht geholfen, so dass ich es dann wieder abgesetzt habe.
    Eine Verhaltenstherapie habe ich noch nicht gemacht, habe es aber vor.
    Mittlerweile nehme ich Elontril, die Wirkung ist besser als vom Strattera, bei der Konzentration merke ich selbst aber keine Verbesserung, habe nur weniger Stimmungsschwankungen und fühle mich innerlich nicht mehr so unruhig, also wenigstens schonmal eine kleine Verbesserung.

  9. #9
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 499

    AW: Gute Diagnose?-schlechte Diagnose?

    Hallo Manfred,

    In Karlsruhe gibt es keinen anderen Arzt der eine ADHS Diagnose bei Erwachsenen stellt, zumindest keinen der der darauf wirklich spezialisiert ist.
    Ich bin bei diesem Arzt und ich muss sagen, ich bin bisher zufrieden auch der Ergotherapeut mit dem er zusammen arbeitet scheint mir sehr kompetent zu sein, er kannt sich gut mit ADHS Patienten aus. Er nimmt sich wirklich Zeit auch die Testergebnisse durchzusprechen. Ebenso macht der Arzt auf mich einen kompetenten Eindruck, auf mich vermittelt er Sachkenntnis und er hat mir auch erklärt was wie in meinem ADHS-Hirn funktioniert und wie die Medis im Hirn wirken. Auch ich wusste, dass er umstritten ist bin trotzdem zu ihm gegangen und verstehe mache negativen Aussagen über ihn nicht.

    Geh zu deinem Termin im März, mach dir selbst ein Bild und wenn du dich nicht gut aufgehoben fühlst, bleibt dir noch immer die Möglichkeit, dich im ZE Mannheim testen zu lassen, leider haben die Wartelisten von bis zu einem Jahr!

    Wenn du magst kannst mich gerne per PN anschreiben und ich erzähle dir mehr über die Diagnose und Testung in Karlsruhe.

  10. #10
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.907

    AW: Gute Diagnose?-schlechte Diagnose?

    @nomnomnom - vielen Dank für deine Antwort auf meine Fragen !

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