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Diskutiere im Thema Was gefällt an der Diagnose? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
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Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #1
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 34
    Forum-Beiträge: 1.388

    Was gefällt an der Diagnose?

    Meine Ärztin fragte mich im letzten Gespräch, was mir an der ADHS-Diagnose, die ich in einer Institutsambulanz erhalten habe, gefällt.

    Die Frage konnte ich eigentlich nicht wirklich beantworten und sie beschäftigt mich seither.

    Meine Antwort war, dass wenn ich davon ausgehe, dass die Diagnose richtig ist, dass ich mir damit dann sehr viel in meinem Leben erklären kann.

    Aber die Frage lässt mich nicht los...

  2. #2
    hirnbeiß

    Gast

    AW: Was gefällt an der Diagnose?

    Naja. Die Frage:
    'Was gefällt dir, daß du bis dato vom Schicksal in der Luft zerissen und
    in den Staub getreten wurdest und als du gedacht hast, jetzt ist es endlich vorbei, dann
    hat dir ein Vogel auf den Kopf geschissen?'. So als 'i-Pünktchen'?
    Diese Fragen sind nie leicht zu beantworten. Sie sind lediglich schnell gestellt.
    Es gibt keine schweren Fragen. Es sind stets die Antworten, die schwer zu formulieren sind.
    Eigentlich konnte ich bei meiner Diagnose keine befriedigende Antwort finden. Es ist die Zeit, die dafür arbeitet.
    Die begleitende Therapie und das Verständnis, für einem selbst, eine Mischung aus Eichhörnchen und einem fliegendem Topf voller Spaghetti zu sein.
    Manchmal ist es besser, Antworten Zeit zu lassen, sich zu orientieren.
    Irgendwo wird der Topf mit den Nudeln schon landen.
    Du hast jetzt deine Diagnose.
    Es werden verschiedene Zeiten von verschiedenen Erkenntnissen auf dich zukommen. Wie im richtigen Leben halt.
    Kopf hoch und Spaghetti?- Magst du eigentlich Spaghetti?

    LG --hirnbeiß--

  3. #3
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.418

    AW: Was gefällt an der Diagnose?

    Hallo swidi,

    Irgendwann wirst du schon deine antworte selber finden... Was andere sagen kann vielleicht inspierend sein. Antwort von Hirnbeiss fand ich lustig, aber auch interessant.

    bei mich war so: ich war froh dass das kind eine name hat. es hat mich einige situationen auch erleichtert zu sagen "ich habe ADS und deswegen...". Es hat mich auch eine gewissen innere sicherheit gegeben: da ich wusste was mich plagt, konnte ich auch darüber besser kommunizieren. Auch da ich wusste welche name das problem hat, konnte ich auch gezielter nach lösungen suchen. Es hat mich auch geholfen ein grosse stück von schuld gefühlen zu ablegen: ich bin weder faul noch undisziplkiniert, mein hirn tickt anders als bei die mehrheit die menschen und mittelrweile, finde ich sogar toll wie er tickt und was ich damit machen kann (was stinos oft eben nicht gut können).

    Später hat es mich auch gefällt medis nehmen zu dürfen .

    Jetzt 5 jahre später sage ich dass meine diagnose vieles gutes in mein leben geändert hatte.

    lg

  4. #4
    Octoroo

    Gast

    AW: Was gefällt an der Diagnose?

    *hat sich erledigt*

  5. #5
    Comicus Divinius

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.200

    AW: Was gefällt an der Diagnose?

    Seit ich die Diagnose habe, habe ich seltsamerweise etwas gefunden in mir, was fast schon Frieden ist.
    Ich bin nicht allein, ich bin nicht der einzige, der " aus der Art geschlagen" ist. Ich weiß das ich für manche meiner Schwächen nichts kann,
    ich mache es nicht mit Absicht, die Befürchtung hatte ich immer, das ich unterbewußt Selbstsabotage betreibe.

  6. #6
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 499

    AW: Was gefällt an der Diagnose?

    Ich hatte mit meiner Diagnose endlich eine Erklärung für [diverse Symptome hier einsetzen] gefunden.

    Das Leben wurde dadurch nicht unbedingt leichter, die Schwierigkeiten waren die gleichen, aber ich wusste zumindest endlich warum.

  7. #7
    mit Nebenwirkung

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 48
    Forum-Beiträge: 4.672

    AW: Was gefällt an der Diagnose?

    Hmm... habe jetzt mal wie eine Erwachsene vorm Antworten eine Nacht drüber geschlafen... wie man so schön sagt.
    Im Affekt hätte ich geantwortet ob die Frau Therapeutin einen makaberen Sinn für Humor hat.

    Inzwischen gehe ich davon aus, dass sie sich ungeschickt ausgedrückt hat. Evt. meinte sie: "Wie kommen Sie mit Ihrer Diagnose zurecht, Frau Swidi?" oder "Welche Gedanken gingen Ihnen so durch den Kopf, als Sie die Diagnose erhielten?"

    Denn die gestellte Frage, ob die Diagnose "gefällt" ist einfach absurd... finde ich zumindest.

    Das merkt man sofort, wenn man, anstatt ADHS, eine beliebige andere Diagnose einsetzt:

    "Wie gefällt Ihnen die Multiple Sklerose-Diagnose?"
    "Wie gefällt Ihnen die Alzheimer-Diagnose?"
    "Wie gefällt Ihnen die Borderline-Diagnose?"


    Absurd!!!

  8. #8
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.871

    AW: Was gefällt an der Diagnose?

    happypill schreibt:

    Denn die gestellte Frage, ob die Diagnose "gefällt" ist einfach absurd... finde ich zumindest.

    Das merkt man sofort, wenn man, anstatt ADHS, eine beliebige andere Diagnose einsetzt:

    "Wie gefällt Ihnen die Multiple Sklerose-Diagnose?"
    "Wie gefällt Ihnen die Alzheimer-Diagnose?"
    "Wie gefällt Ihnen die Borderline-Diagnose?"


    Absurd!!!
    Die Frage war nicht, wie oder ob Swidi die Diagnose gefällt, sondern WAS an der der ADHS Diagnose gefällt. Das ist meiner Meinung nach schon ein Unterschied.

    Die Antwort auf die Frage, was einem an der Diagnose gefällt, kann sehr aufschlussreich sein, weil sie einen Hinweis darauf gibt, welche Veränderungen man sich erhofft und was für einen selber die Diagnose bedeutet.
    Und man kann so auch sehen, ob einem die Diagnose überhaupt gefällt, ob man sich damit identifzieren kann oder ob man sie ablehnt.

    Was mir an meiner ADHS Diagnose gefällt, ist dass es endlich mal eine Diagnose gibt. Ich habe mich jahrelang so gefühlt, als ob ich orientierungslos herumirre. Durch die Diagnose konnte ich herausfinden, wo ich gerade stehe. Ich konnte mir meinen vergangenen Weg erklären und ich kann jetzt Maßnahmen für meinen zukünftigen Weg ergreifen. Ich kann schauen, welchen Weg ich, wann und wie und mit wem gehen möchte.

  9. #9
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 60
    Forum-Beiträge: 1.267

    AW: Was gefällt an der Diagnose?

    Was du erzählst macht mich misstrauisch. Ich hab ähnliche Fragen auch gestellt bekommen, und zwar duchwegs von Leuten, die von ADHS nicht viel hielten und entsprechend wenig Ahnung hatten. Die wollten eigentlich wissen, ob ich mir da nicht eine Diagnose ausgesucht hätte, die mir besser gefiel als das was die Damen und Herren Fachleute meinten.

    Meine Antwort war ähnlich wie die Bisherigen: es hat mir Dinge erklärt, die vorher unerklärlich oder widersprüchlich waren. Dadurch ist mein Leben nicht zum Spaziergang geworden, aber ich kann besser verstehen was da oft abläuft.

    Kann aber gut sein, dass ich deiner Psychologin damit Unrecht tue. Ist auch schwer einzuschätzen ohne den Gesprächszusammenhang.

    lg
    lola

  10. #10
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 362

    AW: Was gefällt an der Diagnose?

    Also ich sehe das ähnlich wie lola und happypill.

    Und ob die Frage wie von Fliegenpilz korrigiert mit einer anderen Diagnose ausgetauscht wird,
    klingt es immer noch seltsam:

    Was gefällt Ihnen an der Diagnose chronische Darmentzündung?
    Was gefällt Ihnen an der Diagnose xy?

    Zum einen ist es eine massiv beeinflussende Art der Fragestellung.
    Der Satz selbst suggeriert alleine schon dass etwas an der Diagnose gefallen muss.

    Bei mir läuten hier massivst die Alarmglocken. (Siehe Beitrag von lola)

    Ich glaube nicht dass der Satz unglücklich formuliert wurde, wenn ja dann ist die Ärztin ein Kommunikatonstrottel.

    Denn auch wenn mir durch die Diagnose vieles klarer geworden ist und es einen Namen bekommt,
    was automatisch dazu führt dass ich besser damit leben lernen kann,
    gibt es nichts was mir an irgendeiner Diagnose gefällt.

    LG
    Lillemoor

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