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Diskutiere im Thema Ad(h)s Symptome? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
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Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 6

    Ad(h)s Symptome?

    GuteN'abend ihr ADHS-Chaoten,


    Gerade in der letzten Zeit bin ich wieder über meine vielen Probleme gestolpert und da wollte ich es mal hier ansprechen und fragen, ob jemand mit dem einem oder anderem Erfahrung hat.


    Ich(18 Jahre) habe schon immer Konzentrations- und Motivationsprobleme. Schulisch lief trotzdem immer meist alles gut bis sehr gut, außer dass ich mich nie dazu aufraffen konnte außerhalb der Schule zu lernen oder gar irgendwas für die Schule zu tun, wodurch ich regelmäßig mangelhafte Noten für nicht angefertigte Arbeiten bekommen habe. (Zusätzlich bin ich, trotz meines Alters, leider noch kein Organisationstalent und so habe ich oft Schulmaterialien zuhause liegen gelassen.)
    Die Arbeiten habe ich meist immer erst, wenn überhaupt, am Abend zuvor angefangen, da ich sie vorher nur vor mir hin geschoben habe und dann habe ich mich letztlich immer über mein Verhalten geärgert und mich am Ende noch sehr gestresst, indem ich dann eben mal eine Nacht durchgearbeitet habe.


    Es ist zwar nicht diagnostiziert, trotzdem gibt es ziemlich viele Hinweise auf Ad(h)s. (Mit Hypoaktivität, wie es ja auch so schön heißt. Jedenfalls nach dem, was ich von der Ad(h)s Variante gelesen habe.)

    Nur zwei, drei Dinge, die wohl auch bei einem Ad(h)s'ler auch zutreffen können: Auditive-Wahrnehmungsstörung(wurde bei mir im Alter von sechs Jahren Diagnostiziert), Stotterer(Diagnose mit fünf Jahren), Legasthenie(Hoffe es ist richtig geschrieben , wurde bei mir mit acht Jahren diagnostiziert),

    Oder meint ihr, dass meine Konzentrationsprobleme auch etwas mit meinem Blutdruck zutun haben kann? (80-45 und Puls bei 45 laut ärztlichem Befund, muss dazu sagen, dass ich seit einem halben Jahr Leistungssport betreibe, woher mein niedriger Puls kommen kann, mein Blutdruck hatte aber schon immer diese Höhe.)
    Und meine Motivationsprobleme hauptsächlich mit meinen schweren Depressionen(auch diagnostiziert).

    (Zusätzlich habe ich die Diagnose "High-Functioning-Autismus" bekommen, die ich aber nicht so richtig passend finde. Zwar habe ich mich, wie viele autistische Personen, lange auf Entzug befunden, sprich ich habe mich erfolgreich fünf Jahre der Schule entzogen, aber ich hatte mit 15 Jahren meine erste, auch sehr schöne Beziehung.
    #: Früher war ich oft sehr emotional, heute bin ich es nur noch sehr selten und denke eher objektiv, was zu der Diagnose geführt haben kann. Meine frühere Freundin hat mich allerdings eher als sehr Emotional in Erinnerung, auch wenn es mit schwer fiel ihr gegenüber meine Gefühle immer zu zeigen, da ich ganz große Vertrauensprobleme, aus welchen Gründen auch immer, habe.

    Entschuldigung für mein wirres Geschreibe. Ich hoffe ihr könnt alles verstehen und mir vielleicht helfen.


    Danke, und einen schönen Abend!
    Geändert von mathpics (12.12.2012 um 21:26 Uhr)

  2. #2
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 25

    AW: Ad(h)s Symptome?

    Lieber Mathpics

    was du schreibst hört sich sehr ADSig an. Ich studiere und mache meine Arbeiten auch immer auf den allerletzten Drücker. Ich nehme mir immer vor: jetzt setzt du dich hin und fängst an, so mache ich das jeden Tag und fange trotzdem nicht an.

    Motivationsprobleme kennen wir glaub ich alle, hast du die auch bei Dingen die dir Spass machen? Gerade ADSler mit Hypoaktivität werden oft als depressiv diagnostiziert. Ich habe drei Töchter, zwei hyperaktiv und eine hypoaktiv, und bei der hypoaktiven wurden auch Depressionen diagnostiziert, doch kam sie mir nie wirklich depressiv vor, sondern antriebslos, was ein Hauptmerkmal von Depressionen ist.

    Gerade hypoaktive Menschen sind schwieriger zu erfassen, da sie meist in der Schule gut sind und nicht so auffallen wie die Zappelphilippe.

    ADHS zeigt auch immer authistische Züge, früher konnte ich mit Enttäuschungen nicht umgehen, wenn irgend etwas das vorhergesehen war, aus irgendwelchen Gründen nicht geklappt hat, war ich sauer und hab herum geschrieen, oder wenn ich im Kopf einen bestimmten Weg habe, den ich gehen will und mein Mann nimmt aber einen anderen Weg, kann ich das nicht einfach so hinnehmen, ich muss sagen: nehmen wir nicht den anderen Weg.

    Ich würde eine seriöse ADHS Abklärung bei einem Spezialisten machen um sicher zu gehen.

    Hoffentlich konnte ich dir weiterhelfen

    Leilani

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 6

    AW: Ad(h)s Symptome?

    Depressionen spüre ich eigentlich gar nicht mehr. Wie gesagt denke ich selbst eher, dass die Depressionen nur durch Situationen von damals kamen.

    Es kommt einfach darauf an, ob mir die Dinge wirklich Spaß machen. Mein Sport bringt mir Spaß und den Betreibe ich auch je nach lust oft bis sehr oft.

    Eigentlich bin ich ein Mensch der sich für alle Bereiche des Lebens interessiert und ich finde es sehr schwer mich für einen zu Entscheiden.

    Daher muss ich bald die Entscheidung treffen in welchen Bereich ich gehe. Im Text oben hatte ich geschrieben, als würde ich nicht mehr in die Schule gehen, aber ich gehe noch zur Schule und nicht in eine zwölfte oder 13. Klasse, wie es meinem Alter entsprechen würde.

    Ich kam mit 12 Jahren aufgrund von von Symptomen, die auf die oben genannten Diagnosen zurückzuführen sein können in der Schule nicht zurecht und habe diese dann fünf Jahre leider nicht besucht. Damals war es ein Gymnasium. Vor 1,5 Jahren hatte ich dann mein Hauptschulabschluss extern gemacht und bin danach wieder ein Jahr nicht zur Schule gegangen. Nach dem Jahr, also jetzt, gehe ich erst in eine 10. Klasse einer Realschule und mache meinen Realschulabschluss nach.

    Habe während meiner gesamten Schulabstinenz nicht parallel gelernt, sondern damit ich beim Hauptschulabschluss sehr gute Noten bekommen habe, hatte das Wissen, das ich noch irgendwie von dem damaligem Gymnasium hatte, gereicht. Auch beim Realschulabschluss ist es so ähnlich, dass ich also EIGENTLICH nicht lernen brauche. In allen Fächern außer Englisch, da fehlen mir einfach noch Vokabeln und die Grammatik hatte ich auch nie gelernt, bin ich durchgehend sehr gut, AUßER: Am Anfang des Schuljahres wurde uns gesagt, welche Prüfungen wir wann haben werden, sprich wir haben vor den Weihnachtsferien unsere ersten vier Prüfungen, zwei davon sind auch z.B. schon vorbei.
    Allerdings habe ich dafür einfach nichts gemacht und mich ärgert es eben unheimlich, dass es nichts gutes geworden ist und dass ich mich einfach nie zu solchen Dingen aufraffen kann.

    Für die Zeit nach dem Realschulabschluss strebe ich eine Ausbildung als Fachinformatiker im Bereich der Anwendungsentwicklung an oder stelle mir vor, wenn ich keinen Ausbildungsplatz bekomme, dass ich die Fachhochschule im Bereich Informatik nachmache.

    Um aber (jetzt nochmal) auf deine Frage zurückzukommen. Es kann mal vorkommen, dass ich mich auf Dinge, die mir Spaß machen oder mich sehr Interessieren gut konzentrieren kann. So habe ich mich dann auch versucht in den Bereich des Programmierens einzuarbeiten, aber irgendwie wird es nichts. Es ist einfach etwas anderes als Sport. Mein Wissen kann ich zwar immer sehr gut Anwenden, aber meine Phasen sind oft ziehmlich kurz in denen ich sinnvoll lerne, bevor ich wieder irgendwas finde, womit ich mich sonst beschäftige.
    Was mich ebenfalls stört, aber gut da sag ich mir eben, dass ich in der Ausbildung hoffentlich praktischer lernen werde. Aber was ist wenn es nicht so ist.

    Neben dem Problem mit der Ausbildung, dass ich mir eigentlich eine Richtung ausgesucht habe, ich aber gar nicht sicher bin ob es wirklich dass richtige ist, weil ich mir einfach für so vieles Interessiere, gibt es eben auch das oben letztgenannte Problem.

    Noch ein Blick von "so etwas" kann man zur Zeit leider in meinem "Lebensbereich" sehen. Wohne zur Zeit in einer WG. Für den Sommer Ziele ich eine eigene Wohnung an und eigentlich steht dem auch nichts im Weg, AUßER: Zwar sieht es bei mir immer sehr ordentlich, aber ständig verlege ich irgendwas, was häufig dann eben beispielsweise für die Schule relevant wäre. Um ärztliche und andere Termine kümmere ich mich natürlich selber, aber oft kommt einfach irgendwas dazwischen. Z.B. habe ich am Morgen noch an einen Termin gedacht, aufgeschrieben habe ich ihn auch, aber dann vergesse ich ihn trotz allem. Zum Glück waren die Damen bei der Anmeldung bei den Ärzten immer stets sehr freundlich, wodurch es bisher nicht zum Problem wurde, aber ich denke ich sollte es mir irgendwie abgewöhnen. Und gerade dies ist einfach gesagt als getan. Tausendmal gesagt Tausendundeinmal nichts geändert und ich ärgere mich noch immer darüber. Ich denke, wenn ich nur mal die Dinge vorher Anfangen würde, würde ich schon sehr vielen Problemen aus dem Weg gehen.

    Nächstesmal bemühe ich mich in Zurückhaltung, jedenfalls was das viele Schreiben betrifft.
    ADHS zeigt auch immer authistische Züge, früher konnte ich mit Enttäuschungen nicht umgehen, wenn irgend etwas das vorhergesehen war, aus irgendwelchen Gründen nicht geklappt hat, war ich sauer und hab herum geschrieen, oder wenn ich im Kopf einen bestimmten Weg habe, den ich gehen will und mein Mann nimmt aber einen anderen Weg, kann ich das nicht einfach so hinnehmen, ich muss sagen: nehmen wir nicht den anderen Weg.
    Dass am Schluss, finde ich das Schlimmste, manchmal aber auch sehr schön. "Warum muss man immer die Extremen gehen?"

    War vor einem Jahr bei einem Therapeuten, der leider zu viel auf Naturheilverfahren, oder zynisch müsste ich wohl sagen "auf Kartenlegen" setzt. Fand ihn zwar als Person sehr nett, wir hätten aber auch über die Wirtschaft sprechen können und es hätte mich genauso sehr psychisch weitergebracht. Der nächste Termin bei Therapeuten in meiner Nähe gibt es leider erst Mitte Februar, außer ich gehe zu einer Kinder- und Jugend Psychologin, bei der ich mir allerdings nicht sicher bin, ob einen AD(H)S Test mit mir macht. Die verschreibt für gewöhnlich schon bevor sie jemanden gesehen hat, wenn man schon vorher eine Diagnose bekommen hatte, Tabletten. Tabletten habe ich bisher noch nie zu mir genommen, außer Antibiotika und co. Werde es trotz dem mal bei der Psychologin probieren.

    Danke für deine Antwort, versuche mich wirklich beim nächsten Mal kürzer zu fassen. Jetzt sollte aber auch das Meiste gesagt sein.

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