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Diskutiere im Thema "Nicht genug beeinträchtigt" - Was nun? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #11
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 12

    AW: "Nicht genug beeinträchtigt" - Was nun?

    stargazer schreibt:
    Eine ADS Diagnose hat ja auch nicht nur Vorteile, Stichwort Versicherungen. Findest du hier im Forum noch mehr zu.
    So gesehen handelt Dein Arzt vielleicht verantowrtungsvoller als du denkst. Nur erklärt hat er es villeicht schlecht.
    Kann mir mal jemand sagen was mit "Stichwort Versicherungen" gemeint ist? Einfach nur Krankenversicherungen und der öde Umgang mit ihnen oder was anderes?

  2. #12
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 44
    Forum-Beiträge: 1.943

    AW: "Nicht genug beeinträchtigt" - Was nun?

    AD(H)S Selbsthilfe Münster - ADHS und Versicherung


    Hier ist es gut erklärt. les auch den Kommentar unten.

  3. #13
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 43

    AW: "Nicht genug beeinträchtigt" - Was nun?

    IonTichy schreibt:
    Der psychiater, der dich (nicht) diagnostiziert hat: wie lange hat er sich zeit genommen?
    Das Erstgespräch dauerte so ne Stunde. Dann habe ich mich bei der psychologischen Testung auch nochmal eine halbe, dreiviertel Stunde mit der Psychologin unterhalten. Die war allerdings krank und deshalb beim Gespräch leider nicht da, aber ihre Unterlagen hatte der Arzt. Und dann haben wir, bevor er die Diagnose dann verweigert hat, nochmal so ne gute halbe Stunde geredet.

    IonTichy schreibt:
    Ich kann grad nicht richtig sagen, was ich denken soll. Irgendwie finde ich es ja richtig, dass eben nicht jeder grad mal soo leicht so eine diagnose bekommt. (Das ist doch der vorwurf der typischen ads kritiker, das das alles viel zu leichtfertig gehandhabt wird)

    Andererseits finde ich, es ist ein sonderbares verantwortungsverständnis, dir schon mal anzukündigen, dass du in ein paar jahren vielleicht ja eine positive diagnose bekommen könntest.
    So nach dem Motto, dein Karren ist noch nicht weit genug im dreck, mach erst mal noch einen Haufen versagenserfahrungen, flieg wegen dämlichkeiten aus ein paar Jobs raus, leg dir eine anständige depression zu, vermassel dir mal noch ein bisschen dein Leben, dann schauen wir weiter.
    Das war auch irgendwie mein erster Gedanke.

    Ich weiß nicht, ob es daran lag, dass ich mein ADS noch nicht bewusst genug wahrnehmen kann, wie du schreibst. Das kann natürlich sein. Vielleicht habe ich mich ja auch mit der Entdeckung von ADS jetzt auf etwas versteift. Wenn man nach bestimmten Anzeichen sucht, findet man ja immer irgendwas.

    Und ADS hat ja nunmal diese unscharfen Grenzen. Einem guten Freund habe ich meine Probleme geschildert und seine Antwort war mehr oder weniger: "Ja aber das ist doch normal. Viele Menschen sind so und kommen gut klar." Ja, aber ich nicht. Habe ich wirklich schlimmere Symptome als diese Menschen? Nehme ich mir das Ganze vielleicht nur zu sehr zu Herzen und habe unrealistische Ansprüche an mich selbst? Ich weiß nicht, ob das ein Problem ist, das ich selber in den Griff kriegen kann, oder ob ich wirklich professionelle Hilfe benötige.

    Für mich selbst habe ich jetzt einfach ADS. Es ist ja im Prinzip egal, wie man die Problematik nennt. Ich informiere mich jetzt noch mehr zu dem Thema und möglichen Strategien, um damit klarzukommen. Dabei ist es ja erstmal nebensächlich, ob ich jetzt wirklich die Krankheit ADS habe, oder nur entsprechende Symptome. Wenn ich wirklich nur so leicht betroffen bin, dann wird mir die Anwendung solcher Techniken ja wohl nicht so schwer fallen. Und wenn es wirklich schwerer sein sollte, als der Arzt erkannt hat, dann kann ich so schonmal in die richtige Richtung gehen.

  4. #14
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 2.680

    AW: "Nicht genug beeinträchtigt" - Was nun?

    dasSchäfchen schreibt:
    Für mich selbst habe ich jetzt einfach ADS. Es ist ja im Prinzip egal, wie man die Problematik nennt. Ich informiere mich jetzt noch mehr zu dem Thema und möglichen Strategien, um damit klarzukommen. Dabei ist es ja erstmal nebensächlich, ob ich jetzt wirklich die Krankheit ADS habe, oder nur entsprechende Symptome.
    So ganz egal ist das nicht. Es hat schon seinen Grund, dass zu einer gründlichen diagnostik dazugehört, andere psychiatrischen störungsbilder als grund für die symptome auszuschließen. Es gibt nunmal therapeutische vorgehensweisen, die auf die zugrundeliegende störung zugeschnitten sind, z.T. auch die medikamentösen, aber auch verhaltenstherapeutische etc.

    Wenn anstelle einer (leicht oder schwer ist mir doch schnuppe) ads eine borderline oder ein asperger oder eine posttraumatische belastungsstörung oder ... oder ... oder... hinter deinen schwierigkeiten steckt, dann macht das schon einen unterschied.

    Bei einer infektiösen erkrankung willst du auch wissen ob es eine bakterielle oder eine virale infektion ist - bei einer bakteriellen wirken antibiotika, bei viralen nicht.

    erwachsene ADS menschen haben eben oft eine odyssee an therapien hinter sich, die alle nix gebracht haben, weil eben nicht auf ads zugeschnitten. Mist, die depressionen gehen einfach nicht weg. Nur die hälfte deiner symptomatik geht aber auf die (immer wiederkehrende) depression zurück, weil deine ads typischen probleme nicht behoben werden und dich das in die verzweiflung treibt.


    Und jetzt weiß ich auch, was mich an deiner sonderbaren diagnose richtig aufregt
    Schwer oder leicht, das spielt doch gar keine rolle. Du hast ein problem damit, und das entzieht sich erstmal seiner bewertung.
    Es spielt nur eine Rolle: IST es ads (-artig) oder nicht,
    Und wenn es nicht ads ist, muss er abklären, was es stattdessen ist.
    Zu sagen, es ist kein ads, weil nicht schwerwiegend genug ist zum kotzen menschenverachtend.
    Er kann sagen, es ist nicht "schwerwiegend" genug, um medikamentös zu therapieren. Kann ich als ärztliche meinung akzeptieren.
    Wäre dann trotzdem interessant, die ads problematik verhaltenstherapeutisch oder z.b. mit entsprechendem neurofeedback zu therapieren. Und zwar BEVOR das zu größeren problemen anwächst.
    Aber nicht das, ws du geschrieben hast.

    So.
    Hab ich mich reingesteigert.
    Jetzt ist meine Pizza angebrannt.

  5. #15
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 43

    AW: "Nicht genug beeinträchtigt" - Was nun?

    Erstmal tut's mir leid, dass wegen mir deine Pizza angebrannt ist.


    Also Borderline oder Asperger oder so etwas habe ich nicht. Ich habe im Rahmen meiner Diagnose Persönlichkeitstests und so gemacht, die wohl darauf ausgelegt sind, so etwas auszuschließen.

    Vielleicht habe ich mich auch im Vorfeld einfach nicht genug informiert. Ich dachte, wenn ich zu viel lese und "mich selbst diagnostiziere" verfälsche ich die Ergebnisse. Ich wollte vermeiden, mich da in etwas reinzusteigern (was mir ganz gerne mal passiert ) und hinterher überall ADS zu sehen, wo eigentlich keins ist.

    Jetzt lese ich Bücher zu dem Thema und bei den beschriebenen Fallbeispielen, denke ich mir manchmal: "Die sollen ADS haben und ich nicht?!" Vielleicht sind die Diagnosekriterien in Amerika ja anders oder diese Psychiater waren einfach ein bisschen "netter". Vielleicht tue ich mir auch immer noch ein bisschen selber leid. Vielleicht hat mein Psychiater auch schon zu viele Studenten gesehen, die ihr Leben nicht selbst in die Hand nehmen wollten und es lieber jemand anders planen lassen wollen und zusätzlich auch noch ein bisschen Ritalin abgreifen wollen. Das scheint ja jetzt die neue Modedroge der Studenten zu sein, gleich nach Coffeintabletten.


    Ich habe jetzt Nancy Ratey's "The Disorganized Mind" verschlungen und bin gerade sehr motiviert mir ganz viele neue Pläne zu machen. Ich glaube, dass viele Strategien für AD(H)Sler auch sehr gut für normale, etwas schusseligere Menschen geeignet sind.

  6. #16
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 44
    Forum-Beiträge: 1.943

    AW: "Nicht genug beeinträchtigt" - Was nun?

    Ich habe grad gelesen, jeder 5, Deutsche hat angeblich Probleme mit Aufschiebeverhalten. ;-P

    DIe können ja nicht alle ADS haben.

  7. #17
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 2.680

    AW: "Nicht genug beeinträchtigt" - Was nun?

    dasSchäfchen schreibt:
    Erstmal tut's mir leid, dass wegen mir deine Pizza angebrannt ist.
    Kein problem, es lag nicht an dir. Halt mal wieder in was reingesteigert und die Zeit falsch eingeschätzt.

    dasSchäfchen schreibt:
    Also Borderline oder Asperger oder so etwas habe ich nicht. Ich habe im Rahmen meiner Diagnose Persönlichkeitstests und so gemacht, die wohl darauf ausgelegt sind, so etwas auszuschließen.
    Na, das ist doch mal ne aussage.
    dasSchäfchen schreibt:
    Vielleicht habe ich mich auch im Vorfeld einfach nicht genug informiert. Ich dachte, wenn ich zu viel lese und "mich selbst diagnostiziere" verfälsche ich die Ergebnisse. Ich wollte vermeiden, mich da in etwas reinzusteigern (was mir ganz gerne mal passiert ) und hinterher überall ADS zu sehen, wo eigentlich keins ist.
    Ja, so ähnlich hab ich am anfang auch gedacht. Ich hab dann vor meinem ersten test auch ein bisschen vermieden, mir zu viel anzulesen. Und ich denke auch, dass es diesen Effekt tatsächlich geben könnte.
    Den umgekehrten, wie ich ihn beschrieben habe, den gibt es aber auch. Grade bei den Fragen nach der Kindheit. Da muss man sich erst mal damit befasst haben, bevor man da die ads eigenschaften erkennt. Immerhin hast du die zeit zwischen Kindheit und jetzt zu großen teilen damit zugebracht, deine schwierigkeiten herunterzuspielen und unter den teppich zu kehren.

    dasSchäfchen schreibt:
    Jetzt lese ich Bücher zu dem Thema und bei den beschriebenen Fallbeispielen, denke ich mir manchmal: "Die sollen ADS haben und ich nicht?!" Vielleicht sind die Diagnosekriterien in Amerika ja anders oder diese Psychiater waren einfach ein bisschen "netter". Vielleicht tue ich mir auch immer noch ein bisschen selber leid. Vielleicht hat mein Psychiater auch schon zu viele Studenten gesehen, die ihr Leben nicht selbst in die Hand nehmen wollten und es lieber jemand anders planen lassen wollen und zusätzlich auch noch ein bisschen Ritalin abgreifen wollen. Das scheint ja jetzt die neue Modedroge der Studenten zu sein, gleich nach Coffeintabletten.


    Ich habe jetzt Nancy Ratey's "The Disorganized Mind" verschlungen und bin gerade sehr motiviert mir ganz viele neue Pläne zu machen. Ich glaube, dass viele Strategien für AD(H)Sler auch sehr gut für normale, etwas schusseligere Menschen geeignet sind.
    Ja, ganz sicher. Leider umgekehrt nicht: viele Strategien für stinos funktionieren bei uns partout gar nicht.

  8. #18
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 43

    AW: "Nicht genug beeinträchtigt" - Was nun?

    stargazer schreibt:
    Ich habe grad gelesen, jeder 5, Deutsche hat angeblich Probleme mit Aufschiebeverhalten. ;-P

    DIe können ja nicht alle ADS haben.
    Vielleicht ist ADS ja doch ansteckend und die nächste Pandemie kommt unaufhaltsam auf uns zu .

    Diese Studien sind auch immer irgendwie...
    Ich habe vor ein paar Monaten eine Studie gelesen, die besagt, dass 50% der Studenten ein krankhaft gestörtes Trinkverhalten haben. Beim Lesen des Original-Papers stellte ich dann fest, dass die Autoren vom sogenannten Binge-Drinking sprachen (viel Alkohol in kurzer Zeit möglichst schnell herunterkippen). Dieses definierten sie als 5 oder mehr Getränke bei einer Gelegenheit. Da war mir dann auch klar, wie diese 50% zustande kommen. An einem Abend, an dem ich von 9 bis 2 Uhr weggehe, ist es durchaus nicht ungewöhnlich, wenn ich da 5 kleine Bier trinke. Bei einem Getränk pro Stunde, würde ich aber nicht mehr von Binge-Drinking sprechen. So wie die Autoren ihre Umfrage gestalteten, würde ich aber in diese Kategorie hineinfallen.

    Man muss sowas mit Vorsicht genießen, finde ich. Gerade, wenn Studien so hübsch auf einen einzelnen Satz reduziert werden.


    Aber im Moment sehe ich endlich einen Weg, mit meinen Problemen fertig zu werden, ob jetzt ADS-bedingt oder nur ADS-artig oder wie auch immer. Und das find ich gut.

  9. #19
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 44
    Forum-Beiträge: 1.943

    AW: "Nicht genug beeinträchtigt" - Was nun?

    Hihi, Recht hast du! :-)

  10. #20
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 34
    Forum-Beiträge: 1.388

    AW: "Nicht genug beeinträchtigt" - Was nun?

    Traue keiner Studie, die du nicht selbst gefälscht hast ...

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