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Diskutiere im Thema Keine Lust mehr auf Psychsosch ... und trotzdem im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
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Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 227

    Keine Lust mehr auf Psychsosch ... und trotzdem

    Mir gehts nicht schlecht, vermutlich klage ich auf sehr hohem NIveau.

    Eigentlich habe ich auch gar keine Lust mehr auf den ganzen Psychokram, leider merke ich, oder bilde ich es mir nur ein?, dass ich irgendwo immer noch fest hänge.

    Ich fahre immer wieder in die Krisen hinein, keine richtigen Depressionen, vielmehr ein Gefühl von Gefühlslosigkeit, Erschöpfung, inerer Leere, oder sind das doch Depressionen?

    Mit der Behandlung von ADHS ist einiges besser geworden, aber diese Phasen der Antriebslosigkeit, Leere, soziale Verunsicherung sind geblieben, dass trotz jahrelanger Therapien. ADHS zeichnet sich bei mir auch primär durch Impulsivität, Stimmungsschwankungen aus, weniger durch Konzentrationsmangel.

    Mir ist mittlerweile klar, dass ich auf Grund meiner Vergangenheit davon ausgehen kann, dass ich bindungsgestört, mind. persönlichkeitsgestört bin, zumindest erlebe ich das immer wieder so.

    Allerdings drehe ich da auch sehr stark um die eigene Achse, wenn ich dann mal aus deim eigenen Schatten heraustrete, erscheint die Welt sehr viel klarer und ich frage mich, warum ich mir all diese Gedanken mache. Oder sind das noch Reste aus meinem Versuch. mich immer wieder anzupassen, mich immer wieder sozial kompatibel zu verhalten, obgleich mir das schwer fällt?

    Irgendwo drehe ich sehr um mich, irgendwo möchte ich mehr sozialen Kontakt, irgendwo strengt mich sozialer Kontakt auch sehr an und ich bin eigentlich zufrieden, wenn man mich weitgehend in Ruhe und machen lässt, ohne dass ich mich anpassen muss.

    Diesen massiven plötzlichen Rückzug erlebe ich den letzten Tagen auch in meiener Beziehung, bei Bekannten, irgendwo klingt das nach Depression, aber isoliert, irgendwo anders erlebe ich mich eigentlich ständig.

    Andere nennen das kompliziert.

    Ich habe für mich die Tage das Wort Prof.Hastig-Symptom erfunden, irgendwie funktioniere ich gut, bin auch zufrieden, bis ich dann in einer Apathie versinke und dann einen neuen Anstoss brauche, der aber nicht von mir ausgeht, sondern den ich von außen erfahren muss, um dann weitergehen zu können.

    Auf der anderen Seite ziehe ich mich zurück, versinke in meiner eigenen Welt und möchte gar keine Nähe.

    Und in diese Nähe-Distanz-Problematik ist auch Teil dieser sozialen Interaktionsstörung, abgesehen von dem Intellektualisieren/Verkomplizieren von Gefühlen. Vielleicht verdränge ich die Gefühle auch nur.

    Merkwürdig finde ich nur, dass ich dieses Verhalten solange schon habe, siehe oben und bislang weder die eine noch die andere Diagnose oder Behandlung eine endgültige Klärung herbeiführen konnte.

    Langsam frage ich mich, ob ich mit dem Ergebns zufrieden sein muss oder ob es sich lohnt weiterzusuchen.

  2. #2
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 186

    AW: Keine Lust mehr auf Psychsosch ... und trotzdem

    Welche medikamentöse Therapie hast du schon hinter dir? Deine beschriebenen Probleme sind eigentlich nicht untypisch für ADHS. Eine gewisse Antriebslosigkeit und Niedergeschlagenheit ist auch bei mir vorhanden. Ich erkenne mich da wieder. Bei mir rührt sie nicht von einer Depression her, sondern von Resignation, da meine Impulskontrolle gegen Null geht. Da verliert man irgendwann die Motivation und fällt in ein Loch, weil man weiß, dass es ohnehin wieder nicht klappen wird. Ob das bei dir auch der Fall ist, kann ich nicht beurteilen. Da bei mir die Medikamente leider nicht so angesprochen haben, bleibt mir auch nur der "Psychokram". Zuerst schickte man mich zu einer Musiktherapie. Das war aber komplett das Falsche für mich. Jetzt werde ich es mit Verhaltenstherapie, Entspannungsübungen und Neurofeedback versuchen. Viele mehr andere Möglichkeiten habe ich auch nicht. Eine Erkenntnis habe ich mittlerweile erlangt: Ich weiß, dass ich es alleine und ohne Hilfe bzw. prof. Unterstützung nicht schaffen werden. Interessant wäre zu wissen, ob du eine Lebensplanung und konkrete Ziele hast, die du erreichen möchtest?

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 103

    AW: Keine Lust mehr auf Psychsosch ... und trotzdem

    hallo,

    ich habe den eindruck, dass du ein sehr sensibler u netter mensch bist, der es jedem u allen recht machen will, nur nicht an sich selber denkt, aus angst, nicht geliebt u verstanden zu werden.
    kann es sein, dass du permanent damit beschäftigt bist darüber nachzudenken, was andere über dich denken oder sagen könnten, anstatt einmal an dich zu denken?
    du verplemperst sehr viel zeit und energie für wirklich unwichtige dinge u menschen, die dir eigentlich völlig gleichgültig sein müssten.
    es spielt keine rolle, ob du in irgend einer form eine psychische erkrankung hast, jeder mensch besitzt durch seine erfahrungen u erlebnisse gewisse störungen im verhalten- absolut jeder-!
    ich glaube, bei dir überwiegt die angst, die dich in allem, was du tust oder tun willst, blockiert.
    du sehnst dich nach sozialem kontakt, ziehst dich aber- bedingt vielleicht durch schmerzhafte erfahrungen mit deinen mitmenschen in der vergangenheit-lieber wieder zurück, aus angst vor erneuten fehlschlägen.
    das ist doch keine störung, sondern eine ganz natürliche schutzreaktion.
    du scheinst jemand zu sein, der viel nachdenkt, leider nicht effektiv!!
    du solltest dir klar darüber werden, wer du bist, was dich ausmacht, was du kannst, sehe in erster linie deine positive seite u lege den pessimismus ab, es ist doch gleich, was andere über dich denken. sicher haben sie das recht sich zu äußern, ihre meinung zu sagen, sich "ihr" bild über dich zu machen. aber das ist IHR bild u nicht deins! aber wie siehst du dich?? du lässt dich von der meinung anderer zu sehr beeinflussen u verunsichern, weil du selbst nicht weißt wer du bist!durch dein geringes selbstwertgefühl beziehst du evtl. alles was geäußert wird negativ auf deine person, das wiederum erzeugt negative gedanken- gefühle- handlungen.
    versuche einen weg zu finden (das kann sehr lange dauern, aber es lohnt sich am ball zu bleiben!) DICH SELBST zu lieben u anzunehmen, so wie du bist.
    ich glaube, den richtigen weg kennst du bereits, er wird dir über deine intiution ja bereits schon mitgeteilt: PASSE DICH NICHT AN (sondern sei einfach du selbst!), du wehrst dich nur dagegen, in dem du wieder deinen kopf einschaltest, anstatt auf dein herz zu hören.
    in der häutigen zeit ist es doch beachtlich, dass es noch menschen gibt, die "eigen" sind, sich treu bleiben wollen, obwohl die umwelt permanent auf biegen u brechen versucht, diese in ein Normdenken reinzupressen. das führt zu einem inneren kampf, den man aber gar nicht führen muß- für wen denn-??
    beschäftige dich nicht mehr mit krankheiten- da kann man ja verrückt werden- sondern versuche deine gedanken mal auf deine gesundheit u dein wohlbefinden auszurichten. du wirst sehen, da kommen auf einmal ideen u inspirationen (u.a. eine von vielen stärken der adhsler)! wie du innerlich ruhiger wirst , deine starken emotionen zulassen u annehmen kannst, denn sie sind ein teil von dir u machen dich zu dem menschen, der du bist!
    du kannst doch stolz auf dich sein oder nicht?
    vielleicht helfen dir kleine entspannungspausen/Blitzschlaf oder tue etwas was dich seelisch entspannt u beruhigt.
    ich wünsche dir alles gute

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