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Diskutiere im Thema Eigenverdacht auf ADS und weiter? - Die Suche nach Gleichgesinnten im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #1
    Mia.

    Gast

    Eigenverdacht auf ADS und weiter? - Die Suche nach Gleichgesinnten

    Hallo ihr Lieben,

    mir fällt es gerade unglaublich schwer, im Bezug ADS-Diagnostik, einen Anfang zu finden und vielleicht geht es manchen von euch genauso.

    Ich hoffe nun hier etwas Platz zu schaffen um sich auszutauschen und Fragen zu klären, bei denen man nicht so recht weiss wohin.

    Mich würde z.B. interessieren:

    - Wie seid ihr auf ADS gekommen?
    - Wie lange überlegt ihr schon hin und her ob ihr euch Testen lasst?
    - Wie geht ihr die Sache an?
    - Wie schafft ihr es, eure Probleme sinnvoll in Worte zu fassen?
    ...

    Es wäre schön, wenn ihr etwas erzählen würdet und vielleicht selbst noch eine Menge Fragen in den Raum werft.

    Liebe Grüße,
    Mia.

  2. #2
    Freischalte-Mail noch nicht bestätigt

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 30
    Forum-Beiträge: 171

    AW: Eigenverdacht auf ADS und weiter? - Die Suche nach Gleichgesinnten

    Mia. schreibt:
    - Wie seid ihr auf ADS gekommen?
    - Wie lange überlegt ihr schon hin und her ob ihr euch Testen lasst?
    Hallo Mia.,

    zu diesen beiden Fragen kann ich dir eine Antwort geben. Wie bin ich auf ADS gekommen? Nun ja mein erster Gedanke war sicherlich nicht ADS.
    Kurz gesagt war ADS eine Ausschlussdiagnose. Das bedeutete in meinem Fall, dass, obwohl die drei Erkrankungen, die ich habe, gut behandelt
    sind, ich immer noch über gewisse Defizite plagte. Ich weiß gar nicht wie oft ich von jedem Arzt und Krankenhäusern auseinander genommen worden bin,
    bis man zu mir sagte, ich habe einfach zusätzlich noch eine Depression..mehr nicht...

    Rückschauend betrachtet halte ich eine Ausschlussdiagnose für sinnvoll, weil ich glaube, dass 100 andere Dinge wie ADS ausschauen können (medizinisch betrachtet).

    Für mich war es allerdings ein langer Leidensweg bis ich auf einen Artikel über ADS gestoßen bin. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich
    schon so viele Ärzte aufgesucht, so dass natürlich auch ein Neurologe dabei war, der mich auf Depressionen behandelte.
    Von ADS wollte der aber leider nichts hören...Schon gar nicht bei Erwachsenen!


    D.h. nachdem ich seit 2 Jahren bei fast allen Ärzten gewesen war, stand ich, was ADS betraf, leider noch am Anfang meiner Safari...
    Relativ motiviert habe ich dann nach langer Suche einen Arzt gefunden und mich auch sofort testen lassen...


    Viele Grüße
    der87

  3. #3
    herrwasgeht

    Gast

    AW: Eigenverdacht auf ADS und weiter? - Die Suche nach Gleichgesinnten

    1.Ich wusste es die ganze zeit bzw hab es ignoriert oder nicht bewusst wargenommen.
    2.Getestet wurde ich als Kind schon und das ergebniss war positive.
    3.Ich werde das problem mit Medis vor erst lösen.
    4.Meine probleme fasse ich ungern in worte da ich der meinung bin man soll andere leute
    nicht belasten mit eigenen probleme und so möchte ich das auch nicht umgekerht haben.

  4. #4
    Mia.

    Gast

    AW: Eigenverdacht auf ADS und weiter? - Die Suche nach Gleichgesinnten

    herrwasgeht schreibt:
    4.Meine probleme fasse ich ungern in worte da ich der meinung bin man soll andere leute
    nicht belasten mit eigenen probleme und so möchte ich das auch nicht umgekerht haben.
    Ich finde es ja gut, andere nicht belasten zu wollen, allerdings garnicht über Probleme reden und sich nicht mitteilen ... - Ich bin mir nicht sicher, ob das gesund ist.

    Und irgendwie musst du ja deinem Therapeuten davon berichtet haben.
    Viel dir das leicht? Hattest du Angst auch ihn zu sehr mit hinein zu ziehen?

    Für mich ist es eher ein "Geschenk" wenn mir jemand etwas anvertraut, ich würde mich freuen, wenn du Lust hättest meine Fragen zu beantworten.

    Mia

  5. #5
    herrwasgeht

    Gast

    AW: Eigenverdacht auf ADS und weiter? - Die Suche nach Gleichgesinnten

    Mia. schreibt:
    Ich finde es ja gut, andere nicht belasten zu wollen, allerdings garnicht über Probleme reden und sich nicht mitteilen ... - Ich bin mir nicht sicher, ob das gesund ist.

    Und irgendwie musst du ja deinem Therapeuten davon berichtet haben.
    Viel dir das leicht? Hattest du Angst auch ihn zu sehr mit hinein zu ziehen?

    Mia
    Ja es viel mir leicht ich will ja hilfe vom Arzt und ich bin der ansicht geht rein sag wo es weh tut und so kann er dir helfen.
    Natürlich rede ich ab und an mit meinem bro über probleme und er
    steht mir immer zu seite so wie ich ihm,wenn der Schuh drückt.

  6. #6
    Inventar-Nr. 847

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 525

    AW: Eigenverdacht auf ADS und weiter? - Die Suche nach Gleichgesinnten

    Hallo Mia!

    Auf deine Fragen kann ich folgendes sagen:

    Mein Sohn wurde diagnostiziert. Ich als bekannte Leserate habe alles Mögliche zu diesem Thema gelesen und mich selbst in der Symptomatik "entdeckt".

    Es stand sofort für mich klar, dass ich eine Diagnose haben möchte. Ich kann schlecht mit Ungewissheit leben, immer schon.

    Dann habe ich im inet nach den Ärzten in meinem Region gesucht, die mit Erwachsenen mit ADS arbeiten, also Neurologen, bei denen in Tätigkeitsbeschreibung/Spezialisierung das auch steht. Die Liste habe ich in einem ADS-Forum gefunden. Dann mir einige ausgewählt, deren Websites/Bewertungen angesehen und mir einen Termin geben lassen.

    In Zwischenzeit habe ich einen Lebenslauf erstellt, und eine Liste mit Symptomen, die ich bereits als Kind/Jugendliche/Erwachsene hatte/habe. Man kann auch eine Liste machen, in den du deine Probleme in verschiedenen Lebensbereichen hast, also Familie/Arbeit/und und und... Und das habe ich dann meinem Arzt vorgelegt. Wenn du dich nicht gut ausdrucken kannst, dann lese dich hier ein, und das, was dir aus der Seele spricht, schreib dir auf.

    Viel Glück noch!

  7. #7
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 39

    AW: Eigenverdacht auf ADS und weiter? - Die Suche nach Gleichgesinnten

    Ich lese auch superviel ... viel im Netz und auch viel übre andere Menschen. Ich bin einfach superinteressiert, was in anderen Personen so vor sich geht. wie sich Ängste anfühlen, etc. um einfach ein besseres Verständnis von den Menschen zu haben.
    Ich hab das aber nie auf mich bezogen.
    Nur bei der ADS Thematik, über die ich auch gelesen habe, da fielen mir dann plötzlich parallel zu mir auf. So habe ich mich dann weiter belesen und bin dann auch hier gelandet.
    Ich komme derzeit ganz gut zurecht, bis auf ein paar nervige Baustellen.

    Bzgl Diagnose: hmm, ich weiss noch nicht so recht ob ich das angehe.
    Andererseits, ich lese ja hier viel von, dass viele unter ihren Möglichkeiten bleiben, auch die "Leistungsträger"
    Ich zähle mich mit dazu ... mehr und einfacher zu können reizt natürlich schon... Sonst liebe ich Veränderungen, auch und gerade an mir, aber hier habe ich seltsamerweise Hemmungen, Befürchtungen von Kontrollverlust, von Manipulation. Seltsam. Bin sonst eigenltich nicht so der Schisshase, anderserseits, mag ich auch keinen Alkohol, also die Wirkung mag ich nicht.
    Mal sehen, was die Zeit so bringt und was ich hier lese, eine Diagnose inkl. Behandlung bringt / bringen kann.
    Wobei ich natürlich auch eventuelle andere Krankheiten ausschliessen lassen muss im Vorfeld.. Schildrüse und Co beispielsweise.

  8. #8
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 47

    AW: Eigenverdacht auf ADS und weiter? - Die Suche nach Gleichgesinnten

    Hallo Mia,

    mir ging es eigentlich ähnlich.

    Also, um deine Fragen zu beantworten:

    1. Wie ich darauf komme? Ich war generell, als Kind schon, immer lebhaft und impulsiv - erst denken, dann handeln. Ich hatte oft Probleme im Zwischenmenschlichen und konnte mich nie lange auf eine Sache konzentrieren. In der Schule war ich je nach Interesse sehr gut bis sehr schlecht... im Studium hat mich eigentlich immer alles interessiert, daher hatte ich damit keine Probleme. Einmal bekam ich ein paar Ritalin geschenkt (zum Lernen vor einer Prüfung), hatte eigentlich Skrupel, habe es dann aber genommen. Ich war wie ausgewechselt. Auf einmal war Konzentration da und dieses Gefühl des ständigen Reizes in der Magengegend (habe ich sonst immer, positiv wie negativ und unterschiedlich stark!) war weg, einfach weg... ich habe mich so ruhig und zufrieden gefühlt und die Geräusche von außen machten mir in dieser Zeit gar nichts mehr aus. Aus Interesse kaufte ich mir ein Buch über AD(H)S bei Erwachsenen und dachte immer nur "ja, stimmt..." oder ähnliches. Also entweder bin ich einfach ein sehr unruhiger Mensch oder meine Vermutung war doch wahr? Verstärkt wurde mein Verdacht vor kurzem, als ich wegen Verdacht auf eine mittelschwere Depression in Behandlung kam. Aus Angst vor Gewichtszunahme wollte ich keines der standardmäßigen ADs und vor Venlafaxin hatte ich Angst, da ich damit in der Vergangenheit mal Probleme hatte (habe es eine Zeit lang aus eigener Dummheit ohne direkte ärztliche Verordnung in für mich zu hoher Dosis genommen und hatte starke Nebenwirkungen). Der Arzt gab mir dann Elontril (retardiert), um meiner Angst vorm Zunehmen entgegenzuwirken und Elontril wirkt ja bekanntlich appetitzügelnd und man verliert eher Gewicht. Nun weiß ich, dass ADs eine ganze Weile brauchen, um zu wirken. Witzigerweise merkte ich den Effekt aber bereits ein bis zwei Stunden nach der Einnahme. Entweder ist der Placebo-Effekt sehr hoch oder es ist doch keine Depression!?? Das brachte mich wieder zum Überlegen, aber ich werde es erstmal weiter nehmen und abwarten. Seither fühl ich mich richtig gut, ähnlich wie beim Ritalin, aber es wirkt bei mir etwas "sanfter" und das empfinde ich als positiv.

    2. Ich habe ewig überlegt, ob ich mich testen lassen will. Aber mittlerweile mag ich mich gar nicht mehr testen lassen - wenn ich es habe gut, wenn nicht auch gut. Das ändert doch nichts daran, wie ich bin :-) Ich persönlich sehe es nicht als Krankheit, sondern als Varietät, die nicht immer in unsere Gesellschaft passt. Und wer weiß eigentlich, ob nicht alle "normalen" viel kranker sind!?

    3. Wie ich es angehe: Da ich mit Elontril gegen meine angeblichen Depressionen eine merkliche Verbesserung habe, das erstmal weiter nehmen und wenn es nach der "Depressions-Behandlung" wieder schlimmer wird vielleicht mal mit dem Arzt darüber sprechen, ob ich es nicht weiter nehmen könnte, da es mir gegen die Konzentrationsstörungen hilft. Nun aber erstmal schauen, wie es sich entwickelt. Ich würde mich gerne auch mit anderen Menschen austauschen, evtl. in einer Gruppe. Und sonst, darüber habe ich mir noch keine Gedanken gemacht.

    4. Dass Probleme irgendwie diffus sind, kenne ich. Wie lang hab ich vor der ICD-10 gesessen und überlegt, dass meine diversen Probleme eigentlich in alle möglichen psychischen Krankheitsbilder passen könnten. Aber irgendwie waren sie dann doch zu schwach, zu kurz und zu ambivalent. Beim Arzt wird dann gerne die Diagnose "atypische Depression" gestellt, wenn man nicht weiß was los ist, der Patient aber sichtlich bedrückt wirkt. Bei mir war es immer ein Gefühl, irgendwie außen vor zu sein, Dinge intensiver wahrzunehmen, hohe Sensibilität, Stimmungsschwankungen, Niedergeschlagenheit, Schlafstörungen, somatoforme Reaktionen (Kopfschmerzen, Schwindel, Bauchschmerzen, ständig "krank"/erkältet sein...), Impulsivität, Aggressionspotential, verschiedenste Ängste und was irgendwie immer da war: So ein allgemeines reizendes Gefühl in der Magengegend (solar plexus) als wäre man ständig aufgeregt, egal ob positiv oder negativ. Es ging nie weg und ich hatte das Gefühl immer unter Strom zu stehen, erst mit Ritalin bzw. jetzt mit Elontril war es weg. Manchmal kommt es abends wieder, aber nur schwach. Da hab ich dann plötzlich wieder Ängste bzw. diese Aufregung, aber dann geh ich schlafen und merke nichts mehr davon.

    Ich hoffe, ich konnte dir weiterhelfen :-)

  9. #9
    Mia.

    Gast

    AW: Eigenverdacht auf ADS und weiter? - Die Suche nach Gleichgesinnten

    Vielen Dank!

  10. #10
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 89

    AW: Eigenverdacht auf ADS und weiter? - Die Suche nach Gleichgesinnten

    aber hier habe ich seltsamerweise Hemmungen, Befürchtungen von Kontrollverlust, von Manipulation. Seltsam. Bin sonst eigenltich nicht so der Schisshase, anderserseits, mag ich auch keinen Alkohol, also die Wirkung mag ich nicht.
    Es tut mir leid wenn ich jetzt vom Thema abschweife, aber:
    ... Das finde ich echt interessant: Ich mag die Wirkung von Alkohol auch nicht, aber du bist der erste Mensch dem ich begegne, dem es auch so geht!!

    Ich trinke nämlich gar keinen Alkohol, weil ich total Angst davor habe, nichts um mich mitzukriegen, keine Kontrolle zu haben! Ich möchte einfach immer
    gegenwärtig sein und alles wahrnehmen können...
    Es gibt so viele Leute die das nicht verstehen, dabei kann man das doch für sich entscheiden, oder nicht!?

    Liebe Grüße!

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