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Diskutiere im Thema Die beiden Extremansichten bei AD(H)S o. Depressionen. Wo liegt die Mitte? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
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  1. #1
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    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 30
    Forum-Beiträge: 171

    Die beiden Extremansichten bei AD(H)S o. Depressionen. Wo liegt die Mitte?

    Hallo liebes Forum,

    man ließt ja immer die verschiedensten Dinge im Internet, ließt sogar ab und an ganze Aufsätze zum
    Thema AD(H)S oder auch zum Thema Depressionen.

    Dabei habe ich festgestellt, dass es zwei extreme Pole/Ansichten gibt.

    Die eine Ansicht ist stark für die Behandlung mit Medikamenten ==> Pharmalobby
    Hier wird behauptet, dass AD(H)S und auch Depressionen "ausschließlich" auf eine chemische Disbalance
    im Gehirn zurückzuführen ist.


    Die andere Ansicht ist das extreme Gegenteil.
    Depressionen sei nicht die Ursache eines chemisches Ungleichgewichtes, ebenso AD(H)S.
    Behandlung sei nicht mit Medikamenten möglich, es sei nur die therapeutische Ebene wirksam,
    Medikamente seinen sogar auf lange Sicht gehährlich für die Gesundheit.




    Meine Frage zum diskutieren:
    Wo liegt denn eigentlich die goldene Mitte?

    Welche Argumente sprechen eigentlich für beide Ansichten?

    Liegen beide Pole sogar richtig und keiner falsch?

    Ist die chemische Disbalance schon bewiesen worden?





    Beste Grüße
    der87

  2. #2
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 177

    AW: Die beiden Extremansichten bei AD(H)S o. Depressionen. Wo liegt die Mitte?

    tja über ads/adhs lässt sich wohl endgültig nicht mehr streiten, wird es doch zusammen mit
    Autismus unter das neu geschaffene dach "neurologisch" im DSM V 2013 erscheinen



    somit kannste höchstens noch über die Depressionen streiten, oder als ganz gefrusteter ads'ler/asperger,
    die frage in den raum werfen: "gibt es depressionen überhaupt" (insider kennen den titel noch von anno 2008, was für uns
    damals im prinzip einem todesurteil gleich kam und der beginn dieses forums hier war )

  3. #3
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.445

    AW: Die beiden Extremansichten bei AD(H)S o. Depressionen. Wo liegt die Mitte?

    Hallo der87,

    Meine meinung nach liegt der goldene mitte irgendwo dazwischen... Aus eigene erfahrungen, helfen bei depris medis und therapie und bei ADS hlefen auch andere massnahmen als medis.

    Ich bin immer misstraurig wenn jemand einfach DIE einzige richtige lösung bringt. Oft sind (übrigens bei alle krankheiten) viele verschiedenes hilfreich und was genau wie angewandt werden muss, ist in einzellfälle unterschiedlich.

    Bei mich ist einfach "was hilft ist gut". Medis nehme ich zwar nicht so gerne und probiere immer andere wegen, aber manchmal geht es auch nicht ohne medis.

    lg

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 30
    Forum-Beiträge: 328

    AW: Die beiden Extremansichten bei AD(H)S o. Depressionen. Wo liegt die Mitte?

    Ich war wegen einer mittelschweren Depressiven Episode 2x in Kliniken.
    Die erste Klinik war eine psychosomatische Klinik, da bekam ich keine Medikamente wegen meines noch recht jungen Alters (war 24), während ältere regelrecht zu gedröhnt wurden.
    Ich hab also nur Gruppenpsychotherapie gemacht und mich mit meiner Bezugstherapeutin in die Haare gekriegt.
    Als ich dann mein Studium fort gesetzt hab wurde die Depression immer schlimmer und ich konnt nix mehr leisten. Diesmal hatte ich das Gefühl, Medikamente zu brauchen, anders lies sich das Problem gar nicht mehr beherrschen.
    Mein ambulanter Therapeut rief meine Hausärztin an und ließ mich in die Psychiatrie einweisen. Ich hatte Angstzustände wenn ich nur an bestimmte Dinge dachten und reagierte auf jegliche Hilfe regelrecht aggressiv. Nur dank medikamentöser Behandlung konnte ich mich überhaupt auf eine ordentliche Behandlung einlassen.
    Wenn man z.B. so wie ich erst früh um 8/10 überhaupt erst ins Bett kommt und die ganze Nacht wach liegt or lauter Sorgen lernt man es wieder zu schätzen, durchschlafen zu können.
    Man sollte Psychopharmaka nicht als einfache Lösung betrachten, die Pillen machen einen nicht wieder heile, sondern der ganze Therapiekomplex (Einzeltherapie, Gruppentherapie, Sporttherapie, Medikamente usw.) hilft erst.
    Ist wie im Müsli - die Mischung machts

  5. #5
    Freischalte-Mail noch nicht bestätigt

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 30
    Forum-Beiträge: 171

    AW: Die beiden Extremansichten bei AD(H)S o. Depressionen. Wo liegt die Mitte?

    Haexli schreibt:
    tja über ads/adhs lässt sich wohl endgültig nicht mehr streiten, wird es doch zusammen mit
    Autismus unter das neu geschaffene dach "neurologisch" im DSM V 2013 erscheinen



    somit kannste höchstens noch über die Depressionen streiten, oder als ganz gefrusteter ads'ler/asperger,
    die frage in den raum werfen: "gibt es depressionen überhaupt" (insider kennen den titel noch von anno 2008, was für uns
    damals im prinzip einem todesurteil gleich kam und der beginn dieses forums hier war )

    DSM V 2013 kannst du meiner Meinung nach knicken. DSM sind die Kriterien aus den USA ===> Pharmalobby.
    Außerdem wäre das dann nur ein einziger Betrachtungswinkel. Die Existenz bezweifle ich nicht.
    Die Beiden Extrempole beführworten ja entweder Medikation oder eben nicht, weil sie die "Ursache" woanders sehen.

  6. #6
    Freischalte-Mail noch nicht bestätigt

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 30
    Forum-Beiträge: 171

    AW: Die beiden Extremansichten bei AD(H)S o. Depressionen. Wo liegt die Mitte?

    Schatten87 schreibt:
    Ich war wegen einer mittelschweren Depressiven Episode 2x in Kliniken.
    Die erste Klinik war eine psychosomatische Klinik, da bekam ich keine Medikamente wegen meines noch recht jungen Alters (war 24), während ältere regelrecht zu gedröhnt wurden.
    Ich hab also nur Gruppenpsychotherapie gemacht und mich mit meiner Bezugstherapeutin in die Haare gekriegt.
    Als ich dann mein Studium fort gesetzt hab wurde die Depression immer schlimmer und ich konnt nix mehr leisten. Diesmal hatte ich das Gefühl, Medikamente zu brauchen, anders lies sich das Problem gar nicht mehr beherrschen.
    Mein ambulanter Therapeut rief meine Hausärztin an und ließ mich in die Psychiatrie einweisen. Ich hatte Angstzustände wenn ich nur an bestimmte Dinge dachten und reagierte auf jegliche Hilfe regelrecht aggressiv. Nur dank medikamentöser Behandlung konnte ich mich überhaupt auf eine ordentliche Behandlung einlassen.
    Wenn man z.B. so wie ich erst früh um 8/10 überhaupt erst ins Bett kommt und die ganze Nacht wach liegt or lauter Sorgen lernt man es wieder zu schätzen, durchschlafen zu können.
    Man sollte Psychopharmaka nicht als einfache Lösung betrachten, die Pillen machen einen nicht wieder heile, sondern der ganze Therapiekomplex (Einzeltherapie, Gruppentherapie, Sporttherapie, Medikamente usw.) hilft erst.
    Ist wie im Müsli - die Mischung machts

    Schöner Kommentar. Sehr hilfreich und sehr praxisnah!


    Aber die Masterfrage bleibt: Wo liegt tatsächlich die Ursache. Die beiden Extremansichten sind so unterschiedlich wie Tag und Nacht.

  7. #7
    Neues Forum-Mitglied

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    Forum-Beiträge: 177

    AW: Die beiden Extremansichten bei AD(H)S o. Depressionen. Wo liegt die Mitte?

    der87 schreibt:
    DSM V 2013 kannst du meiner Meinung nach knicken. DSM sind die Kriterien aus den USA ===> Pharmalobby.
    Außerdem wäre das dann nur ein einziger Betrachtungswinkel. Die Existenz bezweifle ich nicht.
    Die Beiden Extrempole beführworten ja entweder Medikation oder eben nicht, weil sie die "Ursache" woanders sehen.

    was meinst du wird das ICD machen nach erscheinen des DSM V ?

  8. #8
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

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    Alter: 30
    Forum-Beiträge: 328

    AW: Die beiden Extremansichten bei AD(H)S o. Depressionen. Wo liegt die Mitte?

    der87 schreibt:
    DSM V 2013 kannst du meiner Meinung nach knicken. DSM sind die Kriterien aus den USA ===> Pharmalobby.
    Außerdem wäre das dann nur ein einziger Betrachtungswinkel. Die Existenz bezweifle ich nicht.
    Die Beiden Extrempole beführworten ja entweder Medikation oder eben nicht, weil sie die "Ursache" woanders sehen.
    Das DSM würde ich nicht als Fibel der Pharmalobby ansehen.
    Denn da drin sind ja keine Therapieempfehlungen welches Medikament für welche Störung in welcher Menge oder so verordnet werden soll.
    Das DSM legt ledeglich die "Krankheitsentitäten" fest, d.h. welche Störung aller Wahrscheinlichkeit welche Symptome hat.
    Und als krank kann man ja nur das definieren, was von der Normalität abweicht. Aber was ist "normal" ? <--- das eigentliche Problem jeder psychiatrischen Diagnose
    Ohne Arbeitsgrundlage könnte ja dir kein Arzt auf der Welt sagen, was du hast und wie man das behandeln kann !

  9. #9
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    AW: Die beiden Extremansichten bei AD(H)S o. Depressionen. Wo liegt die Mitte?

    mj71 schreibt:
    Hallo der87,

    Meine meinung nach liegt der goldene mitte irgendwo dazwischen... Aus eigene erfahrungen, helfen bei depris medis und therapie und bei ADS hlefen auch andere massnahmen als medis.

    Ich bin immer misstraurig wenn jemand einfach DIE einzige richtige lösung bringt. Oft sind (übrigens bei alle krankheiten) viele verschiedenes hilfreich und was genau wie angewandt werden muss, ist in einzellfälle unterschiedlich.

    Bei mich ist einfach "was hilft ist gut". Medis nehme ich zwar nicht so gerne und probiere immer andere wegen, aber manchmal geht es auch nicht ohne medis.

    lg
    Klar liegt die Mitte irgendwo dazischen. Für mich interessant halt nur die Frage, ob sich diese Mitte irgendwie auch so klar "umschreiben" lässt, wie
    die beiden Extremansichten.

  10. #10
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    Forum-Beiträge: 171

    AW: Die beiden Extremansichten bei AD(H)S o. Depressionen. Wo liegt die Mitte?

    Schatten87 schreibt:
    Das DSM würde ich nicht als Fibel der Pharmalobby ansehen.
    Denn da drin sind ja keine Therapieempfehlungen welches Medikament für welche Störung in welcher Menge oder so verordnet werden soll.
    Das DSM legt ledeglich die "Krankheitsentitäten" fest, d.h. welche Störung aller Wahrscheinlichkeit welche Symptome hat.
    Und als krank kann man ja nur das definieren, was von der Normalität abweicht. Aber was ist "normal" ? <--- das eigentliche Problem jeder psychiatrischen Diagnose
    Ohne Arbeitsgrundlage könnte ja dir kein Arzt auf der Welt sagen, was du hast und wie man das behandeln kann !
    Du sagst es ja selber: "Was ist >>normal<<?"
    Ich finde DSM V 2013 ist einfach zu weit von seinen Begrifflichkeit. Scherzhaft gesagt ist nach DSM mit etwas "Augenzwinkern" keiner "normal".
    ICD finde ich da etwas "moderater".
    Das Problem des psychiatrischen Dignosen ist teilweise eine "Überdiagnostizierung".

    Mit meiner Aussage DSM ==> "Pharmalobby" wollte ich deshalb nur sagen, dass die "weiter gefassten" Kriterien auch den USA teilweise auch
    zu einer Übermedikation führen, wodurch die Pharmaindustrie stark profitiert.

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