Es ist schon seltsam, ich hatte immer Angst, dass mich der Neurologe für einen Hochstapler hält. Oder dass ich meine Probleme nicht richtig beschreiben kann, weil ich sie oft einfach vergesse und deswegen keine Diagnose bekomme. Jetzt bekam ich heute die eindeutige Diagnose ADS. Bin total baff.

Sieben Monate hat es gedauert, es war gut, sich mit dem Thema ADS in der Wartezeit nochmal intensiv auseinanderzusetzen, habe viel gelernt. Aber am Psychater hat das nicht gelegen. Die innere Vorbereitung auf die Gespräche hat mir dagegen enorm viel gebracht.

Eigentlich wollte ich Methylphenitrat ausprobieren, habe mich aber heute dagegen entschieden, als es mir angeboten wurde. Mein Selbstbewusstsein ist in den letzten 12 Monaten stark gestiegen, eben seit dem Moment, als ich mir darüber klar wurde, was mit mir los ist. Ich glaube, solange es mir so gut geht, würde es mich nur verunsichern.

Auch mit den Dissoziationen kann ich im Moment etwas besser umgehen, einfach durch Selbst-Beobachtung und Dokumentation. Emoflex ist eher nicht so mein Fall (schon allein der Name ist mir ein Graus).

Ich freu mich auf die Verhaltenstherapie.

PS: Kann ich meinen Status selbst ändern auf "Diagnose als Erwachsener" oder ist das Alex sein Job?