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Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #1
    Erdbeercreme

    Gast

    viele viele sorgen

    hallo zusammen,

    ich habe einige sorgen was meine zukunft betrifft.
    25 jahre bin ich alt. meine schulzeit war schwer. ich hab viele unterrichtsthemen nicht verstanden. und hab auch nach wiederhholtem erklären lassen vom lehrer es nicht verstanden. sowas macht einem dann auch balt zum opfer der mitschüler. ich hatte in der grundschule ab und zu 1-3 freundinnen. aber der rest fand mich doof und das haben sich mich auch spüren lassen.. später kam ich zu hauptschule dann zur berufsschule. ich war hab immer mein fett weggekrigt. es gab nen paar die mich mochten aber dafür der rest überhaupt nicht. das gibt mir bis heute zu schaffen.
    jede neue schule war für mich voller hoffnungen auf einen neuanfang.. aber jedesmal das gleiche.


    darum hab ich auch schon mit 16 eine aubildung gemacht zur fleischerei. dort wars auch nicht besser. ich wurd ausgenutzt und teilweise gemobbt..
    es gab überall einige die mich gern hatten aber dafür auch welche die mich garnicht leiden konnten ..
    hab dann nochmal die arbeitsstelle in der umgebung gewechselt und wollte dann einen neuanfang und bin von umgebung freiburg direkt vom land nach hannover-city gezogen. dachte ein neuer anfang. dort wurde ich aber auch nicht glücklich. ich war dort recht einsam und fühlte mich wie ausgesetzt in einer fremden welt.
    nach zwei jahren (2008-2010) bin ich dann wieder nach hause gekommen.
    seither wohne ich bei meinen eltern. sie nehmen mich wie ich bin und wir haben ein schönes haus und viel platz
    in der zeit seit ich wieder zuhause bin hab ich zweimal die arbeitsstelle gewechselt und an diversen stellen probegearbeitet.

    maximal ein jahr dann wird der vertrag einfach nicht verlängert.
    ich habe mir alle mühe gegeben mehr als das verlangte zu bringen. ich wollte das arbeitgeber und kollegen mich und meine arbeit schätzen.
    aber ich habs nicht geschafft. hinter meinem rücken wurde über mich hergezogen und gelästert und gelacht.
    durch meine ads erkrankung hab ich doch immer wieder was vergessen.. ich kann keine prioritäten setzen und bin wahnsinnig schnell erschöpft.
    nach wenigen stunden fühle ich mich sehr erschöpft..ich hab mir manchmal gewünscht das ich krank werd oder mich verletze weil ich einfach nicht mehr mithalten konnte. konnte mich kaum noch konzentrieren. es war dann alles nur noch ein krampf und ich merke wie ich versage.
    dazu kommt noch das ich mich gerade bei schlechtem trübem wetter und stress fühle wie betrunken.
    ich habe sowas wie einen tunnelblick und alles fühlt sich gedämpft an. ich sehe was vor mir ist aber wer oder was um mich herum passiert nehme ich kaum war.
    wie soll man jemandem erklähren ich fühle mich und hab ne wahrnehmung wie besoffen???? niemand versteht einen.
    diese komische wahrnehmung hab ich schon seit ich 15 bin.. ich weiss noch wie ich zu meiner damaligen besten freundin gesagt hab. irgendwie fühlt sich bei mir alles wie im traum an. so unwirklich.... so ist es nun auch 10 jahre danach noch. bei strahlendem sonnenschein und blauem himmel allerdings kaum zu spüren.

    seit 3 monaten bin ich nun wiedermal arbeitslos.. mein hausarzt versucht mir zu helfen und hat nun eine klinik in mitteldeutschland ? gefunden speziell für menschen mit ads.
    dort muss ich balt 5 wochen hin.
    ich muss zugeben ich hab irgendwie total schiss.. könnt grad heulen.
    5 wochen weiss gott wo eingesperrt weit weg von daheim.. vllt versteht mich dort auch niemand. ??? man hat mich nie verstanden.
    aber ich hoffe doch noch auf eine art das ich endlich hilfe bekomme.
    ich weiss nicht wie es mit mir weitergehen soll.. ich bin 25 verliere ein job nach dem anderen, kann mir daher keine eigene wohnung leisten.
    was soll aus mir werden??? ich habe oft stimmungsschwankungen. oft hab ich mir gedacht wenn es keinen platz für mich in dieser welt gibt muss ich es beenden..
    dabei will ich doch auch einfach mein eigenes leben irgendwie meistern ohne darunter immer wieder so sehr zu leiden.


    sorry für den riesen text.

    liebe grüße : Jasmin

  2. #2
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 10

    AW: viele viele sorgen

    Liebe Jasmin

    eine Freundin von mir ist jetzt auch gerade in einer Klinik. Erst fühlte sie sich auf der ersten Station am falschen Platz, hat dann gewechselt und fühlt sich nun wohl und blüht merklich auf. Es ist so super, dass Du schon mit 25 Jahren Deine Probleme angehst, Dich dessen bewusst bist, sie formulieren kannst. Das braucht so viel Kraft und Mut und Einsicht… und ich bin sicher, dass Leute, die sich auskennen, Dir helfen werden und können !!
    Meine Freundin fand auch unter den Patienten wertvolle Hilfen… und fühlt sich nicht mehr alleine und unverstanden.

    Liebe Grüsse, Kaybe

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 76

    AW: viele viele sorgen

    Ich erkenne mich in Teilen deiner Erzählung wieder, und zwar darin, dass man überall, wo man hinkommt, irgendwann gemobbt wird oder dass gelästert wird. In der Schulzeit hatte ich ebenfalls nie viele Freunde/innen und in der darauffolgenden Ausbildung sowie an der ersten Arbeitsstelle ebenfalls nicht.

    Wegen der schlimmen Mobbingzeit in der Schule, die über 4 Jahre anhielt und in der ich sehr einsam war, habe ich es mir unbewusst angewöhnt, das Verhalten anderer (Minik, Gestik, Tonfall, Wortwahl, etc.) zu analysieren und habe mich und meine Aussagen dann völlig darauf abgerichtet. Ich war nicht mehr ich selbst und bin deshalb schwach erschienen.

    Was ich damit sagen will ist, es kann womöglich sein, dass Du wegen Deiner Erfahrungen unterbewusst oder bewusst zu sehr versuchst, Dich anderen anzupassen. Vielleicht lachst Du über Witze, die Du eigentlich gar nicht witzig findest, nur um den anderen nicht zu verletzen. Vielleicht richtest Du Deine Aussagen auf Dein Gegenüber aus, sodass Du diesem abermals gefällst. Alles sone Dinge lassen Dich künstlich erscheinen, womit Du Dich unsympathisch und vor allem angreifbar machst.

    Es muss ja nicht sein, dass Du Dich verstellst, aber ich bin mir fast zu 100% sicher, dass Du nicht ganz Du selbst bist, aus Angst, wieder ausgeschlossen zu werden. Deine neuen Mitmenschen erkennen das unterbewusst und kommen damit nicht klar. Sie sind verwirrt, wenn sie es selber auch nicht als Verwirrung wahrnehmen sondern eher einfach als wachsende Antipathie.

    Mein Tipp, wenn Du wieder einen Job haben solltest: Bleib einfach Du selbst, ignoriere mal Dein durch die Schulzeit angekratztes Selbstvertrauen. Achte auf eine gerade Körperhaltung, schau den Leuten in die Augen wenn Du mit ihnen redest, vertrete Deine Meinung (aber nicht jedem aufdrängen und entspann Dich einfach.

    Ich denke die Klinik wird Dir gut tun, habe keine Angst. Profitier so gut es geht, lass Dir Tipps für den Alltag geben und tausch Dich mit andern aus. Ich bin mir sicher, das wird Dir helfen.

  4. #4
    Erdbeercreme

    Gast

    AW: viele viele sorgen

    hallo danke für eure antworten,

    also im privatleben habe ich keine probleme. ich lerne gerne leute kennen und es kommen immer leute auf mich zu, ich hab durch gute freunde auserhalb meiner schule viel selbstvertrauen gefasst. ich lach viel, und bin lieber ''bescheuert'' als mich künstlich steif zu machen. die einen leute denken ich hab nen schaden ^^ die anderen auch aber lieben meien art weil ich immer sag was ich denke und meistens mit humor mein freund sagt immer er hatte noch nie so ne ''geile'' freundin. in dem sinne weil ich halt für jeden blödsinn und mül zu haben bin wofür sich andere mädels zu püppihaft und zu fein sind ^^
    meine schulzeit war grausam und auf der arbeit geht es so lange gut bis sie merken das ich probeme hab. entweder ich versuche mich zu verstecken aber unkonzetriertheit, frühe erschöpfung und oft extreme verplantheit machen mir zu schaffen. im alltag merk ichs und freunde auch aber es ist egal, ich muss keine leistung bringen und mich nicht mit gesunden kollegen messen.
    aber selbst wenn ich dinge tue die mir spass machen erreicht mich nach wenigen stunden eine erschöpfung und ich mach zwischendurch immer pausen sonst wirs was immer ich auch tue eie qual.
    selbst shoppen finde ich ungeheuer anstrengend. große supermärkte wie kaufland oder ecenter sind mit freunden ok, aber allein der horror, überall leute, alle reden durcheinander, so viel buntes zeug, verwirrung, alles irritiert.. total anstrengend. auch beim klamottenkaufen.
    ich habe auch schon arbeitsstellen gehabt wo ich erklährt habe das ich ads habe und das ich mein bestes gebe aber hin und wieder doch was vergess, und einfach nichr so schnell und so lang kann wie andere, ich kann nicht organisieren, und auswendiggelernte sachen vergess ich wieder. wer will denn eine verkäuferin die vom einen tag auf den anderen vergessen hat was sie schon lange wusste. es kann vor kommen das ich nach nem halben jahr nicht mehr weiss wie man bestimmte eingaben an der kasse macht. :/
    ein ewiges versteckspiel in der hoffnung ich schaffe es hat mir nichts gebracht, aber auch wenn ich ehrlich war und auf verständnis gehofft hab hatte ich keine chance.
    ich musste mir schon sachen anhören vonwegen ob ich gesoffen hab oder drogen nehme natürlich tu ich sowas nicht, aber anhand solcher aussagen könnt ihr euch vllt etwas vorstellen wie verplant mein alltag und meine aufmerksamkeit ist

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